Bremen (VBR). Die deutschen Exporte zeigen erneut einen Rückgang, da sowohl im europäischen Binnenmarkt als auch im In- und Ausland die notwendigen Impulse für ein kräftiges Wachstum fehlen. Diese Entwicklung kommt nicht überraschend angesichts der anhaltenden Inflation und der straffen Geldpolitik großer Notenbanken. Auch der Ukrainekrieg und die damit verbundenen politischen und wirtschaftlichen Folgen wirken sich negativ aus. Hinzu kommen die anhaltenden geopolitischen Spannungen zwischen den USA und China sowie die Diskussion um wettbewerbsfähige Standortbedingungen. All dies trägt dazu bei, dass Händler und Investoren keine Zuversicht haben und keine Aufbruchstimmung entsteht, kommentiert Dr. Dirk Jandura, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), die aktuelle Exportentwicklung.
Laut dem Statistischen Bundesamt sind die deutschen Exporte im Oktober 2023 im Vergleich zum Vormonat kalender- und saisonbereinigt erneut um 0,2 % gesunken, während die Importe um 1,2 % zurückgingen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Oktober 2022 sind die Exporte vorläufigen Ergebnissen zufolge um 8,1 % gesunken und die Importe um 16,3 %.
Um die aktuellen Herausforderungen zu bewältigen, hofft Dr. Jandura, dass Europa die „window of opportunity“ nutzt und das Mercosur-Abkommen in diesen Tagen abschließt. Die Chancen für einen erfolgreichen Abschluss waren nie größer. Gleichzeitig fordert er die Bundesregierung auf, mit Paris zusammenzuarbeiten, um letzte Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Das Abkommen wird in Zukunft die Rechtssicherheit erhöhen und den Austausch von Gütern und Dienstleistungen sowie Investitionen fördern. Angesichts der Schwäche des Binnenmarktes ist dies von großer Bedeutung, betont Jandura abschließend.
Der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) setzt sich für die Interessen seines Mitglieder ein, die im Großhandel, im Außenhandel und im Dienstleistungsbereich tätig sind. Der Verband vertritt die Belange der Branche gegenüber Politik, Medien und der Öffentlichkeit.
Die aktuellen Daten zu den deutschen Exporten zeigen, dass die mangelnden Impulse im In- und Ausland weiterhin ein Hindernis für ein starkes Exportwachstum darstellen. Die geopolitischen Spannungen, die anhaltende Inflation und der Ukrainekrieg sind nur einige der Faktoren, die diese Entwicklung beeinflussen. Es bleibt abzuwarten, ob das geplante Mercosur-Abkommen und weitere Maßnahmen dazu beitragen können, das Exportgeschäft anzukurbeln und die Wirtschaft wieder zu stärken.
Quelle: BGA Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V.
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Exportentwicklung erneut negativ – fehlende Impulse im Binnenmarkt
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