Gesundheitsschädlicher Motorradlärm in Holzminden: DUH und VAGM fordern Maßnahmen zur Schutzumsetzung

Motorradlärm im Kreis Holzminden sorgt für hohe Belastung der Anwohner. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und der Vereinigte Arbeitskreis gegen Motorradlärm (VAGM) haben einen Aktionsplan entwickelt, um die Betroffenen vor den gesundheitlichen Folgen des Lärms zu schützen. Der Plan beinhaltet unter anderem Tempo 30 innerorts, Lärmpausen an Wochenenden und Durchfahrtsbeschränkungen für laute Motorräder. Die DUH fordert eine zügige Umsetzung der Maßnahmen und gleichzeitig eine Reform des Straßenverkehrsrechts. Mehr dazu in unserem Artikel.

Bremen (VBR). Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und der Vereinigte Arbeitskreis gegen Motorradlärm (VAGM) haben einen Aktionsplan zur Reduzierung von Motorradlärm im niedersächsischen Landkreis Holzminden entwickelt. Dieser Plan, der vom niedersächsischen Umweltministerium gefördert wurde und einstimmig vom Kreistag beschlossen wurde, enthält verschiedene Maßnahmen, um die Belastung der Anwohnerinnen und Anwohner durch Motorradlärm zu verringern.

Der Aktionsplan basiert auf wissenschaftlichen Daten und erfolgreichen Pilotprojekten im deutschsprachigen Raum. Zu den Maßnahmen gehören Tempo 30 innerorts, rotierende Lärmpausen an ausgewählten Wochenenden und Durchfahrtsbeschränkungen für besonders laute Motorräder. Der Lärmpegel der Motorräder wird dabei anhand des Standgeräuschs überprüft, das sowohl für die Fahrzeughalter als auch für die Behörden leicht überprüfbar ist.

Die Region Holzminden ist schon seit vielen Jahren von einer massiven Lärmbelastung betroffen, insbesondere entlang stark frequentierter Motorrad-Streckenabschnitte. Der Aktionsplan soll dazu beitragen, zumindest eine gewisse Verbesserung und einen Mindestschutz für die Betroffenen vor den gesundheitlichen Folgen des Lärms zu erreichen. Die DUH und der VAGM fordern daher eine schnelle Umsetzung des Aktionsplans.

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Dorothee Saar, Leiterin des Bereichs Verkehr und Luftreinhaltung der DUH, betont, dass übermäßiger Lärm nicht nur lästig ist, sondern nachgewiesenermaßen zu schweren Erkrankungen führen kann. Der Aktionsplan sei ein erster Schritt auf dem Weg zu einer dauerhaften Lösung. Sie fordert jedoch auch eine Reform des Straßenverkehrsrechts, um Lärmschutz zu erleichtern und die Gesundheit der Menschen stärker zu berücksichtigen.

Die DUH fordert außerdem die Festlegung eines Lärmgrenzwerts bei der Fahrzeugzulassung, der in keinem Fahrzustand überschritten werden darf. Die aktuellen Regelungen seien unzureichend und von der Industrie geprägt. Langfristig sei auch ein flächendeckender Umstieg auf Elektroantrieb für Motorräder unvermeidlich, ähnlich wie der bereits beschlossene Ausstieg aus Verbrennungsmotoren für Pkws ab 2035.

Holger Siegel vom VAGM betont, dass nur durch solche Pilotprojekte herausgefunden werden könne, was gegen gesundheitsschädlichen Motorradlärm wirkt. Der Aktionsplan enthalte eine Auswahl von Maßnahmen, die sich bewähren könnten.

Die Umsetzung des Aktionsplans obliegt nun den örtlichen Behörden. Die DUH kündigt an, die Entwicklungen im Landkreis Holzminden weiterhin zu verfolgen.

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Hintergrundinformationen zeigen, dass Lärm nach Luftverschmutzung die zweithäufigste umweltbedingte Ursache für Gesundheitsprobleme ist. Straßenverkehrslärm ist dabei die dominierende Lärmquelle in Deutschland, von der drei Viertel der Bevölkerung betroffen sind. Besonders gesundheitsschädlich sind Lärmspitzen, die vor allem von Motorrädern und teilweise von Sport-Pkws verursacht werden.

Pressekontakt:

Dorothee Saar, Leiterin Verkehr und Luftreinhaltung der DUH
Tel.: 0151 16225862, E-Mail: saar@duh.de

Holger Siegel, Sprecher VAGM
Tel.: 015679-237904, E-Mail: bundesverband@motorradlaerm.de

DUH-Newsroom:
Tel.: 030 2400867-20, E-Mail: presse@duh.de

Website: www.duh.de, www.x.com/umwelthilfe, www.facebook.com/umwelthilfe, www.instagram.com/umwelthilfe, www.linkedin.com/company/umwelthilfe, www.tiktok.com/@umwelthilfe


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