VdK fordert gezielte Energiepreis-Hilfen für Geringverdienende und Grundsicherung

Der Sozialverband VdK fordert gezielte staatliche Entlastungen für Haushalte mit geringen Einkommen, die besonders unter den gestiegenen Energiepreisen leiden. Statt pauschaler Maßnahmen wie einer höheren Pendlerpauschale, die vor allem Bezieher hoher Einkommen begünstige, setzt sich der Verband für Direktzahlungen über den bereits bestehenden Klimageld-Mechanismus ein. Zudem verlangt der VdK eine kurzfristige Anpassung der Grundsicherung an die gestiegenen Lebenshaltungskosten.
VdK fordert gezielte Energiepreis-Hilfen für Geringverdienende und Grundsicherung

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– Der Sozialverband VdK fordert gezielte Entlastungen für Geringverdiener bei hohen Energiepreisen.
– Als Lösung schlägt der Verband Direktzahlungen über den bestehenden Klimageld-Mechanismus vor.
– Zudem wird eine kurzfristige Anpassung der Grundsicherung an gestiegene Lebenshaltungskosten verlangt.

VdK fordert gezielte Entlastung bei Energiepreisen für Menschen mit kleinen Einkommen

Der Sozialverband VdK drängt angesichts gestiegener Energiepreise auf schnelle und gezielte staatliche Hilfen für Menschen mit geringen Einkommen. Nach Auffassung des Verbands reichen allgemeine Entlastungen nicht aus, wenn steigende Abschläge und Heizkosten vor allem Haushalte mit wenig finanziellem Spielraum belasten.

In seiner Mitteilung vom 10.04.2026 spricht sich der VdK gegen pauschale steuerliche Instrumente aus. Stattdessen fordert der Verband Direktzahlungen über den bereits eingerichteten Mechanismus für das Klimageld sowie eine kurzfristige Anpassung der Grundsicherung.

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VdK-Präsidentin Verena Bentele begründet die Forderung so: „Von unseren Mitgliedern wissen wir, dass die gestiegenen Preise besonders Menschen mit kleinen Einkommen hart treffen. Eine Ausweitung oder Erhöhung der Pendlerpauschale wäre der falsche Weg, weil sie vor allem Menschen mit hohen Einkommen begünstigt. Statt pauschaler Entlastung brauchen wir jetzt zielgerichtete Unterstützung für Haushalte mit geringen Einkommen.“

Kritik an pauschalen Entlastungen

Der VdK stellt die Frage nach der sozialen Treffsicherheit staatlicher Hilfen in den Mittelpunkt. Aus Sicht des Verbands können breite Entlastungsmaßnahmen zwar politisch naheliegend sein, sie erreichen aber nicht automatisch jene Menschen, die unter steigenden Lebenshaltungs- und Energiekosten besonders stark leiden.

Vor allem steuerliche Entlastungen helfen nach dieser Sichtweise eher dort, wo überhaupt ein spürbarer steuerlicher Spielraum vorhanden ist. Haushalte mit kleinen Einkommen profitieren davon oft deutlich weniger. Für sie ist entscheidend, ob zusätzliche Belastungen schnell und konkret ausgeglichen werden.

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Bentele formuliert den Anspruch des Verbands so: „Nur ein moderner Sozialstaat kann in Krisensituationen wirksam helfen: mit klarer sozialer Treffsicherheit statt nach dem Gießkannenprinzip.“

Direktzahlungen über den Klimageld-Mechanismus

Nach Auffassung des VdK gibt es für schnelle Hilfe bereits ein geeignetes Instrument. Der Verband verweist auf den Direktzahlungsmechanismus, der für das Klimageld eingerichtet wurde und nun für eine unbürokratische Entlastung genutzt werden könne.

Dazu erklärt Verena Bentele: „Mit dem Direktzahlungsmechanismus, der für das Klimageld eingerichtet wurde, steht ein funktionierendes System bereit. Dieses muss jetzt genutzt werden, um Menschen mit wenig Geld schnell und unbürokratisch zu entlasten.“

Damit verbindet der Verband die Forderung, Hilfen nicht breit nach dem Gießkannenprinzip zu verteilen, sondern zielgerichtet dort einzusetzen, wo die finanzielle Belastung besonders hoch ist.

Trotz sinkender Kosten bleibt der soziale Druck hoch

Der VdK bestreitet nicht, dass es bereits Maßnahmen zur Dämpfung der Strom- und Gaskosten gibt. So sinken nach Angaben aus dem Dezember 2025 die Strom-Netzentgelte im Jahr 2026 von 6,65 auf 2,86 Cent pro Kilowattstunde. Grundlage ist ein Bundeszuschuss zu den Übertragungsnetzentgelten in Höhe von 6,5 Milliarden Euro.

Hinzu kommen weitere Entlastungen seit Beginn des Jahres 2026. Laut Bundesregierung sparen Haushalte mit Strom- und Gasverbrauch 2026 durchschnittlich 160 Euro bei einem Verbrauch von 3.500 kWh Strom und 20.000 kWh Gas. Seit dem 1. Januar 2026 entfällt zudem die Gasspeicherumlage. Nach Angaben des ADAC bedeutet das für einen Haushalt mit 20.000 kWh Gas eine Entlastung von etwa 58 Euro im Jahr.

Nach Angaben der Bundesregierung summieren sich die Energiepreismaßnahmen ab 2026 auf rund 10 Milliarden Euro pro Jahr. Aus Sicht des VdK bleibt jedoch offen, ob solche breit wirkenden Maßnahmen für einkommensschwache Haushalte ausreichen. Der Verband macht deutlich, dass allgemeine Preisentlastungen nicht automatisch dort den größten Effekt entfalten, wo das Geld ohnehin knapp ist.

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VdK verlangt Anpassung der Grundsicherung

Ein zweiter Schwerpunkt der VdK-Forderungen ist die Grundsicherung. Der Verband sieht hier akuten Handlungsbedarf, weil steigende Lebenshaltungs-, Wohn- und Heizkosten Menschen in der Grundsicherung besonders schnell an ihre Belastungsgrenzen bringen.

Dabei richtet der VdK den Blick besonders auf die Grundsicherung im Alter. Gerade ältere Menschen mit geringen finanziellen Spielräumen seien von steigenden Heizkosten besonders betroffen.

Bentele sagt dazu: „Die Grundsicherung ist seit zwei Jahren nicht angehoben worden. Das ist angesichts der Preisentwicklung nicht haltbar. Eine Anpassung ist dringend notwendig, auch und insbesondere für Menschen in der Grundsicherung im Alter. Wer sein Leben lang gearbeitet hat, darf in einer solchen Krise nicht ins Abseits geraten. Insbesondere Seniorinnen und Senioren dürfen sich nicht vor steigenden Heizkosten fürchten, wenn ihre körperliche Konstitution nach einer warmen Wohnung verlangt.“

Sozialstaat soll Leistungen leichter zugänglich machen

Über die aktuelle Debatte zu den Energiepreisen hinaus verbindet der VdK seine Forderungen mit einem grundsätzlichen Appell an den Sozialstaat. Aus Sicht des Verbands kommt Hilfe nur dann wirksam an, wenn sie einfach erreichbar ist und tatsächlich von den Berechtigten genutzt werden kann.

Der VdK verweist in diesem Zusammenhang auf die Vorschläge der Sozialstaatskommission und fordert deren zügige Umsetzung. Dahinter steht die Sorge, dass staatliche Leistungen ihre Wirkung verfehlen können, wenn sie zu kompliziert zugänglich sind oder aus verschiedenen Gründen nicht in Anspruch genommen werden.

Damit verknüpft der Verband die aktuelle Energiepreisdebatte mit einer grundsätzlichen sozialpolitischen Frage: Entlastung müsse nicht nur beschlossen, sondern auch so organisiert werden, dass sie Menschen mit wenig Einkommen schnell, direkt und verlässlich erreicht.

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Dieser Beitrag enthält Informationen und Zitate aus einer Pressemitteilung des Sozialverbands VdK Deutschland.

Weiterführende Quellen:

Update: Warum das Thema wichtig bleibt

Energiepreise sind für Haushalte mit kleinen Einkommen mehr als eine „Preisdebatte“: Steigende Abschläge und Heizkosten können schnell den Alltag bestimmen, während allgemeine Entlastungen oft nicht dort ankommen, wo das Geld ohnehin knapp ist. Der VdK stellt deshalb die Frage nach sozialer Treffsicherheit in den Mittelpunkt – mit Kritik am „Gießkannenprinzip“ und dem Fokus auf gezielte Unterstützung.

Für betroffene Menschen wird daraus vor allem ein Thema der unmittelbaren Absicherung: Entlastung soll schnell wirken und genau die Haushalte erreichen, die besonders belastet sind. Für Politik und Verwaltung heißt das, Instrumente wie den bereits eingerichteten Direktzahlungsmechanismus wirksam zu nutzen und zugleich Leistungen so zugänglich zu machen, dass Berechtigte sie tatsächlich in Anspruch nehmen können. Besonders betont wird die Anpassung der Grundsicherung, damit steigende Lebenshaltungs-, Wohn- und Heizkosten nicht zu neuen Engpässen führen.

Was Leserinnen und Leser jetzt wissen sollten

Warum fordert der VdK statt pauschaler Entlastungen gezielte Hilfe?
Der Verband argumentiert, dass breite Maßnahmen nicht automatisch einkommensschwache Haushalte besonders stark entlasten. Entscheidend sei, dass die Unterstützung dort ankommt, wo die Belastung am größten ist.

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Welche Lösung nennt der VdK konkret für eine schnelle Entlastung?
Er setzt auf Direktzahlungen über den für das Klimageld eingerichteten Mechanismus, damit Hilfe unbürokratisch und zeitnah erfolgt.

Was bedeutet die Forderung nach Anpassung der Grundsicherung?
Der VdK sieht Handlungsbedarf, weil steigende Kosten Menschen in der Grundsicherung schnell an Grenzen bringen – besonders bei der Grundsicherung im Alter.

Wie kann Hilfe für Berechtigte besser erreichbar werden?
Der Beitrag betont: Der Sozialstaat soll Leistungen so organisieren, dass sie einfach zugänglich sind und tatsächlich genutzt werden. Eine passende Anlaufstelle können Fachstellen, Beratungsstellen oder zuständige Behörden sein.

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10 Kommentare

  1. Die Regierung sagt 10 Milliarden entlastung ab 2026, aber was bringt das dem kleinen Haushalt wirklich? Netzentgelte senken ist gut, doch Heizkosten steigen weiter, also zielgenaue direktzahlungen über Klimageld mechanisumus klingt sinnvoll. Aber wie lang dauerts bis Auszahlung? Daten und erläuterung auf /daten/energie-entlastungen wären nützlich.

    1. Ich würd gern wissen ob die 10 milliarden auch wirklich an die einkommensschwachen geht oder mehr an mittelschicht. Durch pauschalen massnahmen fallen viele durch raster, darum ist zielrichtung wichtig. Transparenz und schnelle direkte hilfen sind nötig, bitte mehr detail auf /daten/energie-entlastungen und /politik/sozialpolitik.

  2. Die forderung das der Sozialstaat leistungen leichter erreichbar macht find ich kernpunkt. Oft sind die formulare zu kompliziert und leute scheuen behörden, das muss vereinfacht werden. Wäre gut wenn es zentrale anlaufstellen gibt, digital und analog. Links wie /service/sozialleistungen oder /hilfe-vdk koennen helfen, aber praktikable schritte fehlen noch.

    1. Genau, ich kenne mehrere die nicht online sind und trotzdem keine infos kriegen. Eine telefon nummer oder lokale beratung würd schon viel bringen. Auch kurze sprachliche erklärungen wären gut, viele worte und juristerei schreckt ab. Bitte mehr zugängliche infos auf /service/sozialleistungen und prakt. hilfe vor ort.

  3. Als jemand der wenig verdient, merk ich das jeden monat: Strom und Gas rechnet sich anders seit preiserhöhung. Die Zahlen mit 160 Euro einsparung helfen nicht allen, weil verteilung ungleich ist. Grundsicherung seit 2 jahren nicht erhöht, das geht nicht. Braucht zielgerichtete hilfe, bitte mehr klare anleitungen auf /hilfe/grundsicherung damit man weiss wie.

  4. Die Kritik an pauschalen Entlastungen find ich nachvollziehbar, Pendlerpauschale hilft nicht den armen menschen. Aber wie verhindert man Fehlallokation? Zielgenaue hilfen über Klimageld klingt logisch, trotzdem braucht es Transparenz. Könnte man nicht kurzfrstig eine ersatzregelung in der Grundsicherung machen? Siehe auch /politik/steuern und /ratgeber/energie.

    1. Gute frage, Transparenz ist wichtig aber oft fehlt personal in andren behörden. Wenn die Staatliche auszahlung über das Klimageld läuft, muss man prufen wer wirklich armer ist, sonst gehts wieder an falsche. Ich würd gern mehr zahlen wenn es sicher trifft, mehr infos auf /politik/steuern.

  5. Das VdK thema mit den Direktzahlungen über das Klimageld find ich wichtig, aber es klingt auch verwirrend für viele. Wie soll das genau an die Geringverdiener kommen, ohne bürokratie? Grundsicherung muss quick angepasst werden wegen hohen Heizkosten und Energiepreise. Mehr infos auf /politik/sozialpolitik oder /hilfe-vdk würde helfen.

    1. Stimmt, ich hab das auch so halb gelesen und versteh nicht alles. Klimageld mechanisumus war doch schon kompliziert, jetzt nochmal direktzahlen? Wer kontrollet das? Die älteren in Grundsicherung brauchen warme wohnung, aber viele wissen nicht wo sie antrag stellen, schau mal /ratgeber/energiepreise und /hilfe-vdk fuer tipps.

    2. Ich find die idee gut, aber die umsetzung fehlt. Wenn Direcktzahlungen kommen, dann schnell und simpel, sonst kommt es nicht bei denen an die es brauchen. Die energie preise und Heizkosten drückn hart, und die Grundsicherung is zäh zu ändern. Mehr beiträge auf /politik/sozialpolitik koennten erklähren.

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