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Glyphosat: Zulassung von Roundup Future vorerst gescheitert

Glyphosat-Zulassung weiterhin ausgesetzt: Etappensieg für Umweltschützer

Am 30. April 2025 verkündete das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) eine vorläufige Entscheidung, die gegen die Wiederzulassung des Glyphosat-Pestizids Roundup Future gerichtet ist. Der Antrag von Monsanto Agrar Deutschland zur sofortigen Vollziehung wurde teilweise abgelehnt, da neue Daten potenzielle Grenzwertüberschreitungen im Grundwasser nahelegen. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) begrüßte diesen Schritt als bedeutenden Fortschritt im Kampf gegen umweltschädliche Pestizide und kündigte an, sich weiterhin für ein vollständiges Verbot von Glyphosat einzusetzen.

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Bremen (VBR).

Die Zulassung des umstrittenen Glyphosat-Pestizids Roundup Future bleibt vorerst ausgesetzt. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat den Antrag von Monsanto Agrar Deutschland GmbH auf sofortige Zulassung teilweise zurückgewiesen. Eine vorläufige Prüfung ergab, dass es bei neuen Daten nicht ausgeschlossen werden kann, dass Grenzwertüberschreitungen im Grundwasser auftreten.

Vorangegangen war ein Widerspruch der Deutschen Umwelthilfe (DUH), die kritisierte, dass die Risiken für das Grundwasser auf veralteten Daten basieren. Das BVL räumt dem Widerspruch vorläufig gute Erfolgsaussichten ein. Von der Entscheidung betroffen sind insbesondere zwei von drei Anwendungen gegen ein- und zweikeimblättrige Unkräuter in Ackerbaukulturen, für die die Zulassung derzeit nicht wirksam ist.

Jürgen Resch, der Bundesgeschäftsführer der DUH, sieht in der Entscheidung einen „bedeutenden Etappensieg“. Er betont: „Es ist ein bedeutender Etappensieg, dass Monsanto mit ihrem Antrag gescheitert ist und die Zulassung für das Glyphosat-Pestizid Roundup Future für wichtige Anwendungen weiterhin ausgesetzt bleibt. Bereits im vergangenen Jahr wurde nach unserem Rechtsverfahren gegen das Vorgängerprodukt Roundup Powerflex dessen Zulassung beendet. Wir werden uns nun mit voller Kraft dafür einsetzen, dass auch die Zulassung für Roundup Future vollständig und endgültig aufgehoben wird. Jeder Tag zählt, an dem wir die Umwelt vor dem Totalherbizid Glyphosat bewahren. Der massive Glyphosateinsatz schadet der Artenvielfalt, den Schmetterlingen, anderen Großinsekten und damit vielen Vogel-, Amphibien- und Reptilienarten. Die Sicherheit von Glyphosat ist aus unserer Sicht nicht ausreichend nachgewiesen. Wir kämpfen für ein Ende der Zulassungen aller Glyphosat-Pestizide.“ (Zitat-Quelle: Pressemitteilung)

Der Widerspruch der DUH wurde am 4. März 2025 eingereicht. Knapp eine Woche später stellte das BVL klar, dass dieser Widerspruch, aufgrund der fristgerechten Einreichung, aufschiebende Wirkung entfaltet. Damit ist die Zulassung vorerst in Kraft und Monsantos Antrag zur Aufhebung dieser Wirkung wurde nun teilweise abgelehnt. Dies betrifft mehrere Anwendungen des Mittels.

Diese Entwicklung wirft erneut einen Schatten auf die Glyphosat-Anwendungen in der Landwirtschaft und könnte weitreichende Folgen für die Umwelt und die Biodiversität haben. Die Debatte um den Einsatz solcher Pestizide bleibt somit nicht nur ein Thema der Landwirtschaft, sondern berührt auch zentrale Fragen des Umweltschutzes und der Gesundheit der Bevölkerung. Das Engagement der DUH und anderer Umweltorganisationen könnte entscheidend dafür sein, wie der zukünftige Umgang mit Pestiziden in Deutschland und darüber hinaus gestaltet wird.


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Etappensieg im Kampf gegen Glyphosat: Zulassung von Roundup Future bleibt nach …

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Glyphosat-Debatte: Ein Wendepunkt für Umweltschutz und Landwirtschaft

Die aktuelle Entscheidung des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL), den Antrag von Monsanto Agrar Deutschland GmbH auf Zulassung des Glyphosat-Pestizids Roundup Future teilweise abzulehnen, könnte weitreichende Folgen für die Diskussion um Herbizide in der Landwirtschaft haben. Laut der BVL-Ankündigung sind Grenzwertüberschreitungen im Grundwasser für verschiedene Anwendungen nicht auszuschließen. Dies wirft nicht nur rechtliche, sondern auch ökologische Fragen auf, die angesichts der regelmäßigen Berichterstattung über die Schädlichkeit von Glyphosat für die Artenvielfalt und Umweltbeschwerden dringlicher denn je erscheinen.

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat bereits frühzeitig auf die problematische Datenlage hingewiesen, die zur Bewertung der Gefahren führte. Ihre kritische Sichtweise, dass die Risiken für das Grundwasser auf veralteten Daten basierten, wurde durch die vorläufigen Ergebnisse des BVL nun gestützt. Ein ähnlicher Fall war die Marktrücknahme von Roundup Powerflex, die durch die DUH initiiert wurde und zeigt, dass der Druck der Zivilgesellschaft und von Umweltorganisationen tatsächlich Einfluss auf politische Entscheidungen und Unternehmenspraktiken haben kann.

Die Auseinandersetzung um Glyphosat ist Teil eines größeren Trends hin zu nachhaltigen landwirtschaftlichen Praktiken und einem verantwortungsvolleren Umgang mit Chemikalien. Immer mehr Länder und Regionen evaluieren ihre Pestizidverordnungen im Licht neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse. Auch die EU hat sich verpflichtet, ihre Agrarpolitik umweltfreundlicher zu gestalten, was möglicherweise eine Umwidmung von Forschungsgeldern in Richtungen begünstigt, die die Nutzung chemischer Herbizide in Frage stellen.

Die Prognosen deuten darauf hin, dass der Druck auf die Branche und die Politik zunehmen wird, insbesondere angesichts des zunehmenden Bewusstseins für die Bedeutung von Biodiversität und Umweltschutz. Auch die öffentliche Meinung zu Glyphosat hat sich im Laufe der letzten Jahre gewandelt, und eine Stärkung der Regulierung könnte als Antwort auf die fortwährenden Herausforderungen im Bereich Lebensmittelsicherheit und Umweltschutz angesehen werden.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass diese Entscheidung des BVL nicht nur einen temporären Erfolg für die DUH darstellt, sondern auch als Zeichen für einen Paradigmenwechsel in der Behandlung von Pestiziden in Deutschland und der EU interpretiert werden kann. Die nächsten Schritte im Verlauf dieser Debatte könnten entscheidend dafür sein, wie sich die Landwirtschaft von morgen gestaltet und wie nachhaltig wir mit unseren Ressourcen umgehen.


Weiterführende Informationen auf Wikipedia

  1. Glyphosat
  2. Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit
  3. Deutsche Umwelthilfe
  4. Pestizid
  5. Herbizid

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