EU-Biotech braucht Aktionsplan: Mehr Tempo & konkrete Schritte

Berlin, 20. März 2024: In einer aktuellen Stellungnahme kritisiert der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V. (BPI) die von der Europäischen Kommission vorgelegte Biotechnologie-Strategie als unzureichend. Dr. Kai Joachimsen, Hauptgeschäftsführer des BPI, fordert entschlosseneres Handeln und konkrete Maßnahmen, um Europas Position im globalen Wettbewerb der Biotechnologiebranche zu stärken. Laut Joachimsen muss Biotechnologie als Schlüssel für die Gesundheitsversorgung in Europa erkannt werden, um Innovationspotenziale voll auszuschöpfen und den Standort nachhaltig zu sichern.

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Bremen (VBR). Berlin, 20. März 2024 – Europas Biotechnologiesektor steht an einem Wendepunkt. Während die Europäische Kommission ihre neue Biotechnologie-Strategie vorstellt, fordert Dr. Kai Joachimsen, der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Pharmazeutischen Industrie e.V. (BPI), entschlossene Schritte statt bloßer Evaluierungen. Laut Joachimsen muss Europa schnell und entschieden agieren, um im globalen Wettbewerb nicht ins Hintertreffen zu geraten. “Statt nur Überprüfungen und Evaluierungen brauchen wir mehr konkrete Maßnahmen für Patientinnen und Patienten in Europa”, erklärt er. Dies zeige den dringenden Bedarf, den Biotechnologiesektor als Motor der Gesundheitsversorgung zu stärken.

Biotechnologie ist in der Tat eine treibende Kraft in der Gesundheitsbranche. Mit einem steigenden Anteil biotechnologisch hergestellter biologischer Arzneimittel (Biopharmazeutika) bei den innovativen Therapien, betont Joachimsen die Bedeutung dieser Branche für Europa. In Deutschland allein arbeiten 776 Unternehmen in diesem Bereich, beschäftigen rund 34.400 Mitarbeiter und investierten im Jahr 2022 mehr als drei Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung. Diese Zahlen verdeutlichen, wie kritisch die Biotechnologie für die Wirtschaft und die Gesundheitsversorgung ist.

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Die von der EU-Kommission vorgestellte Strategie adressiert mehrere Schlüsselbereiche, die das Potenzial haben, den Biotechnologiesektor in Europa zu stärken, einschließlich Transfer, Produktion, Steuervorteile, Regulierung, Schutz geistigen Eigentums, Fachkräftegewinnung sowie Kooperationen und Finanzierung. Doch eine wichtige Lücke in der Strategie ist der schnelle Marktzugang von in der EU produzierten Biotech-Gütern – eine entscheidende Komponente für den Erfolg des Sektors, auf die nur unzureichend eingegangen wird.

Joachimsen betont die Notwendigkeit einer rascheren und umfassenderen Umsetzung der EU-Pläne, um Europas Wettbewerbsfähigkeit auf dem globalen Markt zu sichern und auszubauen. Diese Forderung spiegelt die Dringlichkeit wider, mit der Europa seine Position als führende Kraft in der Biotechnologie festigen muss, indem es nicht nur Strategien entwirft, sondern diese auch zügig und effektiv umsetzt.

Die Biotechnologie ist nicht nur ein Kernstück der pharmazeutischen Industrie, sondern auch ein kritischer Faktor für die Verbesserung der Gesundheitsversorgung und die Sicherung der Zukunftsfähigkeit Europas. Der Aufruf zu entschiedenen Maßnahmen unterstreicht die Rolle der Biotechnologie als wesentlicher Teil der Lösung für einige der dringlichsten gesundheitlichen Herausforderungen unserer Zeit.

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Während die Europäische Kommission Schritte unternimmt, um den Biotechnologiesektor zu unterstützen, bleibt es entscheidend, dass solche Strategien in konkrete Maßnahmen umgesetzt werden, die einen spürbaren Unterschied machen. Für Patientinnen und Patienten in Europa, und für die langfristige Wettbewerbsfähigkeit des Kontinents, muss die Biotechnologie im Zentrum dieser Anstrengungen stehen.

Pressekontakt:
Andreas Aumann (Pressesprecher),
Tel. 030 27909-123,
aaumann@bpi.de

So zeichnet sich ein Bild von dringend erforderlichen, kraftvollen Schritten, um Europa in der globalen Biotech-Landschaft nicht nur zu behaupten, sondern es als führende Kraft voranzutreiben. Es ist klar, dass die Zeit für zielgerichtete Aktionen jetzt ist, um die Zukunft der Biotechnologie in Europa zu sichern.


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EU-Biotech-Strategie: Der Kommissionsvorschlag braucht einen Booster

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