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Einfacher Wohnungsbau: Soziale Vermieter fördern Gebäudetyp E

Einführung einer neuen Bauweise: „E - wie einfach“

Am 28. Juni 2024 sprach sich Schleswig-Holsteins Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack für neue Baustandards aus und stellte eine wegweisende Studie vor. Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), unterstützte diese Initiative und betonte die Notwendigkeit einer „Kultur des Weglassens“ im Bauwesen. Mit mehr als 20.000 zu beachtenden Normen sei der Bauprozess in Deutschland ausufernd komplex geworden, so Breitner. Er plädierte dafür, sich verstärkt an den praktikableren Lösungen europäischer Nachbarn zu orientieren und weniger aufwändige, aber langlebige Low-Tech-Lösungen umzusetzen. Weniger Schallschutz, verschlankte technische Ausstattung und ein Verzicht auf vermeintlichen Luxus könnten zur Kostensenkung und Qualitätserhöhung beitragen.

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Presse /news Verbandsnachrichten

Bremen (VBR). Eine neue Ära des Bauens: Weniger ist mehr

Am Freitag präsentierte Schleswig-Holsteins Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack (CDU) eine bahnbrechende Studie zu neuen Baustandards und rief zu Innovationen im Bauwesen auf. Mit dieser Initiative stößt sie auf starke Unterstützung von Andreas Breitner, dem Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW). Er spricht sich eindeutig für einen einfacheren Gebäudetyp aus, der als „E – wie einfach“ bekannt werden soll.

Planen und Bauen in Deutschland sind mittlerweile durch eine schier endlose Zahl von Gesetzen, Normen und Regelungen geprägt. Diese Vielfalt an Standards führt laut Breitner oft nicht zu besserer Lebensqualität, sondern vielmehr zu höheren Kosten. Über 20.000 Normen müssen beim Bau eines Wohngebäudes beachtet werden, was die Komplexität ins Unermessliche steigert. Breitner macht deutlich, dass „viele im einzelnen sinnvolle Normen am Ende oftmals nicht zu mehr Qualität führen.“

Warum daher nicht den Blick ins europäische Ausland richten? Dort gelingt das Wohnen unter ähnlichen Umweltbedingungen mit weniger starren Vorgaben wesentlich kosteneffizienter. Ein faszinierendes Beispiel sind Gründerzeitbauten: Laut den Ergebnissen des Zensus 2022 genießen die Menschen diese Altbauwohnungen trotz – oder vielleicht gerade wegen – ihres geringeren Schallschutzes, sichtbaren elektrischen Leitungen und knarzenden Dielenböden. Hier bewährt sich tatsächlich das Prinzip „Weniger ist mehr“.

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Doch die „Kultur des Weglassens“ soll nicht nur bei architektonischen Details Wirkung zeigen. Auch in der technischen Ausstattung von Wohngebäuden kann durch sogenannte Low-Tech-Lösungen ein Rückgang von kostspieliger und wartungsintensiver Technik erreicht werden. Architekten betonen, dass langlebige und wartungsarme Gebäude durch einfache technische Ausstattungen realisiert werden können. Schließlich ist moderne Technik nicht nur teuer in der Anschaffung, sondern auch im Unterhalt.

Breitner fordert daher einen tiefgreifenden Paradigmenwechsel. Es gilt, liebgewonnene Standards zu überdenken: Weniger Aufzüge, reduzierter Schallschutz, Verzicht auf Loggien zugunsten von Balkonen und eine geringere Anzahl von Steckdosen. Dieser minimalistische Ansatz könnte entscheidend dazu beitragen, die Kosten im Bauwesen zu senken und den Wohnungsbau wieder bezahlbar zu machen.

Der VNW vertritt in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein insgesamt 443 Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften. In den von ihnen verwalteten 709.000 Wohnungen leben rund 1,5 Millionen Menschen, bei einer durchschnittlichen Nettokaltmiete von 6,59 Euro pro Quadratmeter. Die Forderungen und Ideen Breitners reflektieren die Erfahrungen und Bedürfnisse dieser großen Gemeinschaft.

Mit diesen neuen Impulsen könnten Schleswig-Holstein und der gesamte Norden Deutschlands eine Vorreiterrolle im nachhaltigen und erschwinglichen Wohnungsbau einnehmen. Für viele Mieter und Bauherren wäre dies sicherlich eine willkommene Entwicklung. Denn letztlich zählt vor allem eins: hoher Wohnkomfort zu tragbaren Preisen.

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Für weitere Informationen, Pressekontakte, Bilder oder Dokumente geht es hier zur Quelle mit dem Originaltitel:
Soziale Vermieter unterstützen Gebäudetyp E mit einfacheren Standards im Wohnungsbau

Original-Content übermittelt durch news aktuell.

Zitierte Personen und Organisationen

  • Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V. (VNW)
  • VNW-Direktor Andreas Breitner
  • Schleswig-Holsteins Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack (CDU)
  • Europäisches Ausland (erwähntes Beispiel)
  • Architekten (allgemein erwähnt, spezifisch nicht genannt)
  • Oliver Schirg, Referat Kommunikation, Verband Norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW)

Meldung einfach erklärt

  • Datum und Uhrzeit: 28. Juni 2024, 11:59 Uhr
  • Veranstalter: Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V. (VNW)

Worum geht es?

  1. Andreas Breitner vom VNW spricht darüber, dass Planen und Bauen in Deutschland durch viele Regeln sehr kompliziert ist.
  2. Es gibt über 20.000 Normen, die beim Bau eines Hauses beachtet werden müssen.
  3. Oftmals machen diese vielen Regeln das Bauen teurer, ohne die Qualität zu verbessern.

Was ist der Vorschlag?

  • Andreas Breitner unterstützt eine neue Idee von Schleswig-Holsteins Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack.
  • Sie schlägt einen neuen Gebäudetyp „E – wie einfach“ vor.
  • Die Idee dahinter ist, weniger Regeln und Technik zu verwenden.
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Warum soll das gut sein?

  1. Kosten sparen: Weniger Regelungen können dazu führen, dass der Bau günstiger wird.
  2. Einfachere Wartung: Weniger Technik bedeutet, dass Gebäude einfacher zu warten sind.
  3. Beispiele aus anderen Ländern: In anderen europäischen Ländern lebt man unter ähnlichen Bedingungen, aber oft mit weniger Regeln.

Fragen und Antworten:

  • Warum lieben Menschen alte Gründerzeitbauten?

    • Weil sie oft simpler sind und trotzdem angenehm zum Wohnen.
    • Beispiel: Geringerer Schallschutz oder elektrische Leitungen an den Wänden werden akzeptiert.
  • Was meint „Low-Tech-Lösungen“?

    • Architekten planen Gebäude mit weniger technischer Ausstattung.
    • Ziel: Wartungsarme und langlebige Gebäude.
  • Was würde sich ändern?
    • Weniger Aufzüge.
    • Weniger Schallschutz.
    • Mehr Balkone statt Loggien.
    • Weniger Steckdosen.

Wer ist der VNW?

  • Der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW) vertritt 443 Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein.
  • Insgesamt verwalten diese Unternehmen 709.000 Wohnungen, in denen etwa 1,5 Millionen Menschen leben.
  • Die durchschnittliche Kaltmiete beträgt 6,59 Euro pro Quadratmeter.

Kontaktinformationen:

  • Verantwortlich: Oliver Schirg
  • Telefon: +49 40 52011 226
  • Mobil: +49 151 6450 2897
  • E-Mail: schirg@vnw.de

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