Erneuerbare Energien: Flexibilität als Schlüssel zur Stromzukunft

Berlin, 07.06.2024: Angesichts der stockenden Verhandlungen mit der EU-Kommission und der ausbleibenden Ausschreibungen für neue Kraftwerke fordert der Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE) eine dringende Neuausrichtung der Energiepolitik. "Wir müssen die vorhandenen Kapazitäten der erneuerbaren Energien, Speicherlösungen und Sektorenkopplung nutzen und ausbauen", so BEE-Präsidentin Simone Peter. Die derzeitige Strommarktdesignstruktur sei den Anforderungen einer wachsenden Wind- und Solarenergieproduktion nicht gewachsen und brauche flexible Lösungen. Der Verband setzt sich dafür ein, dass rechtliche Anpassungen zügig umgesetzt werden, um die Systemdienstlichkeit sicherzustellen und gleichzeitig Kosten zu senken.

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Presse /news Verbandsnachrichten

Bremen (VBR). Diese Woche wurde bekannt, dass die Gespräche zwischen der deutschen Regierung und der EU-Kommission zur neuen Kraftwerksstrategie weiter anhalten. Die Bundesnetzagentur teilte mit, dass Ausschreibungen für neue Kraftwerkskapazitäten in diesem Jahr wohl nicht mehr stattfinden werden. Inmitten dieser Unsicherheit meldet sich der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) erneut zu Wort und fordert gezielte Gesetzesänderungen, um die vorhandenen flexiblen Anlagen – darunter erneuerbare Energien, Speicherlösungen und Sektorenkopplungsanlagen – schneller auszubauen.

„Der Spatz in der Hand wartet darauf, gefüttert zu werden”, betont BEE-Präsidentin Simone Peter eindringlich. Schnell verfügbare einheimische Kapazitäten auszubauen, sei effizienter als auf komplexe Projekte wie H₂-ready-Gaskraftwerke zu setzen, bei denen noch viele beihilferechtliche Fragen geklärt werden müssen.

Um die Lücke zu füllen, die durch die Reduktion der geplanten Kraftwerksleistung auf zehn Gigawatt entsteht, fordert der BEE eine kombinierte Betrachtung von Kapazität und Flexibilität. Peter betont: “Die zusätzlichen Kapazitäten über die 10 GW hinaus müssen bereits jetzt als dringend benötigte Flexibilitätsoptionen aufgebaut werden.” Der aktuelle Strommarkt könne den steigenden Anforderungen durch Wind- und Solarenergie nicht gerecht werden, so die Präsidentin weiter.

Ein entscheidendes Problem bleibt der schleppende Netzausbau. Häufig müssen Wind- und Solarstrom gedrosselt werden, da das Netz überlastet ist. „Flexibel steuerbare Kraftwerke könnten hier den nötigen Ausgleich schaffen“, sagt Peter. Eine Vielzahl von Bioenergie- und Wasserkraftanlagen könnte diesen Bedarf decken. Auch Speicher und Sektorenkopplungsanlagen könnten schnell einsatzbereit sein, wenn entsprechende Anreize geschaffen würden. Diese dezentrale Verfügbarkeit stellt zudem Systemdienlichkeit sicher, wie sie in den Eckpunkten der Kraftwerksstrategie definiert wird.

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Besonders wirkungsvoll wären erneuerbare Energien, da sie heimische Wertschöpfung fördern, Resilienz im Energiesystem erhöhen und gleichzeitig bezahlbar bleiben. Dies würde zudem die Dekarbonisierung weiter vorantreiben, während Kosten gespart und eine verlässliche Stromversorgung sichergestellt wird.

Im April legte der BEE ein Thesenpapier vor, das eine ganzheitliche Prüfung der Flexibilitätsoptionen im Energiesystem empfahl. Allein der bestehende Biogasanlagenpark könnte durch flexible Fahrweise bis zu 27 GW gesicherte Leistung bieten. Notwendig hierfür wäre eine Anpassung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), speziell der Flexibilitätsprämie. Zur Förderung von Speichern wäre eine Senkung der Stromnebenkosten effizient. Kleine Elektrolyseure könnten ebenfalls erheblich zur Netzstabilität und zur Senkung der Netzkosten beitragen. Nicht zuletzt kann Wasserkraft durch ihre planbare und flexibel steuerbare Natur einen wesentlichen Beitrag zur Energieversorgung leisten.

„Der erneuerbare Energiemix ist bereit und verfügbar. Jetzt sind schnelle gesetzliche Anpassungen nötig, um weitere Kapazitäten und zusätzliche Flexibilitäten zu schaffen,“ schließt Simone Peter ab.

Kontakt:
Bundesverband Erneuerbare Energie e.V.
Adrian Röhrig
EUREF-Campus 16
10829 Berlin
presse@bee-ev.de
Tel: 030 2758170 – 16 & 0151 17123011
Fax: 030 2758170 – 20

Dieser dringende Appell des BEE unterstreicht die Bedeutung eines schnellen Handelns im Bereich der erneuerbaren Energien, um den Herausforderungen der Energiewende effektiv begegnen zu können.

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Meldung einfach erklärt

Erklärung des Beitrags in einfacher Sprache:

Datum und Zeit:

  • 07.06.2024 – 14:31

Wer hat den Beitrag verfasst?

  • Bundesverband Erneuerbare Energie e.V.

Was ist das Thema?

  • Kraftwerksstrategie und Strommarktdesign

Was wird als nächster Schritt gefordert?

  • Die Energiepolitik soll sich mehr auf erneuerbare Energien konzentrieren.

Wichtige Punkte im Beitrag:

  1. Was wurde bekannt?

    • Verhandlungen mit der EU-Kommission zur Kraftwerksstrategie dauern an.
    • Es wird in diesem Jahr keine Ausschreibungen für neue Kraftwerke geben.
  2. Was fordert der BEE (Bundesverband Erneuerbare Energie)?

    • Heimische Kapazitäten, wie erneuerbare Energien, Speicher und Sektorenkopplung, sollen schnell durch einfache Gesetzesänderungen ausgebaut werden.
  3. Warum ist das wichtig?

    • Es geht schneller, bestehende Kapazitäten zu nutzen und auszubauen, als auf neue Projekte wie H2-ready-Gaskraftwerke zu warten, die noch viele offene Fragen haben.
  4. Was ist die Herausforderung?

    • Nach der Halbierung der Kraftwerksstrategie fehlen 10 Gigawatt Leistung.
  5. Was ist die Lösung?

    • Kombination von Kapazität und Flexibilität bei erneuerbaren Energien.
    • Nutzung von Bioenergie- und Wasserkraftanlagen zur Gewährleistung des Stromausgleichs.
    • Anreize für schnelle Verfügbarkeit von Speichern und Sektorenkopplungsanlagen.
  6. Welche Vorteile bieten heimische Anlagen?

    • Dezentrale Verfügbarkeit sorgt für Systemdienlichkeit.
    • Heimische Wertschöpfung, Resilienz und Bezahlbarkeit werden verbessert.
    • Dekarbonisierung und Stromversorgungssicherheit werden gewährleistet.
    • Kostenersparnis gegenüber neuen Gaskraftwerken.
  7. Was hat der BEE bereits gemacht?

    • Im April ein Thesenpapier veröffentlicht, das die ganzheitliche Prüfung der Flexibilitätsoptionen im Energiesystem empfiehlt und vorhandene erneuerbare Potenziale nutzt.
  8. Konkrete Maßnahmen:

    • Biogasanlagen können bei Umrüstung flexible Leistung bieten (18 bis 27 GW).
    • Anpassung der EEG-Vergütungsstruktur erforderlich (z.B. Flexibilitätsprämie).
    • Absenkung der Stromnebenkosten für Stromspeicher.
    • Nutzung von Elektrolyseuren und Wasserkraft zur Netzstabilität und Kostensenkung.
  9. Schlusswort von Simone Peter (BEE-Präsidentin):
    • Der Mix aus erneuerbaren Energien kann sofort genutzt werden.
    • Gesetzliche Anpassungen sorgen schnell für weitere Kapazität und Flexibilität.
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Kontaktinformationen:

  • Bundesverband Erneuerbare Energie e.V.
  • Adrian Röhrig
  • Adresse: EUREF-Campus 16, 10829 Berlin
  • E-Mail: presse@bee-ev.de
  • Telefon: 030 2758170 – 16 & 0151 17123011
  • Fax: 030 2758170 – 20

Fragen und Antworten:

  • Warum keine neuen Kraftwerke?

    • Die Verhandlungen dauern zu lange und es gibt offene Fragen.
  • Welche bestehenden Kapazitäten sollen genutzt werden?

    • Erneuerbare Energien wie Bioenergie und Wasserkraft, Speicher und Anlagen zur Sektorenkopplung.
  • Was bedeutet Flexibilitätsprämie?

    • Eine finanzielle Unterstützung, um bestehende Anlagen flexibel betreiben zu können.
  • Wie wird das Stromnetz stabilisiert?

    • Durch flexible, dezentrale Anlagen und Speicher.
  • Was sind die Vorteile von heimischen erneuerbaren Anlagen?
    • Sie sind sofort verfügbar, kosteneffizient und unterstützen die heimische Wirtschaft.

Der Beitrag betont die Wichtigkeit, erneuerbare Energien und Flexibilität im Energiemarkt zu bevorzugen und einfach nutzbare Potentiale sofort zu fördern.

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