Frauengesundheit stärken: Tabus brechen, Sichtbarkeit schaffen!

Eine Gruppe junger Frauen sitzt in einem hellen Wohnzimmer um einen runden Tisch, diskutiert aufmerksam, unterstützt sich offen und gemeinsam Ziele formulieren. 
Sie tauschen Erfahrungen aus, um Barrieren abzubauen und Vertrauen zu stärken, im informellen Treffpunkt heute und spüren Zuversicht. 
Aus der Perspektive der Moderatorin wirkt der Raum inklusiv, positiv, zielgerichtet, wodurch sich jede Stimme gehört und ernst genommen fühlt.

Einleitung:

Anlässlich des Internationalen Tages der Frauengesundheit am 27. Mai 2025 fordert der Sozialverband Deutschland (SoVD) eine verstärkte politische Aufmerksamkeit für frauenspezifische Gesundheitsfragen, insbesondere die oft tabuisierten Wechseljahre. SoVD-Bundesfrauensprecherin Jutta König betont, dass neun Millionen Frauen in Deutschland unter unzureichender Information und gesellschaftlicher Unsichtbarkeit leiden. Um diesem Zustand entgegenzuwirken, ist mehr Aufklärung und Forschung gefordert. Die SoVD-Vorstandsvorsitzende Michaela Engelmeier appelliert zudem an Unternehmen, die Wechseljahresbeschwerden als ernstzunehmendes Thema im Arbeitsleben anzuerkennen, da sie erheblichen Einfluss auf die berufliche Leistungsfähigkeit haben. "Frauengesundheit muss in die Mitte der Gesellschaft und auf die Agenda der Gesundheitspolitik", so König.

Inhaltsverzeichnis

Bremen (VBR). Dieser ausführliche Beitrag ist Teil unseres täglichen VerbandsMonitor und beruht auf offiziellen Pressemitteilungen, die über das Presseportal von news aktuell veröffentlicht wurden.
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Am 27. Mai 2025, anlässlich des Internationalen Tags der Frauengesundheit, erhebt der Sozialverband Deutschland (SoVD) drängende Forderungen nach mehr politischer Sichtbarkeit und Unterstützung für frauenspezifische Gesundheitsanliegen. Im Fokus steht das bisher tabuierte Thema der Wechseljahre. SoVD-Bundesfrauensprecherin Jutta König macht deutlich: "Frauengesundheit darf nicht länger auf Schwangerschaft und Geburt reduziert werden." Rund neun Millionen Frauen in Deutschland erleben jährlich die Wechseljahre, viele fühlen sich jedoch schlecht informiert, in medizinischen Belangen nicht ernst genommen und gesellschaftlich ignoriert.

Ein Fortschritt ist laut König der Umstand, dass die Wechseljahre im aktuellen Koalitionsvertrag ausdrücklich erwähnt werden. Jahrelang sei das Thema als reines „Frauenproblem“ abgetan worden. „Doch das beginnt sich zu ändern: Prominente Frauen bringen das Thema endlich in die Öffentlichkeit“, so König. Die Forderung ist klar: Mehr Aufklärung, Akzeptanz, Forschung und vor allem politische Maßnahmen sind notwendig, um die Sichtbarkeit dieser Lebensphase zu erhöhen.

Michaela Engelmeier, die Vorstandsvorsitzende des SoVD, hebt die Auswirkungen von Wechseljahresbeschwerden auf die Arbeitswelt hervor. Symptome wie Schlafstörungen, Erschöpfung und Konzentrationsprobleme können erheblichen Einfluss auf die berufliche Leistungsfähigkeit haben. Dennoch wird in vielen Betrieben kaum über diese Herausforderungen gesprochen. Eine bundesweite Umfrage der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin zeigt, dass zahlreiche Frauen in dieser Lebensphase ihre Arbeitszeiten reduzieren, Beförderungen ablehnen oder sich ganz aus dem Erwerbsleben zurückziehen.

Angesichts des Fachkräftemangels warnt Engelmeier eindringlich: „Wir können es uns schlicht nicht leisten, erfahrene Frauen zu verlieren – nur weil sie keine Unterstützung bekommen.“ Daher fordert sie eine gesundheitspolitische Orientierung, die den Bedürfnissen von Frauen in allen Lebensphasen gerecht wird. Ein betriebliches Gesundheitsmanagement, das die Wechseljahre in den Blick nimmt, sei unerlässlich.

Der SoVD unterstützt Initiativen wie „Let’s change the picture“, die sich für die Sichtbarkeit von Frauen jenseits der Lebensmitte einsetzen. Der Tag der Frauengesundheit dient nicht nur als Erinnerung an medizinische Aspekte, sondern hebt auch die Themen Gerechtigkeit, Sichtbarkeit und Teilhabe hervor. König fasst es zusammen: „Frauengesundheit muss in die Mitte der Gesellschaft und auf die Agenda der Gesundheitspolitik.“

Die bedeutende Stellung der Frauengesundheit in politischen und sozialen Diskursen wird immer klarer – ein Schritt in die richtige Richtung, der dringend notwendig ist.


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SoVD zum Tag der Frauengesundheit: Weg mit den Tabus!

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Frauen und Gesundheit: Ein überfälliger Fokus auf die Wechseljahre

Die Diskussion um die Wechseljahre und ihre Auswirkungen auf die Frauengesundheit hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Obwohl über neun Millionen Frauen in Deutschland diese Phase ihres Lebens durchlaufen, sind die damit verbundenen Themen oft noch von Tabus umgeben. Studien haben gezeigt, dass Schlafstörungen, Erschöpfung und Konzentrationsprobleme häufige Begleiterscheinungen sind, die nicht nur die Lebensqualität der betroffenen Frauen mindern, sondern auch spürbare Effekte auf ihr berufliches Umfeld haben können. In einer Zeit, in der der Fachkräftemangel Deutschland vor ernsthafte Herausforderungen stellt, wird deutlich, dass die Gesundheit und Zufriedenheit von erfahrenen Frauen nicht nur für sie selbst, sondern auch für die Wirtschaft von zentraler Bedeutung ist.

Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Wechseljahre sind nicht zu unterschätzen. Laut der genannten bundesweiten Befragung der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin zieht ca. ein Drittel der befragten Frauen aufgrund von Wechseljahresbeschwerden Konsequenzen wie Arbeitszeitreduzierung oder einen Berufswechsel in Betracht. Dies zeigt, dass es dringend eines Umdenkens in der Arbeitswelt bedarf, um diese wertvollen Arbeitskräfte nicht zu verlieren. Die Forderung nach betrieblichen Gesundheitsprogrammen, die speziell auf die Bedürfnisse von Frauen in dieser Lebensphase abgestimmt sind, wird immer lauter.

Parallel zu dieser Entwicklung hat sich auch die gesellschaftliche Wahrnehmung der Frauengesundheit verändert. Prominente Stimmen fordern eine größere Sichtbarkeit und Akzeptanz für frauenspezifische Themen, was bereits zu einem Umdenken in verschiedenen Bereichen führt. Initiativen wie „Let’s change the picture“ stärken den Aufruf zur Gerechtigkeit, Sichtbarkeit und Teilhabe. Diese Bewegungen sind entscheidend, um langfristig strukturelle Veränderungen in der Gesundheits- und Arbeitsmarktpolitik zu erreichen.

Die kommenden Jahre werden entscheidend dafür sein, ob es gelingen wird, frauenspezifische Gesundheitsfragen auf die politische Agenda zu setzen und ein Bewusstsein für die Herausforderungen zu schaffen, die viele Frauen in ihrer Lebensmitte erleben. Die Forderungen nach mehr Aufklärung, Forschung und politischen Maßnahmen sind ein richtiger Schritt, aber ihre Umsetzung bleibt abzuwarten. Somit bleibt der Internationale Tag der Frauengesundheit nicht nur ein Anlass zur Reflexion, sondern auch ein Signal für dringend benötigte Veränderungen in der Gesellschaft und im Gesundheitswesen.


Weiterführende Informationen auf Wikipedia

  1. Sozialverband Deutschland
  2. Frauengesundheit
  3. Wechseljahre
  4. Gesundheitsmanagement
  5. Alterdiskriminierung

Weitere Nachrichten aus der Verbands- und Vereinswelt finden Sie in unserem Newsportal.

Teilhabe am Arbeitsleben: Rechte, Pflichten und Praxis für Verbände und Vereine

Kann ich Teilhabe am Arbeitsleben ablehnen?

Ja, grundsätzlich können Betroffene die Teilhabe am Arbeitsleben ablehnen. Die Teilhabe am Arbeitsleben ablehnen heißt, ein Angebot zur beruflichen Rehabilitation oder Unterstützung nicht anzunehmen. Die Entscheidung bleibt in der Regel freiwillig, solange kein Zwang durch eine andere Rechtsgrundlage besteht. Wichtig ist, die Folgen zu kennen: Ablehnung kann den Anspruch auf bestimmte Leistungen einschränken oder zu Nachfragen der Kostenträger führen.

Wann sind Arbeitgeber oder Kostenträger verpflichtet, Maßnahmen zur Teilhabe am Arbeitsleben anzubieten?

Kostenträger wie die Rentenversicherung, die Deutsche Rentenversicherung oder die Bundesagentur für Arbeit sind verpflichtet, Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben zu prüfen, wenn medizinische Notwendigkeit oder Einschränkungen vorliegen. Arbeitgeber müssen im Rahmen des Arbeitsschutzes und schwerbehindertenrechts bei Bedarf Unterstützung oder Anpassungen anbieten. Konkrete Verpflichtungen hängen vom Einzelfall und dem zugrundeliegenden Leistungsträger ab.

Welche rechtlichen Folgen hat es, wenn ich Teilhabe am Arbeitsleben ablehne?

Wer Teilhabe am Arbeitsleben ablehnt, riskiert den Verlust von Kostenübernahmen für bestimmte Reha-Maßnahmen. Bei Pflichtverletzung können Leistungsträger Leistungen kürzen oder versagen. Für Arbeitnehmer können sich auch arbeitsrechtliche Fragen ergeben, etwa bei Wiedereingliederungsplänen. Dokumentieren Sie Ablehnungen schriftlich und lassen Sie sich mögliche Alternativen oder Folgen vom Kostenträger erläutern.

Wie sollte ein Verein reagieren, wenn ein Mitglied oder Mitarbeitender die Teilhabe am Arbeitsleben ablehnt?

Vereine sollten erst klären, ob eine Beratung oder Vermittlung erforderlich ist. Bieten Sie Ansprechpartner, informieren über Rechte und mögliche finanzielle Unterstützung, und vermitteln bei Bedarf zu Reha-Trägern. Wichtig ist, Diskretion zu wahren und Zugänge barrierefrei zu gestalten. Dokumentieren Sie Schritte sachlich, um etwaige spätere Nachfragen zu erleichtern.

Welche Alternativen gibt es zur klassischen beruflichen Rehabilitation, wenn man Teilhabe am Arbeitsleben ablehnt?

Alternativen können betriebliche Anpassungen, stufenweise Wiedereingliederung, flexible Arbeitszeitmodelle oder ambulante Therapien sein. Auch Schulungen, Umschulungen oder kurzfristige Unterstützungsleistungen sind möglich. Fragen Sie Kostenträger nach Teil- oder Alternativlösungen, denn oft lassen sich individuelle Kompromisse verhandeln.

Wie mache ich eine Ablehnung der Teilhabe am Arbeitsleben wirksam und rechtsicher?

Formulieren Sie die Ablehnung schriftlich, datiert und unterschrieben, und begründen Sie knapp, wenn gewünscht. Bitten Sie um eine schriftliche Bestätigung des Kostenträgers über die Kenntnisnahme und mögliche Folgen. Bewahren Sie alle Unterlagen und E-Mails auf. Bei Unsicherheit lohnt sich eine rechtliche Erstberatung oder die Beratung durch eine Fürsorge- oder Schwerbehindertenvertretung.

Welche Unterstützungsmöglichkeiten gibt es, wenn die Ablehnung später bereut wird?

Sie können jederzeit einen erneuten Antrag auf Teilhabe am Arbeitsleben stellen. Prüfen Sie Fristen und mögliche Wartezeiten beim Kostenträger. Manche Leistungen sind an medizinische Voraussetzungen gebunden; erneute Gutachten oder ärztliche Stellungnahmen können erforderlich sein. Dokumentieren Sie veränderte Umstände, um die Notwendigkeit der Maßnahme zu belegen.

Weiterführende Hinweise für Vereine: Halten Sie Informationsmaterial zu Reha- und Integrationsangeboten bereit, schulen Sie Ansprechpersonen für Barrierefragen und pflegen Kontakte zu lokalen Reha-Trägern. So unterstützen Sie Mitglieder und Mitarbeitende kompetent, auch wenn sie die Teilhabe am Arbeitsleben ablehnen.

7 Antworten

  1. „Frauengesundheit muss in die Mitte der Gesellschaft“, wie Jutta König sagt! Aber wo bleibt die Umsetzung? Es gibt immer noch viel zu wenig Diskussionen darüber. Könnte man eventuell spezielle Workshops oder Informationsveranstaltungen anbieten?

    1. „Let’s change the picture“ ist eine tolle Initiative! Ich finde es wichtig, dass wir auch über solche Themen wie Alterdiskriminierung sprechen und was wir dagegen tun können.

  2. Es ist echt schlimm zu hören, wie viele Frauen wegen der Wechseljahre ihre Jobs aufgeben müssen. Warum wird dieses Thema nicht ernster genommen? Ich denke, dass es dringend nötig ist, mehr Unterstützung zu bieten und auch in Betrieben darüber zu sprechen.

    1. Das sehe ich ganz genauso! Wenn so viele Frauen betroffen sind, sollte das doch eine Priorität für unsere Gesellschaft sein! Was können wir als Gemeinschaft tun?

  3. Ich finde es echt wichtig, dass über die Wechseljahre gesprochen wird. Viele Frauen wissen einfach nicht, was auf sie zukommt. Warum wird so ein großes Thema oft ignoriert? Das kann doch nicht sein! Ist es nicht an der Zeit, dass wir mehr Aufklärung brauchen?

    1. Ja, genau! Ich habe auch das Gefühl, dass viele Frauen sich in dieser Phase verloren fühlen. Was könnte man tun, um mehr Informationen zur Verfügung zu stellen? Gibt es da bereits Initiativen oder Projekte?

    2. Ich stimme zu! Die Gesellschaft muss sich wirklich ändern. Vielleicht sollten Unternehmen auch ihre Mitarbeiter besser schulen, damit sie verstehen, was Frauen in dieser Zeit durchmachen.

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