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Erneuter Baustopp für Gasbohrungen vor Borkum erfolgreich

Den Haag, 12. Juni 2024 – Ein Triumph für Klima- und Naturschutz: Das höchste niederländische Gericht in Den Haag hat erneut den Baustopp für die umstrittenen Gasbohrungen vor Borkum verlängert. Nach einem Eilantrag der Deutschen Umwelthilfe (DUH) und ihrer Partner dürfen bis zur finalen Entscheidung keine Arbeiten erfolgen. Diese Entwicklung bedeutet einen erheblichen Sieg für den Schutz des UNESCO-Weltnaturerbes Wattenmeer und das maritime Ökosystem. Die DUH fordert nun die niedersächsische Landesregierung auf, keine Genehmigungen mehr zu erteilen und bereits bestehende zu widerrufen.

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Presse /news Verbandsnachrichten

Bremen (VBR). Der Kampf um den Schutz des Wattenmeers und seiner empfindlichen Ökosysteme hat einen weiteren bedeutenden Sieg errungen. Vor dem höchsten Gericht in Den Haag setzte die Deutsche Umwelthilfe (DUH) zusammen mit ihren Partnern erneut einen Baustopp für die geplanten Gasbohrungen in der Nordsee vor Borkum durch. Bis zur endgültigen Entscheidung in diesem Eilverfahren bleibt das Vorhaben zum Stillstand gebracht – ein entscheidender Moment im anhaltenden Streit zwischen wirtschaftlichem Profit und Umweltschutz.

Bereits letzte Woche hatten die klagenden Umweltverbände Erfolg, als das Gericht eine erste vorläufige Anordnung verhängte, um die Natur zu schützen. Diese Entscheidung wurde nun noch einmal unterstützt und verlängert. Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH, betonte: “Unsere Siegesserie für Klima- und Meeresschutz setzt sich fort. Wieder konnte der fossile Konzern One-Dyas das Gericht nicht überzeugen. Es bleibt dabei: Die Gasbohrungen vor Borkum in unmittelbarer Nähe zum UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer sind nicht genehmigungsfähig.”

Die DUH fordert von der Landesregierung Niedersachsen klare Konsequenzen aus dieser Entscheidung: Der Konzern soll keine deutsche Genehmigung erhalten, und bereits erteilte Teilgenehmigungen, wie jene für den Bau eines Seekabels, müssten aufgehoben werden. Diese Forderung wird von vielen Umweltaktivisten unterstützt, darunter Bernd Meyerer von der Bürgerinitiative Saubere Luft Ostfriesland, der feststellt: „Heute ist ein guter Tag für die Meeresumwelt und die Schweinswale. Die neu entdeckten Riffe sind vorerst in Sicherheit.“

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Susanne Gerstner vom BUND Niedersachsen hebt ebenfalls die Bedeutung dieses Sieges für den Klimaschutz hervor. Sie kritisiert vergangene Genehmigungsverfahren scharf und fordert Umweltminister Meyer auf, unrechtmäßige Genehmigungen sofort zurückzuziehen.

Das Urteil hat auch über die Grenzen Deutschlands hinaus Eindruck hinterlassen. Faiza Oulahsen von Greenpeace Niederlande äußerte ihre Zufriedenheit mit klaren Worten: „Das ist ein Sieg von Menschen und Natur über fossile Verschmutzer.“ Sie stellte die Frage, warum in Zeiten der Klimakrise überhaupt noch Bohrungen erwogen würden, insbesondere in einer so sensiblen Region wie der Nordsee.

Im Hintergrund dieser Auseinandersetzung steht die Tatsache, dass die ursprüngliche Genehmigung für die Bohrungen im April von der DUH erfolgreich angefochten wurde. Trotzdem reagierte das niederländische Ministerium für Wirtschaft und Klimaschutz unerwartet schnell und erteilte nur einen Monat später eine neue Genehmigung, die ebenfalls rechtlich umstritten ist. Dieser wiederholte Einsatz zeigt die Entschlossenheit der beteiligten Organisationen, gegen jeden Versuch einer neuen fossilen Nutzung unserer Umwelt vorzugehen.

Inmitten all dieser juristischen und politischen Auseinandersetzungen bleibt ein wesentlicher Punkt zentral: der Schutz unserer wertvollsten Ökosysteme. Das Wattenmeer, ein UNESCO-Weltnaturerbe, ist ein einzigartiger Lebensraum, dessen Erhalt oberste Priorität haben muss. Engagierte Akteure wie die DUH und ihre Partner setzen sich unbeirrt dafür ein, diese natürlichen Schätze für kommende Generationen zu bewahren.

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Für weitere Informationen, Pressekontakte, Bilder oder Dokumente geht es hier zur Quelle mit dem Originaltitel:
Weiterer Erfolg für Schutz des Wattenmeers: Deutsche Umwelthilfe erwirkt vor …

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Meldung einfach erklärt

Hier ist eine einfachere Version des Beitrags:

Datum: 12.06.2024 – 15:24

Veröffentlicht von: Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH)

Ort: Den Haag

Worum geht es?
– Ein niederländisches Gericht in Den Haag hat beschlossen, dass die geplanten Gasbohrungen vor der Insel Borkum vorerst nicht stattfinden dürfen.
– Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und andere Organisationen haben einen Baustopp erreicht.

Warum ist das wichtig?
– Es schützt Klima und Natur, besonders das UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer.
– Keine Arbeiten dürfen stattfinden, bis eine endgültige Entscheidung getroffen wird.

Was fordert die DUH?
– Die Landesregierung Niedersachsen soll dem Projekt keine Genehmigung erteilen.
– Die bereits erteilte Teilgenehmigung für den Bau eines Seekabels soll aufgehoben werden.

Was sagen wichtige Personen dazu?
– Sascha Müller-Kraenner (Bundesgeschäftsführer der DUH): Der Baustopp ist ein Erfolg für den Klima- und Meeresschutz. Er möchte, dass das Projekt keine Genehmigung bekommt.
– Bernd Meyerer (Sprecher der Bürgerinitiative Saubere Luft Ostfriesland): Der Baustopp ist gut für die Meeresumwelt und Schweinswale. Er will, dass die Genehmigung für die Kabeltrasse zurückgezogen wird.
– Susanne Gerstner (Landesvorsitzende BUND Niedersachsen): Der Baustopp ist wichtig für den Klimaschutz und das Wattenmeer. Sie fordert, dass eine bestehende Genehmigung für ein Seekabel zurückgenommen wird.
– Faiza Oulahsen (Leiterin Klimaschutz und Energie bei Greenpeace Niederlande): Die Entscheidung ist ein Sieg für Mensch und Natur. Sie fordert ein Verbot von neuer fossiler Infrastruktur.

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Hintergrund:
– Die DUH hat im April eine niederländische Genehmigung für Bohrungen gekippt.
– Einen Monat später erhielt das Ölunternehmen überraschend eine neue Genehmigung.
– Die DUH zweifelt an der Rechtmäßigkeit dieser neuen Genehmigung und hat dagegen rechtliche Schritte eingeleitet.

Link zu einem Foto vom Ort: https://l.duh.de/p240612

Pressekontakt:
– Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer: 0160 90354509, mueller-kraenner@duh.de
– DUH-Newsroom: 030 2400867-20, presse@duh.de

Weitere Infos finden Sie auf den sozialen Kanälen der Deutschen Umwelthilfe wie Instagram, Facebook und TikTok.

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