13 Aufrufe

ePA-Nutzung in Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland bleibt niedrig

Nach 100 Tagen im Einsatz bleibt die elektronische Patientenakte (ePA) in Deutschland weit hinter den Erwartungen zurück: Obwohl drei Viertel der Menschen sie kennen, nutzen bislang nur wenige das digitale Angebot aktiv. Besonders in der Region Mitte hinkt die Nutzung hinter dem Bundesdurchschnitt her – dabei gilt die ePA als Schlüsselbaustein für ein modernes, patientenorientiertes Gesundheitssystem. Warum der digitale Wandel im Gesundheitswesen ins Stocken gerät und welche Hürden Versicherten den Zugang erschweren, zeigt eine aktuelle Umfrage von Pharma Deutschland.

Inhaltsverzeichnis

Beitrag teilen

Modernes blau beleuchtetes News-Studio mit runden LED-Podesten und großem Bildschirm mit Schriftzug ‚Verbands‑Monitor eins zu eins’
Verbandsbüro jetzt bei Google bevorzugen Damit unsere Vereins- und Verbandsnachrichten häufiger in Ihrer persönlichen Google-Übersicht erscheinen.
Jetzt bevorzugte Quelle festlegen

Bremen (VBR). Dieser ausführliche Beitrag ist Teil unseres täglichen VerbandsMonitor und beruht auf offiziellen Pressemitteilungen, die über das Presseportal von news aktuell veröffentlicht wurden.
Sie möchten Ihre Pressemitteilung ebenfalls bei uns platzieren? Dann nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf – wir freuen uns über relevante Einsendungen.

100 Tage elektronische Patientenakte: Viel Potenzial, wenig genutzt – Wo stehen wir wirklich?

Der Startschuss fiel bundesweit am 29. April: Seitdem ist die elektronische Patientenakte (ePA) offiziell für alle gesetzlich Versicherten verfügbar. Doch was als Meilenstein auf dem Weg zur Digitalisierung des deutschen Gesundheitswesens galt, gewinnt nur langsam an Fahrt. Gerade einmal 1,2 Millionen der insgesamt 44 Millionen eröffneten ePA-Konten werden bislang tatsächlich aktiv genutzt, wie eine Befragung großer Krankenkassen zeigt.

Ein genauerer Blick in die aktuellen Entwicklungen liefert die von Pharma Deutschland beauftragte, repräsentative Civey-Umfrage: 73 Prozent der Menschen im Landesverband Mitte kennen demnach die ePA – doch genutzt wird sie nur von 14,9 Prozent. Dabei hat sich das Wissen um das digitale Angebot seit Monaten kaum bewegt. Bundesweit liegt die durchschnittliche ePA-Nutzung mit 16,2 Prozent geringfügig höher, während der Landesverband Mitte lediglich vor Nordrhein-Westfalen (13,5 Prozent) und Bayern (12,9 Prozent) rangiert. Spitzenreiter der Region ist Hessen mit 16 Prozent, gefolgt von Rheinland-Pfalz und dem Saarland (je 13,7 Prozent).

Woran liegt das? Immer wieder werden komplizierte Registrierungsvorgänge, technische Hürden und eine unzureichende Informationslage als Stolpersteine genannt. Viele Versicherte fühlen sich im digitalen Gesundheitsumfeld unsicher, zögern oder vertrauen neuen Systemen und Datenverarbeitungen noch nicht. Die Lücke zwischen Bekanntheit und tatsächlicher Nutzung bleibt auffällig groß.

Dr. Gabriela Soskuty, Vorsitzende des Landesverbands Mitte, bezeichnet vor allem einen Punkt als entscheidend: Der konkrete Nutzen für die Versicherten müsse stärker sichtbar gemacht werden. „Nach 100 Tagen liegen die Nutzungszahlen der elektronischen Patientenakte in der Region Mitte knapp unter dem Bundesdurschnitt. Hier gibt noch viel Luft nach oben, denn wir sehen eine deutliche Lücke zwischen Kenntnisstand und Nutzung. Um diese zu schließen, braucht es ein kontinuierliches Informationsangebot zur ePA, denn nur so kann den Versicherten der konkrete Mehrwert für sie selbst nähergebracht werden, der ja gerade durch die flächendeckende Nutzung entsteht. Wenn wir ein modernes, patientenorientiertes Gesundheitssystem wollen, dann heißt es jetzt: dranbleiben.“ (Zitat-Quelle: Pressemitteilung)

Die Bedeutung der ePA als Schlüssel zur Digitalisierung im Gesundheitswesen kann kaum überbewertet werden. Erprobt und sinnvoll eingesetzt, verspricht sie effizientere Therapieverläufe, schnellere Informationswege und eine individuellere Versorgung. Doch der digitale Fortschritt bleibt stehen, wenn er nicht konsequent von möglichst vielen Versicherten getragen wird. Mit transparenten, niedrigschwelligen Informationsangeboten und mehr Nutzerfreundlichkeit sollen die Hürden in den kommenden Monaten abgebaut werden.

Die zugrunde liegende Studie basiert auf einer breiten Datenbasis: Mit 5.000 Befragten bundesweit (davon etwa 800 in Bayern) bildet sie die Meinungen und Erfahrungen der Bevölkerung ab 18 Jahren ab. Die Ergebnisse gelten als repräsentativ für die deutsche Gesamtbevölkerung, der statistische Fehler liegt bei 2,5 Prozent.

Der Blick nach vorn: Die nächsten Monate werden zeigen, ob und wie es gelingt, die Akzeptanz und Nutzung der elektronischen Patientenakte im deutschen Gesundheitswesen nachhaltig zu steigern. Ein moderner, digitaler Patientenschutz bleibt eine Zukunftsaufgabe – mit großem gesellschaftlichem Nutzen und vielen offenen Fragen.


Für weitere Informationen, Pressekontakte, Bilder oder Dokumente geht es hier zur Quelle mit dem Originaltitel:
Elektronische Patientenakte (ePA) in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland: Viel …

Original-Content übermittelt durch news aktuell.

Aktuelle Entwicklungen und Perspektiven: Die Bedeutung der ePA im deutschen Gesundheitssystem

Mit der Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA) setzt Deutschland einen wichtigen Schritt in Richtung einer modernen, digitalen Gesundheitslandschaft. Die aktuellen Nutzungsraten verdeutlichen jedoch, dass der digitale Wandel im Gesundheitswesen weiterhin von Herausforderungen begleitet wird. Insbesondere die Hintergründe zu Akzeptanz und Nutzung der ePA sind für die Branche von zentraler Bedeutung. Der Blick auf vergleichbare Erfahrungen aus anderen europäischen Ländern zeigt, dass Informationskampagnen, einfache Bedienbarkeit und kontinuierliche Aufklärung maßgeblich dazu beitragen, digitale Gesundheitsanwendungen erfolgreich zu etablieren.

Die bisherige Zurückhaltung vieler Versicherter lässt sich unter anderem auf Unsicherheiten beim Thema Datenschutz, technische Probleme und mangelndes Vertrauen in digitale Gesundheitswechsel zurückführen. Gleichzeitig liegt in der stetig wachsenden Bedeutung von Gesundheitsdaten ein enormes Potenzial, Abläufe effizienter zu gestalten. Prognosen gehen davon aus, dass mit zunehmender Digitalisierung und wachsendem Bewusstsein für gesundheitliche Vorteile der Anteil aktiver ePA-Nutzer in den kommenden Jahren weiter steigen wird. Entscheidend für diesen Wandel ist ein fortlaufend nutzerorientiertes Informationsangebot, durch das die Vorteile verständlich vermittelt und vorhandene Hürden abgebaut werden. Für Patientinnen und Patienten sowie Akteure im Gesundheitswesen ergeben sich daraus neue Möglichkeiten, medizinische Prozesse transparenter, sicherer und individueller zu gestalten.

Im europäischen Vergleich wird deutlich, dass Länder wie Dänemark oder Estland bereits frühzeitig in Infrastruktur und Transparenz-Initiativen investiert haben und dadurch Vorreiter der digitalen Transformation im Gesundheitswesen sind. Experten betonen, dass Best Practices und die konsequente Einbeziehung verschiedener Anspruchsgruppen den Erfolg der ePA auch in Deutschland maßgeblich beeinflussen können. Mit Blick auf die kommenden Jahre bleibt die Digitalisierung des Gesundheitswesens ein zentrales Transaktionsziel, das langfristig sowohl die Qualität als auch die Effizienz der Versorgung spürbar verbessern dürfte.

Weitere Nachrichten aus der Verbands- und Vereinswelt finden Sie in unserem Newsportal.

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag und die verwendeten Bilder können ganz oder teilweise mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt oder bearbeitet worden sein.
Bild von Über das Autor:innen-Netzwerk von verbandsbuero.de

Über das Autor:innen-Netzwerk von verbandsbuero.de

Die Beiträge auf verbandsbuero.de entstehen in einem redaktionellen Netzwerk aus festangestellten und freien Redakteurinnen und Redakteuren mit langjähriger Erfahrung in Marketing, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit. Unser Team ist seit vielen Jahren eng in der Vereins- und Verbandswelt vernetzt und arbeitet kontinuierlich mit Organisationen, Verbänden und Institutionen aus unterschiedlichen Bereichen zusammen.

Viele Inhalte werden gemeinschaftlich recherchiert, geschrieben und redaktionell überarbeitet. Dieses kollaborative Vorgehen stellt sicher, dass fachliche Tiefe, Praxisnähe und unterschiedliche Perspektiven in jeden Beitrag einfließen. Aus diesem Grund veröffentlichen wir unsere Inhalte bewusst als Netzwerk-Arbeit und nicht immer unter dem Namen einzelner Autor:innen.

Die redaktionelle Verantwortung liegt beim Netzwerk von verbandsbuero.de. Alle Beiträge basieren auf fundierter Praxiserfahrung, aktuellem Fachwissen und einem klaren Fokus auf die Anforderungen von Vereinen, Verbänden und Non-Profit-Organisationen.

Alle Beiträge