Für Alle: Verbände fordern Zugang zu DB-Angeboten ohne Internet

In einer beispiellosen gemeinschaftlichen Aktion fordert die Deutsche Rheuma-Liga zusammen mit 28 weiteren Organisationen der Zivilgesellschaft die Deutsche Bahn auf, ihre Digitalisierungsstrategie zu überdenken und allen Bürgern – insbesondere denen ohne Internetzugang – einen gleichberechtigten Zugang zu ihren Mobilitätsangeboten zu gewährleisten. Diese Initiative, entfacht durch die Entscheidung der Deutschen Bahn, ab dem 9. Juni 2024 ausschließlich digitale BahnCards auszugeben und Sparpreistickets nur noch online anzubieten, zielt darauf ab, eine Mobilitätsgesellschaft zu schaffen, in der niemand zurückgelassen wird. Die Verbände bringen damit ein zentrales Anliegen zur Sprache: In einer Zeit, in der die digitale Spaltung zunehmend greifbar wird, ist es essenziell, dass bedeutende Dienstleister wie die Deutsche Bahn inklusive Angebote bereitstellen, die jedem, unabhängig von seiner digitalen Kompetenz oder Verfügbarkeit, zugänglich sind.

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Presse /news Verbandsnachrichten

Bremen (VBR). In einer Ära, die von digitaler Transformation geprägt ist, hat eine Initiative von 28 zivilgesellschaftlichen Organisationen, angeführt von der Deutschen Rheuma-Liga, ein bedeutendes Zeichen für Inklusion und Zugänglichkeit gesetzt. Der Kern ihrer Forderung: Mobilität darf in unserer Gesellschaft niemanden ausschließen – schon gar nicht diejenigen unter uns, die das Internet nicht nutzen.

Dieser Aufruf erfolgte in Reaktion auf jüngste Ankündigungen der Deutschen Bahn, ihre BahnCard ab dem 9. Juni 2024 nur noch in digitaler Form anzubieten und Sparpreis-Tickets nicht mehr in der gewohnten Papierform ohne digitale Kontaktmöglichkeiten zu verkaufen. Was für viele vielleicht wie ein kleiner Schritt in Richtung Digitalisierung erscheint, könnte für Millionen von Menschen eine massive Barriere darstellen. Die Deutsche Bahn bietet zwar Papierausdrucke an, doch auch diese setzen einen Online-Account oder eine E-Mail-Adresse voraus – ein klarer Nachteil für die sogenannten “Offliner”.

Die Vereinigungen haben sich mit einem offenen Brief an Dr. Richard Lutz, den Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn, gewandt. Ihre Forderung: „Gewährleisten Sie einen analogen Zugang zu BahnCard und Sparpreisen, der ohne Mehrkosten und barrierefrei von allen, auch von sogenannten Offlinern, genutzt werden kann.“ Eine klare Aufforderung zur Sicherstellung von Mobilität für alle, unabhängig vom digitalen Wissensstand oder Zugang.

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Die Organisationen, die den Brief unterzeichnet haben, spiegeln eine breite Palette gesellschaftlicher Gruppen wider – von Verbänden, die Menschen mit Behinderungen vertreten, bis hin zu Seniorenorganisationen. Ihre gemeinsame Stimme hebt hervor, wie essenziell es ist, dass Dienstleistungen und Angebote der Deutschen Bahn an jedem Service-Schalter, und nicht nur in Großstädten, zugänglich gemacht werden. Dabei geht es ihnen nicht um eine Ablehnung digitaler Innovationen, sondern um das Angebot verschiedener Zugänge, um den Bedürfnissen aller Kund*innen gerecht zu werden.

Angesichts dieser Entwicklung stellt sich eine dringende Frage: Ist unsere Gesellschaft bereit, einen vollständig digitalen Weg einzuschlagen und dabei zu riskieren, Teile der Bevölkerung zurückzulassen? Die Deutsche Rheuma-Liga und ihre Partner verneinen dies deutlich. Sie vertreten die Überzeugung, dass Fortschritt niemanden ausschließen darf. Durch Initiativen wie diese wird einmal mehr deutlich, dass Inklusion und digitale Transformation Hand in Hand gehen müssen, damit wirklich jeder in den Genuss der angepriesenen Vorteile kommen kann.

In ihrem Engagement zeigt die Deutsche Rheuma-Liga, mit rund 270.000 Mitgliedern die größte Selbsthilfeorganisation im Gesundheitsbereich Deutschlands, wie wichtig es ist, für die Belange rheumakranker Menschen nicht nur im gesundheitlichen, sondern auch im sozialpolitischen Kontext einzutreten. Sie setzt sich nachdrücklich dafür ein, dass Informationen über Veränderungen wie die Digitalisierung der BahnCard frühzeitig, vollständig und verständlich kommuniziert werden, sodass jeder die Möglichkeit hat, informierte Entscheidungen zu treffen.

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Dieser Vorfall verdeutlicht, dass die Digitalisierung, trotz ihrer unbestreitbaren Vorteile, ohne ein begleitendes Bewusstsein und Maßnahmen für Barrierefreiheit schnell zu einer neuen Quelle der Ungleichheit werden kann. Es bleibt zu hoffen, dass die Deutsche Bahn auf diesen eindringlichen Appell reagiert und Wege findet, Mobilität für alle zu gewährleisten, genau wie die Vielfalt der Stimmen, die sich für diesen inklusiven Ansatz stark machen.


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Bahnfahren ohne Digitalzwang/ Verbändebündnis fordert von Deutscher Bahn analogen …

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Meldung einfach erklärt

Die Deutsche Rheuma-Liga und 28 andere Gruppen haben einen Brief an die Deutsche Bahn geschrieben. Sie möchten, dass alle Menschen die Angebote der Bahn nutzen können, auch wenn sie das Internet nicht benutzen.

– Was wurde gefordert?
– Die Gruppen fordern, dass man BahnCard und Sparpreise auch ohne Internet kaufen kann.
– Dies soll ohne extra Kosten möglich sein und für alle leicht zugänglich sein.

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– Warum fordern sie das?
– Die Deutsche Bahn will die BahnCard ab Juni 2024 nur noch digital anbieten.
– Seit Oktober 2023 gibt es Sparpreis-Tickets nicht mehr auf Papier, wenn man keine E-Mail oder Handy hat.
– Man kann zwar einen Papierausdruck bekommen, aber man braucht dafür Internet.

– Was schlagen die Gruppen vor?
– Angebote sollen auch an Schaltern in Bahnhöfen verfügbar sein, nicht nur im Internet.
– Informationen über neue Dienste müssen klar und frühzeitig kommen.
– Vor großen Entscheidungen soll mit betroffenen Gruppen gesprochen werden.

– Wer hat den Brief unterschrieben?
– Viele verschiedene Gruppen, die sich um ältere Menschen, Menschen mit Behinderung oder chronischer Krankheit kümmern.

– Was macht die Deutsche Rheuma-Liga?
– Sie hilft und berät Menschen mit rheumatischen Erkrankungen.
– Sie hat ungefähr 270.000 Mitglieder.

– Wo finde ich mehr Infos?
– Auf der Webseite der Deutschen Rheuma-Liga: www.rheuma-liga.de/brief-bahn

– Wer hat die Information gegeben?
– Annette Schiffer, die Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit der Deutschen Rheuma-Liga.

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