Fachkräftemangel gefährdet Mittelstand: Handlungsbedarf dringend

Berlin, 15. Mai 2024 – Eine bedrohliche Welle des Fachkräftemangels durch das altersbedingte Ausscheiden von Schlüsselkräften rollt auf den deutschen Mittelstand zu. Laut einer frischen Umfrage des Bundesverbandes der mittelständischen Wirtschaft (BVMW) sehen fast die Hälfte der Mittelständler (47,85 Prozent) ihre Existenz durch diesen Trend gefährdet. Christoph Ahlhaus, Bundesgeschäftsführer des BVMW, schlägt Alarm: "Das Ausscheiden von Millionen Beschäftigten in den Ruhestand stellt insbesondere kleine und mittlere Unternehmen vor immense Herausforderungen." In dieser kritischen Phase fordert er Entschlossenheit von allen Seiten: Politik, Wirtschaft und Gesellschaft müssen nun Hand in Hand arbeiten, um Deutschlands wirtschaftlichen Niedergang abzuwenden und Lösungen für den akuten Mangel an Fach- und Arbeitskräften zu finden.

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Bremen (VBR). In einer Wirtschaftswelt, die sich rasant verändert und von Technologie durchdrungen ist, mag es leicht sein, die menschliche Komponente zu übersehen. Doch der deutsche Mittelstand, das Rückgrat unserer Wirtschaft, steht vor einem schleichenden Problem, das tiefgreifender ist als jede technologische Revolution: Fast die Hälfte seiner Akteure sieht sich einer existentiellen Bedrohung gegenüber, nicht wegen KI oder Digitalisierung – sondern wegen des Ausscheidens erfahrener Wissens- und Leistungsträger ins Rentenalter.

Der Bundesverband der mittelständischen Wirtschaft (BVMW) hat Alarm geschlagen. Christoph Ahlhaus, der Bundesgeschäftsführer, formuliert es unmissverständlich: „Der Fach- und Arbeitskräftemangel in Deutschland ist der Wachstums- und Wohlstandskiller Nummer 1.“ In einer Zeit, in der kleine und mittlere Unternehmen bereits von vielfältigen Herausforderungen gebeutelt sind, könnte die zunehmende Rente Millionen wichtiger Beschäftigter die Krise verschärfen.

Es ist eine Situation, die mutige und entschlossene Gegenmaßnahmen erfordert. „Wenn wir den drohenden Kollaps ganzer Branchen verhindern wollen, müssen wir wieder mehr und länger arbeiten“, so Ahlhaus. Er plädiert dafür, Debatten um die 4-Tage-Woche, die Rente mit 63 und die nach seiner Ansicht zu schwachen steuerlichen Anreize für Rentner, die weiterarbeiten möchten, kritisch zu hinterfragen. Dies sind keine einfachen Vorschläge in einer Welt, die zunehmend nach Balance zwischen Arbeit und Leben strebt.

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Das Herzstück von Ahlhaus‘ Forderung aber ist die branchenübergreifende Zusammenarbeit zur Bekämpfung dieser Krise. Die deutsche Wirtschaftsleistung hängt davon ab, dass Politik, Unternehmen und Gesellschaft Hand in Hand arbeiten. Innovative Lösungsansätze müssen her: seien es Vereinfachungen bei der Fachkräfteeinwanderung, Maßnahmen zur besseren Integration von Frauen in den Arbeitsmarkt, Qualifizierungsinitiativen oder attraktivere Rahmenbedingungen für die Generation 50+ sowie für Ruheständler, die ihre Karrieren fortsetzen wollen.

Die Umfrageergebnisse, die der BVMW präsentiert, zeichnen ein Bild engagierter mittelständischer Unternehmen, die bereit sind, ihren Teil beizutragen. Fast 40 Prozent bekunden eine hohe Bereitschaft, Arbeitskräfte jenseits der 50 einzustellen. Und noch bemerkenswerter ist, dass mehr als die Hälfte der Firmen angibt, dass das Alter eines Bewerbers bei Einstellungsentscheidungen keine Rolle spielt – ein starkes Zeugnis für den Wert der Erfahrung und der Diversität am Arbeitsplatz.

Wir stehen an einem Wendepunkt, an dem der Dialog und das Handeln so wichtig sind wie nie zuvor. Die Herausforderungen sind gewaltig, doch die Expertise und das Engagement der deutschen Mittelstandsakteure könnten den Unterschied ausmachen. Die Beiträge und Strategien des Mittelstands sind dabei nicht nur für die betroffene Branche, sondern für die gesamte Gesellschaft von essenzieller Bedeutung. Es geht um unser aller Zukunft – um Wachstum, Wohlstand und die nachhaltige Sicherung unserer wirtschaftlichen Grundlagen.

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Rentenwelle: Jeder Zweite Mittelständler fürchtet um seine Existenz

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Meldung einfach erklärt

Fast jeder zweite kleine oder mittlere Betrieb in Deutschland hat Angst davor, wichtiges Wissen und wichtige Mitarbeiter zu verlieren, weil diese in Rente gehen. Das hat eine Umfrage gezeigt.

– Warum ist das ein Problem?

Weil kleine und mittlere Betriebe dann nicht mehr so gut arbeiten können. Es fehlen ihnen die Fachleute und Arbeiter. Das macht es schwer für die Betriebe, weiter Geld zu verdienen und für ihre Mitarbeiter zu sorgen.

– Was sagt der Bundesgeschäftsführer des Mittelstands, Christoph Ahlhaus, dazu?

Er findet, dass der Mangel an Fachkräften und Arbeitern das größte Problem ist. Er sagt, dass die Politik etwas dagegen tun muss, besonders wenn viele Beschäftigte bald in Rente gehen.

– Was sollte die Politik machen?

Laut Ahlhaus sollten wir alle mehr und länger arbeiten. Dinge wie die 4-Tage-Woche und die Rente mit 63 sollten überdacht werden. Es braucht auch bessere Gründe für Rentner, weiter zu arbeiten.

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– Wie kann man das Problem lösen?

Es braucht die Hilfe von allen – der Politik, den Betrieben und der Gesellschaft. Zum Beispiel:
1. Einfacher machen, dass Fachkräfte aus anderen Ländern hierher kommen können.
2. Mehr Frauen sollen arbeiten.
3. Mehr Ausbildung und Weiterbildung anbieten.
4. Bessere Bedingungen für ältere Leute und Rentner, die weiterarbeiten wollen.

– Sind die mittelständischen Unternehmen bereit, zu helfen?

Ja, viele sind dazu bereit. Fast 40 Prozent der befragten Betriebe haben gesagt, dass sie gerne Menschen über 50 einstellen würden. Mehr als die Hälfte meinte, dass das Alter bei der Einstellung keine Rolle spielt.

– Kontakt:

Bei Fragen kann man sich an Lutz Kordges wenden. Er ist bei der Adresse Potsdamer Straße 7 in 10785 Berlin erreichbar. Seine Telefonnummer ist 030 533206-302 und seine E-Mail ist presse@bvmw.de.

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Rentenwelle: Jeder Zweite Mittelständler fürchtet um seine Existenz

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Feuerwehr begeistert 155.000 Besucher beim Demokratiefest

Zum 75. Jubiläum des Grundgesetzes feierte die Bundesregierung am 23. Mai ein großes Demokratiefest in Berlin, das rund 155.000 Besucher anzog. Der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) präsentierte im Spreebogenpark seine Demokratie- und Vielfaltsarbeit und erhielt dabei Unterstützung von der Berliner Feuerwehr. Höhepunkte waren unter anderem der Besuch von Bundeskanzler Olaf Scholz und internationale Gäste wie Präsident Emmanuel Macron. Verschiedene Rettungsorganisationen nutzten die Gelegenheit, ihre gemeinsame Erklärung für Demokratie und Vielfalt bekannt zu machen, während zahlreiche politische Diskussionen und kulturelle Darbietungen das vielfältige Programm bereicherten.

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Tarifeinigung im Baugewerbe: Mehr Lohn und Angleichung

Berlin (ots) – In der deutschen Baubranche zeichnet sich ein bedeutender Durchbruch ab: Nach intensiven Verhandlungen haben die Tarifvertragsparteien, darunter die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt, der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie und der Zentralverband Deutsches Baugewerbe, einen Einigungsvorschlag zur Lösung des Tarifkonflikts erarbeitet. Der Vorschlag sieht gestaffelte Lohn- und Gehaltserhöhungen sowie eine Anhebung der Ausbildungsvergütungen vor, um somit auch die Ost-West-Angleichung zu beschleunigen. Bis zum 14. Juni 2024 müssen die zuständigen Gremien diesem Kompromiss zustimmen, während bis dahin alle Arbeitskampfmaßnahmen ausgesetzt werden.

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ver.di begrüßt Rentenpaket II – Sicherheit für Versicherte

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) begrüßt die kürzlich im Bundeskabinett beschlossenen Änderungen des Rentenpakets II als einen Schritt in die richtige Richtung, fordert jedoch langfristig weitere Verbesserungen. Der ver.di-Vorsitzende Frank Werneke betonte die Notwendigkeit einer Anhebung des Rentenniveaus auf über 50 Prozent, um Altersarmut effektiv zu bekämpfen. Gleichzeitig kritisierte er scharf die geplante Einführung der Aktienrente als eine Fehlentwicklung und einen Angriff auf das bewährte umlagefinanzierte System.

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Baubranche erzielt Einigung: Löhne steigen ab Mai 2024

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Soziale Vermieter warnen: Klimaschutz bedroht bezahlbares Wohnen

Angesichts steigender Umweltauflagen: Norddeutsche Wohnungsunternehmen warnen vor Ende des bezahlbaren Wohnens in Hamburg

Am Mittwoch hat der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V. (VNW) auf seiner Jahrespressekonferenz in Hamburg eine düstere Prognose abgegeben: Steigende Umweltschutzauflagen und schwerwiegende Fehler in der Klimaschutzpolitik könnten das bezahlbare Wohnen bedrohen. „Die aktuellen Schutzauflagen und handwerklichen Fehler gefährden das bezahlbare Wohnen in Hamburg“, sagte VNW-Direktor Andreas Breitner. Besonders Menschen mit mittlerem und geringem Einkommen stünden vor erheblichen finanziellen Belastungen, die den sozialen Frieden bedrohen könnten. Die soziale Frage verliert an Brisanz; dringliche Investitionen von rund 40 Milliarden Euro bis 2045 sein, um Wohnungen klimaneutral zu gestalten, seien kaum realisierbar, ohne die Wohnkosten massiv zu erhöhen.

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