Gazastreifen: Angriff auf Mutter Teresa-Schwestern und Menschen mit Behinderung fordert sofortige Waffenruhe

Am Wochenende wurde im Gazastreifen eine Behinderteneinrichtung von Raketen getroffen. Wiederholter Bruch des humanitären Völkerrechts. Caritas international fordert sofortige Waffenruhe.

Bremen (VBR). Am Wochenende wurde im Gazastreifen eine Behinderteneinrichtung einer Caritas-Partnerorganisation mit Raketen beschossen. Nach dem wiederholten Bruch des humanitären Völkerrechts fordert Caritas international eine sofortige und langanhaltende Waffenruhe. Caritas-Mitarbeitende vor Ort berichten von Chaos sowie Hunger und rufen im Namen der notleidenden Bevölkerung zu Spenden auf.

Der Konvent der Mutter-Teresa Schwestern (Missionaries of Charity) wurde am vergangenen Samstag, dem 16.12., von drei Raketen getroffen. Die Einrichtung für Menschen mit Behinderung, die seit Jahren von Caritas international unterstützt wird, ist nun unbewohnbar. 54 Menschen mit Behinderung sind seitdem ohne Schutz und Obdach. Lebenswichtige medizinische Geräte wie Atemgeräte wurden zerstört.

Caritas international verurteilt den Angriff aufs Schärfste und bezeichnet ihn als eindeutigen Bruch des humanitären Völkerrechts, der durch nichts zu rechtfertigen ist. Eine sofortige und langanhaltende Waffenruhe ist dringend geboten.

Die Caritas-Mitarbeitenden vor Ort berichten täglich von einer desaströsen Lage. Es gibt kaum noch Wasser, wenig Lebensmittel und so gut wie keine medizinische Versorgung. Sichere Orte sind ebenfalls rar. Menschen suchen Zuflucht am Strand, wo sie ohne Zugang zu Wasser, Lebensmitteln und Zelten campieren müssen.

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Die Situation im Gazastreifen droht außer Kontrolle zu geraten. Es besteht die Gefahr von Cholera und einer Hungersnot. Die Hilfen im Gazastreifen müssen dringend intensiviert werden, da es nicht mehr lange dauern wird, bis die ersten Menschen aufgrund des grassierenden Mangels sterben.

Die Verteilung von Hilfsgütern im Norden von Gaza ist bereits fast zum Erliegen gekommen. Nur im Süden, wohin ein Großteil der Bevölkerung geflohen ist, ist humanitäre Hilfe noch möglich. 85 Prozent der Bevölkerung und damit 1,9 Millionen Menschen sind vertrieben. Über 20.000 Menschen sind bereits durch den Krieg gestorben, davon sind 70 Prozent Frauen und Kinder.

Caritas international betont erneut die Dringlichkeit einer sofortigen und langanhaltenden Waffenruhe. Es darf nicht sein, dass die Hamas noch immer Geiseln in ihrer Gewalt hat und es darf nicht sein, dass Zivilisten, Journalisten und humanitäre Helfer in diesem Krieg sterben.

Die Caritas Jerusalem und andere Organisationen trauern um verlorene Mitarbeiter. Insgesamt sind schon 136 Mitarbeiter von humanitären Hilfsorganisationen ums Leben gekommen. Dennoch gelingt es den Caritas-Partnern, die Hilfen aufrechtzuerhalten und dringend benötigte Güter wie Lebensmittel, Trinkwasser, Matratzen und Bettzeug zu verteilen.

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Die Caritas-Mitarbeitenden im Gazastreifen bitten dringend um weitere finanzielle Unterstützung, um noch mehr Menschen in Not versorgen zu können. Trotz der schwierigen Sicherheitslage stehen sie bereit, um weiterhin den Menschen vor Ort zu helfen. Caritas international konnte bereits Hilfsgüter im Wert von einer Million Euro verteilen.

Spenden mit dem Stichwort “CY01553 Caritas-Hilfen in Palästina” werden erbeten auf das Spendenkonto von Caritas international bei der Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe. Auch online unter der Webseite www.caritas-international.de können Spenden abgegeben werden.

Die Caritas-Mitarbeitenden im Gazastreifen sind mit ihrer Arbeit rund um die Uhr für die notleidende Bevölkerung im Einsatz und verdienen Respekt und Unterstützung. Gemeinsam mit den Spenderinnen und Spendern sowie den öffentlichen Partnern setzt Caritas international alles daran, Menschen in Not nicht ihrem Schicksal zu überlassen.

Quelle: Caritas international, übermittelt durch news aktuell

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