Feuerwehren fordern: Fähigkeitsmanagement stärken!

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Der Zivil- und Katastrophenschutz in Deutschland steht vor gewaltigen Herausforderungen – organisatorisch wie finanziell. Angesichts wachsender Risiken durch Extremwetter, Pandemien und neue Bedrohungslagen fordert der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) entschlossene Schritte für einen modernen Bevölkerungsschutz. Im Mittelpunkt stehen dabei ein koordiniertes Fähigkeitsmanagement, der gezielte Ausbau des Ehrenamts und verbindliche Strukturen für den Ernstfall. „Nur wenn alle an einem Strang ziehen, können wir unsere Sicherheit gewährleisten“, warnt DFV-Präsident Karl-Heinz Banse und präsentiert sechs zentrale Forderungen, die jetzt zum Handeln mahnen.

Inhaltsverzeichnis

Bremen (VBR). Dieser ausführliche Beitrag ist Teil unseres täglichen VerbandsMonitor und beruht auf offiziellen Pressemitteilungen, die über das Presseportal von news aktuell veröffentlicht wurden.
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Feuerwehrverband fordert umfassende Reformen im Zivil- und Katastrophenschutz

Zivil- und Katastrophenschutz ist eine Aufgabe, die alle betrifft. Angesichts der wachsenden Bedrohungen durch Extremwetter, Pandemien und geopolitische Krisen schlägt der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) Alarm: Nur wenn Bund, Länder, Kommunen, Hilfsorganisationen, Wirtschaft und Bevölkerung eng zusammenarbeiten, kann die Gesellschaft auf Krisen adäquat reagieren. „Es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die Bund, Länder, Kommunen, Hilfsorganisationen, Wirtschaft und Bevölkerung gleichermaßen einbindet“, betont DFV-Präsident Karl-Heinz Banse (Zitat-Quelle: Pressemitteilung).

Feuerwehren sind dabei das Rückgrat des Bevölkerungsschutzes. Sie sind flächendeckend präsent, kennen die regionalen Strukturen sowie Risiken genau – und haben das Vertrauen der Menschen. Gerade ihre Fähigkeit, nicht nur lokal, sondern auch bei überregionalen Katastrophen wie zuletzt im Ahrtal oder in Süddeutschland zu unterstützen, macht sie zu unverzichtbaren Partnern in Krisenzeiten.

Der DFV formuliert sechs Kernforderungen, die den Zivil- und Katastrophenschutz zukunftsfähig machen und mit klaren Fakten, innovativen Vorschlägen sowie gesellschaftlich relevanten Lösungen unterfüttern.

1. Koordiniertes Fähigkeitsmanagement statt Insellösungen

Investitionen müssen dorthin fließen, wo sie am dringendsten gebraucht werden. Entscheidend ist, welche Fähigkeiten im Ernstfall zur Verfügung stehen – nicht nur Fahrzeuge und Technik. „Nur wenn alle Akteure ihre Fähigkeiten transparent machen und wir Doppelstrukturen vermeiden, können wir Ressourcen effizient nutzen“, so Banse (Zitat-Quelle: Pressemitteilung). Das geplante KRITIS-Dachgesetz soll die Sicherheit kritischer Infrastrukturen stärken und auf gemeinsame Standards setzen.

2. Gezielte Investitionen statt pauschaler Forderungen

Handlungsbedarf braucht Struktur. Pauschale Geldforderungen bringen wenig. Klug investiertes Geld hingegen schafft nachhaltigen Nutzen. Nur vernetzte Strukturen und abgestimmte Beschaffungen sichern langfristig funktionsfähigen Schutz.

3. Transparente Einsatzstatistiken – Überlastung vermeiden

Viele Einsatzkräfte sind mehrfach engagiert, häufig in mehreren Hilfsorganisationen oder Arbeitsfeldern gleichzeitig. Das birgt Risiken. Einerseits droht eine Überlastung, andererseits fehlt der Überblick, wie viele Helfende tatsächlich verfügbar sind. „Wir müssen wissen, wie groß unser handlungsfähiges Potenzial in der Realität ist. Ohne diese Transparenz laufen wir Gefahr, uns auf Zahlen zu verlassen, die in der Krise nicht tragfähig sind“, warnt Banse (Zitat-Quelle: Pressemitteilung).

4. Selbstschutz und Krisenkompetenz in der Bevölkerung stärken

Katastrophenschutz beginnt bei jeder und jedem Einzelnen. Die Feuerwehr setzt sich für mehr praktische Selbsthilfe-Fähigkeiten ein – etwa durch den Ausbau von Brandschutzausbildung in Schulen und Stärkung von Ausbildungszentren. „Wir müssen bei den Jüngsten beginnen und in allen Altersgruppen Kompetenzen vermitteln, damit die Menschen sich in Krisen selbst schützen und andere unterstützen können“, fordert Banse (Zitat-Quelle: Pressemitteilung).

5. Ehrenamt stärken – Rückhalt für den Bevölkerungsschutz sichern

Mehr als 95 Prozent der Feuerwehrleute in Deutschland engagieren sich freiwillig. Diese Säule des Katastrophenschutzes darf nicht bröckeln. Der Verband verlangt verbindliche Verbesserungen, nicht nur leere Versprechen:

  • Vereinbarkeit von Ehrenamt, Beruf und Familie durch flexible Arbeitszeiten
  • Rechtssicherheit und Absicherung bei Dienstunfällen
  • Gesellschaftliche Anerkennung, die über reine Symbolik hinausgeht – etwa steuerliche Vorteile oder rentenrechtliche Berücksichtigung
  • Neue Wege für das Ehrenamt: auch ältere Menschen oder Fachkräfte aus anderen Berufen einbinden, z.B. in Ausbildung, Logistik oder Krisenkommunikation

„Wenn wir das Ehrenamt nicht mutig und innovativ stärken, droht uns ein schleichender Systemkollaps im Bevölkerungsschutz. Wir brauchen ein Update – jetzt“, warnt Banse (Zitat-Quelle: Pressemitteilung).

6. Personelle Verfügbarkeit auch für Spezialisten sichern

Komplexe Krisenlagen wie Cyberangriffe, biologische oder nukleare Gefahren verlangen Spezialwissen. Dafür sind verlässliche Strukturen und gesetzliche Regelungen nötig, um im Ernstfall ausreichend Personal bereitzustellen. „Ohne klare Regelungen, auch mit Gesetzen, wie wir Personal im Krisenfall bündeln, riskieren wir gefährliche Lücken“, so Banse (Zitat-Quelle: Pressemitteilung).

Die Forderungen spiegeln die Erfahrungen aus den vergangenen Jahren, die den Belastungstest für das Bevölkerungsschutzsystem deutlich gemacht haben. Angesichts neuer Bedrohungen – von Extremwetter über Pandemien bis hin zu hybriden Gefahren – plädiert der DFV für einen umfassenden, solidarischen und zukunftsgesicherten Ansatz. Wer heute investiert und Strukturen stärkt, sichert die Widerstandskraft von morgen.

Hintergrundinformationen und aktuelle Entwicklungen rund um das Thema Katastrophenschutz, Ehrenamt und die Zukunft der Feuerwehr finden sich im ausführlichen Positionspapier des Deutschen Feuerwehrverbands.

So bleibt Deutschland sicher – wenn alle an einem Strang ziehen.


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Feuerwehren fordern: Zivil- und Katastrophenschutz ist eine gemeinsame Aufgabe / Klare …

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Herausforderungen und Perspektiven im deutschen Zivil- und Katastrophenschutz: Fakten, Entwicklungen und Ausblick

Der Zivil- und Katastrophenschutz steht in Deutschland aktuell vor einer Bewährungsprobe. Ereignisse wie das Hochwasser im Ahrtal 2021 oder die weitreichenden Folgen der COVID-19-Pandemie haben verdeutlicht, dass bestehende Strukturen zum Bevölkerungsschutz an ihre Grenzen stoßen können. Vergleichbare Krisensituationen in europäischen Nachbarländern zeigen zudem, wie wichtig eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit und nachhaltige Investitionen sind. Besonders in einer Zeit wachsender Hybridbedrohungen und sich häufender Extremwetterlagen geraten nicht nur die Einsatzkräfte, sondern auch die politischen Entscheidungsträger in den Fokus.

Im europäischen Vergleich ist das freiwillige Engagement in der deutschen Feuerwehr mit über 95 Prozent Ehrenamtlichen bemerkenswert hoch. Dennoch bleibt die Frage nach der künftigen personellen Sicherstellung des Bevölkerungsschutzes offen. Demografischer Wandel, Urbanisierung sowie die veränderte Lebens- und Arbeitswelt wirken sich zunehmend auf die Verfügbarkeit von Einsatzkräften aus. Prognosen deuten darauf hin, dass insbesondere ländliche Gebiete weiteren Handlungsdruck erfahren, um die flächendeckende Einsatzbereitschaft sicherzustellen.

Die gegenwärtigen Entwicklungen im rechtlichen Rahmen, wie das geplante KRITIS-Dachgesetz und potenzielle gesetzliche Regelungen zur Gesundheitssicherstellung, verdeutlichen den politischen Stellenwert des Bevölkerungsschutzes. Gleichzeitig nimmt die Diskussion um die Einführung eines Pflichtdienstes kontinuierlich an Fahrt auf – ein Thema, das nicht nur gesellschaftspolitisch, sondern auch in der Suchmaschinenrecherche nach Hintergründen und aktuellen Entwicklungen eine hohe Relevanz besitzt.

Aus Sicht der Informationssuche benötigen Interessierte, Einsatzkräfte und politische Entscheider nicht nur aktuelle Nachrichten, sondern auch fundierte Erklärungen zu Strukturen, Zuständigkeiten und den faktischen Herausforderungen. In immer mehr Bundesländern entstehen spezialisierte Ausbildungszentren, was auf einen Trend zu mehr Professionalisierung und einer Stärkung der Selbstschutzkompetenzen in der Bevölkerung hindeutet.

Insgesamt bleibt die Bedeutung eines vernetzten, ressourceneffizienten und gesellschaftlich getragenen Zivil- und Katastrophenschutzes für Deutschland unbestritten. Die kommenden Jahre werden zeigen, ob die bereits angestoßenen Reformen ausreichen, um den steigenden Anforderungen an die Sicherheit und Resilienz der Bevölkerung gerecht zu werden – ein Thema, das nicht nur für die öffentliche Debatte, sondern auch für kommerzielle und transaktionsorientierte Dienstleister im Sicherheitsbereich an Relevanz gewinnt.

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11 Antworten

  1. Es tut mir leid zu hören von den vielen Problemen im Katastrophenschutz jetzt . Ich finde vor allem der Punkt über personelle Verfügbarkeit sehr wichtig ! Wie können wir sicherstellen , dass immer genügend Hilfe vorhanden ist ?

    1. Da hast du recht Dunja45 ! Wir sollten über neue Wege nachdenken wie zum Beispiel Anwerbung von älteren Menschen oder Fachkräften . Jeder kann helfen auf seine Weise.

  2. Ich finde das Thema sehr relevant gerade jetzt wo wir viele Krisen haben! Der DFV hat recht mit seinen Forderungen! Koordination muss besser werden und alle sollten zusammenarbeiten.

    1. Genau Marx! Eine gute Zusammenarbeit ist der Schlüssel zur Verbesserung unserer Sicherheit im Katastrophenschutz. Haben wir genug spezialisierte Leute für solche Situationen?

  3. Ehrenamt ist wirklich wichtig und ich hoffe, dass die Politiker endlich was ändern werden. Es kann nicht sein, dass unsere Freiwilligen keine Anerkennung bekommen! Was denkt ihr darüber?

    1. Absolut richtig, Imai! Wir müssen die Arbeit der Ehrenamtlichen wertschätzen und echte Verbesserungen schaffen. Wie sieht es aus mit steuerlichen Vorteilen für Helfer? Das könnte helfen!

  4. Die Forderungen vom DFV sind sehr wichtig! Besonders die Punkte über Selbstschutz und Krisenkompetenz in der Bevölkerung finde ich gut. Was haltet ihr von der Idee, dass Schulen mehr Brandschutztraining anbieten?

    1. Ja, Mscheffler! Brandschutz sollte viel mehr in Schulen gelehrt werden. Ich denke, Kinder lernen so früh am besten, wie sie sich verhalten sollen. Glaubt ihr, dass das überhaupt machbar ist?

    2. Ich sehe das auch so! Außerdem wäre es super wenn wir Workshops für Familien anbieten könnten – jeder sollte wissen wie man im Notfall reagiert.

  5. Ich finde es wichtig das Feuerwehrverband mehr Reformen fordert. Wir brauchen echt ein besseres Zivil- und Katastrophenschutzsystem. Was denkt ihr über die Vorschläge? Gibt es wirklich so viel Überlastung bei den Einsatzkräften?

    1. Ich stimme dir zu, Margret! Es ist schon bedenklich, wie oft die Helfer überlastet sind. Könnte man nicht auch mehr junge Leute für den Dienst begeistern? Es braucht echt neue Wege, um das Ehrenamt attraktiv zu machen.

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