Wohnungsbaugenossenschaften: Schlüssel zu bezahlbarem Wohnen und sozialem Frieden – So fördern Genossenschaften Solidarität und Sicherheit

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Am 6. Juli macht der Internationale Tag der Genossenschaften darauf aufmerksam, dass Wohnungsbaugenossenschaften als verlässliche Mietpreisbremse und Motor für sozialen Zusammenhalt fungieren. In Schleswig-Holstein und Hamburg bieten 96 Genossenschaften rund 250 000 Wohnungen für etwa 600 000 Menschen zu durchschnittlichen Nettokaltmieten von 6,70 € (SH) bzw. 7,32 € (HH) pro Quadratmeter an und haben seit 2012 über fünf Milliarden Euro in energetische Modernisierung investiert. Durch gemeinschaftliches Eigentum und demokratische Mitbestimmung sichern sie bezahlbares, nachhaltiges und sorgenfreies Wohnen.

Inhaltsverzeichnis

– Am 5. Juli 2024 Internationaler Tag der Genossenschaften von UN und ICA gefeiert.
– 96 Wohnungsbaugenossenschaften bieten in Schleswig-Holstein und Hamburg 250.000 Wohnungen für 600.000 Menschen.
– Durchschnittliche Nettokaltmiete: 6,70 €/m² in Schleswig-Holstein, 7,32 €/m² in Hamburg.

Internationaler Tag der Genossenschaften: Bezahlbares Wohnen und gesellschaftlicher Zusammenhalt im Fokus

Am 6. Juli wird der Internationale Tag der Genossenschaften gefeiert – ein Anlass, der die wichtige Rolle von Genossenschaften in der Gesellschaft unterstreicht. In Schleswig-Holstein und Hamburg bieten aktuell 96 Wohnungsbaugenossenschaften rund 250.000 Wohnungen an, in denen etwa 600.000 Menschen bezahlbare Mietpreise zahlen. Diese Zahlen verdeutlichen eindrücklich, wie Genossenschaften als verlässliche Akteure für sichere und preiswerte Wohnmöglichkeiten sorgen.

Sven Auen und Matthias Saß betonen: „Wir sind die eigentliche Mietpreisbremse und sorgen dafür, dass rund 600.000 Menschen in Hamburg und Schleswig-Holstein ohne Sorgen und preiswert wohnen können“. Dieses Selbstverständnis prägt die Genossenschaften und zeigt ihre zentrale Bedeutung in der Wohnraumversorgung. Mitglieder genießen dabei ein hohes Maß an Sicherheit: Es gibt keine Angst vor Luxussanierungen, Kündigungen wegen Eigenbedarfs oder exorbitanten Mietsteigerungen.

Die Mietpreise liegen mit einer durchschnittlichen Nettokaltmiete von 6,70 Euro pro Quadratmeter in Schleswig-Holstein und 7,32 Euro in Hamburg deutlich unter dem Marktdurchschnitt. Gleichzeitig wurden zwischen 2012 und 2024 über fünf Milliarden Euro in energetische Modernisierungen investiert, was die Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit der Gebäude sichert. Dabei steht nicht die höchste Rendite im Vordergrund, sondern gutes, bezahlbares und sicheres Wohnen.

Genossenschaftsmitglieder sind Miteigentümer, das Wohnungsvermögen ist Gemeinschaftseigentum. Jedes Mitglied hat eine Stimme – Solidarität und Demokratie sind die Säulen der Genossenschaftsethik. Diese Werte machen Genossenschaften zu einer besonderen Wohnform, die Gemeinschaft und Teilhabe lebt.

Auch die gesellschaftliche Bedeutung der Genossenschaften wird betont. Andreas Breitner hebt hervor: „Während populistische Kräfte die Spaltung unserer Gesellschaft herbeireden, stehen Genossenschaften für Weltoffenheit, Gemeinschaft und Solidarität.“ Mit rund 2,2 Millionen Menschen, die in Deutschland in etwa 2.000 Wohnungsgenossenschaften leben, ist diese Wohnform ein bedeutender Pfeiler für sozialen Zusammenhalt. Die UNESCO hat die Genossenschaftsidee sogar als Immaterielles Kulturerbe der Menschheit anerkannt.

Die Genossenschaften begrüßen den Gesetzentwurf des Bundesjustizministeriums und wünschen sich dennoch eine stärkere politische Unterstützung, um ihre wichtige Aufgabe, bezahlbaren Wohnraum zu sichern und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern, weiter wirksam wahrnehmen zu können.

Warum Genossenschaften heute als Modell der Zukunft gelten

Genossenschaften gewinnen angesichts wachsender sozialer Ungleichheit und der Wohnungsnot zunehmend an Bedeutung. Sie basieren auf einem traditionellen Gedanken: gemeinschaftliche Selbsthilfe und demokratische Mitbestimmung in wirtschaftlichen Belangen. Dieses Prinzip ermöglicht es, wirtschaftliche Interessen mit gesellschaftlicher Verantwortung zu verbinden. Gerade in Krisenzeiten wie dem Klimawandel und steigenden Baukosten zeigt sich das Genossenschaftsprinzip als widerstandsfähiges und solidarisches Modell. Es schafft Lebenschancen durch bezahlbaren Wohnraum und stärkt das Zusammenleben durch ein echtes Miteinander.

Demokratie im Alltag: Mitbestimmung und Eigenverantwortung

Die Wurzeln des Genossenschaftsgedankens liegen in der Idee, dass Menschen gemeinsam mehr erreichen als allein. Durch demokratische Strukturen werden alle Mitglieder in Entscheidungsprozesse eingebunden. So übernehmen sie nicht nur Eigenverantwortung, sondern gestalten auch die Entwicklung ihrer Genossenschaft aktiv mit. Diese Form der Mitbestimmung wirkt sich auf den Alltag aus: Sie schafft Vertrauen, fördert Engagement und sorgt für eine Balance zwischen individuellen Bedürfnissen und dem Gemeinwohl. Im Vergleich zu klassischen Wohnungsunternehmen, die meist profitorientiert handeln, bieten Genossenschaften durch ihr demokratisches Prinzip mehr Teilhabe – und das wirkt oft stabilisierend auf soziale Strukturen.

Bezahlbares Wohnen als gesellschaftliche Aufgabe

In Zeiten explodierender Baukosten und sozialer Spaltung gewinnen Wohnungsgenossenschaften an Bedeutung als Akteure, die bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung stellen. Sie reagieren auf aktuelle Herausforderungen, indem sie langfristige, nachhaltige Lösungen fördern. Der Zugang zu günstigen Mieten ist dabei nicht nur ein wirtschaftliches, sondern vor allem ein gesellschaftliches Anliegen. Wenn breite Schichten der Bevölkerung von diesen Angeboten profitieren können, entsteht mehr soziale Stabilität und ein solidarisches Gemeinwesen. Zudem eröffnet die Kombination aus Mitbestimmung und günstigem Wohnraum Impulse für eine nachhaltige Stadtentwicklung, die soziale und ökologische Aspekte vereint.

Genossenschaften zeigen damit, wie solidarisches Wirtschaften in der Praxis funktioniert und welche Rolle es bei der Bewältigung komplexer Herausforderungen spielen kann. Trotz vorhandener Herausforderungen wie steigenden Kosten und politischen Rahmenbedingungen sind sie ein Modell, das soziale Teilhabe fördert und nachhaltige Lösungen in wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fragen bietet.


Für weitere Informationen, Pressekontakte, Bilder oder Dokumente geht es hier zur Quelle mit dem Originaltitel:
„Das bezahlbare Wohnen sind WIR!“

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12 Antworten

  1. Sieht so aus, als wären diese Genossenschaften wirklich gut für die Gesellschaft. Sie helfen viele Leute mit niedrigen Mietpreise.

  2. Ich finde die idee von Genossenschaften ganz gut weil, sie nicht nur Geld verdienen wollen sondern auch sociale geholfen bieten.

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