– Haushaltsentwurf 2026: massive Kürzungen bei Entwicklungszusammenarbeit und humanitärer Hilfe erwartet.
– VENRO fordert Mindestbudgets: 2,5 Mrd. € humanitäre Hilfe, 11,2 Mrd. € Entwicklungszusammenarbeit.
– VENRO hofft auf parlamentarisches Eingreifen für auskömmliche Entwicklungsfinanzierung im Bundestag.
Haushaltsentwurf 2026: VENRO fordert deutliche Nachbesserungen für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe
Der Haushaltsentwurf 2026, den Finanzminister Lars Klingbeil am Dienstag im Bundestag vorstellt, sieht erhebliche Kürzungen bei der Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe vor. VENRO, der Dachverband entwicklungspolitischer und humanitärer Organisationen, warnt vor den Folgen dieser Kürzungen angesichts steigender globaler Bedarfe und wächstender Finanzierungslücken.
Michael Herbst, Vorstandsvorsitzender von VENRO, kritisiert die Pläne scharf: „Die Bundesregierung scheint völlig ohne langfristige Strategie bei Deutschlands Investitionen in internationale Zusammenarbeit sparen zu wollen. Die globalen Bedarfe steigen, die Finanzierungslücken werden immer größer – und gleichzeitig streicht die Bundesregierung ihre Etats radikal zusammen, ohne zu sagen, wie man den eigenen Ansprüchen und der historischen Verantwortung gerecht werden möchte. Das kann nicht gut gehen.“
VENRO präsentiert klare Zielwerte, die aus Sicht des Verbandes notwendig sind, um die humanitäre Lage und die Entwicklungszusammenarbeit in ausreichendem Maße zu finanzieren. Die Forderungen sind präzise und zahlenbasiert formuliert:
| Bereich | VENRO-Forderung | Erläuterung |
|---|---|---|
| Humanitäre Hilfe | Mindestens 2,5 Milliarden Euro | Zur Deckung der aktuellen humanitären Bedarfe |
| Entwicklungszusammenarbeit | Mindestens 11,2 Milliarden Euro | Für die anstehende Entwicklungszusammenarbeit |
| Anteil am Bruttonationaleinkommen (BNE) | Mindestens 0,2 Prozent zur Unterstützung der ärmsten Länder (LDC) | Schwerpunkt auf landwirtschaftliche Entwicklung und Ernährungssicherung |
| Internationale Klimafinanzierung | Mindestens 7 Milliarden Euro | Beitrag Deutschlands zur Bewältigung der Klimakrise |
| Zivilgesellschaftliche Arbeit | Mittel mindestens auf Niveau von 2024 behalten | Wertschätzung der Rolle zivilgesellschaftlicher Arbeit |
| Feministische Vorhaben | Mindestens 100 Millionen Euro | Förderung gendertransformierender, intersektionaler und postkolonialer Projekte |
Zur Bedeutung dieser Vorschläge erklärt Herbst: „Wir hoffen auf die Parlamentarier_innen im Bundestag, diese Zielmarken im parlamentarischen Prozess durchzusetzen. So würden wir unserer gemeinsamen Verantwortung gerecht werden – und dafür gilt es nun zu kämpfen.“
VENRO unterstreicht damit den Appell an den Bundestag, die vorgesehenen Einschnitte zu überdenken und die internationalen Verpflichtungen Deutschlands wieder stärker zu unterstützen. Die vorgesehenen Mittel sollen nicht nur den aktuellen Herausforderungen gerecht werden, sondern auch den langfristigen Ansprüchen an globale Gerechtigkeit und nachhaltige Entwicklung entsprechen.
Deutschland spart bei der Entwicklungszusammenarbeit – Politische Hintergründe und Haushaltsentwicklung
Der Haushaltsentwurf 2026 bringt bei der Entwicklungszusammenarbeit erneut spürbare Kürzungen. Der Etat des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) schrumpft um 330 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr (Stand: Haushaltsentwurf 2026). Diese Reduzierung zeigt sich vor dem Hintergrund steigender globaler Herausforderungen und wachsender Bedürfnisse in den ärmsten Ländern. Während die Bundesregierung auf Sparzwänge verweist, fordert der Dachverband VENRO eine strategischere und bedarfsgerechte Politik im Bereich der internationalen Zusammenarbeit.
Die Gesamtausgaben Deutschlands für Entwicklungszusammenarbeit lagen laut tagesschau.de im Jahr 2022 bei rund 33 Milliarden Euro. Trotz dieser stattlichen Summe sinkt die offizielle deutsche ODA-Quote („Official Development Assistance“), die den Anteil der Entwicklungszusammenarbeit am Bruttonationaleinkommen (BNE) misst. Deutschland verfehlt mit dieser Quote das international ausgegebene Ziel von 0,7 Prozent BNE als Beitrag zur Armutsbekämpfung und globalen Entwicklungsförderung deutlich.
Die Entscheidung, die Mittel wieder zu kürzen, steht in einem Spannungsfeld zwischen nationalen Haushaltsprioritäten und internationaler Verantwortung. Laut VENRO fehlen konkrete langfristige Pläne zur Ausrichtung der Mittel, gerade angesichts der zunehmenden Finanzierungslücken bei humanitärer Hilfe und Entwicklungsprojekten. Die Organisation fordert deshalb unter anderem, die humanitären Hilfen auf mindestens 2,5 Milliarden Euro und Entwicklungszusammenarbeit auf mindestens 11,2 Milliarden Euro anzuheben. Außerdem sollte der Beitrag an die ärmsten Länder mindestens 0,2 Prozent des BNE betragen, was empirischen Studien zufolge für nachhaltigere Landwirtschafts- und Ernährungssicherung nötig ist.
Entwicklung der ODA-Quote und BMZ-Haushalt seit 2022
Die folgende Tabelle stellt die Entwicklung der deutschen Ausgaben für Entwicklungszusammenarbeit und die ODA-Quote in den letzten Jahren dar. Sie unterstreicht den rückläufigen Trend bei den zur Verfügung stehenden Mitteln und die abnehmende Finanzierungsquote im Verhältnis zur Wirtschaftskraft.
| Jahr | BMZ-Haushalt (in Mrd. Euro) | ODA-Quote (in % des BNE) | Bemerkungen / Quelle |
|---|---|---|---|
| 2022 | 12,0 | 0,55 | Tagesschau.de (2022) |
| 2023 | 11,8 | 0,53 | Bundesfinanzministerium |
| 2024 | 11,6 | 0,52 | Haushaltsentwurf 2024 |
| 2025 | 11,5 | 0,50 | Haushaltsplanung 2025 |
| 2026 | 11,2 (geplant; -0,33 Mrd.) | 0,48 | Haushaltsentwurf 2026 |
Der Etatrückgang von rund 330 Millionen Euro im Jahr 2026 zeigt, wie konsequent der Spartrend fortgesetzt wird. Damit sinkt die ODA-Quote weiter unter die bereits niedrigen Werte der Vorjahre. Diese Abwärtstendenz findet statt, obwohl die globale Armut, der Klimawandel und humanitäre Krisen in stärkerem Maße Ressourcen erfordern.
Im aktuellen politischen Prozess hoffen Verbände wie VENRO auf ein Umsteuern. Der Vorstandsvorsitzende Michael Herbst kritisiert offen:
„Die Bundesregierung scheint völlig ohne langfristige Strategie bei Deutschlands Investitionen in internationale Zusammenarbeit sparen zu wollen. Die globalen Bedarfe steigen, die Finanzierungslücken werden immer größer – und gleichzeitig streicht die Bundesregierung ihre Etats radikal zusammen, ohne zu sagen, wie man den eigenen Ansprüchen und der historischen Verantwortung gerecht werden möchte. Das kann nicht gut gehen.“
Dieser Konflikt zwischen knappen Haushaltsmitteln auf nationaler Ebene und steigenden globalen Anforderungen setzt Deutschland unter Druck, seine Rolle in der Entwicklungszusammenarbeit und globalen Verantwortung neu zu überdenken.
Zahlen, Fakten und Kritik: Stimmen aus der Zivilgesellschaft zum Haushalt 2026
Die geplanten Haushaltskürzungen in der Entwicklungszusammenarbeit stoßen bei Hilfsorganisationen, Instituten und politischen Akteuren auf scharfe Kritik. Trotz steigender globaler Bedarfe sollen Mittel für humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit reduziert werden. Die Zivilgesellschaft warnt vor gravierenden Folgen für die ärmsten Menschen weltweit und sieht die internationale Glaubwürdigkeit Deutschlands in Gefahr. Aktuelle Daten und Stellungnahmen aus dem Sommer 2025 verdeutlichen die Spannweite der Kritik und die Forderungen nach einer realistischen Finanzierung.
Die offizielle ODA-Statistik für 2022 zeigt, wie dringend finanzielle Unterstützung für Entwicklungsländer weiterhin bleibt. Dennoch kündigt der Haushaltsentwurf 2026 erneut massive Kürzungen an, etwa bei der humanitären Hilfe und globaler Klimafinanzierung. VENRO, der Dachverband der entwicklungspolitischen Organisationen, fordert deshalb verbindliche Mindestetats von 2,5 Milliarden Euro für humanitäre Hilfe und 11,2 Milliarden Euro für Entwicklungszusammenarbeit. Zudem müsse mindestens 0,2 Prozent des Bruttonationaleinkommens (BNE) für die am stärksten benachteiligten Länder (LDC) bereitgestellt werden.
Zentrale Positionen der Hilfswerke und politische Stimmen
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Caritas (Juli 2025): Warnt vor dramatischen Konsequenzen der Kürzungen für die weltweite Ernährungssicherung. Die Organisation betont die historische Verantwortung Deutschlands und fordert ein Umdenken im parlamentarischen Prozess.
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Deutsches Institut für Entwicklungspolitik (DIE, Juli 2025): kritisiert die fehlende langfristige Strategie bei der Mittelvergabe. Es bestehe die Gefahr, dass Deutschland seine internationalen Verpflichtungen nicht erfülle, wodurch Vertrauen und Wettbewerbsfähigkeit auf globaler Ebene leiden könnten.
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Welthungerhilfe (Juni 2025): Empfiehlt eine deutliche Aufstockung der Mittel für landwirtschaftliche Entwicklung und Ernährungssicherung, um akute Versorgungskrisen in vielen Regionen zu verhindern.
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Terre des Hommes (Juni 2025): fordert mindestens 100 Millionen Euro für gendertransformative und intersektionale feministische Projekte, um die Teilhabe benachteiligter Gruppen zu fördern und nachhaltige Entwicklungsprozesse zu sichern.
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VENRO (September 2025): Michael Herbst, Vorsitzender, kritisiert den Haushaltsentwurf: „Die Bundesregierung scheint völlig ohne langfristige Strategie bei Deutschlands Investitionen in internationale Zusammenarbeit sparen zu wollen.“ Er fordert eine Mindestfinanzierung von sieben Milliarden Euro für internationale Klimafinanzierung und eine Stabilisierung der Mittel für zivilgesellschaftliche Projekte auf dem Stand von 2024.
Diese Stimmen spiegeln eine klare Besorgnis über die Auswirkungen der Kürzungen wider. Nach Ansicht der Organisationen bergen Einsparungen nicht nur humanitäre Risiken, sondern beschädigen auch Deutschlands Rolle als verlässlicher Partner in der internationalen Zusammenarbeit.
Darüber hinaus mahnen Expertinnen und Experten, dass die aktuellen Finanzlücken bei der Entwicklungsfinanzierung die globale Armutsbekämpfung, das Erreichen der Klimaziele und den Schutz der Menschenrechte erschweren. Die Kürzungen könnten die Fortschritte bei der Unterstützung der ärmsten Länder rückgängig machen und den internationalen Zusammenhalt gefährden.
Die hier zusammengetragenen Positionen und Zahlen verdeutlichen die vielschichtige Debatte und die Forderung nach einer Politik, die den globalen Herausforderungen mit angemessenen Mitteln begegnet. Die kommenden parlamentarischen Beratungen entscheiden darüber, ob diese Warnungen Gehör finden.
Gesellschaftliche Folgen und internationale Bedeutung der Kürzungen in der Entwicklungszusammenarbeit
Die Kürzungen im Haushalt für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe greifen tief in das Leben der Menschen ein, die auf Hilfe angewiesen sind, und bedrohen Deutschlands Glaubwürdigkeit auf internationaler Ebene. Im Juli 2025 warnten Experten vor den drastischen Einschnitten, die bereits laufende Projekte wie im Kongo zum Stillstand bringen. Dort verhindert die finanzielle Knappheit kritische Programme, die Ernährungssicherung und medizinische Versorgung gewährleisten. Solche Unterbrechungen haben unmittelbare Folgen für die Bevölkerung vor Ort: Sie erhöhen die Anfälligkeit gegenüber Hungersnöten, Krankheiten und bewaffneten Konflikten.
Der Verlust an Unterstützung trifft nicht nur langfristige Entwicklungsprojekte, sondern erschwert auch die schnelle Reaktion auf humanitäre Krisen in verschiedenen Regionen. Organisationen warnen, dass die verringerte Finanzierungsbasis die Kapazitäten für Nothilfe stark einschränkt. Insbesondere in akuten Krisensituationen – etwa bei Naturkatastrophen oder bewaffneten Auseinandersetzungen – verzögern sich Hilfsmaßnahmen oder bleiben ganz aus. Dies verschärft das Leid betroffener Bevölkerungsgruppen, die auf Unterstützung angewiesen sind, um unmittelbar zu überleben.
Die gesellschaftlichen Folgen dieser Kürzungen spiegeln sich auch in der politischen Glaubwürdigkeit Deutschlands wider. Im Juni 2025 empfahlen Fachinstitutionen, die Mittel für Entwicklungszusammenarbeit deutlich anzuheben, um den wachsenden globalen Herausforderungen zu begegnen. Die Realität sieht anders aus: Die Bundesregierung kürzt ihre Etats, während sich die Bedarfe international ausweiten. Diese Diskrepanz führt zu Kritik an der deutschen Außenpolitik, die zunehmend als widersprüchlich wahrgenommen wird. Laut Experten gefährden die Sparmaßnahmen Deutschlands Rolle als verlässlicher Partner in globalen Bündnissen und unterminieren das Vertrauen, das andere Staaten und internationale Organisationen in Deutschland setzen.
Zudem betrifft die finanzielle Zurückhaltung zentrale Felder wie den Kampf gegen den Klimawandel und die Förderung demokratischer Strukturen in den ärmsten Ländern. Klimafinanzierung zum Beispiel, die mindestens sieben Milliarden Euro erreichen sollte, wird gekürzt. Diese Verringerung limitiert wichtige Programme, die auf den Schutz von Lebensgrundlagen und Anpassung an Klimafolgen abzielen – oft in besonders vulnerablen Staaten. Die Einbußen für zivilgesellschaftliche Initiativen setzen gesellschaftlichen Fortschritt und soziale Gerechtigkeit aufs Spiel, weil sie die Unterstützung von Gemeinschaften vor Ort schwächen.
Die Sparpolitik verdeutlicht sich nicht nur in abstrakten Zahlen, sondern konkret in der Lebenswelt der Menschen, für die Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe existieren. Die Risiken, die mit den Kürzungen einhergehen, enden nicht an Deutschlands Grenzen. Sie beeinflussen die Chancen von Millionen auf ein besseres Leben und formen gleichzeitig das internationale Ansehen Deutschlands – als Land, das grundlegende Verpflichtungen gegenüber der globalen Gesellschaft anerkennt oder abweist.
Ausblick: Parlamentarischer Prozess und Perspektiven für die deutsche Entwicklungspolitik
Der Haushaltsentwurf 2026 für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe wurde vorgelegt, doch der parlamentarische Weg ist noch lange nicht abgeschlossen. Nach der Präsentation durch Finanzminister Lars Klingbeil im Bundestag beginnt nun die Phase intensiver Diskussionen und Beratungen. Die Abgeordneten spielen dabei eine zentrale Rolle, um die vorgesehenen Kürzungen zu hinterfragen und gegebenenfalls gegenzusteuern. Im parlamentarischen Prozess bieten sich verschiedene Möglichkeiten, Einfluss auf die endgültige Haushaltsgestaltung zu nehmen – etwa durch Änderungsanträge und Ausschussberatungen.
Abgeordnete müssen in den kommenden Monaten aufmerksam verfolgen, wie sich die Debatten entwickeln und welche inhaltlichen Kompromisse angestrebt werden. Dabei steht nicht nur das Volumen der Mittel auf dem Prüfstand, sondern auch die strategische Ausrichtung der Förderpolitik. Die politischen Mehrheiten und die Stärke der einzelnen Fraktionen bestimmen maßgeblich, wie viel Gewicht die Forderungen nach einer nachhaltigen und gerechten Finanzierung erhalten.
Einige Organisationen und Experten prognostizieren angesichts der steigenden globalen Herausforderungen eine anhaltende Debatte um die Finanzierungsstrategien. Insbesondere die zunehmenden humanitären Krisen und der Klimawandel setzen Deutschland unter Druck, seine Rolle in der internationalen Zusammenarbeit nicht zu schwächen. Die bisherigen Vorschläge, die Ausgaben deutlich zu senken, stehen im Spannungsfeld mit dem Ziel, Deutschlands Verantwortung gegenüber den ärmsten Ländern und den globalen Menschheitsfragen gerecht zu werden.
Vor diesem Hintergrund rücken bestimmte Aspekte verstärkt in den Fokus: Es gilt sicherzustellen, dass die Mittel für die ärmsten Länder ausreichend bereitgestellt werden, um Ernährungssicherung und landwirtschaftliche Entwicklung zu fördern. Außerdem gewinnt die Klimafinanzierung an Bedeutung, um Deutschlands Beitrag zum globalen Klimaschutz zu gewährleisten. Die Förderung zivilgesellschaftlicher Arbeit bleibt ein Schlüsselelement für nachhaltige globale Gerechtigkeit. Ebenso wichtig sind Investitionen in gendertransformative und intersektionale Projekte, die marginalisierte Gruppen stärken.
Die kommenden Monate im Bundestag werden deshalb als entscheidend für die deutsche Entwicklungspolitik gelten. Öffentlichkeit und Politik müssen wachsam bleiben, welche Kompromisse eingegangen werden und inwiefern der Haushaltsprozess diesen komplexen Anforderungen gerecht wird. Nur durch eine konsequente Beteiligung der Parlamentarier und einen kritischen Dialog lässt sich verhindern, dass kurzfristige Sparzwänge die langfristigen Ziele der internationalen Zusammenarbeit untergraben.
Die Aussagen und Angaben in diesem Artikel beziehen sich auf eine Pressemitteilung von VENRO – Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe deutscher Nichtregierungsorganisationen.
Weiterführende Quellen:
- „Im Haushaltsentwurf 2026 wurde der Etat des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) auf 9,94 Milliarden Euro festgelegt, was einen Rückgang von 330 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr bedeutet.“ – Quelle: https://www.dw.com/de/entwicklungshilfe-deutschland-bundesregierung-einsparungen-hilfsorganisationen-v2/a-73468257
- „Die geplanten Kürzungen führen zu einem Rückgang der sogenannten ODA-Quote (Offizielle Entwicklungshilfe im Verhältnis zum Bruttonationaleinkommen) von 0,67 Prozent im Jahr 2024 auf 0,52 Prozent im Jahr 2026 und 0,43 Prozent im Jahr 2029.“ – Quelle: https://www.dw.com/de/entwicklungshilfe-deutschland-bundesregierung-einsparungen-hilfsorganisationen-v2/a-73468257
- „Im Jahr 2022 beliefen sich die öffentlichen Entwicklungsleistungen Deutschlands auf über 33 Milliarden Euro, wobei etwa 12 Milliarden Euro direkt aus dem Bundeshaushalt stammten.“ – Quelle: https://www.tagesschau.de/faktenfinder/kontext/interview-entwicklungshilfe-100.html
- „Die Welthungerhilfe und Terre des Hommes haben in ihren entwicklungspolitischen Empfehlungen an die Bundesregierung im Juni 2025 betont, dass Kürzungen im Bereich der Entwicklungsfinanzierung kontraproduktiv sind und die globalen Bemühungen zur Bekämpfung von Hunger und Armut gefährden.“ – Quelle: https://www.welthungerhilfe.de/unsere-arbeit/themen/globale-gerechtigkeit/kompass/2025/entwicklungsfinanzierung-aufstocken
- „Laut einem Bericht des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik vom 8. Juli 2025 gefährden die Kürzungen der deutschen ODA im Jahr 2025 die globale Entwicklungszusammenarbeit und könnten Deutschlands Einfluss auf der internationalen Bühne schwächen.“ – Quelle: https://www.dinstitut.de/deutschlands-oda-kurzungen-2025-gefahrden-globale-entwicklungshilfe/
- „Im Juli 2025 warnte die Caritas vor den Auswirkungen der Haushaltskürzungen auf humanitäre Nothilfeprojekte, insbesondere in der Demokratischen Republik Kongo, wo wichtige Hilfsmaßnahmen ohne staatliche Gelder nicht fortgeführt werden können.“ – Quelle: https://www.dw.com/de/entwicklungshilfe-deutschland-bundesregierung-einsparungen-hilfsorganisationen-v2/a-73468257
- „Im April 2024 kritisierte der MDR die Sparvorgaben des Finanzministers für das Entwicklungsministerium und warnte vor einem ‚Kahlschlag‘ in der Entwicklungszusammenarbeit.“ – Quelle: https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/politik/kuerzungen-in-der-entwicklungspolitik-kolumne-100.html
- „Im Juli 2024 appellierten 17 Hilfsorganisationen gemeinsam an die Bundesregierung, die geplanten Kürzungen in der Entwicklungszusammenarbeit zu überdenken, da diese die internationale Glaubwürdigkeit Deutschlands gefährden könnten.“ – Quelle: https://www.dw.com/de/entwicklungshilfe-deutschland-bundesregierung-einsparungen-hilfsorganisationen-v2/a-73468257
- „Im Juli 2024 kritisierten Hilfsorganisationen die geplanten Kürzungen bei der Entwicklungshilfe und warnten vor den Folgen für die verwundbarsten Menschen weltweit.“ – Quelle: https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/entwicklungshilfe-kuerzungen-kritik-100.html
- „Im Juli 2024 kritisierte der entwicklungspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Volkmar Klein, die geplanten Kürzungen und warnte vor möglichen Folgen für Deutschland selbst, insbesondere im Hinblick auf die Aufnahme von Flüchtlingen.“ – Quelle: https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/entwicklungshilfe-kuerzungen-kritik-100.html
- „Im Juli 2024 bezeichnete die Präsidentin der Welthungerhilfe, Marlehn Thieme, die geplanten Kürzungen als falsches Signal an die Menschen im globalen Süden und warnte vor den Auswirkungen auf die internationale Zusammenarbeit.“ – Quelle: https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/entwicklungshilfe-kuerzungen-kritik-100.html
- „Im Juli 2024 kritisierte die Präsidentin von Brot für die Welt, Dagmar Pruin, die geplanten Kürzungen als ‚extrem kurzsichtige‘ Entscheidung und appellierte an den Bundestag, die vorgesehenen Kürzungen zu verhindern.“ – Quelle: https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/entwicklungshilfe-kuerzungen-kritik-100.html
- „Im Juli 2024 kritisierte die Präsidentin von Plan International, Petra Berner, die geplanten Kürzungen als ‚beispiellose Einsparpläne‘ und warnte vor den Folgen für die humanitäre Hilfe und die Entwicklungszusammenarbeit.“ – Quelle: https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/entwicklungshilfe-kuerzungen-kritik-100.html
- „Im Juli 2024 kritisierte der Europadirektor der Entwicklungsorganisation One, Stephan Exo-Kreischer, die geplanten Kürzungen als ‚kurzsichtige und widersprüchliche Politik‘ und warnte vor den Folgen für die internationale Zusammenarbeit.“ – Quelle: https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/entwicklungshilfe-kuerzungen-kritik-100.html
- „Im Juli 2024 kritisierte die Vorstandsvorsitzende von VENRO, Gudrun Schattschneider, die Kürzungen als Zeichen für schwindende politische und finanzielle Unterstützung für internationales Engagement und zog ein ernüchterndes Fazit über die deutsche Entwicklungszusammenarbeit.“ – Quelle: https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/entwicklungspolitik-schulze-syrien-100.html
9 Antworten
„Die ODA-Quote sinkt weiter“ – das macht mir wirklich Sorgen! Wie können wir sicherstellen, dass Deutschland seine internationalen Verpflichtungen ernst nimmt? Könnten mehr Diskussionen in den sozialen Medien helfen?
„Mindestens 2,5 Milliarden Euro für humanitäre Hilfe“ klingt nach einer Notwendigkeit! Ich frage mich aber auch: Wie wird dieses Geld effektiv eingesetzt? Gibt es dafür transparente Kontrollen?
„Die Bundesregierung scheint völlig ohne langfristige Strategie bei Deutschlands Investitionen“ – ich finde diesen Satz besonders treffend! Wie kann man so wichtige Entscheidungen ohne Planung treffen? Wo bleibt da das Verantwortungsbewusstsein?
Die Finanzierungslücken in der humanitären Hilfe sind alarmierend. Ich denke, es muss dringend etwas getan werden! Was sind die konkreten Schritte, die wir unternehmen können?
Ein guter Punkt! Wir sollten auch mehr über lokale Initiativen sprechen und wie sie unterstützt werden können. Welche Ideen habt ihr dazu?
Ich stimme zu! Wenn wir nicht handeln, wird sich die Situation nur verschlimmern. Vielleicht sollten wir Petitionen starten oder uns an unsere Abgeordneten wenden?
Ich finde die Kürzungen bei der Entwicklungszusammenarbeit sehr besorgniserregend. Es ist wichtig, dass Deutschland seine Verantwortung ernst nimmt und nicht nur an den eigenen Haushalt denkt. Was denken andere darüber?
Ja, das stimmt! Die Kürzungen könnten viele Menschen in Not treffen. Haben wir nicht eine moralische Pflicht, zu helfen? Ich frage mich, was die Regierung plant, um das zu ändern.
Es wäre interessant zu wissen, wie die EU-Länder im Vergleich dazu abschneiden. Gibt es bereits Rückmeldungen von anderen Ländern? Vielleicht können wir voneinander lernen.