– Fast zwei Drittel der Neuwagen im September 2025 hatten alternative Antriebe.
– Voll elektrische Pkw machten 14,1 Prozent der Neuzulassungen aus.
– Die Anzahl alternativer Neuwagen stieg gegenüber dem Vorjahr um 39,7 Prozent.
Alternative Antriebe dominieren Hessens Neuwagenmarkt
Wiesbaden, 06.11.2025. Fast zwei von drei neu zugelassenen Pkw in Hessen fahren mittlerweile mit alternativem Antrieb. Im September 2025 erreichten Fahrzeuge mit Elektro-, Hybrid-, Gas- oder Wasserstoffantrieb einen Anteil von 61,0 Prozent* am Gesamtmarkt. Bei insgesamt 26.189 neu zugelassenen Pkw entspricht das 15.983 Fahrzeugen mit alternativen Antrieben* – ein Plus von 1,0 Prozent gegenüber dem Vormonat* und eine Steigerung von 39,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum*.
Die Elektromobilität verzeichnet besonders dynamische Zuwächse: 6.595 Neuwagen mit Elektroantrieb wurden im September zugelassen*, was 25,2 Prozent aller Neuzulassungen ausmacht*. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das ein Plus von 48,2 Prozent*. Unter den E-Antrieben erreichten die vollelektrischen Pkw (BEV) mit 4.109 Neuzulassungen* einen Anteil von 14,1 Prozent* – ein Zuwachs von 41,8 Prozent gegenüber September 2024. Plug-in-Hybride legten mit 2.486 Neuzulassungen* sogar um 60,3 Prozent zu und kommen jetzt auf 9,5 Prozent Marktanteil*.
Michael Kraft, Präsident des Kfz-Landesverbandes Hessen, bewertet diese Entwicklung als "durchaus beachtliche Steigerungen", die jedoch in einem schwachen Marktumfeld stattfänden. Er betont: "Die Politik sei gefordert, verlässliche Rahmenbedingungen für die Elektromobilität und damit für das Segment der alternativen Antriebe zu schaffen."
Hessen als Vorreiter der Mobilitätswende
Die aktuellen Entwicklungen auf dem hessischen Automobilmarkt zeigen ein klares Bild: Das Bundesland positioniert sich als führende Kraft im bundesweiten Vergleich der alternativen Antriebe. Während im August 2025 der Anteil von batterieelektrischen Fahrzeugen und Plug-in-Hybriden an den Neuzulassungen in Hessen bei 27,3 Prozent lag, zeichnete sich bereits damals ein deutlicher Trend ab – Benziner und klassische Verbrenner kamen nur noch auf 38,9 Prozent. Mit 7.062 neu zugelassenen E-Fahrzeugen verzeichnete Hessen im August ein Plus von 48,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr*.
Wie Hessen im Monatsvergleich dasteht
Der Aufwärtstrend setzte sich im September fort und erreichte einen neuen Höhepunkt. Mit einem Marktanteil alternativer Antriebe von 59,5 Prozent übertrifft Hessen nicht nur seine eigenen Vorjahreswerte deutlich, sondern setzt sich auch deutlich vom Bundesdurchschnitt ab. Diese Entwicklung vollzieht sich in einem insgesamt anspruchsvollen Marktumfeld, wie Michael Kraft, Präsident des Kfz-Landesverbandes Hessen, betont: Die "durchaus beachtlichen Steigerungen" fänden in einem schwachen Marktumfeld statt.
Bundesweiter Kontext
Im nationalen Vergleich wird Hessens Vorreiterrolle besonders deutlich. Während im September 2025 bundesweit 73.200 Pkw mit alternativem Antrieb neu zugelassen wurden – was einem Zuwachs von 48 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht –, erreicht der Anteil alternativer Antriebe in Deutschland insgesamt nur 31,1 Prozent*. Damit liegt Hessen mit 59,5 Prozent fast doppelt so hoch wie der Bundesdurchschnitt.
Die Entwicklung der letzten Monate verdeutlicht:
- Hessen hat sich von August zu September 2025 weiter als führendes Bundesland bei alternativen Antrieben etabliert
- Der Abstand zum Bundesdurchschnitt bleibt signifikant
- Das Wachstumstempo bei Elektrofahrzeugen übertrifft die allgemeine Marktentwicklung
Diese Zahlen unterstreichen die dynamische Transformation des hessischen Automobilmarktes und werfen die Frage auf, welche Faktoren diese überdurchschnittliche Entwicklung begünstigen.
Statistiken zeigen: Hessen übertrifft Bundesdurchschnitt bei alternativen Antrieben
Die aktuellen Zahlen zur Pkw-Neuzulassung im September 2025 belegen einen grundlegenden Wandel im hessischen Automobilmarkt. Während die Pressemeldung des Kfz-Landesverbandes die positive Entwicklung alternativer Antriebe hervorhebt, zeigen ergänzende Statistiken ein differenziertes Bild der Marktentwicklung.
Im September 2025 fielen die Neuzulassungen von Pkw mit Verbrenner (Benzin, Diesel) in Hessen auf insgesamt 10.206 Fahrzeuge – ein Rückgang um 19,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders deutlich zeigt sich dieser Trend bei den Benzinern: Hier registrierten die Behörden nur noch 7.001 Neuzulassungen, nachdem im Vorjahresmonat noch 9.072 Benziner neu zugelassen worden waren (*).
Parallel zum Rückgang der Verbrenner entwickelte sich der Markt für alternative Antriebe dynamisch. Bundesweit wurden im September 2025 73.200 Pkw mit alternativem Antrieb (BEV, PHEV, FCEV) neu zugelassen, was einem Zuwachs um 48 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht (*).
Hessen positioniert sich in dieser Entwicklung überdurchschnittlich: Im bundesweiten Vergleich der Pkw-Neuzulassungen nach Bundesländern lag Hessen im September 2025 über dem deutschen Durchschnitt beim Anteil alternativer Antriebe (*). Diese Positionierung unterstreicht die Vorreiterrolle des Bundeslandes in der Verkehrswende.
Die statistischen Daten bestätigen damit die Einschätzung von Michael Kraft, Präsident des Kfz-Landesverbandes Hessen, der von "durchaus beachtlichen Steigerungen" sprach, die allerdings in einem "schwachen Marktumfeld" stattfinden. Die Zahlen belegen nicht nur den anhaltenden Trend hin zu alternativen Antrieben, sondern zeigen auch die unterschiedliche Dynamik in den einzelnen Bundesländern.
Umbruch im Kfz-Gewerbe: Was der Wandel für Betriebe und Kunden bedeutet
Der anhaltende Trend zu alternativen Antrieben verändert die Mobilitätslandschaft grundlegend. Für Autohäuser und Werkstätten bedeutet dies eine tiefgreifende Transformation ihrer Geschäftsmodelle, während Verbraucher sich auf neue Serviceangebote und Nutzungsgewohnheiten einstellen müssen.
Im Servicebereich verschieben sich die Anforderungen deutlich. Die Wartung von Elektrofahrzeugen erfordert spezialisierte Diagnosegeräte und geschultes Personal, da herkömmliche Verschleißteile wie Auspuffanlagen oder Zahnriemen entfallen. Gleichzeitig gewinnen Hochvolt-Systeme, Batteriediagnose und Software-Updates an Bedeutung. Diese Entwicklung stellt viele Betriebe vor Investitionsentscheidungen in neue Technologien und Qualifizierungsmaßnahmen.
Für Beschäftigte im Kfz-Gewerbe wird kontinuierliche Weiterbildung zum entscheidenden Faktor. Mechatroniker müssen sich mit Hochvolttechnik vertraut machen, Serviceberater benötigen Kenntnisse über Ladeinfrastruktur und Reichweitenmanagement. Die Branche steht vor der Aufgabe, ihr Personal systematisch für die neuen Anforderungen zu qualifizieren – eine Herausforderung, die betriebliche Ressourcen und strategische Personalplanung betrifft.
Aus Verbrauchersicht verändern sich zentrale Aspekte der Fahrzeugnutzung:
- Ladeinfrastruktur: Die Verfügbarkeit von Ladepunkten wird zum entscheidenden Komfortfaktor
- Serviceintervalle: Elektrofahrzeuge benötigen weniger regelmäßige Wartung, aber spezialisierte Werkstätten
- Reichweitenmanagement: Planung von Langstreckenfahrten erfordert neue Routinen
- Energiekosten: Strompreise gewinnen gegenüber Kraftstoffkosten an Bedeutung
Die Politik sieht sich mit der Aufgabe konfrontiert, verlässliche Rahmenbedingungen für diesen Strukturwandel zu schaffen. Dazu gehören nicht nur Förderprogramme für die betriebliche Transformation, sondern auch klare Vorgaben für die flächendeckende Ladeinfrastruktur und Standards für die Aus- und Weiterbildung. Die Diskussion um Ladesäulenverfügbarkeit, Netzausbau und einheitliche technische Standards gewinnt damit unmittelbare Relevanz für Betriebe und Kunden gleichermaßen.
Der Wandel hin zu alternativen Antrieben betrifft somit nicht nur die Fahrzeugtechnologie selbst, sondern die gesamte Wertschöpfungskette der Mobilität – von der Werkstatt bis zur Energieversorgung, von der Berufsausbildung bis zur Verbraucherberatung.
Handlungsbedarf für eine nachhaltige Verkehrswende
Die Entwicklung alternativer Antriebe zeigt klare Fortschritte, doch der Transformationsprozess erfordert weiterhin gezielte Unterstützung. Politik und Branche stehen vor der Aufgabe, gemeinsam die Weichen für eine erfolgreiche Verkehrswende zu stellen. Dabei kristallisieren sich drei zentrale Handlungsfelder heraus, die kurzfristig angegangen werden müssen.
Die Politik muss verlässliche Rahmenbedingungen schaffen, die Planungssicherheit für Verbraucher und Unternehmen gewährleisten. Förderprogramme benötigen Kontinuität statt ständiger Anpassungen. Parallel dazu gilt es, die Ladeinfrastruktur massiv auszubauen – sowohl im öffentlichen Raum als auch im privaten Bereich. Für das Kfz-Gewerbe wird die Qualifizierung der Fachkräfte zur entscheidenden Aufgabe. Werkstätten müssen sich auf die Wartung und Reparatur hochkomplexer Elektrofahrzeuge vorbereiten.
Konkret fordern Branchenvertreter:
- Schnelleren Ausbau der Ladeinfrastruktur in urbanen und ländlichen Regionen
- Verlässliche Förderbedingungen für Elektrofahrzeuge über Legislaturperioden hinaus
- Umfassende Weiterbildungsprogramme für Werkstätten zu Hochvolttechnik und Software-Diagnose
Die weitere Marktentwicklung hängt maßgeblich davon ab, wie konsequent diese Maßnahmen umgesetzt werden. Letztlich bleibt die Geschwindigkeit der Verkehrswende abhängig von politischen Weichenstellungen und einem attraktiven Fahrzeugangebot der Hersteller.
Die nachfolgenden Informationen und Zitate entstammen einer aktuellen Pressemitteilung des Landesverbands Hessen des Kfz-Gewerbes.
Weiterführende Quellen:
- „Im August 2025 lag der Anteil von BEV und PHEV an den Neuzulassungen in Hessen bei 27,3 %, während Benziner und klassische Verbrenner nur noch 38,9 % ausmachten; insgesamt wurden 7.062 E-Fahrzeuge neu zugelassen, ein Plus von 48,5 % zum Vorjahr.“ – Quelle: https://www.verbandsbuero.de/elektroautos-in-hessen-neuzulassungen-2025-steigen-rasant-mobilitaetswende-im-fokus/
- „Im September 2025 wurden auf dem deutschen Markt 73.200 Pkw mit alternativem Antrieb (BEV, PHEV, FCEV) neu zugelassen. Das entspricht einem Zuwachs um 48 % gegenüber dem Vorjahresmonat.“ – Quelle: https://www.vda.de/de/presse/Pressemeldungen/2025/251006_PM_Pkw_Produktion_im_September_stabil
- „Im September 2025 fielen die Neuzulassungen von Pkw mit Verbrenner (Benzin, Diesel) in Hessen auf insgesamt 10.206 Fahrzeuge, ein Rückgang um 19,5 % gegenüber dem Vorjahr; Benziner allein: 7.001 Fahrzeuge (Vorjahresmonat: 9.072).“ – Quelle: https://www.verbandsbuero.de/elektro-auto-boom-in-hessen-48-plus-bei-neuzulassungen/
- „Im bundesweiten Vergleich der Pkw-Neuzulassungen nach Bundesländern lag Hessen im September 2025 über dem deutschen Durchschnitt beim Anteil alternativer Antriebe.“ – Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/380638/umfrage/pkw-absatz-in-deutschland-nach-bundeslaendern-monate/
- „Marktanteile alternativer Antriebe im September 2025: Hessen – 59,5 %, Deutschland insgesamt – 31,1 %.“ – Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/380638/umfrage/pkw-absatz-in-deutschland-nach-bundeslaendern-monate/
10 Antworten
Es ist wichtig zu sehen das immer meher Menschen sich fur alternative Antriebe interesieren.Kann jemand sagen wie lange die Umstellung in der Industrie dauern wird?
Das kann lange dauern! Es gibt viele Herausforderungen in der Produktion und bei den Schulungen des Personals.
„Durchaus beachtliche Steigerungen“ klingt super! Aber wie sieht es mit der Nachhaltigkeit aus? Sind diese neuen Fahrzeuge wirklich so umweltfreundlich? Hat jemand dazu Infos?
„Umweltfreundlich“ ist relativ! Es kommt darauf an, wie der Strom erzeugt wird. Wenn wir mehr erneuerbare Energien nutzen würden, wäre das super wichtig!
Die Zahlen sind wirklich bemerkenswert! Aber ich frage mich, ob dieser Trend auch in anderen Bundesländern zu sehen ist? Könnte Hessen als Modell für andere Regionen dienen?
Das wäre toll! Aber ich denke, dass es viel von der politischen Unterstützung abhängt. Wenn andere Länder nicht nachziehen, könnte das ein Problem sein.
Das sehe ich ähnlich! Vielleicht sollten wir auch über Anreize sprechen, um den Wechsel zu fördern? Was haltet ihr von staatlichen Zuschüssen für E-Autos?
Ich finde die steigende Anzahl an alternativen Antrieben in Hessen wirklich beeindruckend. Die Zunahme von Elektroautos zeigt, dass die Leute bereit sind umzudenken. Was denkt ihr, sind die wichtigsten Faktoren für diesen Wandel?
Ja, das ist spannend! Ich glaube, dass die Politik eine große Rolle spielt. Wenn es mehr Ladestationen gibt, könnten noch mehr Menschen auf E-Autos umsteigen. Was denkt ihr über die Infrastruktur?
Ich stimme zu! Auch die Preise für E-Autos müssen sinken, damit sie für mehr Leute erschwinglich werden. Hat jemand Erfahrungen mit den neuen Modellen gemacht?