Einsatz von Chlor-Biozid bedroht Wattenmeer: DUH erhebt Klage gegen Betrieb des LNG-Terminals

Klage gegen Chlor-Biozid im Wattenmeer: Deutsche Umwelthilfe kämpft gegen gefährliche Reinigungsmethode des LNG-Terminals in Wilhelmshaven. Wichtige rechtliche Schritte für den Schutz des sensiblen Ökosystems und der Fischereiindustrie.
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Bremen (VBR). Deutsche Umwelthilfe verklagt Betrieb des LNG-Terminals in Wilhelmshaven aufgrund von Chlor-Biozid-Einsatz

Berlin (ots) – Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat beim Bundesverwaltungsgericht Klage gegen den Einsatz von Biozid beim Betrieb des LNG-Terminalschiffs „Höegh Esperanza“ vor Wilhelmshaven eingereicht. Die DUH möchte damit einen Stopp der Chlor-Einleitung erreichen und fordert die unverzügliche Umrüstung des Terminalschiffs auf den aktuellen Stand der Technik ohne Chlor.

Uniper, der Betreiber des LNG-Terminals, reinigt derzeit die Rohrsysteme des Terminalschiffs mit Chlor-Biozid und leitet es anschließend in die Jademündung ein. Die DUH kritisiert diese Vorgehensweise und betont, dass dies das sensible Ökosystem der Jade und des Wattenmeers erheblich gefährdet. Sie fordert, dass umweltfreundlichere Alternativen zur Reinigung genutzt werden, die dem aktuellen Stand der Technik entsprechen.

Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH, äußerte sich zu der Klage: „Uniper verschmutzt in Wilhelmshaven die Jade und die Nordsee, obwohl schonendere Alternativen vorhanden sind. Das Wattenmeer wird damit leichtfertig als Müllhalde missbraucht. Dieses Vorgehen ist nicht nur falsch, sondern auch rechtswidrig.“

Die DUH weist darauf hin, dass sie bereits in der Vergangenheit das Bundeswirtschaftsministerium, die Landespolitik und Behörden auf die rechtliche Unzulässigkeit des Biozid-Einsatzes hingewiesen hat. Sie betont, dass umweltfreundlichere Lösungen zur Verfügung stehen und dass der Einsatz von Biozid nicht dem aktuellen Stand der Technik entspricht. Dies wird auch durch die Umrüstung des zweiten LNG-Terminalschiffs für Wilhelmshaven bestätigt, das ohne den Einsatz von Chlor gereinigt werden soll.

Constantin Zerger, Leiter Energie und Klimaschutz der DUH, betont zudem die Auswirkungen des Biozid-Einsatzes auf die lokale Fischerei: „Leidtragende des Biozid-Einsatzes sind darüber hinaus die Krabben- und Muschelfischer an der Jade. Diese drohen ihre Existenzgrundlage zu verlieren, wenn die Einleitung von Chlor-Biozid ungebremst fortgesetzt wird.“

Die DUH sieht die Klage als einen notwendigen Schritt, um den Schutz des Wattenmeers durchzusetzen. Bisher wurde der Einsatz von Biozid von der zuständigen Zulassungsbehörde, dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz, weiterhin erlaubt, obwohl es umweltfreundlichere Alternativen gibt.

Die Klageschrift sowie weitere Informationen finden Sie hier: [Link zur Klageschrift]

Pressekontakt:
– Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer
– Constantin Zerger, Leiter Energie und Klimaschutz
– DUH-Newsroom: 030 2400867-20
– www.duh.de, www.twitter.com/umwelthilfe, www.facebook.com/umwelthilfe, www.instagram.com/umwelthilfe, www.linkedin.com/company/umwelthilfe

Quelle: Deutsche Umwelthilfe e.V., übermittelt durch news aktuell

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