Gebäudebegrünung trifft Energieberatung: GIH und BuGG starten Kooperation für mehr Klimaschutz und nachhaltige Städte

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Die Verbände GIH und BuGG haben eine Kooperation gestartet, um Energieberatung und Gebäudebegrünung zu vereinen und so den Klimaschutz im Gebäudebereich zu stärken. Den Auftakt bilden ein Online-Seminar zur Dachbegrünung am 10. Juli 2025 und eine Veranstaltung zur Fassadenbegrünung am 25. September 2025. Beide Partner heben hervor, dass begrünte Dächer und Fassaden nicht nur Kühlung und Hitzeschutz liefern, sondern auch das energetische Verhalten von Gebäuden deutlich verbessern.

Inhaltsverzeichnis

– GIH und BuGG kooperieren ab Juli 2025 für Energieberatung und Gebäudebegrünung.
– Online-Seminare: Dachbegrünung am 10.07.2025, Fassadenbegrünung am 25.09.2025 geplant.
– Ziel: Klimaschutz im Gebäudebereich durch Synergien von Energieeffizienz und Begrünung fördern.

Neue Wege im Klimaschutz: Kooperation von GIH und BuGG verbindet Energieberatung und Gebäudebegrünung

Die beiden Verbände GIH, Bundesverband für unabhängige Energieberatende, und BuGG, Bundesverband GebäudeGrün, starten eine Kooperation, die die Schnittstellen zwischen Energieeffizienz und Begrünung von Gebäuden stärker in den Fokus rückt. Zentraler Anlass ist das wachsende Potential, Klimaschutzmaßnahmen im Gebäudebereich mit den Vorteilen der Gebäudebegrünung zu verknüpfen. Ziel der Zusammenarbeit ist es, die Energieberatung mit dem Wissen um Dach-, Fassaden- und Innenraumbegrünung zu vereinen und so ganzheitliche Lösungen zur Klimafolgenanpassung zu fördern.

Diese Partnerschaft will insbesondere neue Fortbildungsangebote schaffen. Der Auftakt erfolgt mit einem Online-Seminar zur Dachbegrünung am 10. Juli 2025, gefolgt von einem Seminar zur Fassadenbegrünung am 25. September 2025. Diese Veranstaltungen sollen Fachleuten und Interessierten praxisnah vermitteln, wie Begrünung und Energieberatung Hand in Hand wirken können.

Der BuGG-Präsident Dr. Gunter Mann bringt die Chancen der Zusammenarbeit klar auf den Punkt: „Wir können fast alles begrünen, wenn wir es wollen!“ Dabei betont er die notwendige Sensibilisierung, um Gebäudebegrünung nicht nur bei Neubauten, sondern auch bei Bestandsgebäuden verstärkt zu berücksichtigen. „Sie ist ein unverzichtbarer Bestandteil, wenn wir auf den Klimawandel und seine Folgen blicken! Wir müssen darüber aufklären, wo die Möglichkeiten und Chancen der Gebäudebegrünung liegen – neutral, gewerkeübergreifend und unabhängig.“ Als wertvollen Partner hebt er den GIH hervor: „Dabei unterstützt uns der GIH mit seiner Kompetenz und seinem Netzwerk. Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit in Sachen Klimaschutz!“

Der GIH-Vorsitzende Stefan Bolln sieht in der Kombination von Energieeffizienz und Gebäudegrün eine klare Win-win-Situation: „Gebäudebegrünung und Energieeffizienz sind kein Widerspruch – im Gegenteil: Sie ergänzen sich hervorragend.“ Er verweist auf die Mehrwerte begrünter Dächer und Fassaden: „Sie tragen nicht nur zur Kühlung und zum Hitzeschutz bei, sondern verbessern auch das energetische Verhalten von Gebäuden.“ Für die Energieberatenden eröffnen sich durch diese Synergien erhebliche neue Handlungsspielräume. Bolln blickt optimistisch in die Zukunft: „Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit dem BuGG mehr Bewusstsein und Wissen in die Praxis zu bringen.“

Mit dieser Kooperation knüpfen GIH und BuGG an ein gemeinsames Anliegen an: Der gezielte Klimaschutz in und an Gebäuden soll wirksamer, umfassender und praxisnah umgesetzt werden – über die klassische Energieberatung hinaus ergänzt durch die vielfältigen Möglichkeiten von Gebäudegrün. Die geplanten Online-Seminare waren Auftakt und Maßstab zugleich, um Fachwissen zu erweitern und die Praxis nachhaltig zu verändern.

Mehr Grün am Haus – ein Gewinn für Klima, Städte und Gesellschaft

Die Kombination von Energieberatung und Gebäudebegrünung gewinnt in Deutschland zunehmend an Bedeutung. Angesichts steigender Temperaturen durch den Klimawandel und wachsender Herausforderungen in urbanen Räumen rückt das Bauen mit und in der Natur stärker in den Fokus. Grüne Dächer und Fassaden tragen entscheidend dazu bei, das Stadtklima zu verbessern, Hitzespitzen abzumildern und nachhaltige, zukunftsfähige Quartiere zu schaffen. Dabei ist das Zusammenspiel von Energieeffizienz und Begrünung für verschiedene Akteure gleichermaßen relevant: Mieterinnen und Mieter profitieren von einem angenehmeren Wohnklima, Eigentümerinnen und Eigentümer können durch Gebäudebegrünung den Energieverbrauch senken, und Kommunen erhalten ein wirksames Instrument, um stadtklimatische Belastungen zu mindern und die Lebensqualität zu erhöhen.

Das wachsende Bewusstsein führt zu einer stärkeren Verankerung von Begrünungsmaßnahmen in der städtischen Planung und im privaten Bau. Fachverbände wie der Bundesverband für Energieberatende (GIH) und der Bundesverband GebäudeGrün e.V. (BuGG) bündeln ihre Kompetenzen, um Wissen und Praxisbezug zu vertiefen. Diese Kooperation zeigt, dass integrative Lösungen notwendig sind, um Anpassung und Klimaschutz im Gebäudesektor voranzubringen. Von der energetischen Beratung bis zur Umsetzung grüner Infrastruktur reichen die Möglichkeiten, die das Gebäudegrün heute bietet.

Gebäudebegrünung: Von der Kür zur Pflicht?

Die gesellschaftliche und politische Wahrnehmung von Gebäudebegrünung verändert sich spürbar. Ursprünglich als ästhetisches oder optionales Element galt die Begrünung von Dächern und Fassaden vielfach als Luxus. Doch vor dem Hintergrund der Klimaerhitzung entwickelt sich die Begrünung zunehmend zu einem Baustein verpflichtender Lösungen. In mehreren Kommunen zeigen Pilotprojekte und lokale Verordnungen, wie Dachbegrünung oder Fassadenbegrünung zur Pflicht werden können. Ziel ist es, durch gesetzliche Vorgaben städtische Hitzeinseln zu reduzieren und Mindeststandards für klimaverträgliches Bauen zu etablieren.

Diese Entwicklung stößt auf praktische und regulatorische Herausforderungen. Noch fehlen einheitliche bundesweite Regeln und klare Förderprogramme, die Eigentümerinnen und Eigentümer sowie Bauträger systematisch unterstützen. Gleichzeitig sind technische Fragen zur Statik, Wartung und Auswahl passender Pflanzenarten zu klären. Die Kooperation von Bundesverband GIH und BuGG soll hier Aufklärung leisten, Fortbildungen anbieten und die praktische Umsetzung erleichtern. Von der „Kür“ wird Gebäudebegrünung damit Schritt für Schritt zur „Pflicht“ bei einer klimafesten Stadtentwicklung.

Die Vorteile von Gebäudegrün auf einen Blick:

  • Hitzeschutz: Begrünte Flächen kühlen die Umgebung und senken die Temperatur in Städten spürbar.
  • Förderung der Biodiversität: Grüne Dächer und Fassaden bieten Lebensraum für Insekten und Vögel.
  • Energetische Wirkung: Pflanzen dämpfen Temperaturschwankungen und reduzieren Heiz- und Kühlkosten.
  • Schutz der Bausubstanz: Gebälk, Dächer und Fassaden werden vor Witterungseinflüssen geschützt und halten länger.
  • Luftreinigung und Feinstaubminderung: Pflanzen filtern Schadstoffe und verbessern die Luftqualität.

Die Verbindung von Energieberatung und Gebäudebegrünung schafft Synergien, die in Zukunft noch stärker genutzt werden können. So lassen sich mit einer ganzheitlichen Betrachtung von Gebäuden nicht nur Energieverbrauch und Kosten senken, sondern auch die Anpassung an klimatische Veränderungen vor Ort wirksam gestalten.

Der Trend gewinnt sowohl bei Neubauprojekten als auch bei der Sanierung von Bestandsgebäuden an Fahrt. Kommunen entwickeln zunehmend städtebauliche Konzepte, die Begrünung als festen Bestandteil integrieren. Auch auf wirtschaftlicher Ebene zeigen sich Impulse: Begrünungsmaßnahmen steigern den Wert von Immobilien und schaffen neue Beschäftigungsmöglichkeiten im grünen Handwerk.

Künftige Entwicklungen werden von weiteren wissenschaftlichen Erkenntnissen, verbesserten Förderinstrumenten und stärkerer Vernetzung der Fachdisziplinen geprägt sein. Die Kooperation von GIH und BuGG signalisiert den Wandel hin zu einem nachhaltigen, grüneren Bauen. Vor allem aber zeigt sich, dass Gebäudebegrünung und Energieberatung gemeinsam mehr bewirken: Für ein Lebensumfeld, das widerstandsfähiger, gesünder und lebenswerter ist.

Die Informationen und Zitate in diesem Beitrag basieren auf einer Pressemitteilung des GIH Bundesverbandes für Energieberatende (GIH Bundesverband e.V.).

8 Antworten

  1. ‚Grüne Dächer‘ sind in vielen Städten schon ein Trend. Ich frage mich jedoch, ob das in ländlichen Gebieten auch so gut angenommen wird? Welche Strategien gibt es hier?

  2. Das Thema ist sehr aktuell und wichtig! Ich denke, dass mehr Aufklärung nötig ist, damit alle verstehen, was die Vorteile von Gebäudebegrünung sind.

    1. Ja, Kstoll! Vielleicht könnten Informationsveranstaltungen helfen? Das würde sicherlich mehr Menschen erreichen.

    2. Auf jeden Fall! Und ich glaube, es wäre hilfreich zu zeigen, wie einfach man mit kleinen Maßnahmen anfangen kann.

  3. Die Synergie zwischen Energieberatung und Begrünung ist ein guter Ansatz! Ich hoffe, dass viele Bauherren sich dafür entscheiden werden. Es könnte viele Vorteile bringen.

  4. Ich finde die Idee der Kooperation zwischen GIH und BuGG wirklich spannend. Es ist wichtig, dass wir das Thema Gebäudebegrünung ernst nehmen. Ich frage mich, wie die Umsetzung in Bestandsgebäuden konkret aussehen wird.

    1. Das sehe ich genauso, Nils! Besonders bei älteren Gebäuden kann das eine Herausforderung sein. Gibt es da schon Beispiele für erfolgreiche Projekte?

    2. Ich bin auch neugierig auf die praktischen Aspekte! Vielleicht sollten wir mehr über Pflanzen lernen, die für solche Projekte geeignet sind?

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