Ernährungsstrategie der Bundesregierung bleibt zu schwammig, bemängelt AOK-Bundesverband

Die heute vorgestellte Ernährungsstrategie der Bundesregierung "Gutes Essen für Deutschland" sorgt für rege Diskussionen. Der AOK-Bundesverband äußerte sich nun zu dem vorgestellten Plan und begrüßt die Zielsetzung, eine nachhaltige und gesunde Ernährung für alle Menschen zu erleichtern. Allerdings bleibt die Strategie laut AOK-Bundesverband an vielen Stellen schwammig und hinterlässt Zweifel, ob die angestrebte Ernährungswende erreicht werden kann. Hier finden Sie alle Informationen zu den Anliegen der AOK und welche Empfehlungen sie an die Bundesregierung ausspricht.

Bremen (VBR). Die heute vorgestellte Ernährungsstrategie der Bundesregierung “Gutes Essen für Deutschland” stößt auf positive Resonanz seitens des AOK-Bundesverbandes. Dr. Carola Reimann, Vorstandsvorsitzende des Verbandes, weist darauf hin, dass der hohe Konsum von Zucker und Fleisch in Deutschland die empfohlenen Mengen deutlich überschreitet, während der Verzehr von Vollkornprodukten, Gemüse und Obst zu gering ist. Dieses Missverhältnis hat nicht nur negative Auswirkungen auf das Klima, sondern auch auf die Gesundheit der Menschen. Die weitverbreitete Fehlernährung stellt nicht nur eine Belastung für die sozialen Sicherungssysteme dar, sondern auch vermeidbare Herausforderungen. Daher begrüßt die AOK die Ernährungsstrategie der Bundesregierung, die darauf abzielt, die Rahmenbedingungen für eine gesunde Ernährung zu verbessern.

Ein zentrales Ziel der Strategie besteht darin, eine nachhaltige und gesunde Ernährung für alle Menschen unabhängig von Herkunft, Bildung und Einkommen zu ermöglichen. Dabei spielt das individuelle Essverhalten eine große Rolle, das stark von Umgebungsfaktoren wie dem Angebot an Lebensmitteln, den Rezepturen, der Lebensmittelkennzeichnung und der Werbung beeinflusst wird. Die AOK ist der Ansicht, dass der Schlüssel zum Erfolg darin liegt, die Ernährungsumgebungen so zu verändern, dass die gesunde und nachhaltige Wahl zur einfacheren Wahl wird. Die Ernährungsstrategie setzt genau hier an und geht damit zweifelsohne den richtigen Weg.

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Allerdings gibt es bei den konkreten Maßnahmen der Strategie noch einige Unklarheiten. Fraglich ist, ob die beschriebenen Aktivitäten wirklich zu einer Ernährungswende führen können. Das Strategiepapier bleibt teilweise hinter den Empfehlungen des Bürgerrats Ernährung und des wissenschaftlichen Beirats am Bundesernährungsministeriums zurück. Beispielsweise fordern der Bürgerrat Subventionen für Gemüse, Obst und Hülsenfrüchte sowie eine Weiterentwicklung der Kennzeichnungsregeln. Die AOK appelliert daher an die Bundesregierung, diese Empfehlungen aufzugreifen und die Ernährungsstrategie entsprechend weiterzuentwickeln.

Die Ernährungsstrategie der Bundesregierung “Gutes Essen für Deutschland” hat eine große Bedeutung für die betroffene Branche und die Gesellschaft insgesamt. Angesichts der gesundheitlichen Herausforderungen durch Fehlernährung und des Einflusses auf das Klima ist es von großer Relevanz, die Rahmenbedingungen für eine gesunde Ernährung zu verbessern. Die Ernährungsstrategie stellt einen wichtigen Schritt in diese Richtung dar, jedoch sind weitere Maßnahmen nötig, um die Ziele wirklich effektiv umzusetzen.

Kontakt:
Dr. Kai Behrens
Telefon: 030 / 34646-2309
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Reimann: Ernährungsstrategie verfolgt gute Ansätze, bleibt aber zu schwammig

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