Bremen (VBR). Inmitten der heftigen Diskussionen um das neue Gesundheitsversorgungsstärkungsgesetz (GVSG) schlägt der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) Alarm. Während der jüngste Kabinettsentwurf des Gesetzes theoretisch die Bedeutung der psychotherapeutischen Weiterbildung anerkennt, klaffen in der Praxis gravierende Lücken, die die zukünftige Versorgungssicherheit gefährden könnten.
Johanna Thünker vom Vorstand der Sektion Verband Psychologischer Psychotherapeutinnen und Therapeuten (VPP) im BDP sagt es unmissverständlich: „Dass nur die Weichen für die Weiterbildungsambulanzen gestellt wurden, ist für den psychotherapeutischen Nachwuchs sowie für die Versorgung eine Katastrophe.“ Der Entwurf sieht vor, dass diese Ambulanzen über die abrechenbaren Versorgungsleistungen finanziert werden, während notwendige Betriebskosten und angemessene Gehälter unberücksichtigt bleiben. Für Praxen und Kliniken gibt es überhaupt keine Regelungen zur Finanzierung der Weiterbildung.
Diese scheinbare Ignoranz gegenüber den Bedürfnissen und Herausforderungen der psychotherapeutischen Ausbildung stellt nicht nur eine Belastung für die Ambulanzen dar, sondern bedroht auch die gesamte psychotherapeutische Versorgung in Deutschland. Eine ausreichende finanzielle Ausstattung der Ausbildungsstätten ist essentiell, um qualifizierten Nachwuchs heranzuziehen und somit langfristig eine flächendeckende und qualitativ hochwertige Versorgung bieten zu können.
Die Missstände führen dazu, dass viele Studierende und angehende Psychotherapeut*innen mit unsicheren Zukunftsperspektiven konfrontiert sind. Ihr Engagement und ihre Motivation dürfen nicht durch mangelhafte gesetzliche Regelungen erstickt werden. Dabei liegt ein bereits praxisorientierter und breit abgestimmter Vorschlag zur gesetzlichen Neuregelung vor, der gemeinsam mit der Bundespsychotherapeutenkammer erarbeitet und dem Gesundheitsministerium vorgelegt wurde.
Ein nicht angepasstes Gesetz könnte erhebliche Konsequenzen haben: fehlende Mittel würden die Schaffung von Weiterbildungsstellen in Praxen, Ambulanzen und Kliniken einschränken, was letztlich die psychotherapeutische Unterstützung der Bevölkerung gefährdet. Die jetzige Gesetzeslage zwingt viele potenzielle Psychotherapeut*innen entweder zum Wechsel in andere Berufsfelder oder zur Abwanderung ins Ausland, wo bessere Bedingungen herrschen.
Der BDP setzt sich gemeinsam mit einem breiten Bündnis aus Studierenden, Psychotherapeutenkammern und Ausbildungsstätten vehement dafür ein, dass die psychotherapeutische Weiterbildung sicher und sinnvoll finanziert wird. Aktionen und öffentliche Stellungnahmen sollen den Druck auf die politischen Verantwortlichen erhöhen.
Ansprechpartnerin für weitere Informationen ist Bettina Genée, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim BDP. Ihre Kontaktinformationen stehen bereit, um den Dialog weiterzuführen und Öffentlichkeit sowie Entscheidungsträger umfassend zu informieren.
Es bleibt zu hoffen, dass die Politik die dringenden Appelle der Fachverbände ernst nimmt und entsprechende Anpassungen im GVSG vornimmt, um eine nachhaltige und qualitativ hochwertige psychotherapeutische Versorgung in Deutschland zu sichern. Die Zukunft der psychotherapeutischen Behandlung hängt entscheidend davon ab.
Für weiterführende Informationen besuchen Sie die Website des BDP oder folgen Sie deren Social-Media-Kanälen.
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BDP Pressemitteilung zum GVSG-Kabinettsentwurf: Geplantes Versorgungsgesetz nimmt …
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Datum: 27. Mai 2024 um 12:59 Uhr
Wer sagt das?
- Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP)
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- Datei: 20240527 BDP PM zum KabE GVSG.pdf
- Größe: 369 kB
Worum geht es?
- Überschrift: Pressemitteilung
- Thema: Das geplante Versorgungsgesetz nimmt die psychotherapeutische Versorgung der Bevölkerung nicht ernst.
- Kritikpunkt: Der Entwurf des Gesundheitsversorgungsstärkungsgesetzes (GVSG) sorgt nicht für die Finanzierung der psychotherapeutischen Weiterbildung.
Ort und Datum:
- Berlin, 27. Mai 2024
Was ist das Problem?
- Das neue Gesetz erkennt, dass Nachwuchs in der Psychotherapie wichtig ist.
- Es gibt nur Änderungen für Weiterbildungsambulanzen.
- Andere Orte wie Praxen und Kliniken werden nicht berücksichtigt.
Warum ist das schlecht?
- Für den psychotherapeutischen Nachwuchs entstehen Probleme.
- Gute Ausbildungseinrichtungen brauchen Geld, um gut arbeiten zu können.
- Ohne Geld können keine angemessenen Gehälter und wichtige Weiterbildungselemente (Theorie, Selbsterfahrung, Supervision) bezahlt werden.
Wer hat das gesagt?
- Johanna Thünker vom Vorstand des Verbandes Psychologischer Psychotherapeutinnen und Therapeuten (VPP) im BDP.
Was fordert der BDP?
- Eine sichere und sinnvolle Finanzierung der Weiterbildung.
- Unterstützung von vielen Beteiligten, darunter Studenten, Ausbildungsstätten und Psychotherapeutenkammern.
Gemeinsam mit der Bundespsychotherapeutenkammer:
- Ein Vorschlag wurde an das Gesundheitsministerium gesendet.
- Link zum Vorschlag: https://api.bptk.de/uploads/STN_B_Pt_K_Ref_E_GVSG_61954ea588.pdf
Was passiert, wenn sich nichts ändert?
- Es wird nicht genug Stellen in Praxen, Ambulanzen und Kliniken geben.
- Die Versorgung der Bevölkerung könnte in Gefahr geraten.
Ansprechpartnerin:
- Bettina Genée
- Job: Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
- Telefon: +49176 58868222
- E-Mail: presse@bdp-verband.de
Wer ist der BDP?
- Ein Verband für Psychologinnen und Psychologen aus verschiedenen Bereichen.
- Er setzt sich für deren berufliche Interessen ein.
- Gegründet: 5. Juni 1946 in Hamburg.
- Mitglieder: rund 11.000
Möchtest Du mehr wissen?
- Website: www.bdp-verband.de
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