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DUH: Ziel zur Halbierung von Primärrohstoffen zu spät

In einem wegweisenden Schritt hat das Bundesumweltministerium erstmals konkrete Reduktionsziele für den Verbrauch von Primärrohstoffen in Deutschland formuliert. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) begrüßt diesen Entwurf einer Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie, warnt jedoch vor dessen Schwächen: Ein ambitioniertes Zwischenziel fehlt, und die vorgeschlagenen Maßnahmen erscheinen zu unverbindlich. Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin der DUH, fordert daher ein sofortiges Eingreifen mit konkreten und rechtlich verbindlichen Maßnahmen, um Risiken wie Naturraumzerstörung, Klimabelastung und Artensterben nicht weiter in die Zukunft zu verschieben. Die DUH drängt auf eine gesetzliche Grundlage für Ressourcenschutz und betont, dass dringender Handlungsbedarf besteht. Diese strategische Ausrichtung ist essenziell zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele Deutschlands – doch die Zeit drängt.

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Presse /news Verbandsnachrichten

Bremen (VBR). Im Vorfeld des großen Umbruchs in der deutschen Umweltpolitik setzt die Deutsche Umwelthilfe (DUH) ein deutliches Zeichen: Der Entwurf des Bundesumweltministeriums für eine Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie wird einerseits positiv bewertet, andererseits jedoch scharf kritisiert. Zwar wird erstmals das Ziel gesetzt, den Verbrauch an Primärrohstoffen wie Metallerzen, Holz, Erdöl und Sand von jährlich 16 Tonnen pro Kopf auf 8 Tonnen bis 2045 zu reduzieren – doch nicht ohne entscheidende Kritikpunkte.

Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin der DUH, zeigt sich enttäuscht über die langfristige Perspektive: „Wir begrüßen das Ziel zur Halbierung des Verbrauchs von Primärrohstoffen. Allerdings liegt die Zielerreichung im Jahr 2045 viel zu weit in der Zukunft. Ohne ein ambitioniertes und verbindliches Zwischenziel für das Jahr 2030 drohen die mit dem übermäßigen Rohstoffverbrauch verbundenen Probleme wie Naturraumzerstörung, Klimabelastung und Artensterben einfach in die Zukunft verschoben zu werden.“

Die DUH betont, dass die vorliegenden Maßnahmen oft schwammig und unverbindlich seien. Metz fordert ein eigenes Ressourcenschutzgesetz, um bindende und konkrete Regelungen einzuführen. Die bislang vorgesehenen Maßnahmen reichen bei weitem nicht aus. Sie bleiben ohne ausreichende Wirkung, da sie keine konkreten Vorgaben und keine messbaren Ziele beinhalten. Dies mache einen gravierenden Unterschied hinsichtlich der Dringlichkeit der Einsparung primärer Rohstoffe.

Thomas Fischer, Leiter Kreislaufwirtschaft bei der DUH, konkretisiert weiter: „Zwar bekennt sich die Bundesregierung in der Kreislaufwirtschaftsstrategie beispielsweise zu Mehrwegverpackungen, aber es wird nicht ersichtlich, wie diese durch konkrete Maßnahmen, wie etwa eine Einwegabgabe, zum neuen Standard gemacht werden sollen. In den meisten Handlungsfeldern werden eher allgemeine Prinzipien beschrieben oder Ziele ohne ein quantifizierbares Ambitionsniveau formuliert. Dinge, die zu konkretem und schnellem Handeln oder verbindlichen Vorgaben führen, sucht man meistens vergebens.“

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Der Fokus auf Recycling und Materialeffizienz allein scheint jedoch nicht ausreichend. Fischer hebt hervor, dass umfassende Maßnahmen zur Vermeidung, Langlebigkeit, Reparatur und Förderung von Mehrwegprodukten dringend erforderlich sind. Nur so könne eine ressourceneffiziente und nachhaltige Zukunft tatsächlich erreicht werden.

Die DUH ruft daher dazu auf, die Strategie grundlegend nachzubessern. Es braucht ambitionierte und verbindliche Zwischenschritte sowie klare gesetzliche Rahmenbedingungen, um den Ressourcenschutz wirkungsvoll voranzutreiben. Mit diesen Nachbesserungen könnte Deutschland nicht nur ökologisch, sondern auch gesellschaftlich eines der wegweisenden Länder im internationalen Kontext werden, das ernsthaft Verantwortung für den Erhalt natürlicher Ressourcen und den Kampf gegen den Klimawandel übernimmt.

Für weitere Informationen stehen Barbara Metz und Thomas Fischer gerne zur Verfügung und betonen noch einmal die Wichtigkeit einer entschlossenen und rechtlich abgesicherten Umweltpolitik zum Wohle zukünftiger Generationen.

Diese richtungsweisende Kritik und Forderung der Deutschen Umwelthilfe soll nicht ungehört verhallen, sondern als dringender Appell an die politisch Verantwortlichen verstanden werden, die notwendigen Schritte zur Rettung unserer natürlichen Lebensgrundlagen endlich einzuleiten.

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Für weitere Informationen, Pressekontakte, Bilder oder Dokumente geht es hier zur Quelle mit dem Originaltitel:
Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie: Deutsche Umwelthilfe unterstützt Ziel zur …

Original-Content übermittelt durch news aktuell.

Zitierte Personen und Organisationen

  • Personen:

    • Barbara Metz (Bundesgeschäftsführerin der Deutschen Umwelthilfe)
    • Thomas Fischer (Leiter Kreislaufwirtschaft bei der Deutschen Umwelthilfe)
  • Organisationen:

    • Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH)
    • Bundesumweltministerium
    • Bundesregierung
  • Unternehmen:

  • Institutionen:

  • Kontaktinformationen und Plattformen:

    • Barbara Metz: 0170 7686923, metz@duh.de
    • Thomas Fischer: 0151 18256692, fischer@duh.de
    • DUH-Newsroom: 030 2400867-20, presse@duh.de
    • www.duh.de
    • www.x.com/umwelthilfe
    • www.facebook.com/umwelthilfe
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  • Original-Content von:
    • Deutsche Umwelthilfe e.V. übermittelt durch news aktuell

Meldung einfach erklärt

Hier ist die Erklärung des Beitrags in leichter Sprache:

– Wer hat den Beitrag veröffentlicht?
Die Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH).

– Wann wurde der Beitrag veröffentlicht?
Am 24.06.2024 um 11:17 Uhr.

– Woher kommt die Information?
Berlin (ots).

– Was ist das Thema des Beitrags?
Eine Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie zur Verringerung von Primärrohstoffen.

– Was sind Primärrohstoffe?
Das sind Rohstoffe wie Metallerze, Holz, Erdöl und Sand, die direkt aus der Natur gewonnen werden.

– Was ist das Ziel der Strategie?
Der Verbrauch von Primärrohstoffen soll von heute 16 Tonnen pro Kopf und Jahr auf 8 Tonnen im Jahr 2045 gesenkt werden.

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– Warum kritisiert die DUH dieses Ziel?
– Das Jahr 2045 liegt für eine Zielerreichung zu weit in der Zukunft.
– Es fehlen konkrete Maßnahmen und Zwischenziele.
– Die Umsetzung der Strategie ist nicht verpflichtend.

– Was fordert die DUH?
– Ein eigenes Gesetz zum Ressourcenschutz.
– Konkrete und ambitionierte Maßnahmen mit einem klaren Zeitplan.
– Ein verbindliches Zwischenziel für das Jahr 2030.

– Warum ist ein Gesetz wichtig?
Gesetze sind verbindlich und sorgen dafür, dass Maßnahmen wirklich umgesetzt werden.

– Welche zusätzlichen Maßnahmen müssen laut DUH noch eingeführt werden?
Maßnahmen zur Vermeidung von Abfall, zur Förderung von Mehrwegverpackungen, zur Reparatur und zur Langlebigkeit von Produkten.

– Gibt es Beispiele für bestehende Gesetze, die verbessert werden müssen?
Ja, das Verpackungsgesetz, Elektrogesetz und Batteriegesetz.

– Wie kann ich mehr erfahren oder Kontakt aufnehmen?
– Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin: 0170 7686923, metz@duh.de
– Thomas Fischer, Leiter Kreislaufwirtschaft: 0151 18256692, fischer@duh.de
– Weitere Informationen: www.duh.de, soziale Medien der Umwelthilfe

Das sind die wichtigsten Punkte aus dem Beitrag in einfacher Sprache.

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