ePA-Nutzung bleibt gering – Digitalisierung im Fokus

Hundert Tage nach dem bundesweiten Start der elektronischen Patientenakte (ePA) bleibt der große Durchbruch aus: Trotz hoher Bekanntheit nutzen bislang nur wenige Versicherte das neue digitale Gesundheits-Tool aktiv. Technische Hürden, komplizierte Registrierung und Unsicherheit bremsen die Akzeptanz – dabei gilt die ePA als Schlüsselprojekt einer modernen, effizienteren Gesundheitsversorgung. Warum der entscheidende Schritt in Richtung Digitalisierung ins Stocken geraten ist und wie groß das ungenutzte Potenzial tatsächlich ist, zeigt eine neue, repräsentative Umfrage im Auftrag von Pharma Deutschland.
Modernes blau beleuchtetes News-Studio mit runden LED-Podesten und großem Bildschirm mit Schriftzug ‚Verbands‑Monitor eins zu eins’

Inhaltsverzeichnis

Über uns:
Seit über 20 Jahren sind wir im Bereich Marketing und Kommunikation tätig und unterstützen Verbände, Organisationen und Institutionen mit fundierter Praxis- und Branchenexpertise. Unsere Arbeit wird durchweg positiv bewertet – unter anderem auf Trustpilot, ProvenExpert und in Google Bewertungen.

Unterstütze unsere Arbeit mit deiner Bewertung.
Große Konzerne kaufen Reichweite, wir setzen auf echte Leser. Deine positive Bewertung signalisiert dem Algorithmus Relevanz, stärkt unsere Sichtbarkeit und hilft, unabhängige Inhalte sichtbar zu halten.

Scanne den QR-Code oder klicke auf den Link. Du wirst direkt zu Google weitergeleitet.

Bremen (VBR). Dieser ausführliche Beitrag ist Teil unseres täglichen VerbandsMonitor und beruht auf offiziellen Pressemitteilungen, die über das Presseportal von news aktuell veröffentlicht wurden.
Sie möchten Ihre Pressemitteilung ebenfalls bei uns platzieren? Dann nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf – wir freuen uns über relevante Einsendungen.

Elektronische Patientenakte: Nach 100 Tagen schleppender Start trotz hohem Bekanntheitsgrad

Die elektronische Patientenakte (ePA) sollte einen Meilenstein auf dem Weg zur Digitalisierung des Gesundheitswesens in Deutschland markieren. 100 Tage nach ihrer flächendeckenden Einführung zeigt sich jedoch: Die Akzeptanz in der Bevölkerung wächst nur langsam. Gerade einmal 1,2 Millionen von insgesamt 44 Millionen angelegten Akten werden von Versicherten tatsächlich genutzt. Das bestätigte eine aktuelle Befragung bei Krankenkassen wie Techniker Krankenkasse (TK), AOK und Barmer. Eine von Pharma Deutschland in Auftrag gegebene, repräsentative Umfrage unterstreicht dieses Bild.

Mehr als drei Viertel der Bevölkerung kennen die ePA, doch wirklich genutzt wird sie nur von einer kleinen Minderheit: Der Anteil der aktiv Nutzenden stieg innerhalb von drei Monaten von 11,9 auf 16,2 Prozent. Trotzdem bleibt das Niveau insgesamt niedrig. Die Zahlen machen deutlich, dass es noch viele Hürden zu bewältigen gibt, bevor die ePA ihren vollen Nutzen entfalten kann.

Hauptgründe für die Zurückhaltung sind laut Pharma Deutschland die komplizierte Registrierung, verschiedene technische Schwierigkeiten und vor allem ein Mangel an verständlicher Information für die Versicherten. Für viele bleibt das digitale Gesundheitssystem Neuland; Unsicherheit und Misstrauen stehen im Weg. Dorothee Brakmann, Hauptgeschäftsführerin von Pharma Deutschland, betont: „Der nur langsame Anstieg der Nutzerzahlen zeigt, dass die bisherigen Maßnahmen zur Aufklärung viele Versicherte nicht erreicht haben. Offenbar konnte die bestehende Reserviertheit gegenüber der ePA in den ersten drei Monaten nicht abgebaut werden. Für viele Versicherte scheint der konkrete Mehrwert der elektronischen Patientenakte im Alltag noch nicht greifbar.“ (Zitat-Quelle: Pressemitteilung)

Dabei bietet die visionäre ePA enormes Potenzial: Sie soll Versorgung, Prävention und Forschung stärker vernetzen und dabei ganz auf den Menschen im Mittelpunkt setzen. Pharma Deutschland sieht die ePA als entscheidenden Schritt auf dem Weg hin zu einem modernen, digitalen Gesundheitswesen. Mittelfristig verspricht man sich deutliche Effizienzgewinne in Therapie und Versorgung. Besonders für Patientinnen und Patienten könnten durch strukturiert zusammengeführte Daten große Vorteile entstehen: mehr Transparenz über die eigene Gesundheit, weniger Doppeluntersuchungen und eine nahtlosere Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Ärzten.

Brakmann weist darauf hin: „Dass die Nutzerzahlen der ePA zunächst nur langsam steigen, mag auf den ersten Blick enttäuschend erscheinen. Entscheidend ist es jetzt, geduldig zu bleiben und gemeinsam noch mehr Aufklärungsarbeit zu leisten, um das riesige Potenzial, das eben gerade in der flächendeckenden Nutzung der ePA liegt, auch zu nutzen. Denn wenn es gelingt, die medizinischen Informationen strukturiert zusammenzuführen, profitieren alle: Versicherte erhalten wertvolle Transparenz über ihre Gesundheit. Ärztinnen und Ärzte werden entlastet, Doppeluntersuchungen und Informationslücken können vermieden werden. Das macht die Versorgung effizienter, erleichtert Prävention und ist die Grundlage für ein modernes, patientenorientiertes Gesundheitssystem“, so Brakmann weiter. (Zitat-Quelle: Pressemitteilung)

Fakten im Überblick: Die Civey-Umfrage, durchgeführt im Juli 2025 mit 5.000 bundesweit Befragten, bestätigt: Das Thema Digitalisierung bewegt die Bevölkerung – trotzdem bleiben konkrete digitale Anwendungen wie die ePA noch weit hinter ihrem Potenzial zurück. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die erwachsene Bevölkerung und spiegeln sowohl den aktuellen Stand als auch die Herausforderungen wider.

Der langsame Start der ePA ist ein Spiegelbild für die Herausforderungen, die das Gesundheitssystem insgesamt bei seiner Digitalisierung bewältigen muss. Entscheidend für die Zukunft wird sein, ob es gelingt, digitale Barrieren abzubauen, Informations- und Aufklärungsarbeit zu intensivieren und den Menschen konkrete Vorteile der ePA nahezubringen. Denn genau hier entscheidet sich, ob aus einer technischen Innovation ein Gewinn für die Gesundheit aller wird.

Mit Blick auf die kommenden Monate setzt die deutsche Pharmaindustrie auf eine patientenzentrierte Weiterentwicklung. Das Ziel: Versorgung, Prävention und medizinische Forschung intelligent vernetzen und echten Mehrwert für die Menschen schaffen. Die Debatte um Informationssicherheit, Datenschutz und Transparenz wird dabei ebenso bedeutsam sein, wie die Frage nach einer flächendeckenden Aufklärung. Die ePA bleibt ein Schlüsselinstrument für die Transformation des deutschen Gesundheitswesens – und ihre Geschichte fängt gerade erst an.


Für weitere Informationen, Pressekontakte, Bilder oder Dokumente geht es hier zur Quelle mit dem Originaltitel:
Bekanntheit der elektronischen Patientenakte stagniert / Pharma Deutschland blickt auf …

Original-Content übermittelt durch news aktuell.

Langsame Akzeptanz der ePA als Spiegelbild eines tiefgreifenden Wandels im deutschen Gesundheitswesen

Die Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA) wird von Expertinnen und Experten als ein Meilenstein für die Modernisierung des deutschen Gesundheitswesens betrachtet. Trotz ihrer herausragenden Bedeutung für mehr Transparenz, Vernetzung und Effizienz bleibt die Nutzung zunächst hinter den Erwartungen vieler Akteure zurück. Zahlen aus vergleichbaren europäischen Ländern zeigen, dass selbst erfolgreiche Systeme wie die „dossier médical partagé“ in Frankreich oder die „Elektronische Gesundheitsakte“ in Österreich zum Start ähnliche Herausforderungen zu bewältigen hatten: Häufig gestatteten erst intensive Informationskampagnen und technische Nachbesserungen einen echten Durchbruch bei der Akzeptanz.

Im internationalen Vergleich wird deutlich, dass Vertrauen und Nutzerfreundlichkeit entscheidende Faktoren für den Erfolg solcher digitale Lösungen sind. Gerade in Deutschland, wo Gesundheitsdaten als besonders schützenswert gelten, sehen viele Patientinnen und Patienten die Datensicherheit als zentrales Thema. Das bietet eine wichtige Erklärung für die aktuell noch zögerliche Nutzung der ePA, die laut aktuellen Befragungen bei nur einem Bruchteil der Versicherten zum selbstverständlichen Teil der medizinischen Versorgung geworden ist.

Blickt man auf die Prognosen, erwarten Branchenkenner, dass die Nutzungsraten mittelfristig deutlich anziehen werden – vorausgesetzt, Hindernisse wie komplizierte Registrierungsprozesse und technische Barrieren werden konsequent abgebaut. Eine aktivere Einbindung der Versicherten und eine stärkere Berücksichtigung ihrer Bedürfnisse gelten als zentrale Hebel für einen Erfolg. Die nächsten Monate werden zeigen, ob gezielte Kommunikationsstrategien, verbesserte Serviceangebote und der stetig wachsende Mehrwert durch die ePA die Skepsis überwinden können und somit die Digitalisierung im Gesundheitswesen weiter vorantreiben.

Ein Blick auf die aktuellen Entwicklungen unterstreicht, dass es sich bei der Digitalisierung der Gesundheitsbranche um einen kontinuierlichen Transformationsprozess handelt, dessen Tempo und Richtung maßgeblich von gesellschaftlichen, technischen und politischen Rahmenbedingungen mitbestimmt werden. Wer sich detaillierter über die Hintergründe, aktuelle Fallzahlen und praxisnahe Erfahrungen informieren möchte, findet ergänzende Informationen sowie weiterführende Angebote auf den offiziellen Webseiten der Krankenkassen und des Branchenverbands Pharma Deutschland.

Weitere Nachrichten aus der Verbands- und Vereinswelt finden Sie in unserem Newsportal.

NACHRICHTEN ZUM THEMA
Weitere aktuelle Themen aus anderen Kategorien

8 Kommentare

  1. „Die Nutzung bleibt hinter den Erwartungen zurück“ – das klingt frustrierend! Hat jemand Erfahrungen damit gemacht? Was könnte man besser machen, um mehr Leute zu erreichen?

    1. „Könnte bessere Schulungen für Ärzte helfen? Ich denke schon! Die müssen ja auch wissen, wie sie ihre Patienten dazu motivieren können.“

    2. „Vielleicht könnte eine bessere Benutzeroberfläche helfen? Wenn es einfacher wäre, würde sicher mehr Leute mitmachen!“

  2. Ich finde es traurig zu sehen, dass trotz der Möglichkeiten viele nicht zur ePA greifen. Was kann man tun, um die Leute besser aufzuklären und zu motivieren? Ich denke auch an Datenschutz – vielleicht gibt es da Ängste?

    1. Das Thema Datenschutz ist definitiv ein großes Hindernis! Aber ich glaube auch an die Vorteile der ePA. Wenn man erst einmal anfängt, sieht man den Nutzen!

  3. Ich finde es interessant, dass die ePA so bekannt ist, aber trotzdem nur von wenigen genutzt wird. Was denkt ihr, was die Gründe dafür sein könnten? Vielleicht fehlen einfach verständliche Informationen? Ich hoffe, dass sich das bald ändert!

    1. Ja, das könnte sein! Ich habe auch Schwierigkeiten mit der Registrierung gehabt. Vielleicht sollten die Krankenkassen mehr Aufklärung betreiben.

    2. Das sehe ich genauso! Es wäre hilfreich, wenn mehr Workshops oder Infoveranstaltungen angeboten würden, um den Menschen zu zeigen, wie die ePA wirklich funktioniert.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Bild von Über das Autor:innen-Netzwerk von verbandsbuero.de

Über das Autor:innen-Netzwerk von verbandsbuero.de

Die Beiträge auf verbandsbuero.de entstehen in einem redaktionellen Netzwerk aus festangestellten und freien Redakteurinnen und Redakteuren mit langjähriger Erfahrung in Marketing, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit. Unser Team ist seit vielen Jahren eng in der Vereins- und Verbandswelt vernetzt und arbeitet kontinuierlich mit Organisationen, Verbänden und Institutionen aus unterschiedlichen Bereichen zusammen.

Viele Inhalte werden gemeinschaftlich recherchiert, geschrieben und redaktionell überarbeitet. Dieses kollaborative Vorgehen stellt sicher, dass fachliche Tiefe, Praxisnähe und unterschiedliche Perspektiven in jeden Beitrag einfließen. Aus diesem Grund veröffentlichen wir unsere Inhalte bewusst als Netzwerk-Arbeit und nicht immer unter dem Namen einzelner Autor:innen.

Die redaktionelle Verantwortung liegt beim Netzwerk von verbandsbuero.de. Alle Beiträge basieren auf fundierter Praxiserfahrung, aktuellem Fachwissen und einem klaren Fokus auf die Anforderungen von Vereinen, Verbänden und Non-Profit-Organisationen.

Alle Beiträge