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Fertigbau und Holzbau 2025: Rekordquote bei Neubaugenehmigungen treibt nachhaltigen Wohnungsbau voran

Im ersten Halbjahr 2025 erreichte der Fertigbauanteil bei Neubaugenehmigungen für Ein- und Zweifamilienhäuser mit 26,2 Prozent einen neuen Höchstwert und übertraf damit sowohl das Vorjahresniveau (25,4 %) als auch den Jahreswert 2024 (26,1 %). Noch nie wurde anteilig so häufig auf Holz-Fertighäuser gesetzt. Seit 2020 ist der Anteil von 22,2 % deutlich gewachsen, vor rund 25 Jahren lag er erst bei 13,5 %.
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– Fertigbauquote neu genehmigter Ein- und Zweifamilienhäuser H1 2025: 26,2 %.
– Anteil höher als H1 2024 (25,4 %) sowie Gesamtjahr 2024 (26,1 %).
– 6.362 von 24.305 genehmigten Häusern H1 2025 waren Fertighäuser.

Fertigbau erreicht neuen Spitzenwert bei Ein- und Zweifamilienhäusern

Im ersten Halbjahr 2025 liegt der Anteil der Holz-Fertighäuser bei den neu genehmigten Ein- und Zweifamilienhäusern mit 26,2 Prozent erstmals auf einem Rekordniveau. Damit übersteigt die Fertigbauquote den Wert aus dem Vorjahr von 25,4 Prozent sowie den des Gesamtjahres 2024 mit 26,1 Prozent. Die Zahlen verdeutlichen, dass der Holz-Fertigbau in einem anspruchsvollen Marktumfeld weiter an Bedeutung gewinnt.

Im Vergleich mit früheren Jahren fällt die Entwicklung besonders markant aus: Noch vor fünf Jahren lag der Anteil der Fertigbauten bei nur 22,2 Prozent, um die Jahrtausendwende sogar lediglich bei 13,5 Prozent. „Noch nie wurden anteilig mehr Holz-Fertighäuser genehmigt als jetzt“, betont der Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF) und unterstreicht damit die steigende Nachfrage und Akzeptanz dieser Bauweise.

Die aktuellen Zahlen basieren auf amtlichen Genehmigungsdaten, denen von Januar bis Juni 2025 insgesamt 6.362 Fertighäuser von insgesamt 24.305 neu genehmigten Ein- und Zweifamilienhäusern gegenüberstehen. Diese Entwicklungen spiegeln eine wachsende Bedeutung des Fertigbaus wider, die sowohl für Bauherren als auch für die Bauwirtschaft eine zentrale Rolle spielt.

Die Fertigbauweise verzeichnet weiterhin ein deutliches Wachstum und erreicht mit einem Anteil von 26,2 Prozent an den neu genehmigten Ein- und Zweifamilienhäusern im ersten Halbjahr 2025 einen neuen Höchststand. Dieser Trend reflektiert grundlegende Veränderungen in der Bau- und Wohnlandschaft, die durch gesellschaftliche, ökologische und wirtschaftliche Faktoren geprägt sind. Das stetige Wachstum der Fertigbauquote seit Beginn des Jahrzehnts – von 22,2 Prozent im Jahr 2020 bis zu aktuell 26,2 Prozent – signalisiert eine nachhaltige Verschiebung gegenüber konventionellen Bauweisen. Welche Hintergründe treiben diesen Aufschwung an, und welche Herausforderungen und Chancen ergeben sich daraus für die Branche und den Immobilienmarkt?

Warum wächst der Fertigbauanteil?

Der Fertigbau punktet vor allem mit einer verkürzten Bauzeit und kalkulierbaren Kosten. Für viele Bauinteressenten ist die Gewissheit attraktiver Finanzierungsbedingungen verbunden mit einer zeitlich zuverlässigen Umsetzung entscheidend. Weitere wesentliche Gründe des Nachfrageanstiegs sind:

  • Ressourceneffizienz und Nachhaltigkeit: Holz als zentraler Baustoff hat eine deutlich bessere CO₂-Bilanz als Beton oder Stahl. Die klimafreundliche Bauweise entspricht dem wachsenden Umweltbewusstsein vieler Wohnungssuchender.
  • Technologische Fortschritte: Moderne Fertigungsmethoden und digitalisierte Planung ermöglichen präzise und individuelle Lösungen, die auch anspruchsvollen architektonischen Wünschen gerecht werden.
  • Demografische Entwicklungen: Veränderte Wohnbedürfnisse, etwa der Wunsch nach barrierefreiem Wohnen oder flexibel nutzbaren Grundrissen, lassen sich im Fertigbau systematisch und effizient realisieren.
  • Fachkräftemangel im Baugewerbe: Die industrielle Vorfertigung im Werk entlastet die Baustellen und macht die Bauprozesse widerstandsfähiger gegen Personalengpässe.
  • Marktentwicklung und Wohnungsnachfrage: Die anhaltend hohe Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum in vielen Regionen wird durch Fertigbaukonzepte unterstützt, die eine schnellere Umsetzung ermöglichen.

Diese Faktoren verstärken sich gegenseitig und sorgen für eine verstärkte Akzeptanz der Fertigbauweise gegenüber traditionellen Verfahren.

Nachhaltigkeit und Wohntrends

Der Trend zum nachhaltigen Bauen ist integraler Bestandteil der positiven Fertigbauentwicklung. Holz als nachwachsender Rohstoff bietet neben seiner ökologischen Leistungsfähigkeit auch Vorteile für das Wohnklima und die Gesundheit der Bewohner. Die Branche macht diese Stärken sichtbar, indem sie energetisch effiziente und emissionsarme Häuser standardisiert anbietet.

Gleichzeitig richtet sich die Fertigbauweise zunehmend an veränderte Lebensstile: Flexibilität, Anpassbarkeit und kurze Bauzeiten gewinnen an Bedeutung. Die Pandemie hat den Wunsch nach wohnortnahen Rückzugsorten verstärkt und den Trend zum individuellen Eigenheim befeuert – hier kommt Fertigbau als attraktive Alternative zu herkömmlichen Bauverfahren zum Zug.

Zentrale Herausforderungen für die Zukunft

Trotz der dynamischen Entwicklung stehen Unternehmen und Kunden vor mehreren Herausforderungen:

  • Die Sicherstellung weiterhin hoher Qualitätsstandards bei steigender Nachfrage ist essenziell, um das Vertrauen der Bauherren zu erhalten.
  • Die Baukosten und Materialpreise müssen stabilisiert werden, um Fertigbau für breite Bevölkerungsschichten erschwinglich zu halten.
  • Politische Rahmenbedingungen, darunter Förderprogramme und Bauvorschriften, müssen sich an den spezifischen Anforderungen des Fertigbaus orientieren.
  • Fachkräftemangel und Logistik bleiben kritische Punkte, die durch Innovation und Digitalisierung gemildert werden sollten.

Neben diesen Herausforderungen bieten sich auch Chancen, etwa durch Integration neuer Energietechnologien oder die Erweiterung modularer Konzepte für urbane Verdichtung.

Der Fertigbau steht insgesamt für eine nachhaltige Transformation des Baugewerbes, die sowohl ökologische als auch ökonomische Aspekte berücksichtigt. Die weitere Entwicklung wird davon abhängen, wie gut die Branche die komplexen Anforderungen an Qualität, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit ausbalanciert und in neue Wohnrealitäten übersetzt.

Die Informationen und Zitate in diesem Beitrag basieren auf einer Pressemitteilung des Bundesverbands Deutscher Fertigbau e.V.

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