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Führen in digitalen Arbeitswelten: Studien zeigen, wie Technostress bewältigt wird

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Dortmund, 19.09.2023 – Die Arbeitswelt wird zunehmend von neuen Technologien geprägt, was jedoch auch zu einer erhöhten Belastung führen kann. Unter dem Phänomen des Technostresses leiden immer mehr Menschen, was sowohl direkte als auch indirekte Auswirkungen auf ihre Gesundheit haben kann. Professor Daniel Thiemann von der International School of Management (ISM) beschäftigt sich intensiv mit diesem Thema und untersucht die Ursachen von Technostress sowie mögliche Bewältigungsstrategien.

Technostress kann verschiedene Ursachen haben, wie beispielsweise Funktionsstörungen von Programmen und Geräten oder Ängste im Zusammenhang mit neuen Technologien. Oft versprechen diese Neuerungen zahlreiche Vorteile, wie zum Beispiel eine erhöhte Flexibilität und Effizienz im Team. Doch diese positiven Effekte können ins Negative umschlagen, wenn dadurch die Arbeitslast und Informationsdichte zu hoch werden und Pausen vernachlässigt werden.

Professor Thiemann identifiziert erste Anzeichen für Technostress bei Mitarbeitenden, darunter Überforderung bei der Anwendung von Technologien, Probleme beim Umgang mit einer hohen Informationsflut über verschiedene Kanäle und Mehrarbeit außerhalb der regulären Arbeitszeiten, insbesondere auf digitalen Plattformen. Um dem entgegenzuwirken, betont er die gemeinsame Verantwortung von Führungskräften und Mitarbeitenden. Führungskräfte sollten mit den neuesten Technologien vertraut sein, die Arbeitsbelastung ihrer Mitarbeiter regulieren und reflektieren, welche Stressfaktoren vermeidbar sind. Thiemann empfiehlt beispielsweise klar definierte Trennungen zwischen Arbeits- und Privatzeit, um Erholungsphasen zu ermöglichen.

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In seinen Studien konnte Professor Thiemann feststellen, dass mitarbeiterorientierte Führungsstile, die individuelle Unterstützung und Kompetenzentwicklung fördern, Technostress erheblich reduzieren können. Im Gegensatz dazu kann ein stark kontrollierender Führungsstil im Zusammenhang mit Technologien den Stress noch verstärken. Thiemann empfiehlt daher, neue Hilfsmittel so einzusetzen, dass Mitarbeiter befähigt werden, selbstorganisiert mit Technologien zu arbeiten. Zudem sollte die Wahl von Arbeitsmethoden, Technologien und Kommunikationsformen von der Komplexität der Inhalte abhängen.

Eine positive Auswirkung der Technologienutzung kann auch in Form von “Eustress” entstehen, was positive Motivationspotenziale freisetzen kann. Wenn Mitarbeiter das Gefühl haben, anspruchsvolle Technologien gut zu beherrschen, kann dies zu einem positiven Erlebnis bei der Bewältigung von Herausforderungen führen. Um die Kompetenzen und die Selbstwirksamkeit der Mitarbeitenden zu fördern, sollten Führungskräfte darauf achten, ihnen geeignete Schulungen und Unterstützung anzubieten.

Die nächste Fachkonferenz der Gesellschaft für angewandte Wirtschaftspsychologie vom 22. bis 24. Februar 2024 wird sich mit weiteren Entwicklungen in diesem Bereich beschäftigen. Unter dem Titel “Auf dem Weg ins ‘New Normal’ – Wirtschaftspsychologische Gestaltungsansätze für eine moderne Arbeitswelt” werden Experten und Interessierte darüber diskutieren, wie die Arbeitswelt der Zukunft gestaltet werden kann. Konferenzleiter Thiemann zeigt sich erfreut darüber, dass die ISM und der Standort Köln diese renommierte Tagung ausrichten dürfen.

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Die International School of Management (ISM) ist eine staatlich anerkannte, private Hochschule in gemeinnütziger Trägerschaft und zählt zu den führenden privaten Hochschulen in Deutschland. Mit Standorten in Dortmund, Frankfurt/Main, München, Hamburg, Köln, Stuttgart und Berlin bietet die ISM kompakte und anwendungsbezogene Studiengänge für angehende Führungskräfte in international ausgerichteten Unternehmen an. Die Hochschule legt großen Wert auf Lehrqualität, Internationalität und Praxisbezug und ist regelmäßig in Hochschulrankings weit oben platziert. Das internationale Netzwerk der ISM umfasst rund 190 Partnerhochschulen.

Für weitere Informationen zur Fachkonferenz, zur Anmeldung und zur Einreichung von Fachbeiträgen steht Maxie Strate, Leiterin Marketing & Communications an der ISM, zur Verfügung (Kontaktdaten siehe unten).

Pressekontakt:
Maxie Strate
Leiterin Marketing & Communications
ISM International School of Management GmbH – Gemeinnützige Gesellschaft
Otto-Hahn-Straße 19
D-44227 Dortmund
Fon: 0231.97 51 39-31
maxie.strate@ism.de

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14 Antworten

  1. Ach komm, echt jetzt? Technostress ist ein ernstes Problem, das unsere mentale Gesundheit beeinflusst. Abschalten und entspannen ist gut, aber wir sollten auch die Auswirkungen von übermäßigem Technologiegebrauch anerkennen. Es ist nicht so einfach, wie du es darstellst.

  2. Klar, jeder hat seine Meinung. Aber Entspannung ist kein Luxus, sondern essentiell für unsere geistige und körperliche Gesundheit. Technostress kann uns belasten und zu Burnout führen. Also, ab und zu mal abschalten ist keine schlechte Idee. #SelfCareIsImportant

  3. Also ich finde Technostress total überbewertet, ich liebe es, 24/7 online zu sein! #Digitalisierung #Technofan

    1. Das ist eine sehr oberflächliche Sichtweise. Technostress kann ernsthafte Auswirkungen auf die körperliche und geistige Gesundheit haben. Nur weil es schlimmere Dinge gibt, bedeutet das nicht, dass wir Technostress ignorieren sollten. Es ist wichtig, die negativen Auswirkungen der Technologie anzuerkennen und Wege zu finden, damit umzugehen.

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