EU braucht Plan: Dänemark zeigt den Weg zu pflanzlichen Lebensmitteln

Am 7. Juni 2024 präsentierte ProVeg Deutschland im Rahmen der Smart-Protein-Konferenz in Berlin bahnbrechende Forschungsergebnisse zur Zukunft pflanzenbasierter Nahrungsmittel. Unter Beteiligung renommierter Forschungseinrichtungen und Branchenexperten wurden Erkenntnisse und Empfehlungen präsentiert, die einen Richtungswechsel in der EU-Agrarpolitik anstoßen könnten – weg von emissionsintensiver Tierhaltung hin zur Förderung klimafreundlicher Alternativen. Besonders bemerkenswert ist das Vorbild Dänemarks, das durch einen umfassenden Aktionsplan beispielhaft vorangeht und somit auch andere europäische Länder inspirieren könnte.

Scrollen Sie nach unten um den detaillierten Beitrag und alle Kommentare zu lesen.

Presse /news Verbandsnachrichten

Bremen (VBR). Am 24. Mai 2024 herrschte geschäftiges Treiben in der Kulturbrauerei im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg: Die Abschlusskonferenz des EU-geförderten Smart-Protein-Projekts zog zahlreiche Expert*innen und Interessierte an. Das Fraunhofer IME, Naturland sowie Fachleute von Roland Beans GmbH und Donau Soja gehörten zu den prominenten Vortragenden. Auch wissenschaftliche Teams der Universitäten Bozen, Cork, Gent und Udine beteiligten sich an diesem hochkarätigen Treffen. Über 100 Teilnehmende aus verschiedenen Bereichen zeigten großes Interesse an den präsentierten Erkenntnissen.

Vier Jahre lang hat das Smart-Protein-Konsortium, bestehend aus 32 Institutionen aus 14 Ländern, intensiv geforscht. Ziel war es, neue Wege für die europäische Landwirtschaft hin zu klimaschonenderen und nachhaltiger produzierten Nahrungsmitteln aufzuzeigen. „Gerade Hersteller wollten sich den Abschluss des Smart-Protein-Projekts nicht entgehen lassen“, beobachtete Jens Tuider, Internationaler Strategischer Leiter bei ProVeg Deutschland, der Ernährungsorganisation, die die Konferenz organisierte.

Der Bedarf nach einem Wandel in der Agrarpolitik der Europäischen Union ist klar erkennbar. Momentan fließen 80 Prozent der Mittel der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) in tierische Nahrungsmittelproduktionen, die besonders hohe Treibhausgas-Emissionen verursachen. Dies steht im Widerspruch zur dringenden Notwendigkeit, die Klimakrise zu bekämpfen. Die Zoombildern verdeutlichen den drängenden Handlungsbedarf: Während Tierhaltung in Deutschland rund 70 Prozent der landwirtschaftlichen Emissionen verantwortet, werden pflanzenbasierte Nahrungsmittel noch zu wenig unterstützt.

Doch es gibt positive Signale: Der Bundeshaushalt 2024 sieht erstmals 38 Millionen Euro für die Förderung pflanzlicher, präzisionsfermentierter und zellkultivierter Proteine sowie den nachhaltigen Umbau der Landwirtschaft vor. Diese Summe ist jedoch ein Tropfen auf den heißen Stein im Vergleich zu den Subventionen, die weiterhin in die emissionsintensive Tierhaltung fließen.

Lesen Sie auch:  Stärkster Rückgang der Importpreise: -16,4 % im August 2023 gegenüber Vorjahresmonat

In puncto strategischer Förderung könnte sich die EU einiges von Dänemark abschauen. Ende letzten Jahres hat die dänische Regierung einen Aktionsplan für pflanzenbasierte Nahrungsmittel eingeführt. Dieser Plan umfasst Maßnahmen wie die Förderung pflanzenbasierten Konsums in öffentlichen Kantinen, spezifische Ausbildungen für Fachkräfte und gezielte Exportaktivitäten. Sollten diese Maßnahmen erfolgreich sein, könnte allein eine kleine Marktpräsenz Dänemarks weltweit zu zehntausenden neuen Arbeitsplätzen führen – Potenzial, das auch Deutschland nutzen könnte.

Die Forschungsergebnisse des Smart-Protein-Projekts bieten umfassende Erkenntnisse und praktische Anleitungen. Mit 24 wissenschaftlichen Artikeln, vier Markt- und Verbraucherstudien sowie zahlreichen Merkblättern und Online-Seminaren liefert das Projekt wertvolles Wissen, das europaweit Anwendung findet. Allein die länderspezifischen Verbraucherstudien wurden über 1.300 Mal heruntergeladen, was das große Interesse und die Relevanz dieser Informationen unterstreicht.

Ein entscheidender Punkt ist dabei das Verhalten der Verbraucherinnen und Verbraucher. Eine Mehrheit in Europa reduziert aktiv ihren Fleischkonsum. In Deutschland liegt dieser Anteil sogar bei 59 Prozent, acht Prozentpunkte mehr als 2021. Dies zeigt, dass Bevölkerung und Markt bereit für den Wechsel hin zu pflanzenbasierten Alternativen sind – vorausgesetzt, die politischen Rahmenbedingungen stimmen.

„Die EU sollte sich am dänischen Vorbild orientieren“, betont Tuider. Es braucht eine klare Strategie und mehr finanzielle Unterstützung für pflanzenbasierte Nahrungsmittel, um die notwendige Transformation der Landwirtschaft voranzutreiben. Nur so können wir sicherstellen, dass unser Ernährungssystem klimafreundlicher wird und Zukunftsperspektiven schafft.

Lesen Sie auch:  OTWorld 2024: Innovation und Zukunft der Orthopädietechnik

Diese Erkenntnisse und Forderungen bilden die Grundlage für einen Appell an die politischen Entscheidungsträgerinnen und -träger in der EU: Handelt jetzt, bevor es zu spät ist. Denn nur durch die Förderung nachhaltiger Ansätze können wir die Herausforderungen unserer Zeit bewältigen und eine lebenswerte Zukunft sichern.


Für weitere Informationen, Pressekontakte, Bilder oder Dokumente geht es hier zur Quelle mit dem Originaltitel:
Smart-Protein-Konferenz: Es geht um die Hülsenfrucht – Warum die EU einen …

Original-Content übermittelt durch news aktuell.

Meldung einfach erklärt

Was ist passiert?

  • Am 7. Juni 2024 fand eine Konferenz zur Smart-Protein-Forschung in Berlin statt.
  • Veranstalter war die Ernährungsorganisation ProVeg Deutschland.

Worum ging es bei der Konferenz?

  • Die Konferenz präsentierte Ergebnisse aus vier Jahren Forschung zu pflanzenbasierten Nahrungsmitteln.
  • Ziel: weg von der Tierhaltung, die viel CO2 verursacht, hin zu klimafreundlichen Nahrungsmitteln.

Warum ist das wichtig?

  • Aktuell unterstützt die EU vor allem tierische Lebensmittel, die viel CO2 verursachen.
  • Pflanzenbasierte Lebensmittel sind besser für das Klima.

Wer war dabei?

  • Organisationen wie Fraunhofer IME und Naturland.
  • Experten für Hülsenfrüchte, z.B. Roland Beans GmbH und Donau Soja.
  • Wissenschaftler verschiedener Universitäten aus Europa.
  • Über 100 Teilnehmer insgesamt.
Lesen Sie auch:  Tag der Rückengesundheit - Dein Kompass zur Stärkung und...

Was wurde erforscht?

  • Das Projekt „Smart Protein“ umfasste 32 Institutionen aus 14 Ländern.
  • Forschung zu Pflanzenzucht, Herstellung und Vielfalt nachhaltiger Proteinquellen.
  • Ergebnisse: wissenschaftliche Artikel, Markt- und Verbraucherstudien, politische Empfehlungen und Merkblätter für Landwirte.

Welche Ergebnisse gab es?

  • Studien zeigen, dass viele Menschen in Europa weniger Fleisch essen.
  • In Deutschland ist der Fleischkonsum seit 2018 um 15 Prozent gesunken.
  • Trotzdem fördert die EU weiterhin massiv die Tierhaltung.

Was braucht die EU?

  • Eine gezielte Strategie zur Förderung pflanzenbasierter Nahrungsmittel.
  • Bessere Finanzierung für pflanzliche Lebensmittel.
  • Inspiration könnten sie sich von Dänemark holen.

Warum ist Dänemark ein Vorbild?

  • Dänemark hat einen Aktionsplan zur Förderung pflanzenbasierter Nahrungsmittel (seit Ende letztem Jahr).
  • Maßnahmen: mehr pflanzenbasierte Angebote in öffentlichen Kantinen, spezielle Ausbildung, Exportförderung, Produktion und Forschung.

Wie kann das anderen Ländern helfen?

  • Mehr pflanzenbasierte Lebensmittel können neue Arbeitsplätze schaffen.
  • Beispiel Dänemark: bis zu 27.000 neue Jobs, wenn sie 1-3% des Weltmarkts erreichen.

Quellen und Kontakt
Für mehr Informationen:

  • Kontakt: Lena Renz, Senior PR Manager ProVeg
  • Email: presse@proveg.org
  • Telefon: +49 176 177 858 52

Über ProVeg:
ProVeg arbeitet daran, das globale Ernährungssystem zu verändern, um die Hälfte der Tierprodukte durch pflanzliche Alternativen bis 2040 zu ersetzen. Sie arbeiten mit wichtigen UN-Organisationen zusammen und haben Büros in 12 Ländern auf 4 Kontinenten. Website: proveg.org/de/

Weitere Nachrichten aus der Verbands- und Vereinswelt finden Sie in unserem Newsportal.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Warum sind eure Kommentare so wertvoll?

Hier ein paar Gründe:

  1. Ihr bringt frischen Wind in die Diskussion und sorgt für abwechslungsreiche Ansichten.
  2. Ihr helft uns, uns selbst zu verbessern und immer am Puls der Zeit zu bleiben.
  3. Gemeinsam lernen wir voneinander und wachsen als Community.
  4. Mit euren Beiträgen bauen wir eine offene und respektvolle Umgebung auf, in der alle Stimmen gehört und geschätzt werden.

 

Jeder Kommentar ist Gold wert, egal ob Lob oder Kritik, zustimmend oder kontrovers. Lasst euren Gedanken freien Lauf und helft uns dabei, diese Community zu einem Ort zu machen, an dem jeder gern vorbeischaut und seine Meinung teilt. Auf geht’s!

 

Smart-Protein-Konferenz: Es geht um die Hülsenfrucht – Warum die EU einen ...

Mehr Infos und News aus der Verbands- und Vereinswelt finden Sie hier in der Übersicht

114 Millionen Menschen auf der Flucht: Rekordzahlen erreichen Krisenlevel

Dramatische Zunahme der weltweiten Flüchtlingskrise fordert dringende Hilfe

Bonn (ots) – Die Zahl der weltweit Geflüchteten hat laut dem UNHCR im September 2023 die Rekordmarke von 114 Millionen Menschen erreicht – darunter erschreckende 43,3 Millionen Kinder. Diese alarmierende Statistik, die sich seit 2013 nahezu verdoppelt hat, ist eine direkte Folge von gewaltsamen Konflikten, Kriegen und den Folgen der Klimakrise. Besonders dramatisch ist die Situation der rund 75,9 Millionen Binnenvertriebenen, die innerhalb ihrer eigenen Länder auf der Flucht sind. In dieser prekären Lage leistet "Aktion Deutschland Hilft" humanitäre Unterstützung bei 178 Projekten weltweit, um das Überleben und die Zukunftsperspektiven von Millionen Betroffenen zu sichern.

Jetzt lesen »

Apothekenreform: Risiko für Arzneimittelversorgung

Berlin (ots) – In einem heute veröffentlichten Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) wird der lange erwartete Referentenentwurf für das "Gesetz für eine Apothekenhonorar- und Apothekenstrukturreform" des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) vorgestellt. Gabriele Regina Overwiening, Präsidentin der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, kritisiert den Entwurf scharf: "Er bedroht die Arzneimittelversorgung der Menschen und ist ein Rückschritt in der apothekerlichen Tätigkeit." Besonders problematisch sei laut Overwiening, dass Apotheken künftig auch ohne fachkundige Apotheker Medikamente abgeben dürften, was nicht nur auf große Bedenken trifft, sondern als ein schwerer Tabubruch gesehen wird.

Jetzt lesen »

Erneuter Baustopp für Gasbohrungen vor Borkum erfolgreich

Den Haag, 12. Juni 2024 – Ein Triumph für Klima- und Naturschutz:
Das höchste niederländische Gericht in Den Haag hat erneut den Baustopp für die umstrittenen Gasbohrungen vor Borkum verlängert. Nach einem Eilantrag der Deutschen Umwelthilfe (DUH) und ihrer Partner dürfen bis zur finalen Entscheidung keine Arbeiten erfolgen. Diese Entwicklung bedeutet einen erheblichen Sieg für den Schutz des UNESCO-Weltnaturerbes Wattenmeer und das maritime Ökosystem. Die DUH fordert nun die niedersächsische Landesregierung auf, keine Genehmigungen mehr zu erteilen und bereits bestehende zu widerrufen.

Jetzt lesen »

ZIA-Innovationsradar 2024: Bewerbungsphase für kreative Ideen gestartet

Bewerbungsphase für ZIA-Innovationsradar 2024 gestartet

Berlin, 12. Juni 2024 – Startschuss für das ZIA-Innovationsradar 2024: Der Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss e.V., lädt ab sofort Startups, etablierte Unternehmen sowie Städte und Gemeinden ein, ihre Best-Practice-Innovationen einzureichen. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 11. August 2024. „Kreative Ideen transformieren unsere Branche“, betont Aygül Özkan, Hauptgeschäftsführerin des ZIA. Mit KPMG als neuem starken Partner setzt der Wettbewerb auf wegweisende Lösungen, die die Zukunft der Immobilienwirtschaft gestalten sollen. Die herausragendsten Innovationen werden am 12. November 2024 auf dem ZIA-Innovationskongress in Berlin prämiert.

Jetzt lesen »

FREIE WÄHLER verlangen verpflichtendes Gesellschaftsjahr

Noch keine 1:1 Übernahme, trotzdem Einführung: Am 12. Juni 2024 äußerte sich Joachim Streit, zukünftiger Europaabgeordneter der FREIEN WÄHLER, zum neuen Konzept einer Wehrpflicht und einem verpflichtenden Gesellschaftsjahr. Junge Menschen sollen so die Möglichkeit erhalten, der Gesellschaft und dem Staat aktiv etwas zurückzugeben. Eine Maßnahme, die laut Streit, den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken und die Demokratie festigen soll. Verteidigungsminister Pistorius’ Entscheidung für ein neues Wehrpflichtmodell bekommt breite Unterstützung – und fordert zugleich eine Erhöhung des Wehretats sowie bessere Arbeitsbedingungen in der Bundeswehr.

Jetzt lesen »

DLRG Trophy: 200 Rettungsschwimmer starten in Haltern am See

DLRG Trophy 2024: Über 200 Rettungsschwimmer treten in Haltern am See an

Am 15. Juni verwandeln mehr als 200 Rettungssportler der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) das Strandbad im Halterner Stausee in eine Arena voller Wettkampfatmosphäre. Zu Beginn der DLRG Trophy 2024 werden Athleten aus 25 verschiedenen Vereinen um den begehrten Tagessieg kämpfen. Besonderes Augenmerk gilt den Titelverteidigern aus Lüneburg sowie starken Teams aus Harsewinkel und Halle an der Saale. Besucher sind herzlich eingeladen, die spannenden Wettbewerbe mitzuerleben und die Sportler lautstark zu unterstützen.

Jetzt lesen »

BGA kritisiert Ausgleichszölle auf chinesische E-Autos

Berlin (ots) – 12. Juni 2024 – Das brisante Thema der EU-Zölle auf chinesische Elektroautos sorgt für hitzige Debatten. Dr. Dirk Jandura, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), lehnt politisch motivierte Maßnahmen zur Abschottung des EU-Marktes entschieden ab und warnt vor den weitreichenden Konsequenzen solcher Entscheidungen. Vorläufige Ausgleichszölle könnten Gegenmaßnahmen auslösen und unbeteiligte Unternehmen in Mitleidenschaft ziehen. Jandura fordert zudem mehr Transparenz und eine ernsthafte Prüfung, ob zusätzliche Zölle die gesamten Interessen der EU vertreten oder nur protektionistische Ziele verfolgen. Er betont die Notwendigkeit neuer Freihandelsabkommen, wie beispielsweise das lange erwartete MERCOSUR-Abkommen, um den Handel zu erleichtern und protektionistischen Tendenzen weltweit entgegenzuwirken.

Jetzt lesen »

PKV wächst stark: Fast jeder zweite ist privatversichert

Berlin (ots) – Inmitten wirtschaftlicher Unsicherheiten verzeichnet die Private Krankenversicherung (PKV) ein beachtliches Wachstum: Die Anzahl der Versicherungen stieg im vergangenen Jahr um 432.700 auf beeindruckende 38,3 Millionen. „Fast jeder zweite Bundesbürger ist nun privatversichert," verkündete Thomas Brahm, Vorsitzender des PKV-Verbandes, auf der Jahrestagung in Berlin. Besonders bemerkenswert sei auch der Zuwachs bei den Zusatzversicherungen und der Trend, dass immer mehr Menschen von der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zur PKV wechseln. Mit diesen Entwicklungen unterstreicht die PKV ihre Rolle als stabiler Partner für eine umfassende gesundheitliche Vorsorge.

Jetzt lesen »

Pharmatempo für Gen- und Zelltherapien erhöhen

Berlin (ots) – Am 12. Juni 2024 wurde ein entscheidender Meilenstein für die deutsche Gesundheitsforschung erreicht: Die Nationale Strategie für Gen- und Zelltherapien (GCT) wurde an die Bundesregierung übergeben. Dr. Kai Joachimsen, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Pharmazeutischen Industrie (BPI), betont die Bedeutung einer zügigen Umsetzung im Rahmen der Pharmastrategie, um international wettbewerbsfähig zu bleiben. Mit konkreten Maßnahmen in Kooperation mit Wissenschaft, Wirtschaft und Politik sollen Deutschlands Stärken im Bereich der innovativen Therapien ausgebaut und die Versorgung schwerkranker Patienten verbessert werden.

Jetzt lesen »

„Psychotherapie-Kongress in Berlin: 1.500 Experten erwartet“

Berlin, 12. Juni 2024 – Heute beginnt der 3. Deutsche Psychotherapie Kongress (DPK) im Estrel Congress Center Berlin unter dem Motto „Licht und Schatten“. Mehr als 1.500 Fachleute aus Wissenschaft, Praxis und Politik werden erwartet, um über die neuesten Erkenntnisse in der psychotherapeutischen Forschung zu diskutieren. Bundesgesundheitsminister Prof. Dr. Karl Lauterbach übernimmt auch dieses Jahr die Schirmherrschaft. Der Kongress, der verschiedene Formate wie Symposien, Round Tables und Workshops umfasst, zielt darauf ab, die Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen zu verbessern. Besondere Beachtung finden dabei berufspolitische Panels, die sich mit den Herausforderungen in der Ausbildung und Versorgung beschäftigen. Alle Veranstaltungen sind sowohl vor Ort als auch per Livestream zugänglich, was eine umfangreiche Teilnahme ermöglicht.

Jetzt lesen »

Geheimpreise: Milliardenverluste belasten Gesundheitsversorgung

Am 12. Juni 2024 warnte Dr. Carola Reimann, Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, während einer Anhörung im Gesundheitsausschuss eindringlich vor drohenden Mehrkosten in Milliardenhöhe für die gesetzlichen Krankenkassen (GKV). Grund hierfür seien geheime Erstattungsbeträge, die laut Reimann nicht nur signifikante Kostensteigerungen zur Folge hätten, sondern auch die wirtschaftliche Arzneimittelversorgung erschweren würden. Sie kritisierte den aktuellen Gesetzesentwurf zum Medizinforschungsgesetz als unzureichend und prognostizierte immense finanzielle Belastungen für die Beitragszahlenden der GKV, ohne dass ein entsprechender Nutzen in der Versorgung ersichtlich sei.

Jetzt lesen »

Keine Steuersorgen trotz Rentenerhöhung ab Juli 2024

Am 1. Juli 2024 steht eine bedeutende Rentenerhöhung von 4,57 Prozent bevor, die viele Rentnerinnen und Rentner veranlassen könnte, erstmals eine Steuererklärung abzugeben. Doch diese Möglichkeit muss nicht zwangsläufig zu einer Steuernachzahlung führen. Die Vereinigte Lohnsteuerhilfe e. V. (VLH) klärt auf, unter welchen Bedingungen Rentner steuerpflichtig werden und welche Ausgaben sie geltend machen können – denn oft sind die Steuersorgen unbegründet. Erfahren Sie mehr über den Rentenfreibetrag, die Pflicht zur Abgabe einer Steuererklärung und wie Rentner ihre Steuerlast mindern können.

Jetzt lesen »

Kostenfreie DIN VDE 0132 für Feuerwehreinsätze online abrufbar

Kostenfreie Feuerwehrnorm für sichereren Umgang mit elektrischen Anlagen veröffentlicht

Berlin (ots) – Der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) verkündet eine wichtige Neuerung: Die deutsche Norm DIN VDE 0132 "Brandbekämpfung und technische Hilfeleistung im Bereich elektrischer Anlagen" steht ab sofort kostenfrei im Internet zur Verfügung. Diese maßgebliche Richtlinie, die essenzielles Wissen zu Mindestabständen bei elektrischen Anlagen sowie zu Elektromobilität, Lithium-Ionen-Energiespeichern und Photovoltaikanlagen enthält, ist jetzt direkt zugänglich. Dies stellt einen bedeutenden Fortschritt für Feuerwehrkräfte dar, wie der Branddirektor Björn Maiworm betont, da die Norm bislang verpflichtend nur über Lehrunterlagen verfügbar war. Die umfassende Verfügbarkeit dieser Informationen soll die Sicherheit und Effektivität im Einsatz deutlich erhöhen.

Jetzt lesen »

ver.di: Krankenhausreform für wohnortnahe, hochwertige Versorgung

Krankenhausreform gefordert: Ver.di drängt auf Qualität und Entökonomisierung

Am heutigen Mittwoch, den 12. Juni 2024, beginnt in Lübeck-Travemünde die Gesundheitsministerkonferenz, zu der die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) dringende Forderungen nach einer umfassenden Krankenhausreform erhebt. Im Mittelpunkt stehen eine wohnortnahe, hochwertige Versorgung und die Einlösung des Versprechens zur Entökonomisierung des Gesundheitswesens. Ver.di-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler betont die Notwendigkeit einer gerechten Einigung zwischen Bund und Ländern für bessere Arbeitsbedingungen in Krankenhäusern und kritisiert die finanziellen Herausforderungen, die viele Kliniken an den Rand der Insolvenz treiben.

Jetzt lesen »

ver.di ruft zu neuem Streik in Bremerhavener Seehafen auf

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat die Beschäftigten der Seehäfen in Bremerhaven für Mittwoch, den 12. Juni 2024, zu einem ganztägigen Streik aufgerufen. Die Arbeitsniederlegung beginnt um 6:00 Uhr morgens und soll bis in den späten Abend andauern. Hintergrund des Streiks ist das Fehlen eines verhandlungsfähigen Angebots seitens der Arbeitgeber, vertreten durch den Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS). Ver.di fordert eine deutliche Erhöhung der Stundenlöhne, um den gestiegenen Lebenshaltungskosten gerecht zu werden, während der bisherige Verlauf der Verhandlungen ergebnislos blieb. Bereits in den vergangenen Tagen hatten Beschäftigte in Hamburg und Bremen ihre Arbeit niedergelegt, um Druck auf die Arbeitgeber auszuüben.

Jetzt lesen »

Facebook
Twitter
LinkedIn
WhatsApp
Telegram
Email
Drucken
XING