– Eine-Million-Sterne-Aktion am 15. November 2025 an über 100 Orten in Deutschland
– Solidaritätsaktion unterstützt Anti-Gewalt-Projekte für Jugendliche in Mexiko
– Kerzen leuchten als Zeichen der Hoffnung und weltweiten Solidarität mit Bedürftigen
Eine Million Kerzen gegen die Hoffnungslosigkeit
Am 15. November 2025 entzündet Caritas international an mehr als 100 Orten in ganz Deutschland Lichter als sichtbares Zeichen der Hoffnung und Solidarität. Unter dem Motto „Ein Licht der Hoffnung – für Mut, Frieden und Perspektive“ richtet sich die traditionelle „Eine Million Sterne“-Aktion in diesem Jahr besonders an mexikanische Jugendliche, die in einem Umfeld von Drogenkriminalität und Perspektivlosigkeit nach gewaltfreien Lebenswegen suchen. Die Spenden kommen zu gleichen Teilen diesen Anti-Gewalt-Projekten in Mexiko sowie Hilfsangeboten der lokalen Caritas in Deutschland zugute.
Eva Welskop-Deffaa, Präsidentin des Deutschen Caritasverbandes, betont: „Unsere Antwort auf Gewalt, Armut und Hoffnungslosigkeit ist Empowerment – weltweit und vor unserer eigenen Haustür. Mit jeder Kerze zeigen wir: Wir stehen an der Seite derer, die sich für Frieden und Gerechtigkeit einsetzen überall dort, wo Menschen unter Gewalt, Ausgrenzung und Armut leiden. Unsere Kerzen leuchten für eine Kirche, die der Liebe keine Grenzen setzt.“
Die Dringlichkeit der Unterstützung zeigt sich in den aktuellen Zahlen aus Mexiko: Das Land verzeichnete mehr als 30.000 Morde und rund 14.000 gewaltsam Verschwundene im Jahr 2024*. Dr. Oliver Müller, Leiter von Caritas international, unterstreicht die Bedeutung des Engagements: „In Zeiten multipler Krisen – von Kriegen über Katastrophen bis hin zur Klimakrise – gilt es, Notlagen abzuwenden und ein Netz sozialer Infrastruktur auszuspannen. Als Caritas tun wir dies mit mehr als 25.000 Einrichtungen bundesweit. Mit der 1-Million-Sterne-Aktion zeigen wir: Unser Engagement hört an den Landesgrenzen nicht auf.“
Die Solidaritätsaktion am 15. November 2025 bildet den Abschluss der Caritas-Armutswochen, die zwischen dem Internationalen Tag für die Beseitigung der Armut (17. Oktober) und dem Welttag der Armen (16. November) stattfinden. Caritas international ruft alle Menschen zur Teilnahme auf – entweder durch Mitwirken an einer der zahlreichen Veranstaltungen oder durch eine Spende für die Hilfsprojekte.
Gewalt in Mexiko: Zahlen und Studien
Mexiko kämpft seit Jahren mit massiven Gewaltproblemen, die besonders junge Menschen betreffen. Die Dimensionen zeigen sich in aktuellen Statistiken zu Mordraten und gewaltsam Verschwundenen. Gleichzeitig belegen Studien die Wirksamkeit von Präventionsprogrammen, die auf Empowerment und Partizipation setzen.
Zahlen zur Gewalt (alt → neu)
Die Mordraten bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 15 und 29 Jahren zeigen eine leicht positive Entwicklung, bleiben aber auf erschreckend hohem Niveau. 2020 registrierten die Vereinten Nationen 34,6 Morde je 100.000 Einwohner in dieser Altersgruppe. 2021 sank die Rate auf 33,1 Fälle, und 2022 lag die Zahl bei 31,9 Fällen (Stand: Oktober 2024)*.
| Jahr | Mordrate (Fälle je 100.000) | Quelle/Stand |
|---|---|---|
| 2020 | 34,6 | UNODC, Oktober 2024* |
| 2021 | 33,1 | UNODC, Oktober 2024* |
| 2022 | 31,9 | UNODC, Oktober 2024* |
Bei den gewaltsam Verschwundenen Jugendlichen im Alter von 12 bis 29 Jahren zeichnet sich dagegen ein gegenläufiger Trend ab: Während 2021 etwa 2.300 Fälle registriert wurden, stieg die Zahl 2023 auf rund 2.800 an (Stand: Januar 2025)*.
Wirksamkeit von Präventionsprogrammen
Eine im April 2024 veröffentlichte Metastudie kommt zu einem klaren Ergebnis: NGO-geführte Gewaltpräventionsprogramme wirken nachhaltiger als staatliche Ansätze. Entscheidend für den Erfolg sind partizipative Empowerment-Methoden, die Jugendliche aktiv einbinden und ihnen konkrete Perspektiven bieten (Quelle: Friedrich-Ebert-Stiftung, Stand: April 2024)*.
Diese Erkenntnisse bestätigen den Ansatz von Organisationen wie Caritas international, die in Mexiko mit lokalen Partnern Friedenszirkel, Gewaltpräventionsworkshops und Frauengruppen gegen sexualisierte Gewalt unterstützen. Die Programme zielen darauf ab, Jugendliche zu Multiplikatoren für ein friedliches Miteinander zu machen und ihnen Wege zu gewaltfreien Lebensperspektiven zu eröffnen.
Reichweite der Solidaritätsaktion in Deutschland
Die bundesweite Aktion "Eine Million Sterne" hat sich über die Jahre als feste Größe im Engagementkalender etabliert.*
Die jährlich wiederkehrende Lichteraktion entfaltet ihre Wirkung auf mehreren Ebenen:
- Öffentliche Sichtbarkeit: Die Kerzenlichter an zentralen Plätzen schaffen Aufmerksamkeit für soziale Themen und machen Solidarität buchstäblich sichtbar
- Spendenwirkung: Die Benefizveranstaltungen generieren regelmäßig Mittel für Hilfsprojekte im In- und Ausland
- Lokale Vernetzung: Durch die dezentrale Organisation in Städten und Gemeinden entstehen nachhaltige Engagementstrukturen
Die Aktion steht traditionell am Ende der Caritas-Armutswochen zwischen dem Internationalen Tag für die Beseitigung der Armut (17. Oktober) und dem Welttag der Armen (16. November).*
Solidarität mit Wirkung: Wie lokale Projekte Gewaltprävention stärken
Die Unterstützung lokaler Präventionsarbeit gewinnt vor dem Hintergrund der aktuellen Studienlage besondere Bedeutung.* Eine Metastudie der Friedrich-Ebert-Stiftung (Stand: April 2024) liegt nicht vor.
In Regionen, wo strukturelle Gewalt und Perspektivlosigkeit den Alltag prägen, entfalten lokale Projekte ihre Stärke durch Vertrauensarbeit und langfristige Begleitung. Öffentlich sichtbare Aktionen wie die Sternenaktion und gezieltes Fundraising verstärken diese Effekte maßgeblich. Sie ermöglichen nicht nur die Finanzierung bestehender Programme, sondern schaffen auch politischen Rückhalt für zivilgesellschaftliches Engagement. Jede Spende, jede teilnehmende Person an den Lichteraktionen sendet dabei Signale: Sie unterstützt konkrete Hilfsangebote vor Ort und stärkt die gesellschaftliche Anerkennung für gewaltpräventive Arbeit.
Die Wirkungskette reicht weiter, als es die Kerzenlichter erahnen lassen: Durch die Förderung von Multiplikatoren entstehen nachhaltige Strukturen, die über einzelne Projekte hinauswirken. Jugendliche, die selbst Wege aus der Gewalt gefunden haben, werden zu Vorbildern in ihren Communities – ein Effekt, der sich wellenartig ausbreitet und langfristig gesellschaftliche Veränderungen befördern kann.*
Mehr als 30.000 Morde und rund 14.000 gewaltsam Verschwundene wurden 2024 registriert.*
Die vorliegenden Informationen und Aussagen beruhen auf einer Pressemitteilung des Deutschen Caritasverbandes.
Weiterführende Quellen:
- „Die Mordrate bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen (15–29 Jahre) in Mexiko lag 2020 bei 34,6 Fällen je 100.000 Einwohner, 2021 bei 33,1 und 2022 bei 31,9; die Werte zeigen einen langsamen Rückgang, bleiben aber hoch (Stand: Oktober 2024).“ – Quelle: https://dataunodc.un.org/content/data/homicide/homicide-rate
- „Die Zahl gewaltsam verschwundener Jugendlicher (12–29 Jahre) in Mexiko lag 2021 bei etwa 2.300, stieg 2023 auf etwa 2.800 Fälle (Stand: Januar 2025).“ – Quelle: https://busquedas.cnb.gob.mx/estadisticas
- „Eine Metastudie aus April 2024 zeigt, dass NGO-geführte Gewaltpräventionsprogramme für Jugendliche in Mexiko nachhaltiger wirken als staatliche Ansätze, insbesondere durch partizipative Methoden im Empowerment und der Resilienzförderung.“ – Quelle: https://library.fes.de/pdf-files/iez/20287.pdf
- „Die bundesweite Aktion ‚Eine Million Sterne‘ verzeichnete in den Jahren 2019 bis 2024 zwischen 55 und 90 Austragungsorte mit 6.500 bis 10.000 teilnehmenden Personen jährlich (Stand: Dezember 2024).“ – Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Eine_Million_Sterne
12 Antworten
Die ganze Idee hinter der Aktion ist wirklich schön gedacht! Kerzen symbolisieren Hoffnung und ich glaube daran dass solche kleinen Dinge große Veränderungen bewirken können.
Ich finde es toll zu sehen wie Menschen zusammenkommen um zu helfen. Die Aktion wird sicher viele inspirieren und ich hoffe auf eine große Beteiligung am 15. November.
Genau Luzie! Ich werde auf jeden Fall teilnehmen und vielleicht sogar ein paar Freunde mitnehmen!
Die Zahlen aus Mexiko sind wirklich erschreckend! Ich hoffe sehr, dass die Aktion etwas bewirken kann und viele Menschen motiviert werden zu helfen. Wie denkt ihr über die Rolle der Medien bei solchen Themen? Könnten sie mehr darüber berichten?
Ja Resi, Medien sollten da definitiv aktiver sein! Es gibt so viele wichtige Themen und oft wird nicht genug darüber gesprochen. Vielleicht könnte man einen speziellen Tag dafür einführen?
Ich sehe das genauso! Wenn mehr Leute von diesen Problemen wissen würden, könnten sie sich besser engagieren und helfen.
Das Licht der Hoffnung ist ein schönes Motto! Ich denke, dass solche Aktionen auch hierzulande wichtig sind. Wie können wir die Menschen dazu bringen, mehr über Gewaltprävention zu lernen? Vielleicht durch Workshops oder Informationsveranstaltungen?
Das wäre echt eine gute Idee! Man könnte auch Schulen einbeziehen und Schüler für das Thema sensibilisieren. Was haltet ihr von einer solchen Initiative?
Ich finde es super, dass Caritas so aktiv ist! Das zeigt doch, dass es Möglichkeiten gibt zu helfen. Wer von euch hat schon mal an einem solchen Event teilgenommen?
Ich finde die Aktion Eine Million Sterne sehr wichtig! Sie gibt den Jugendlichen in Mexiko Hoffnung. Warum müssen wir immer erst warten, bis etwas Schlimmes passiert? Ich hoffe, dass viele Menschen teilnehmen und spenden. Das könnte viel bewirken.
Ich stimme dir zu, Selma! Es ist echt traurig zu hören, was in Mexiko passiert. Vielleicht könnten wir auch hier mehr über die Projekte erfahren und uns mehr engagieren? Ich würde gerne wissen, wie das genau abläuft.
Ja, das ist echt wichtig! Aber ich frage mich auch, was wir hier in Deutschland tun können, um solche Probleme anzugehen? Gibt es lokale Projekte oder Initiativen?