EU: Kinderrechte statt Grenzverschärfung stärken

Zunehmende Humanitäre Krise an der Polnisch-Belarussischen Grenze: terre des hommes Drängt auf EU-Handeln

Berlin/Osnabrück (ots) – Angesichts der sich verschärfenden Lage an der polnisch-belarussischen Grenze fordert die Kinderrechtsorganisation terre des hommes Deutschland e.V. die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten dringend zum Handeln auf. Eine geplante Sperrzone von Seiten der polnischen Regierung drohe, die humanitäre Situation deutlich zu verschlechtern und kritischen Helfern den Zugang zu verwehren. Mindestens 36 unbegleitete Kinder sind bereits betroffen. "Jedes Kind hat das Recht auf ein Leben in Würde", mahnt Annika Schlingheider von terre des hommes.

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Presse /news Verbandsnachrichten

Bremen (VBR).

Die Lage an der polnisch-belarussischen Grenze wird zunehmend kritischer: terre des hommes fordert dringend Maßnahmen von der EU und ihren Mitgliedstaaten, um die Menschen- und Kinderrechte zu wahren, besonders im Hinblick auf die bevorstehenden Europawahlen.

terre des hommes Deutschland e.V. verurteilt das Vorhaben der polnischen Regierung, eine neue Sperrzone an der Grenze zu Belarus zu errichten. Diese Zone würde die ohnehin schwierige humanitäre Situation weiter verschlechtern, indem sie den Zugang für Menschenrechtsaktivistinnen, Journalistinnen und humanitäre Helfer*innen verwehrt, die versuchen, schutzbedürftige Kinder und Familien zu erreichen.

Maria Ksiazak von der International Humanitarian Initiative Foundation berichtet von mindestens 36 unbegleiteten Kindern, die derzeit an der Grenze feststecken. „Ich konnte mit ihnen reden, kenne ihre Ängste und Nöte“, erklärt Ksiazak. Doch eine drohende neue Verordnung könnte den Zutritt um weitere 200 Meter einschränken und jeglichen direkten Kontakt verhindern.

Ein 5,5 Meter hoher Zaun, neuerdings mit messerscharfem Draht verstärkt, trennt die Kinder in EU-Gebiet von der Unterstützung, die sie dringend benötigen. „Hinter diesem Zaun sieht man Kinder ausharren. Wir sehen auch eine Tür im Zaun, die für illegale Pushbacks auf die belarussische Seite benutzt wird“, sagt Ksiazak. „Wir fordern, dass diese Tür nach Europa für die Kinder geöffnet wird.“

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Annika Schlingheider von terre des hommes betont: „Sowohl die polnische Regierung als auch die EU und ihre Mitgliedstaaten müssen Menschen schützen, die in Europa Zuflucht suchen. Jedes Kind hat das Recht auf ein Leben in Würde. Sicherheit und Schutz von Kindern müssen an erster Stelle stehen – egal welcher Herkunft. Weil jedes Kind zählt!“

Ein gemeinsames Statement polnischer Hilfsorganisationen vom 29. Mai 2024 nennt alarmierende Details über Gewalt durch Grenzschutz und Armee gegenüber Menschen, die versuchen, die Grenze zu überqueren. Szenen, die an den Film „Green Border“ von Agnieszka Holland erinnern, zeigen den Einsatz von Tränengas, körperliche Gewalt und die Unterbindung jeglichen Kontakts zur Außenwelt.

Der Bericht von terre des hommes „Vor Mauern und hinter Gittern“ aus dem Jahr 2023 bietet weitere Einblicke in die erschreckenden Bedingungen an den EU-Außengrenzen, wo Kinder und Jugendliche rechtswidrig zurückgeschoben und inhaftiert werden.

Interviews mit Maria Ksiazak auf Englisch und Polnisch sind über Annika Schlingheider von terre des hommes möglich.

Diese Entwicklungen werfen ein beunruhigendes Licht auf die Umsetzung grundlegender Menschenrechte innerhalb der EU und erfordern dringende Aufmerksamkeit und Maßnahmen. Die Zukunft der betroffenen Kinder und ihrer Familien hängt davon ab, dass verantwortliche Institutionen sofort handeln und Lösungen anbieten.

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EU in der Verantwortung: Kinder schützen statt Verschärfung des Grenzschutzes

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Meldung einfach erklärt

  • Datum und Uhrzeit des Beitrags: 07.06.2024 – 16:51
  • Veröffentlicht von: terre des hommes Deutschland e. V.
  • Ort: Berlin/Osnabrück

Was ist das Problem an der polnisch-belarussischen Grenze?

  • An der Grenze gibt es viele Probleme.
  • Die Situation verschärft sich.

Was fordert terre des hommes?

  • Die EU und ihre Mitgliedstaaten sollen Menschen- und Kinderrechte schützen.

Warum ist die Lage an der Grenze kritisch?

  • Die polnische Regierung will eine neue Sperrzone errichten.
  • Diese Zone würde die humanitäre Lage verschlechtern.
  • Menschenrechtsaktivistinnen, Journalistinnen und Helfer*innen könnten nicht mehr in die Gebiete gelangen, wo schutzsuchende Kinder und Familien sind.

Wer ist Maria Ksiazak und was berichtet sie?

  • Maria Ksiazak ist von der International Humanitarian Initiative Foundation.
  • Sie hat mit mindestens 36 unbegleiteten Kindern gesprochen, die an der Grenze festsitzen.
  • Eine neue Verordnung könnte den Zugang zu diesen Kindern weiter einschränken.

Wie sieht die Grenze aus?

  • Es gibt einen 5,5 Meter hohen Zaun mit messerscharfem Draht.
  • Kinder sitzen hinter diesem Zaun auf EU-Gebiet.
  • Eine Tür im Zaun wird für illegale Rückführungen genutzt.
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Was fordert terre des hommes für diese Kinder?

  • Die Tür nach Europa soll für die Kinder geöffnet werden.
  • Jedes Kind hat das Recht auf ein Leben in Würde.
  • Sicherheit und Schutz der Kinder müssen Priorität haben, unabhängig von deren Herkunft.

Zusätzliche Hintergrundinformationen:

  • Verschiedene polnische Hilfsorganisationen berichteten von Gewalt durch Grenzschutz und Armee gegen Kinder und Erwachsene an der Grenze.
  • Gewaltmaßnahmen inkludieren Tränengas, Schläge, Zerstörung von Dokumenten und persönliche Gegenstände.
  • Auf belarussischer Seite werden Menschen misshandelt und ausgebeutet.

Weitere Informationen:

  • terre des hommes-Bericht „Vor Mauern und hinter Gittern – Wie Kinder und Jugendliche an den Außengrenzen der EU rechtswidrig zurückgeschoben und inhaftiert werden“ von 2023 enthält mehr Details zur Lage an den EU-Grenzen.

Pressekontakte:

  • Interviews mit Maria Ksiazak sind auf Englisch und Polnisch möglich.
  • Kontaktperson: Annika Schlingheider, terre des hommes Deutschland e.V.
  • E-Mail: a.schlingheider@tdh.de
  • Telefon: +49 151 14160059

Original-Beitrag von: terre des hommes Deutschland e. V., übermittelt durch news aktuell

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EU in der Verantwortung: Kinder schützen statt Verschärfung des Grenzschutzes

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