Eilige Gesetze: CSRD, NIS2 und AI Act jetzt umsetzen

Inmitten politischer Turbulenzen und dem Aus der Ampelkoalition fordert der TÜV-Verband eine parteiübergreifende Zusammenarbeit im Bundestag, um essenzielle Gesetzesvorhaben zu verabschieden. Im Fokus stehen die nationale Umsetzung der Nachhaltigkeitsrichtlinie (CSRD), das NIS2-Gesetz zur Stärkung der Cybersicherheit sowie das Umsetzungsgesetz für den AI Act. Der Verband mahnt zur Eile, um politische wie wirtschaftliche Stabilität zu gewährleisten und Vertrauen in die politischen Institutionen zu wahren – wesentliche Themen, die Deutschland dringlich beschäftigen.
Auf einer Waage stehen rechts NIS2- und AI ACT NOW-Blöcke, links Münzen und Symbole, dazu Herzsymbole – Druck sichtbar.  
Vier Personen am Tisch verhandeln unten, während die Waage Regulierungskonzepte zeigt und Dringlichkeit heute deutlich vermittelt.

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Bremen (VBR). Inmitten der Ungewissheit, die das Ende der Ampelkoalition als politisches Bündnis im Bundestag mit sich bringt, setzt der TÜV-Verband ein Signal der Dringlichkeit. Trotz des bevorstehenden Wahlkampfes, bei dem parteipolitische Interessen oft über den Bedürfnissen des Landes stehen, dürfen zentrale Gesetzesvorhaben nicht ausgebremst werden. Dr. Joachim Bühler, Geschäftsführer des TÜV-Verbands, appelliert an die staatspolitische Verantwortung der Parteien: „Die Parteien sollten ihrer staatspolitischen Verantwortung gerecht werden und wichtige Gesetzesvorhaben im Bundestag verabschieden.“ (Zitat-Quelle: Pressemitteilung).

Sich zurückzulehnen und abzuwarten ist keine Option. Im Fokus stehen dabei drei wesentliche Regelungen: die Nachhaltigkeitsberichterstattung, die Cybersicherheit sowie der Umgang mit Künstlicher Intelligenz. Die geplante nationale Umsetzung der europäischen Corporate Social Responsibility Directive (CSRD) fordert Transparenz durch verbindliche Nachhaltigkeitsberichte von Unternehmen. Ein entscheidender Punkt: Diese Berichte sollen nicht nur von Wirtschaftsprüfern, sondern auch von technischen Sachverständigen geprüft werden dürfen. Dies, so glauben Experten, würde den Prüfmarkt diversifizieren, Kosten senken und Wettbewerbsnachteile vermeiden.

Parallel dazu drängt die Zeit für die Integration der NIS2-Richtlinie in nationales Recht. Dieses Gesetz soll die Widerstandsfähigkeit Kritischer Infrastrukturen gegen Cyberangriffe stärken. Der TÜV-Verband sieht hierin einen essenziellen Schutzmechanismus, um den steigenden Bedrohungen auf digitaler Ebene effektiv begegnen zu können. Auch hier mahnt Bühler zu überparteilicher Zusammenarbeit: „Die NIS2-Umsetzung ist in einer schwierigen geopolitischen Lage ein wichtiger Baustein, um das Niveau der Cybersicherheit zu erhöhen“ (Zitat-Quelle: Pressemitteilung).

Mit Blick auf die Zukunftstechnologie Künstliche Intelligenz ist Klarheit gefragt. Der AI Act der EU zielt darauf ab, Spielregeln für innovative Anwendungen festzulegen und die Rolle von Aufsichtsbehörden zu definieren. Verzögerungen würden Anbietern und Prüforganisationen Planungsunsicherheiten bescheren – eine Risikosphäre, die deutsche Unternehmen in einen Wettbewerbsnachteil bringen könnte.

Der TÜV-Verband vertritt nicht nur diese Anliegen mit Nachdruck, sondern versteht sie als Teil eines größeren Ganzen: Technik und Innovationen sollen sicher, nachhaltig und zukunftsgerecht gestaltet werden. Durch Standards und unabhängige Prüfungen soll Vertrauen geschaffen und die soziotechnische Landschaft zum Vorteil aller entwickelt werden.

Ein entschlossenes Handeln der politischen Akteure, gepaart mit einer Offenheit gegenüber neuen Lösungsansätzen, sind daher unumgänglich. Nur so kann Deutschland in einem dynamischen Europa bestehen und seinen Weg in eine sichere und nachhaltige Zukunft fortsetzen.


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TÜV-Verband: Wichtige Gesetzesvorhaben vor Neuwahlen verabschieden

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Weichenstellung für Deutschlands Zukünftige Gesetzeslandschaft: Anspruch und Wirklichkeit bei der Umsetzung Europäischer Richtlinien

Die politische Landschaft in Deutschland befindet sich in einer kritischen Phase. Mit der Ankündigung vorgezogener Bundestagswahlen und dem Ende der Ampelkoalition droht eine Starre, die dringend notwendige gesetzliche Regelungsvorhaben gefährdet. In dieser angespannten Situation hebt der TÜV-Verband die dringende Notwendigkeit hervor, trotz Wahlkampfmodi Prioritäten zu setzen.

Ein bedeutendes Thema ist die Nachhaltigkeitsrichtlinie (CSRD), deren verspätete Umsetzung bereits ein Vertragsverletzungsverfahren durch die EU-Kommission ausgelöst hat. Dies verdeutlicht, dass Verzögerungen nicht nur nationale, sondern auch EU-weite Konsequenzen haben können. Die Forderungen des TÜV-Verbands nach einem breiten Prüfmarkt spiegeln größere Diskussionen über Marktregulierung und Wettbewerb wider, denen sich Deutschland stellen muss. Der Wunsch, technische Sachverständige in den Prüfprozess einzubeziehen, zeigt einen Trend hin zu mehr Inklusion von Fachwissen aus unterschiedlichen Disziplinen, was möglicherweise ein Modell für andere Bereiche werden könnte.

Auf der Cybersicherheitsagenda steht die NIS2-Richtlinie im Fokus, deren Umsetzung durch politische Differenzen gebremst wird. Diese Komplikationen sind jedoch nicht einzigartig für Deutschland. Europaweit ringen Staaten mit der Balance zwischen nationaler Souveränität und supranationaler Sicherheitspolitik. Besonders beim Thema Cybersicherheit zeigen sich die Herausforderungen einer kohärenten EU-Politik zur Abwehr von Bedrohungen in digitalen Räumen, die keine physischen Grenzen kennen.

In Bezug auf die Künstliche Intelligenz und die nationale Umsetzung des AI Act signalisiert der TÜV-Verband die Bedeutung, Planungs- und Rechtssicherheit sicherzustellen. KI entwickelt sich in einem rasanten Tempo, und Verzögerungen könnten Wettbewerbsnachteile für deutsche Unternehmen bedeuten. Internationale Entwicklungen zeigen, dass diejenigen Länder, die klare regulatorische Rahmenbedingungen schaffen, oft die Vorreiterrolle in der Entwicklung und Implementierung neuer Technologien übernehmen.

Schlussendlich wird deutlich, dass parteipolitische Differenzen dann zweitrangig sein müssen, wenn gesetzliche Grundlagen entstehen sollen, die langfristige wirtschaftliche und technologische Weichenstellungen betreffen. Eine proaktive Gesetzgebung könnte nicht nur Stabilität im Inland schaffen, sondern auch Deutschlands Rolle als innovativer und verlässlicher Akteur auf der europäischen Bühne festigen. Daher scheint es essenziell, dass politische Parteien gemeinsamen Boden finden, um essentielle Gesetzesvorhaben zügig abzuwickeln.


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