10+ Aufrufe

Energiewende: GIH fordert mehr Energieeffizienz und Stromspeicher für Versorgungssicherheit

Der Energieberatendenverband GIH fordert nach dem aktuellen Monitoringbericht einen ganzheitlichen Ansatz für die Energiewende, bei dem neben Wind- und Solarstrom vor allem Effizienzmaßnahmen in Gebäuden und Industrie sowie flexible Stromspeicher zur Abfederung von Lastspitzen ausgebaut werden. Gas-Großkraftwerke sollen nur als temporäre Brücke für den Kohleausstieg dienen, während Biomasse und Batteriespeicher für Dunkelflauten vorrangig geprüft und gefördert werden. Entscheidend sei eine kosteneffiziente und systemdienliche Umsetzung durch gezielte Forschung, Digitalisierung und klare Leitmärkte für erneuerbare Energien.
Inhaltsverzeichnis
Beitrag teilen
Modernes blau beleuchtetes News-Studio mit runden LED-Podesten und großem Bildschirm mit Schriftzug ‚Verbands‑Monitor eins zu eins‘.
Verbandsbüro jetzt bei Google bevorzugen Damit unsere Vereins- und Verbandsnachrichten häufiger in Ihrer persönlichen Google-Übersicht erscheinen.
Jetzt bevorzugte Quelle festlegen

– Monitoringbericht fordert stärkere Fokussierung auf Effizienz, Speicher und Flexibilität.
– Wind- und Solarenergieausbau allein reicht nicht, Gebäudesanierung und Lastspitzenreduktion erforderlich.
– GIH akzeptiert Gaskraftwerke als Kohleausstiegsbrücke, priorisiert Biomasse und Batterien für Dunkelflauten.

Energieberatender Verband GIH fordert mehr Effizienz, Speicher und Flexibilität für eine sichere Energiewende

Der aktuelle Monitoringbericht zur Energiewende verdeutlicht, dass allein der Ausbau von Wind- und Solarenergie nicht ausreicht. Der Energieberatendenverband GIH reagiert darauf mit klaren Forderungen: Effizienz, Flexibilität und Speicherlösungen müssen stärker in den Fokus rücken, um die Versorgungssicherheit in Deutschland zu gewährleisten.

„Im Bericht wird deutlich: Der reine Ausbau von Wind- und Solarenergie reicht nicht aus. Wir müssen Spitzenlasten im Stromnetz senken und weiterhin auch die Gebäudesanierung sowie industrielle Effizienzmaßnahmen verlässlich fördern.“ Zentrale Beiträge dazu leisten gut gedämmte Gebäude mit Wärmepumpen, die eine flexible Steuerung ermöglichen und so Lastspitzen abfedern.

Neben der Effizienz betont der Verband die wichtige Rolle von Stromspeichern. Besonders Eigenheimbesitzerinnen und -besitzer seien hier entscheidend, da sie eine Schlüsselrolle für die gesellschaftliche Akzeptanz der Energiewende spielen. Deshalb schlägt der GIH eine gezielte Förderung von Stromspeichern mit Netzdienlichkeitspflichten vor.

Zur Sicherung der Energieversorgung toleriert der Verband den Ausbau von Gaskraftwerken als Übergangslösung im Kohleausstieg. Bevor jedoch Ausschreibungen über zehn Gigawatt hinausgehen, solle der Einsatz von Biomasse und Batterien für Dunkelflauten wirtschaftlich geprüft und vorrangig genutzt werden.

„Entscheidend ist, dass die Energiewende kosteneffizient und systemdienlich umgesetzt wird. Dafür braucht es Forschung, Digitalisierung und klare Leitmärkte für Erneuerbare und deren Produkte.“ Der GIH unterstreicht damit den hohen Förderbedarf für innovative Technologien und marktgerechte Rahmenbedingungen, um die Ziele der Energiewende erfolgreich zu erreichen.

Warum jetzt ein Effizienz-Schub für die Energiewende nötig ist

Deutschland steht bei der Energiewende vor einer entscheidenden Wegmarke: Der bisherige Fokus auf den Ausbau von Wind- und Solarenergie allein reicht nicht mehr aus, um die ambitionierten Klimaziele zu erreichen und gleichzeitig die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Die jüngsten Erkenntnisse aus dem Monitoringbericht des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie zeigen klar, dass ein deutlicher Effizienz-Schub dringend notwendig ist. Denn Effizienz, Speichertechnologien und Flexibilität bilden die Schlüssel, um die Energiewende nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich und sozial verantwortlich zu gestalten.

Warum ist Energieeffizienz so zentral für die Klimapolitik? Energieeffizienz bedeutet, mit weniger Energieverbrauch den gleichen Nutzen zu erzielen. Gerade im Gebäudebereich können gut gedämmte Häuser mit Wärmepumpen nicht nur die CO₂-Emissionen erheblich senken, sondern auch dazu beitragen, Lastspitzen im Stromnetz zu verringern. Diese Lastspitzen entstehen vor allem durch wetterabhängige erneuerbare Energien, deren Schwankungen ohne Puffer schwer auszugleichen sind. Deshalb ist die gezielte Steigerung der Effizienz nicht nur ein Beitrag zum Klimaschutz, sondern auch ein wichtiger Faktor für die Stabilität des Energiesystems.

Wie lassen sich Speichertechnologien in diesem Zusammenhang einordnen? Speicher übernehmen eine doppelte Aufgabe: Sie gleichen kurzfristige Schwankungen aus und erhöhen die Flexibilität des Stromnetzes. Dabei spielen insbesondere dezentrale Stromspeicher bei Eigenheimbesitzern eine besondere Rolle. Laut dem Bundesverband für Energieberatende (GIH) sollten diese durch gezielte Förderung mit Netzdienlichkeitspflichten ausgestattet werden. So können sie aktiv dazu beitragen, die Akzeptanz der Energiewende in der Bevölkerung zu erhöhen und gleichzeitig die Versorgung verlässlicher zu machen. Die Nutzung von Speichern wird damit von einer reinen technischen Lösung zum integralen Bestandteil der Energieversorgung von morgen.

Die Kombination aus Effizienz und Speichertechnologien bringt auch wirtschaftliche Vorteile mit sich. Sie senkt die Notwendigkeit, neue teure Gaskraftwerke als sogenannte Brückentechnologie zu errichten und hält die Kosten der Energiewende gering. Gleichzeitig erhöht sie die Systemdienlichkeit – das heißt, Energie wird dort und dann bereitgestellt, wo und wann sie gebraucht wird. Dies erfordert jedoch, dass politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Akteure eng zusammenarbeiten und klare Rahmenbedingungen schaffen. Digitalisierung und Innovationen in der Energiesteuerung sind dabei ebenso unverzichtbar wie die Förderung nachhaltiger Technologien.

Das führt zur Frage: Wie können alle Akteure auf diesen Handlungsdruck reagieren? Staatliche Förderprogramme müssen verstärkt Anreize für energetische Gebäudesanierung und den Ausbau intelligenter Stromspeicher setzen. Unternehmen sollten Effizienzmaßnahmen systematisch umsetzen, da sie langfristig Kosten sparen und Wettbewerbsvorteile sichern. Bürgerinnen und Bürger bleiben als selbstbestimmte Energieverbraucher und -produzenten gefragt – sie können mit eigenem Solarstrom und Batteriespeichern einen direkten Beitrag leisten. Kommunikationsstrategien spielen hier eine Schlüsselrolle, um Vertrauen zu schaffen und die Motivation für die Energiewende zu erhöhen.

Insgesamt zeigt sich: Nur durch ein Zusammenspiel von Effizienz, Flexibilität und Speichern kann die Energiewende wirksam und bezahlbar gestaltet werden. Der Handlungsdruck ist hoch, doch es gibt klare Wege und Lösungen, um die Herausforderungen zu meistern. Mit innovativen Technologien und einem koordinierten Vorgehen lässt sich die Energieversorgung zukunftsfest gestalten – im Einklang mit Klima- und Versorgungssicherheitszielen. Dies gibt Anlass zur Zuversicht, dass der dringend benötigte Effizienz-Schub gelingen kann.

Die Informationen und Zitate in diesem Beitrag basieren auf einer Pressemitteilung des GIH Bundesverband e.V. für Energieberatende.

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag und die verwendeten Bilder können ganz oder teilweise mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt oder bearbeitet worden sein.
Bild von Über das Autor:innen-Netzwerk von verbandsbuero.de

Über das Autor:innen-Netzwerk von verbandsbuero.de

Die Beiträge auf verbandsbuero.de entstehen in einem redaktionellen Netzwerk aus festangestellten und freien Redakteurinnen und Redakteuren mit langjähriger Erfahrung in Marketing, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit. Unser Team ist seit vielen Jahren eng in der Vereins- und Verbandswelt vernetzt und arbeitet kontinuierlich mit Organisationen, Verbänden und Institutionen aus unterschiedlichen Bereichen zusammen.

Viele Inhalte werden gemeinschaftlich recherchiert, geschrieben und redaktionell überarbeitet. Dieses kollaborative Vorgehen stellt sicher, dass fachliche Tiefe, Praxisnähe und unterschiedliche Perspektiven in jeden Beitrag einfließen. Aus diesem Grund veröffentlichen wir unsere Inhalte bewusst als Netzwerk-Arbeit und nicht immer unter dem Namen einzelner Autor:innen.

Die redaktionelle Verantwortung liegt beim Netzwerk von verbandsbuero.de. Alle Beiträge basieren auf fundierter Praxiserfahrung, aktuellem Fachwissen und einem klaren Fokus auf die Anforderungen von Vereinen, Verbänden und Non-Profit-Organisationen.

Alle Beiträge