Finanzinstrumente für SAF-Produktion dringend benötigt

Berlin (ots) – Ab dem nächsten Jahr tritt die EU-Vorgabe zur Beimischung von Sustainable Aviation Fuels (SAF) in Kraft, um den Luftverkehr klimaverträglicher zu gestalten. Doch für einen schnellen und umfangreichen Einsatz dieser nachhaltigen Flugkraftstoffe bedarf es zusätzlicher Finanzierungsinstrumente zur Errichtung industrieller Produktionsanlagen, betont Prof. Christian Küchen, Hauptgeschäftsführer des Wirtschaftsverbands Fuels und Energie en2x, auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) in Berlin. Trotz steigender SAF-Quoten bleiben Investitionen unsicher, weshalb langfristig orientierte Ausschreibungen und internationale Kooperationen unerlässlich sind, um die ambitionierten Klimaziele zu erreichen.

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Bremen (VBR). Der Luftverkehr der Zukunft soll umweltfreundlicher werden. Ab dem nächsten Jahr führt die EU erste Vorgaben zur Beimischung von Sustainable Aviation Fuels (SAF) ein. Doch das allein genügt nicht, um nachhaltige Flugkraftstoffe in großen Mengen auf den Markt zu bringen. Es braucht weitere finanzielle Anreize für industrielle Produktionsanlagen, mahnt Prof. Christian Küchen, Hauptgeschäftsführer des Wirtschaftsverbands Fuels und Energie (en2x), während der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) in Berlin an.

Nachhaltige Energieträger sind für das Erreichen der Klimaziele unverzichtbar. Insbesondere die Luftfahrt abhängig stark von klimaverträglichen Treibstoffen. Die EU plant daher eine Quote für nachhaltiges Kerosin aus biogenen Rohstoffen und Power-to-Liquid (PtL)-Treibstoffen. „Quoten allein reichen nicht aus, um die dringend notwendigen Investitionen in die SAF-Produktion anzustoßen“, erklärt Küchen und weist besonders auf die Herausforderungen bei PtL-Treibstoffen hin. „Die E-SAF-Quote der EU soll bis 2035 auf fünf Prozent steigen. Aktuell ist jedoch nicht abzusehen, dass die nötigen Produktionsanlagen rechtzeitig gebaut werden.“

Eines der Kernprobleme ist die hohe Anfangsinvestition für die ersten großen Anlagen. Diese Pioniere zahlen oft einen Aufpreis, da sie nicht auf Erfahrungswerte zurückgreifen können, was die Marktpreise zunächst in die Höhe treibt. “Dieses First-Mover-Disadvantage muss ausgeglichen werden”, fordert Küchen. Lösungsvorschläge beinhalten langfristige öffentliche Ausschreibungen und De-Risking-Instrumente, die den Zugang zu privatem Kapital erleichtern sollten. Zudem seien international einheitliche Standards und Energiepartnerschaften essenziell. Dadurch könnte Deutschland Wertschöpfung innerhalb Europas halten und bestehende Infrastrukturen nutzen.

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Langfristige regulatorische Stabilität sei notwendig, um Investoren Vertrauen zu geben. „Erste Anlagen müssen für 15 bis 20 Jahre vor regulatorischen Änderungen geschützt sein“, betont Küchen. Diese Forderungen sind auch Teil eines Zehn-Punkte-Maßnahmenpapiers, das die Arbeitsgruppe für den SAF-Hochlauf des Arbeitskreises klimaneutrale Luftfahrt (AKkL) formulierte. Dieses Maßnahmenpapier wurde nun im Rahmen der ILA der Beauftragten der Bundesregierung für die deutsche Luft- und Raumfahrt, Dr. Anna Christmann, sowie dem Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesverkehrsminister, Oliver Luksic, überreicht.

Die genannten Experten und Organisationen verfügen über reichlich Erfahrung und Fachwissen, was ihren Forderungen zusätzliches Gewicht verleiht. In einer Zeit, in der der Klimawandel immer dringlicher wird, könnte die Frage nachhaltiger Flugkraftstoffe den Impuls liefern, der die Luftfahrtbranche maßgeblich verändern könnte.


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Investitionen in SAF-Produktion erfordern absichernde Finanzierungsinstrumente / …

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Meldung einfach erklärt

  • Datum und Zeit: 06. Juni 2024, 14:49 Uhr.
  • Ort: Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) in Berlin.
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Wer spricht?

  • Prof. Christian Küchen, Hauptgeschäftsführer von en2x – Wirtschaftsverband Fuels und Energie e.V.

Worum geht es?

  • Klimaverträglicher Luftverkehr: Der Luftverkehr soll umweltfreundlicher werden.
  • EU-Vorgaben: Ab nächstem Jahr müssen nachhaltige Flugkraftstoffe (Sustainable Aviation Fuels, SAF) von der EU beigemischt werden.

Was ist SAF?

  • Grüne Moleküle: Klimaschonende flüssige oder gasförmige Energieträger.
  • Bedeutung für die Luftfahrt: Sie helfen, die Klimaziele zu erreichen.

EU-Vorgaben im Detail:

  • Biogene Rohstoffe und Power-to-Liquid (PtL)-Treibstoffe sind verpflichtend.
  • E-SAF-Quote: Bis 2035 soll die Quote für PtL-Treibstoff (E-SAF) auf fünf Prozent steigen.

Probleme und Herausforderungen:

  • Kosten: Erste große Produktionsanlagen sind teurer, was das Investieren schwierig macht.
  • Marktpreise: Anfangs reichen die Preise oft nicht aus, um Gewinne zu erzielen.

Lösungen und Vorschläge:

  • Langfristige öffentliche Ausschreibungen: Finanziert durch spezielle Umlagesysteme.
  • De-Risking-Instrumente: Erleichtert den Zugang zu privatem Kapital.
  • Internationale Partnerschaften: Wichtig für den Import von nachhaltigen Vorprodukten wie Methanol.
  • Einheitliche Standards: Notwendig für internationalen Handel.
  • Klare und verlässliche Rahmenbedingungen: Wichtiger für Investoren zur Planung und Finanzierung von Projekten.
  • Schutz vor regulatorischen Änderungen: Erste Projekte sollten für 15 bis 20 Jahre sicher sein.
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Weitere Schritte:

  • Zehn-Punkte-Maßnahmenpapier: Erstellt vom Arbeitskreis klimaneutrale Luftfahrt (AKkL).
  • Präsentation des Papiers: Überreicht an Dr. Anna Christmann und Staatssekretär Oliver Luksic.

Kontaktinformationen:

  • Alexander von Gersdorff, Rainer Diederichs
  • Adresse: Georgenstraße 24, 10117 Berlin
  • Email: presse@en2x.de
  • Webseite: www.en2x.de/presse

Originalquelle:

  • en2x – Wirtschaftsverband Fuels und Energie e.V., verteilt über news aktuell

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