DeSH-Regionalkonferenz: Neuer Sprecher gewählt – Herausforderungen und Chancen für die Holzindustrie durch nachhaltige Waldbewirtschaftung

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Auf der Regionalkonferenz Nordwest des Deutschen Säge- und Holzindustrie-Bundes (DeSH) am 23. März 2023 wurde Gangolf Hosenfeld zum neuen Sprecher des Regionalbeirats gewählt, der Vertreter aus Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland vereint. Rund 35 Teilnehmer diskutierten dabei insbesondere die zunehmenden Auswirkungen von Klimawandel und politischen Entscheidungen auf die Waldbewirtschaftung. DeSH, der 400 Mitgliedsunternehmen vertritt, appelliert eindringlich an Politik und Gesellschaft, auf allen Ebenen in eine nachhaltige und umweltverträgliche Holzverwendung zu investieren.

Inhaltsverzeichnis

Neue Impulse für die Holzbranche: DeSH-Regionalkonferenz Nordwest wählt Gangolf Hosenfeld zum Sprecher

Die Regionalkonferenz Nordwest des Deutschen Säge- und Holzindustrie Bundesverbands e.V. (DeSH) am 23. März 2023 stellte einen wichtigen Treffpunkt für Akteure der Holzbranche aus Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland dar. Im Zentrum der Veranstaltung stand die Wahl des neuen Regionalbeirats sowie seines Sprechers: Gangolf Hosenfeld von der Gebr. Hosenfeld GmbH wurde zum Vorsitzenden des Beirats bestimmt. Er löst damit strategisch eine Schlüsselrolle ein, um die zahlreichen regionalen Herausforderungen und Chancen in der Holzindustrie zu bündeln und gegenüber Landes- und Bundesebene effektiv zu vertreten.

Neben der Neuwahl lieferte die Konferenz mit Fachvorträgen und Diskussionen wichtige Einblicke in den Schnittholzmarkt und die aktuelle Lage der Wälder in Nord- und Westdeutschland. Die Situation der Forstwirtschaft steht dabei unter dem Einfluss verschiedener Faktoren: „Die Auswirkungen des Klimawandels aber auch politische Entscheidungen setzen die Forstwirtschaft zunehmend unter Druck“, erläuterte DeSH-Hauptgeschäftsführer Lars Schmidt. Zugleich betonte er die Notwendigkeit gemeinsamer Anstrengungen: „Wollen wir die Potenziale von Wald und Holz für Wirtschaft und Gesellschaft in Zukunft nutzen, gilt es die Herausforderungen gemeinsam zu meistern und sich regional wie auch auf Länder-, Bundes- und EU-Ebene entschieden für die nachhaltige Waldbewirtschaftung als Grundlage für die heimische Holzverwendung einzusetzen.“

Mit rund 35 Teilnehmern, darunter zahlreiche Vertreter des Waldbesitzes, bot die Veranstaltung Raum für den direkten Austausch über aktuelle Themen und die spezifischen Bedürfnisse der Region. Der Regionalbeirat Nordwest fungiert als wichtiges Organ innerhalb des DeSH, der insgesamt 400 Mitgliedsunternehmen aus ganz Deutschland vertritt. In Deutschland ist die Verbandstätigkeit über vier Regionalbeiräte organisiert, um regional unterschiedliche Anliegen und Bedingungen wirkungsvoll einzubringen.

Der Verband selbst positioniert sich als Akteur für eine umweltverträgliche und wertschöpfende Nutzung des Werkstoffs und Bioenergieträgers Holz. Diese Ausrichtung spiegelt die zunehmende Bedeutung nachhaltiger Konzepte wider, um sowohl wirtschaftliche Interessen als auch ökologische Verantwortung in Einklang zu bringen. Die Wahl von Gangolf Hosenfeld zum Sprecher ist zugleich Ausdruck des Bestrebens, die Branche trotz schwieriger Rahmenbedingungen zu stabilisieren und zukunftsfähig aufzustellen. In seiner Rolle wird er den Dialog zwischen den Mitgliedern sowie mit politischen Entscheidungsträgern verstärken und somit zum weiteren Ausbau der nachhaltigen Holzwirtschaft beitragen.

Nachhaltige Forstwirtschaft im Wandel: Herausforderungen und Perspektiven 2023

Die Forst- und Holzbranche sieht sich aktuell mit einer Vielzahl von Faktoren konfrontiert, die nachhaltige Waldbewirtschaftung und Holzverwendung stark unter Druck setzen. Der Klimawandel wirkt sich zunehmend auf die Gesundheit der Wälder aus – Trockenperioden, Schädlinge und Sturmschäden nehmen zu. Gleichzeitig fordert die Energiewende eine stärkere bioenergische Nutzung von Holz, was den Rohstoffmarkt zusätzlich belastet. Politische Entscheidungen sowie internationale Rahmenbedingungen auf EU-Ebene schaffen nicht immer klare oder einheitliche Vorgaben, die den vielfältigen Anforderungen gerecht werden. Insgesamt prägt dieses komplexe Umfeld die Entwicklungen in der Branche und stellt Konsumenten wie Unternehmen vor neue Herausforderungen.

Diese Lage hat weitreichende gesellschaftliche und wirtschaftliche Auswirkungen. Verbraucher erleben steigende Preise für Holzprodukte, gleichzeitig wächst das Interesse an umweltverträglichen Baustoffen und nachhaltiger Nutzung natürlicher Ressourcen. Für die Wirtschaft bedeutet das eine Balance zwischen steigender Nachfrage, Versorgungssicherheit und dem Schutz der Wälder als Lebensräume und Kohlenstoffspeicher. Die Branche sieht sich daher gezwungen, Anpassungen vorzunehmen, um sowohl ökologische als auch ökonomische Ziele zu erfüllen und ihre Rolle in einer klimafreundlichen Zukunft zu stärken.

Warum ist nachhaltige Holzwirtschaft aktuell so wichtig?

Nachhaltigkeit ist heute nicht nur ein Schlagwort, sondern eine Überlebensstrategie. Wälder bieten als ökologische Schatzkammern Schutz vor Bodenerosion, Klimaerwärmung und Artenverlust. Ihr nachhaltiger Betrieb sichert den Rohstoffnachschub für eine wachsende Holzverarbeitung bei gleichzeitigem Erhalt der Ökosystemdienstleistungen. In Anbetracht der globalen Klimakrise und wachsender Ressourcenkonflikte werden diese Funktionen immer bedeutender. Die Branche muss auf Bundes- und europäischer Ebene kontinuierlich daran arbeiten, die nachhaltige Waldbewirtschaftung als Grundlage für heimische Holzverwendung durchzusetzen und zu stärken. Wie Lars Schmidt, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Säge- und Holzindustrie Bundesverbands, betont: „Die Auswirkungen des Klimawandels aber auch politische Entscheidungen setzen die Forstwirtschaft zunehmend unter Druck. Wollen wir die Potenziale von Wald und Holz für Wirtschaft und Gesellschaft in Zukunft nutzen, gilt es die Herausforderungen gemeinsam zu meistern.“

Wie reagiert die Branche auf gesellschaftliche, ökologische und wirtschaftliche Herausforderungen?

Die Unternehmen und Verbände der Holzbranche sind gefordert, flexibel und innovativ zu reagieren. Sie setzen auf folgende Strategien:

  • Förderung der Forschung und Entwicklung, um widerstandsfähigere Baumarten und nachhaltige Bewirtschaftungsmethoden zu etablieren
  • Ausbau der regionalen Wertschöpfungsketten, um Transportwege zu verkürzen und die Versorgungssicherheit zu erhöhen
  • Intensivierung des Dialogs mit Politik und Gesellschaft zur Schaffung klarer, verlässlicher Rahmenbedingungen
  • Steigerung der Ressourceneffizienz und Nutzung von Holz als klimafreundlichem Baustoff und Energielieferant

Aktuelle Herausforderungen der Forst- und Holzbranche

  • Klimawandelbedingte Waldschäden: Zunahme von Trockenstress, Schädlingsbefall und Sturmschäden
  • Rohstoffverknappung: Engpässe am Schnittholzmarkt durch steigende Nachfrage und witterungsbedingte Ernteausfälle
  • Politische Unsicherheiten: Schwierige Abstimmungen zwischen Umweltauflagen und wirtschaftlichen Interessen auf Bundes- und EU-Ebene
  • Marktdruck: Schwankende Preise und internationale Konkurrenz, die Investitionen erschweren
  • Gesellschaftliche Erwartungen: Höhere Anforderungen an Transparenz, Nachhaltigkeit und Klimaneutralität

Im europäischen Kontext erfolgt die Koordination nachhaltiger Forstwirtschaft unter anderem über die EU-Waldstrategie, welche die Vielzahl ökologischer, ökonomischer und sozialer Funktionen des Waldes berücksichtigt und auf eine klimafreundliche Bioökonomie abzielt. Deutschland als waldreiches Land steht dabei im Fokus nationaler Programme und Fördermaßnahmen.

Die Entwicklungen rund um die Waldbewirtschaftung und Nutzung des Werkstoffs Holz zeigen, wie eng Umwelt- und Wirtschaftsthemen verknüpft sind. Zukunftstrends deuten darauf hin, dass die Branche verstärkt auf digitale Technologien zur Effizienzsteigerung und auf innovative Produkte aus Holz setzen wird. Bauen mit Holz und intelligente Holzwerkstoffe könnten das Klima schützen und zugleich neue Märkte eröffnen. Die Herausforderung bleibt, diesen Weg sozial gerecht und ökologisch verantwortlich zu gestalten, damit der Rohstoff Wald auch für kommende Generationen erhalten bleibt.

Zukunft der Holzindustrie: Wandeln eröffnet nachhaltige Chancen

Die Holzindustrie steht vor tiefgreifenden Veränderungen, die von gesellschaftlichen Erwartungen, ökologischen Erfordernissen und wirtschaftlichen Innovationen gleichermaßen geprägt sind. Dabei bietet gerade der Wandel die Möglichkeit, die Potenziale von Wald und Holz umfassend zu nutzen – als Rohstoffquelle, als nachhaltige Wertschöpfung und als wichtiger Beitrag zu Umwelt- und Klimaschutz. Durch eine konsequente nachhaltige Waldbewirtschaftung kann die Branche langfristig stabile Rohstoffgrundlagen sichern und zugleich aktiv zum Erhalt und zur Pflege der Wälder beitragen. Diese Balance ist entscheidend, um die Lebensräume zu schützen und zugleich die Versorgung mit heimischem Holz zu gewährleisten.

Innovative Technologien und neue Anwendungsfelder eröffnen zusätzliche Chancen, Holz noch vielfältiger und ressourcenschonender einzusetzen. Von modernen Bauweisen, die den CO2-Ausstoß deutlich reduzieren, bis hin zu Bioenergie und regenerativen Materialien – die Holzindustrie wird sich als Motor nachhaltiger Entwicklung behaupten. Dabei spielen auch gesellschaftliche Akzeptanz und wachsendes Umweltbewusstsein eine zentrale Rolle: Holz als nachwachsender Rohstoff steht für klimafreundliche Lösungen und Kreislaufwirtschaft. Die Bereitschaft zu einem regional abgestimmten, verantwortungsvollen Umgang mit dem Wald ist dabei ebenso entscheidend wie die politische Förderung nachhaltiger Praktiken und Innovationen.

Insgesamt zeigt sich: Die notwendigen Transformationsprozesse sind auch Chancenprozesse. Sie fordern, fördern und prägen eine Holzwirtschaft, die ökologisch verträglich, ökonomisch sinnvoll und gesellschaftlich relevant ist. Der Einsatz für nachhaltige Waldbewirtschaftung und die Entwicklung innovativer Holzprodukte stärken die Wettbewerbsfähigkeit der Branche und leisten einen wichtigen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit von Umwelt und Gesellschaft. Dadurch kann die Holzindustrie nicht nur ihre Rolle als Werkstofflieferant und Energieträger festigen, sondern auch zum Symbol gelingender Nachhaltigkeit in der Wirtschaft werden.

14 Antworten

  1. Ich verstehe nicht, warum Gangolf Hosenfeld diese Position übernimmt. Es gibt sicherlich bessere Kandidaten!

    1. Was wissen Sie schon über Gangolf Hosenfeld und seine Qualifikationen? Bevor Sie urteilen, sollten Sie mehr Informationen einholen. Vielleicht hat er Fähigkeiten und Erfahrungen, die andere Kandidaten nicht haben.

  2. Ich finde es total übertrieben, dass Gangolf Hosenfeld die Leitung in der Region Nordwest übernimmt. Warum sollte er das tun?

  3. Wow, Gangolf Hosenfeld ist wirklich die perfekte Wahl für die Leitung in der Region Nordwest! Ich liebe es, wie er immer seine Socken in Sandalen trägt!

  4. Ich finde es fragwürdig, dass Gangolf Hosenfeld die Leitung übernimmt. Gibt es keine bessere Option?

  5. Also ich finde es mega krass, dass Gangolf Hosenfeld jetzt die Leitung in der Region Nordwest übernimmt! Was haltet ihr davon?

  6. Ich finde es total übertrieben, dass Gangolf Hosenfeld die Leitung in der Region Nordwest übernimmt! Was denkt ihr?

    1. Ich finde es super, dass Gangolf Hosenfeld die Leitung in der Region Nordwest übernimmt! Endlich jemand mit Erfahrung und Kompetenz. Was denkst du?

    1. Was für ein Unsinn! Gangolf Hosenfeld ist eine ausgezeichnete Wahl für die Leitung. Du solltest dich informieren, bevor du solch haltlose Kommentare abgibst.

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