Eiskunstlauf-WM 2026 in Prag: Hase/Volodin holen WM-Gold vor über 111.000 Zuschauern

Die Eiskunstlauf-WM 2026 in Prag endete für Deutschland mit dem Höhepunkt des WM-Titels im Paarlaufen durch Minerva Hase und Nikita Volodin. Das Duo komplettierte damit nach Olympia-Bronze und den WM-Medaillen der Vorjahre seinen Erfolgsbogen. Mit Finalplätzen in drei Disziplinen und über 111.000 Zuschauern war die WM sowohl sportlich als auch als Event ein voller Erfolg.
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– Minerva Hase und Nikita Volodin gewannen bei der Eiskunstlauf-WM 2026 in Prag Paarlauf-Gold mit neuer Bestleistung.
– Die Weltmeisterschaft lockte über 111.000 Zuschauer an und setzte mit aufwendiger Inszenierung neue Maßstäbe.
– Das deutsche Team erreichte in allen drei vertretenen Disziplinen das Finale, darunter auch im Eistanz und Einzellauf.

Weltmeister-Gold in Prag: Hase und Volodin krönen die deutsche WM-Bilanz

Die Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften 2026 in Prag sind für das deutsche Team mit einem sportlichen Ausrufezeichen zu Ende gegangen: Minerva Hase und Nikita Volodin gewannen im Paarlauf den Weltmeistertitel und sorgten damit für den Höhepunkt aus deutscher Sicht. Die WM fand vom 24. bis 29. März 2026 in der O2 Arena in Prag statt, wie aus den offiziellen Wettbewerbsdaten der International Skating Union hervorgeht. Nach Angaben der Deutschen Eislauf-Union verfolgten mehr als 111.000 Zuschauer das Geschehen über die vier WM-Wettbewerbstage hinweg.

Für den deutschen Eiskunstlauf ist der Titelgewinn mehr als nur eine einzelne Top-Platzierung. Hase und Volodin ließen auf ihre olympische Bronzemedaille derselben Saison in Prag WM-Gold folgen und stellten dabei mit 228,33 Punkten eine neue Bestleistung auf. Damit stand bei dieser nacholympischen WM nicht nur ein Erfolg im Ergebnisprotokoll, sondern auch ein Signal für die aktuelle Stärke des deutschen Paarlaufs. Für die deutschen Paare fühlte sich die Kür-Entscheidung dabei laut DEU fast wie eine Heim-WM an: Viele deutsche Fans waren nach Prag gereist und säumten die Ränge mit schwarz-rot-goldenen Flaggen.

Warum der Titel für Deutschland herausragt

Der Triumph von Hase und Volodin wirkt auch deshalb so bedeutend, weil sich ihre Entwicklung im WM-Verlauf der vergangenen Jahre klar ablesen lässt: Bronze 2024, Silber 2025, Gold 2026. Mit diesem Sieg haben sie den kompletten WM-Medaillensatz vollendet.

DEU-Sportdirektor Jens ter Laak ordnete den Erfolg so ein: „Die Leistung von Minerva und Nikita bei den Weltmeisterschaften war großartig. Ein Weltmeistertitel ist etwas Einmaliges und es ist der erste WM-Titel in ihrer Karriere. Für den deutschen Eiskunstlauf ist der WM-Titel etwas ganz Besonderes, den gewinnt man nicht jeden Tag“.

Der Titel steht zugleich nicht isoliert. Auch Annika Hocke und Robert Kunkel beendeten die WM mit einem starken Ergebnis und kamen auf Rang sieben. Ihr Auftritt wurde zusätzlich durch den vielbeachteten Headbanger zum medialen Thema. Ter Laak sagte dazu: „Annika und Robert haben ein tolles Programm abgeliefert und konnten wie schon bei den Olympischen Spielen zeigen, dass sie zu den besten Top-Ten-Paaren der Welt gehören. Es ist schön zu sehen, dass wir mit zwei Paaren unter den besten Paarläufern der Welt angekommen sind“.

Dass Deutschland in Prag mit zwei konkurrenzfähigen Paaren vertreten war, unterstreicht die besondere Stellung dieser Disziplin im Verband. Die DEU knüpft daran auch Erwartungen für die kommenden Jahre. „Wir möchten diese Erfolge als traditionelle Paarlauf-Nation auch zukünftig fortsetzen und noch mehr in die Nachwuchsarbeit der Disziplin investieren.“

Finalplätze in drei Disziplinen als WM-Bilanz

Jenseits des Goldmoments fällt auch die Gesamtbilanz des deutschen Teams solide aus. In allen drei Disziplinen, in denen deutsche Läuferinnen und Läufer am Start waren, gelang der Einzug ins Finale.

Im Eistanz hielten Jennifer Janse van Rensburg und Benjamin Steffan im Kürtanz ihren 17. Platz aus dem Rhythmustanz. Nach einer Saison, die laut Verband nicht durchgängig gut verlief, war das ein versöhnlicher Abschluss. Ter Laak sagte: „Jennifer und Benjamin laufen schon zehn Jahre zusammen. Es ist schön, dass sie sich am Ende der Saison, in der es nicht durchgängig gut gelaufen ist, so präsentieren konnten. Vor allem das verpasste Olympia-Finale war ein herber Schlag für die Beiden. Dass sie jetzt nochmal ihre Leistung abrufen und ins Finale einziehen konnten, ist ein tolles Ergebnis und ein schönes Erlebnis zum Ende der Saison“.

Im Männer-Einzellauf sammelte Genrikh Gartung wichtige Erfahrung auf höchstem Niveau. Der Deutsche Meister trat in Prag bei seiner ersten Weltmeisterschaft an, war der jüngste Teilnehmer im Feld und erreichte das Finale. Die Kür beendete er auf Platz 24 unter 36 Teilnehmern. Ter Laak bewertete den Auftritt so: „Bei Genrikh ist allein die Tatsache, dass er bei der WM seine beiden Programme, Kurzprogramm und Kür, anbieten konnte, bei dieser Konkurrenz ein großer Erfolg. Man darf nicht vergessen, dass er erst 18 Jahre alt und eigentlich noch ein Junioren-Läufer ist, und er sich in Prag schon auf internationaler Ebene mit seinem Potenzial und seiner Palette an Vierfachsprüngen vorstellen konnte“.

Das Gesamtfazit des Sportdirektors fiel entsprechend positiv aus: „Angeführt von den Weltmeistern, was ein grandioser Erfolg ist, konnten alle Sportler fast ihr Maximum rausholen. Natürlich kann jeder individuell noch einen draufsetzen, selbst die Weltmeister. Potenzial nach oben ist immer vorhanden, aber grundsätzlich ist es für uns ein sehr gutes Ergebnis, dass wir uns in allen drei Disziplinen, in denen wir am Start waren, im Finale präsentieren konnten“.

Offen bleibt aus deutscher Sicht vorerst die Frauen-Konkurrenz. Ter Laak sagte dazu: „Wir haben sowohl im Junioren Damen als auch im Junioren Herren Bereich potenzielle Kandidaten, die in der Zukunft Deutschland bei internationalen Meisterschaften vertreten können. Ich bin positiv eingestellt, dass wir uns nach einer Durststrecke auch bei den Frauen in den nächsten Jahren wieder präsentieren können.“ Zugleich ist klar, dass die besten deutschen Juniorinnen in der kommenden Saison noch nicht das Mindestalter für EM- und WM-Teilnahmen erfüllen werden. Der Aufbau in dieser Disziplin braucht also weiter Zeit.

Prag als Bühne: Wie groß dieses WM-Event war

Die Titelkämpfe in Prag waren nicht nur sportlich auffällig, sondern auch als Veranstaltung. Laut den offiziellen ISU-Daten lief die WM über sechs Tage in der O2 Arena. Wie eng das Programm getaktet war, zeigt schon ein Blick auf den 25. März: Um 11:30 Uhr begann das Frauen-Kurzprogramm, um 18:45 Uhr folgte das Paarlauf-Kurzprogramm, jeweils in lokaler Zeit.

Die DEU beschreibt die Veranstaltung als besonders groß aufgezogenes WM-Format. Genannt werden Lichtshows, LED-Banden, DJ-Musik, Rauch-Fontänen und Feuerwerke. Die Organisation und Präsentation der WM-Wettbewerbe seien noch größer aufgezogen gewesen als bei der Eiskunstlauf-WM 2025 in Boston und auch bei den Olympischen Winterspielen in Mailand, heißt es vom Verband. Die Kulisse in Prag trug erkennbar dazu bei, die Wettbewerbe über den Kreis der Fachöffentlichkeit hinaus als Spektakel wahrnehmbar zu machen.

Nach Angaben der DEU kamen insgesamt mehr als 111.000 Besucher in die Arena. Für die Kür der Männer mit Ilia Malinin sei die Halle mit rund 15.000 Zuschauern komplett gefüllt gewesen. DEU-Präsident Dr. Andreas Wagner sagte: „Das war eine herausragende WM. Das sportliche Niveau bei dieser nacholympischen Weltmeisterschaft war insgesamt sehr hoch und die Atmosphäre in Prag gigantisch. Wenn an einem Donnerstagnachmittag um zwei die Halle voll ist, ist das schon bemerkenswert“.

Damit lässt sich die zugespitzte Verbandsformulierung, die WM habe Olympia „die Show gestohlen“, zumindest atmosphärisch einordnen: Nicht als objektiver Vergleich, sondern als Hinweis darauf, wie dicht besetzt, publikumsstark und aufwendig inszeniert diese Weltmeisterschaften waren.

Was vom Erfolg bleibt

Der Sieg von Hase und Volodin steht am Ende einer Saison, in der das Paar sportlich und in seiner Außenwirkung zu einer prägenden Figur des deutschen Eiskunstlaufs geworden ist. In Prag würdigten DEU-Präsident und Sportdirektor die Leistungen des Duos sowie des mitgereisten Trainerteams Dmitri Savin und Knut Schubert noch einmal gesondert und überreichten ihnen Geschenke zur Erinnerung an den Olympia-Moment in Mailand.

Wagner formulierte den größeren Wert dieses Erfolgs so: „Außergewöhnlich am Erfolg von Minerva und Nikita ist, dass sie so rasch ein so hohes Niveau erreicht haben – mit Olympia-Medaille und WM-Gold schon im dritten gemeinsamen Jahr. Aber auch durch ihre positive Ausstrahlung und ihr sympathisches Auftreten repräsentieren sie auf perfekte Art und Weise die Sportart Eiskunstlaufen“.

Für den Verband ist das Rückenwind nach einer WM, die sportliche Ergebnisse, Aufmerksamkeit und starke Bilder zusammengeführt hat. Prag war damit nicht nur Schauplatz eines Weltmeistertitels, sondern auch ein Hinweis darauf, wo der deutsche Eiskunstlauf derzeit seine Stärken hat: im Paarlauf, mit Perspektiven im Nachwuchs und mit der Aufgabe, die Lücken in anderen Disziplinen Schritt für Schritt zu schließen.

Die vorliegenden Informationen und Zitate stammen aus einer offiziellen Pressemitteilung der Deutschen Eislauf-Union e.V., die fundierte Einblicke und Neuerungen aus der Welt des Eiskunstlaufs liefert.

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6 Kommentare

  1. Der weg Bronze Silber Gold von Hase und Volodin ist beeindruckend und zeigt kontinuität, aber wie bleibt das nachhaltig wenn der verband nicht genug in Nachwuchs investiert? Ter Laak spricht von weiterem aufbau, gibt es budgetpläne in /analyse/paarlauf-trend oder ein interview in /interview/ter-laak damit man besser verstehn kann was kommt?

    1. Gute frage, ich glaub die müssen jetzt mehr jugend foerdern und trainingszentren ausbauen, ohne struktur geht das nicht, wer bezahlt das eigentlich und wie verteilt sich das geld auf vereine und lehrer, vielleicht gibt es infos in /verband/deu-nachwuchs oder from lokalen berichten

  2. Jennifer und Benjamin haben langezusammen gelaufen und trotz schwerer saison ins Finale gekomemn was respekt zeigt, aber was macht der verband konkret fuer eistanz training und mental coaching? die persistantz ist gut aber braucht auch innovation, mehr details gern in /sport/eistanz oder /trainer/knut-schubert bitte teilt eure meinung

  3. 111000 zuschauer klingt riesig, die O2Arena war voll bei manchen laufern wie Malinin steht im bericht, die inszenierung mit DJ und rauch und licht fand ich ambivalent weil es macht stimmung aber nimmt fokus vom eiskunstlauf weg, lohnt so viel show fuer die sportliche leistung? siehe /veranstaltung/prag-o2 fuer mehr

  4. Schon gut das die DEU zwei Paare im Finale hatt, aber ich frage mich ob die Nachwuchsarbeit genug gefördert wird steht was dazu in /verband/deu-nachwuchs? Genrikh ist jung und kann noch lerne, die vierfachsprünge sind riskant aber nötig, wie kann der Verband das gleichgewicht zwischen sicherheit und erfolg halten?

  5. Ich find das mit Hase und Volodin war gut aber auch komisch weil die show so laut war die LEDbänderund feuerrwerk ablenkt vom Paarlauf, die Bestleistung 228,33 punkte ist beeindruckend aber war die wertung fair? Mehr infos auf /eissport/wm-2026 und /berichte/wm2025-boston währe noch nützlich

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