ePA-Rollout: Bessere Sicherheit vor Einführung klären

Am 12. März 2025 verkündeten Deutschlands Apothekerinnen und Apotheker ihre Unterstützung für die Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA), forderten jedoch weitere Tests und verbesserte Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz sensibler Gesundheitsdaten. Nachdem sie bereits erfolgreich das elektronische Rezept eingeführt hatten, sind die Apotheken nun bestrebt, auch die ePA flächendeckend zu etablieren. In den Modellregionen Hamburg, Franken und Nordrhein-Westfalen sammeln derzeit rund 80 Apotheken Praxis-Erfahrungen mit der ePA, während sie auf die Lösung technischer Probleme und die Schließung von Datenschutzlücken drängen. Eine konstruktive Zusammenarbeit mit dem Bundesgesundheitsministerium soll den landesweiten Einsatz der ePA sicherstellen.
Im Konferenzraum diskutieren mehrere Teilnehmende an einem runden Tisch, während eine Frau in Rot die Moderation übernimmt. Auf der weißen Wand interagieren skizzierte Figuren mit einer Kamera, Linien und Diagrammen, daneben eine großformatige technische Grafik. Die Stimmung wirkt fokussiert und zielorientiert, der Zweck ist die Vorbereitung auf sichere ePA-Implementierung.

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Bremen (VBR).

Elektronische Patientenakte: Apotheker fordern Verbesserungen

Deutschlands Apothekerinnen und Apotheker stehen der Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA) positiv gegenüber, sehen jedoch noch Optimierungsbedarf. In einem kürzlich veröffentlichten Statement betonte Thomas Preis, Präsident der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, dass zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen notwendig seien, um den Schutz der Gesundheitsdaten zu gewährleisten. "Die elektronische Patientenakte kann für die Versorgung aller Patientinnen und Patienten einen echten Mehrwert schaffen. Sie muss aber zuvor ausreichend in der Praxis erprobt werden. Die Gesundheitsdaten von Patientinnen und Patienten müssen noch besser geschützt werden als in den aktuellen Versionen der ePA", erklärt Preis. (Zitat-Quelle: Pressemitteilung)

Ein Jahr nach der Einführung des elektronischen Rezepts bereiten sich die Apotheken nun intensiv auf die flächendeckende Nutzung der ePA vor. Aktuell läuft eine Pilotphase in den Modellregionen Hamburg, Franken und Nordrhein-Westfalen, in der knapp 80 Apotheken praktische Erfahrungen sammeln. Dabei ergeben sich jedoch auch Herausforderungen, wie Claudia Korf, Geschäftsführerin Ökonomie des Deutschen Apothekerverbandes (DAV), bestätigt. "Die Pilotapotheken geben uns unterschiedliches Feedback. Manche Teams nutzen die elektronische Medikationsliste schon intensiv, so dass die Abstimmung zwischen Apotheke und Arztpraxis bei Rückfragen zu verordneten Medikamenten erleichtert wird. Andere Apotheken können die Medikationsliste dagegen nur eingeschränkt testen und nutzen, weil die dazu notwendige Software noch nicht aktualisiert wurde." (Zitat-Quelle: Pressemitteilung)

Korf reagiert mit Nachdruck auf das gesammelte Feedback und arbeitet in Kooperation mit der gematik daran, die bestehenden technischen Probleme zu beheben. Ihre Wiederwahl zur Stellvertretenden GSV-Vorsitzenden für die Gruppe der Leistungserbringer hebt ihre zentrale Rolle bei der Förderung dieser digitalen Innovation hervor.

Die Bedeutung der ePA geht über die einfache Handhabung von Gesundheitsdaten hinaus. Für Patientinnen und Patienten birgt die Digitalisierung ihrer Daten sowohl Potenzial als auch Risiken. Ein verbesserter Datenschutz ist daher unerlässlich, um das Vertrauen in das System zu stärken. Die Apothekenbranche setzt sich dafür ein, gemeinsam mit dem Bundesgesundheitsministerium konstruktive Lösungen zu entwickeln und die ePA erfolgreich bundesweit einzuführen.


Für weitere Informationen, Pressekontakte, Bilder oder Dokumente geht es hier zur Quelle mit dem Originaltitel:
E-Patientenakte: Probleme müssen vor bundesweitem Rollout gelöst werden

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Chancen und Herausforderungen der elektronischen Patientenakte

Die Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA) stellt einen bedeutenden Schritt im Rahmen der Digitalisierung des Gesundheitssystems in Deutschland dar. Während die Vorteile, wie eine bessere Abstimmung zwischen verschiedenen Gesundheitsdienstleistern und ein erleichterter Zugang der Patient*innen zu ihren eigenen Gesundheitsdaten, als potenzieller Gewinn betrachtet werden, bleiben gleichzeitig einige Herausforderungen bestehen.

In Ländern wie Schweden und Dänemark, die frühzeitig auf die digitale Erfassung von Gesundheitsdaten gesetzt haben, zeigt sich das Potenzial solch einer Lösung deutlich: Die Integration digitaler Technologien hat dort die Effizienz in der Versorgung gesteigert und den Patient*innen eine aktivere Rolle in ihrer Gesundheitsversorgung ermöglicht. Doch auch in diesen Vorreiternationen mussten technische und datenschutzrechtliche Hürden stetig angepasst und optimiert werden, um Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit zu gewährleisten.

Ein entscheidender Faktor für Deutschland wird es sein, die individuellen Lernprozesse der europäischen Nachbarn zu nutzen und den Austausch mit internationalen Expert*innen zu intensivieren. Die Forderungen der *Apothekerinnen**, die ePA unter realen Bedingungen ausführlich zu testen, sind dabei nicht nur gerechtfertigt, sondern können dazu beitragen, Schwachstellen frühzeitig zu identifizieren und auszuräumen.

Zukünftig könnte die adaptive Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) innerhalb der ePA zu einem Meilenstein der personalisierten Medizin werden. KI bietet die Möglichkeit, Muster in großen Datenmengen zu erkennen und personalisierte Therapieempfehlungen abzuleiten. Aber auch hier bleibt der Datenschutz ein zentrales Anliegen. Es muss sichergestellt werden, dass sensible Informationen nicht unbefugt zugänglich sind und Missbrauch effektiv verhindert wird.

Mit Blick auf kommende Entwicklungen sieht sich das Bundesgesundheitsministerium in einer Position, die Anforderungen aller Beteiligten – von medizinischem Personal über Apotheken bis hin zu Patient*innen – ausgewogen zu berücksichtigen. Langfristiger Erfolg hängt maßgeblich davon ab, wie zügig technische Updates umgesetzt werden und ob zusätzliche Investitionen in die IT-Infrastruktur getätigt werden.

Der bundesweite Roll-out der elektronischen Patientenakte könnte nicht nur einen digitalen Wandel in der Medizinlandkarte Deutschlands markieren, sondern gleichzeitig zu einem Vorbild in Europa avancieren, sofern die Balance zwischen technologischem Fortschritt und Datenschutzansprüchen gefunden wird. Das Engagement der ABDA und die konstruktive Diskussion auf politischer Ebene bilden hierfür eine solide Grundlage.


Weiterführende Informationen auf Wikipedia

  1. Elektronische Patientenakte
  2. ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände
  3. Gematik
  4. Elektronisches Rezept
  5. Medikationsplan

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7 Kommentare

  1. ‚Technische Probleme‘ scheinen oft ein Hindernis zu sein. Es wäre gut zu wissen, welche konkreten Schwierigkeiten es gibt und wie diese gelöst werden sollen. Eine transparente Kommunikation würde hier viel bringen.

  2. Die Herausforderungen bei der Einführung sind wirklich interessant. Ich frage mich, wie lange die Testphase noch dauern wird und ob es Möglichkeiten gibt, Feedback von Patienten einzuholen. Das könnte helfen, um das System zu verbessern.

    1. Gute Frage! Vielleicht sollten Apotheken regelmäßige Umfragen durchführen oder sogar Infoveranstaltungen anbieten? Das würde das Vertrauen in die ePA stärken!

    2. Das wäre eine sinnvolle Idee! Zudem könnte eine engere Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Apothekern auch dazu beitragen, Probleme schneller zu lösen.

  3. Ich habe einige Bedenken bezüglich der Umsetzung der ePA. Wenn es in anderen Ländern schon Probleme gab, wie können wir sicherstellen, dass wir nicht die gleichen Fehler machen? Ich denke, mehr Tests wären sehr hilfreich.

  4. Ich finde die Idee der elektronischen Patientenakte echt gut, aber frage mich, ob die Sicherheit der Daten wirklich gewährleistet ist. Wie können wir sicher sein, dass unsere Informationen nicht missbraucht werden? Das ist ein wichtiges Thema!

    1. Ja, das ist ein berechtigter Punkt! Datenschutz sollte an oberster Stelle stehen. Vielleicht könnten zusätzliche Schulungen für Apotheker helfen, damit sie besser mit den Daten umgehen können?

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