BUND-Studie: Flexibilisierung statt Gaskraftwerke senkt Strompreise um 12 Prozent und Kraftwerkseinsatz um 45 Prozent

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Der BUND und die Gaswende kritisieren die geplante Kraftwerksstrategie der Bundesregierung als zu einseitig auf fossile Gaskraftwerke ausgerichtet. Eine neue Analyse zeigt, dass eine konsequente Flexibilisierung des Energiesystems durch Speicher und Lastmanagement bis 2045 die Stromerzeugung in Kraftwerken um bis zu 45 Prozent senken könnte. Die Organisationen fordern stattdessen eine klare Agenda für Flexibilitäten und einen beschleunigten Ausbau der Erneuerbaren.

Inhaltsverzeichnis

– Aktuelle Analyse kritisiert einseitigen Fokus auf fossile Gaskraftwerke als teuer und klimaschädlich.
– Flexibilisierung des Energiesystems kann Stromerzeugung aus Gas bis 2045 um bis zu 45 Prozent senken.
– Nur grüner Wasserstoff ist als klimaneutraler Brennstoff für ein zukünftiges Energiesystem geeignet.

Flexibilisierung statt fossiler Kraftwerke: Analyse zeigt klare Vorteile

Die Bundesregierung setzt mit ihrer Kraftwerksstrategie aktuell auf den Zubau neuer Gaskraftwerke. Eine heute veröffentlichte Analyse des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und der Gaswende mit Berechnungen des Reiner Lemoine Instituts (RLI) stellt dieser Strategie ein alternatives Konzept gegenüber: die konsequente Flexibilisierung des Energiesystems. Die Ergebnisse zeigen, dass ein Fokus auf flexible Lösungen nicht nur klimafreundlicher, sondern auch wirtschaftlicher ist und die Abhängigkeit von Energieimporten verringert.

Die Kernaussagen der Analyse sind deutlich:
Einseitiger Fokus auf fossile Gaskraftwerke ist teuer und klimapolitisch schädlich.
Flexibilisierung kann Stromerzeugung gasbasierter Kraftwerke 2045 um bis zu 45 Prozent senken.
BUND und Gaswende fordern konkrete Flexibilitäts-Agenda und konsequenten Ausbau erneuerbarer Energien.

Die Berechnungen des RLI basieren auf der Annahme, dass die aktuellen Ziele der Bundesregierung – der massive Ausbau erneuerbarer Energien und Klimaneutralität bis 2045 – erreicht werden. Unter diesen Voraussetzungen entfalten Flexibilitäten wie Batteriespeicher oder Lastmanagement ihre volle Wirkung. Bis zum Jahr 2045 kann die Stromerzeugung in konventionellen Kraftwerken gegenüber einer Strategie ohne Flexibilitäten um bis zu 45 Prozent reduziert werden (Stand: 10. Dezember 2025). Diese geringere Auslastung senkt die Kosten und macht das System resilienter. Zudem könnten die Grenzpreise an der Strombörse im Jahresschnitt um 12 Prozent niedriger ausfallen (Stand: 10. Dezember 2025).

Die Verbände kritisieren die aktuelle Politik scharf. Verena Graichen, Geschäftsführerin Politik beim BUND, sagt: „Mit ihrem einseitigen Fokus auf neue Gaskraftwerke gefährdet Bundesministerin Reiche die Klimaziele, zementiert fossile Abhängigkeiten und treibt die Strompreise nach oben. Stattdessen muss sie endlich die Flexibilisierung des Energiesystems voranbringen und den Ausbau der Erneuerbaren konsequent weiterführen.“ Sie bemängelt zudem, dass es keinen Plan gebe, wie neue Kraftwerke rechtzeitig klimaneutral werden sollen.

Tina Loeffelbein, Projektleiterin bei der Gaswende, betont das vorhandene Potenzial: „Flexibilitäten wie Batteriespeicher und Lastmanagement stehen im mehrstelligen Gigawattbereich in den Startlöchern. Sie müssen jetzt durch kluge Rahmensetzung konsequent ermöglicht und netzdienlich eingebunden werden.“ Ihrer Ansicht nach ist es unverantwortlich, dass die Bundesregierung dieses Potenzial nur marginal in ihrer Kraftwerksstrategie berücksichtige.*

Flexibilität statt fossiler Kraftwerke: Wie das Energiesystem klüger wird

Die aktuelle Debatte um die Energieversorgung der Zukunft kreist um eine zentrale Frage: Braucht es neue Gaskraftwerke als Brückentechnologie, oder gibt es intelligentere Alternativen? Eine Analyse des Reiner Lemoine Instituts (RLI), die vom BUND und der Initiative Gaswende vorgestellt wurde, liefert hierzu klare Hinweise. Sie zeigt, dass der gezielte Ausbau von Flexibilitätsoptionen den Bedarf an konventionellen Kraftwerken bis 2045 erheblich senken kann. Doch was verbirgt sich hinter dem Begriff Flexibilisierung?

Im Kern geht es darum, Angebot und Nachfrage von Strom besser aufeinander abzustimmen. Erneuerbare Energien wie Wind und Sonne liefern nicht konstant Strom, sondern wetterabhängig. Anstatt in Zeiten eines Überangebots teure Gaskraftwerke hochzufahren oder bei Flaute auf fossile Reserven zurückzugreifen, setzt eine flexible Strategie auf drei Säulen: Speicherung, intelligente Steuerung der Nachfrage und den Austausch über das europäische Netz.

Konkret bedeutet das: Große Batteriespeicher können überschüssigen Ökostrom für sonnen- oder windarme Stunden zwischenspeichern. Elektroautos mit bidirektionaler Ladetechnik können nicht nur Strom tanken, sondern bei Bedarf auch als mobile Speicher ins Netz zurückspeisen (Quelle: Mobility House, Stand: 2025). Industrielle Verbraucher können ihre energieintensiven Prozesse in Zeiten hoher Stromproduktion verschieben, ein Potenzial, das bis 2030 bei 5 bis 7 Gigawatt liegen könnte (Quelle: McKinsey, Stand: Juni 2025). Diese Maßnahmen reduzieren sowohl teure Abregelungen von Wind- und Solaranlagen als auch den Bedarf an fossilen Backup-Kraftwerken (Quelle: Next Kraftwerke, Stand: 2024)*.

Warum Kritik an neuem Gaskraftwerkszubau besteht

Die Kritik von Umweltverbänden an der aktuellen Kraftwerksstrategie der Bundesregierung speist sich aus mehreren Quellen. Zum einen sehen sie in den Flexibilitätsoptionen eine ausgereifte und kostengünstigere Alternative. Studien deuten darauf hin, dass der Großteil des Flexibilitätsbedarfs bis 2045 durch Speicher, Lastmanagement und Importe gedeckt werden kann (Quelle: Ariadne-Projekt, Stand: 2023). Eine VDE-Studie von 2024 bestätigt, dass Speicher, Netzausbau und Nachfragemanagement den Bedarf an fossilen Kraftwerken reduzieren können (Quelle: VDE, Stand: 2024).

Zum anderen fordern Expert:innen seit Jahren, dass neue Kraftwerke gestiegenen Flexibilitätsanforderungen entsprechen müssen, um das Stromsystem effizienter zu machen (Quelle: Umweltbundesamt, Stand: 2023). Die Wirksamkeit solcher Maßnahmen ist bereits lange bekannt; das Öko-Institut wies schon 2015 auf das Potenzial von Speicher- und Lastmanagement-Optionen hin (Quelle: Öko-Institut, Stand: 2015).

Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die Klimabilanz. Die Bundesregierung plant neue Gaskraftwerke zwar als „H2-ready“, also theoretisch für eine spätere Umstellung auf Wasserstoff. Kritiker wie der BUND bemängeln jedoch das Fehlen eines verbindlichen Fahrplans, der sicherstellt, dass diese Anlagen bis spätestens 2035 tatsächlich mit grünem, klimaneutralem Wasserstoff betrieben werden. Ohne einen solchen Plan drohten die Kraftwerke über Jahre fossiles Erdgas zu verbrennen und so die Klimaziele zu gefährden.

In der energiepolitischen Debatte werden dennoch auch Argumente für neue Gaskraftwerke vorgebracht. Befürworter betonen deren Rolle für die Versorgungssicherheit in extremen Dunkelflauten – also längeren Phasen ohne Wind und Sonne. Sie sehen in modernen Gaskraftwerken eine notwendige, vermeintlich sauberere Übergangstechnologie, bis ausreichend grüner Wasserstoff und Langzeitspeicher verfügbar sind. Die Gegenposition, wie sie von BUND und Gaswende vertreten wird, hält dagegen, dass eine einseitige Fokussierung auf fossile Kraftwerke teuer sei, klimapolitisch schade und den notwendigen Innovationsschub für ein wirklich smartes Energiesystem ausbremse.

Die Debatte um die künftige Energieversorgung braucht eine klare Faktenbasis. Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt bereits deutliche Tendenzen: Der Anteil erneuerbarer Energien steigt, während die fossile Stromerzeugung und die damit verbundenen Emissionen zurückgehen. Gleichzeitig rücken Flexibilitätsoptionen wie Speicher und Lastmanagement stärker in den Fokus, um die Volatilität von Wind- und Solarstrom auszugleichen. Die folgenden Zahlen und Studien geben einen Überblick über den Status quo und die Potenziale für ein flexibles, klimafreundliches Stromsystem.

Erneuerbare, Gas und Emissionen im Wandel

Die Energiewende zeigt in der Stromerzeugung messbare Erfolge. Der Anteil erneuerbarer Energien an der Bruttostromerzeugung lag im Jahr 2020 bei etwa 45 Prozent und stieg bis 2023 auf rund 59 Prozent (Stand: 2024, laut Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz). Parallel dazu sank die Stromerzeugung aus Erdgas von rund 91 Terawattstunden im Jahr 2020 auf etwa 73 Terawattstunden im Jahr 2023 (Stand: 2024, BMWK). Diese Verschiebung hin zu sauberen Quellen spiegelt sich direkt in den Treibhausgasemissionen wider: Die CO₂-Emissionen der Stromerzeugung fielen von rund 242 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalent im Jahr 2020 auf etwa 181 Millionen Tonnen im Jahr 2023 (Stand: 2024, Umweltbundesamt)*.

Potenziale von Speichern und flexibler Nachfrage

Die Integration hoher Anteile erneuerbarer Energien erfordert mehr als nur deren Ausbau. Studien betonen die wachsende Bedeutung von Flexibilität. So sieht eine Analyse von McKinsey ein technisch erschließbares industrielles Lastverschiebepotenzial von 5 bis 7 Gigawatt bis zum Jahr 2030 (Stand: Juni 2025). Der VDE kommt in einer Studie zu dem Schluss, dass die systematische Erschließung von Speicher-, Netz- und Nachfragemanagement-Potenzialen den Bedarf an neuen fossilen Kraftwerken reduzieren kann (Stand: 2024). Diese Flexibilitätsoptionen wirken sich direkt auf die Systemstabilität aus: Sie können laut Next Kraftwerke die Abregelung erneuerbarer Energien verringern (Stand: 2024)* und tragen, wie das Mobility House feststellt, dazu bei, negative Strompreise zu glätten (Stand: 2025)*.

Mögliche Tabelle zur Veranschaulichung

Für einen schnellen Überblick über die zentralen Trends bietet sich eine Tabelle an. Sie könnte die Entwicklung von Erneuerbaren-Anteil, Gasverstromung und CO₂-Emissionen im Vergleich der Jahre 2020 und 2023 darstellen. Eine sinnvolle Spaltenaufteilung wäre: Jahr, Kennzahl, Wert, Einheit sowie Quelle/Stand. So erfassen Leserinnen und Leser die Richtung der Entwicklung auf einen Blick. Die Tabelle sollte ausschließlich die oben genannten, quellengenau belegten Werte enthalten.

Flexibilisierung statt fossiler Kraftwerke: Was die Energiewende für Verbraucher und Wirtschaft bedeutet

Die Debatte um die künftige Stromversorgung dreht sich nicht nur um Klimaziele, sondern auch um handfeste ökonomische und gesellschaftliche Folgen. Während die Bundesregierung mit ihrer Kraftwerksstrategie auf den Neubau fossiler Gaskraftwerke setzt, argumentieren Umweltverbände wie der BUND und die Initiative Gaswende für eine konsequente Flexibilisierung des Energiesystems. Doch welche konkreten Auswirkungen hätten diese unterschiedlichen Pfade auf Strompreise, Versorgungssicherheit und die Rolle von Wasserstoff?

Kosten für Verbraucher und Industrie

Ein zentraler Streitpunkt sind die Kosten. Die Befürworter einer Flexibilitätsstrategie verweisen auf potenzielle Einsparungen. Laut einer Analyse des Reiner Lemoine Instituts, die der BUND und Gaswende vorlegten, könnten innovative Flexibilitätsoptionen die Stromerzeugung in konventionellen Kraftwerken bis 2045 um bis zu 45 Prozent reduzieren*.

Unabhängige Institutionen sehen in der Flexibilisierung ebenfalls einen kostendämpfenden Effekt. Die Monopolkommission betont in ihrem Sektorgutachten Energie 2025, dass dynamische Netzentgelte und zeitvariable Stromtarife entscheidende Anreize für eine flexible Nachfrage schaffen können*. Solche Modelle belohnen Verbraucher und Unternehmen, die ihren Strombezug in Zeiten hoher erneuerbarer Erzeugung verlagern. Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) stellt 2025 fest, dass Batteriespeicher das System nicht nur resilienter, sondern auch kostengünstiger machen, da sie den Bedarf an teuren fossilen Spitzenlastkraftwerken verringern*.

Der alternative Weg – der massive Zubau neuer Gaskraftwerke – birgt nach Ansicht der Kritiker erhebliche finanzielle Risiken. Verena Graichen, Geschäftsführerin Politik beim BUND, warnt in der Pressemitteilung: „Mit ihrem einseitigen Fokus auf neue Gaskraftwerke […] treibt [Bundesministerin Reiche] die Strompreise nach oben.“ Zusätzlich zu den Baukosten kämen langfristige Abhängigkeiten von fossilen Brenstoffmärkten und die ungeklärten Kosten einer späteren Umrüstung auf Wasserstoff.

Wasserstoff als Option

Die Frage nach dem klimaneutralen Betrieb von Gaskraftwerken führt unweigerlich zu Wasserstoff. Die aktuelle politische Einigung sieht vor, dass neue Kraftwerke „H2-ready“ sein sollen. Doch dieses Label bleibt vage. Es fehlt, so die Kritik, ein verbindlicher Fahrplan für die Umstellung auf grünen Wasserstoff.

Die Position von BUND und Gaswende ist hier eindeutig: Nur grüner Wasserstoff, der mit erneuerbarem Strom erzeugt wird, passe in ein klimaneutrales Energiesystem. Verena Graichen stellt in der Pressemitteilung klar: „In einem klimaneutralen Energiesystem kann einzig grüner Wasserstoff in eng begrenztem Umfang in Spitzenlastkraftwerken zum Einsatz kommen.“ Andere Wasserstoffarten, etwa aus fossilem Gas mit CO2-Abscheidung (CCS), würden das Klima weiter schädigen und die Strompreise zusätzlich erhöhen. Die Analyse der Verbände kommt zu dem Schluss, dass alle anderen Dekarbonisierungsoptionen weder klimapolitisch noch ökonomisch tragfähige Alternativen darstellen.

Was bedeutet das für Verbraucher und Kommunen heute? Die Weichenstellung hin zu einem flexiblen System wird für Endkunden allmählich spürbar werden. Die von der Monopolkommission angeregten dynamischen Netzentgelte und Tarife könnten es attraktiv machen, die Waschmaschine bei Sonnenschein laufen zu lassen oder das Elektroauto in Stunden mit viel Windstrom zu laden. Für Kommunen und Stadtwerke gewinnen lokale Batteriespeicher und Lastmanagement an Bedeutung, um das Netz zu stabilisieren und gleichzeitig Kosten zu senken. Die Diskussion zeigt: Die Gestaltung des künftigen Energiesystems ist keine rein technische Frage, sondern entscheidet maßgeblich über die Höhe der Stromrechnung und die Geschwindigkeit der industriellen Transformation.

Flexibilität jetzt: Die Agenda für ein stabiles Stromnetz

Die Analyse von BUND und Gaswende macht es deutlich: Eine einseitige Fokussierung auf fossile Gaskraftwerke ist ein teurer und klimapolitisch riskanter Weg. Stattdessen fordern die Organisationen eine konkrete Flexibilitäts-Agenda. Diese Agenda muss den Rahmen setzen, um vorhandene und künftige Potenziale für Speicherung, Lastmanagement und intelligente Verbrauchssteuerung voll auszuschöpfen. Die Technologien stehen bereit, nun muss die Politik die richtigen Weichen stellen.

Konkrete Schritte für Politik

Der erste Schritt ist eine klare Rahmensetzung. Der VDE empfiehlt in einer Studie von 2024, die Potenziale von Speichern, Netzen und Nachfragemanagement systematisch zu erschließen. Konkret bedeutet das: Die Netzentgelte müssen dynamischer und transparenter gestaltet werden, um Anreize für netzdienliches Verhalten zu schaffen. Gleichzeitig braucht es gezielte Förderprogramme, um Investitionen in Lastmanagement-Systeme, insbesondere in der Industrie, voranzutreiben. Laut einer McKinsey-Studie vom Juni 2025 liegt das industrielle Lastverschiebepotenzial in Deutschland bei 5–7 Gigawatt bis 2030. Dieses Potenzial zu heben, erfordert verlässliche regulatorische Vorgaben.*

Ein weiterer zentraler Baustein ist die intelligente Integration der Elektromobilität. Studien von BEE und Mobility House aus dem Jahr 2025 belegen den systemischen Nutzen von Batteriespeichern und bidirektionalem Laden. Hier muss die Politik Regeln für eine netzdienliche Einbindung schaffen, die den Ausbau der Ladeinfrastruktur mit den Anforderungen des Gesamtsystems verbindet. Die Ariadne-Analyse von 2023 zeigt, dass der Großteil der Flexibilitätsanforderungen bis 2045 durch Speicher, Lastmanagement und Importe gedeckt werden kann. Diese Optionen müssen jetzt priorisiert werden.*

Welche Technologien jetzt fördern?

Die Priorität liegt auf Technologien, die kurzfristig skalierbar sind und direkt zur Netzstabilität beitragen. Dazu zählen:

  • Batteriegroßspeicher, die kurzfristige Schwankungen ausgleichen.
  • Bidirektionales Laden (Vehicle-to-Grid), das die Batterien von Elektroautos als dezentrale Speicherressource nutzbar macht.
  • Industrielles Lastmanagement, das große Verbraucher flexibel an das Stromangebot koppelt.
  • Virtuelle Kraftwerke, die viele dezentrale Anlagen intelligent bündeln und steuern.

Die folgende Liste fasst die prioritären Maßnahmen für eine wirksame Flexibilitäts-Agenda zusammen:

  • Eine verbindliche Rahmensetzung für industrielle Lastverschiebung schaffen (Quelle: McKinsey, Stand: Juni 2025)*.
  • Netzentgelte dynamisieren, um Flexibilität wirtschaftlich attraktiv zu machen.
  • Förderprogramme für Lastmanagement und Speicher gezielt ausbauen und vereinfachen.
  • Regulatorische Hürden für netzdienliche Speichernutzung und bidirektionales Laden abbauen (Quelle: BEE/Mobility House, Stand: 2025)*.
  • Den Ausbau Erneuerbarer Energien konsequent beschleunigen, um die Grundlage für ein sauberes, flexibles System zu legen.
  • Die Forschung zu systemdienlichen Flexibilitätsoptionen verstärkt unterstützen (Quelle: VDE, Stand: 2024).*

Die in diesem Beitrag enthaltenen Informationen und Zitate stammen aus einer Pressemitteilung des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).

Weiterführende Quellen:

13 Antworten

  1. Ich finde es toll zu lesen wie wichtig Flexibilisierung für unser Energiesystem ist! Aber ich frage mich: Woher kommen all die Gelder für solche Projekte? Gibt’s da schon Förderungen?

    1. Das ist eine berechtigte Frage – ich habe gehört dass einige Förderprogramme geplant sind aber ob sie ausreichen bleibt fraglich.

    2. Ich hoffe auch auf Unterstützung durch den Staat und privatwirtschaftliche Investitionen – denn nur so können wir den Umstieg schaffen!

  2. ‚Erneuerbare Energien‘ sind ein Muss für unsere Zukunft! Wenn Flexibilität hilft und gleichzeitig Kosten senkt – warum passiert das nicht schneller? Gibt es da Hindernisse bei der Umsetzung?

    1. Da hast du recht! Es wäre gut zu wissen, was jeder Einzelne tun kann oder sollte um diesen Prozess zu beschleunigen!

  3. ‚Klimaneutral‘ klingt toll, aber ich mache mir Sorgen über die Umsetzung! Wie soll man sicherstellen, dass neue Gaskraftwerke wirklich auf Wasserstoff umgestellt werden? Fehlt da nicht ein konkreter Plan?

    1. ‚H2-ready‘ ist ein schöner Begriff, aber ohne Plan bleibt es nur ein Begriff! Wir sollten die Politiker daran erinnern und sie fragen: Wie geht es weiter?

    2. ‚Flexibilität‘ klingt super wichtig für die Zukunft! Aber wie schnell können wir die notwendigen Technologien entwickeln? Ich hoffe auf Fortschritte in den nächsten Jahren!

  4. Eure Argumente sind wirklich überzeugend! Der Fokus auf Flexibilität anstelle von Gaskraftwerken klingt nach einer klugen Entscheidung. Gibt es schon konkrete Pläne von der Regierung dazu? Ich bin neugierig!

    1. Das ist eine gute Frage! Ich würde auch gerne wissen, ob und wann wir wirklich diese flexiblen Lösungen sehen werden. Es wäre schön zu sehen, dass sich was bewegt!

  5. Ich finde den Beitrag echt informativ! Die Idee, dass Flexibilisierung viel günstiger sein kann als neue Gaskraftwerke, ist spannend. Was denkt ihr, könnten Batteriespeicher wirklich so einen großen Unterschied machen? Ich hoffe, es gibt bald mehr dazu!

    1. Ja, das denke ich auch! Batteriespeicher könnten eine echte Lösung sein. Aber wie lange dauert es wohl, bis wir genug davon haben? Das wäre echt wichtig für die Energiewende.

    2. Ich habe auch gehört, dass Lastmanagement eine große Rolle spielt. Könnte das nicht helfen, die Strompreise zu senken? Es wäre gut zu wissen, wie genau das funktioniert.

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