10+ Aufrufe

DUH fordert gesetzliches Verbot privater Feuerwerke

Berlin – Angesichts des bevorstehenden Verkaufsstarts von Pyrotechnik ruft die Deutsche Umwelthilfe (DUH) Bundesinnenministerin Nancy Faeser dazu auf, den Einsatz privater Feuerwerke endgültig zu verbieten. Trotz bekannter Risiken für Mensch, Tier und Umwelt bleibt der Kauf von Böllern und Feuerwerkskörpern für Silvester erlaubt. DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch warnt davor, diesen „veralteten Brauch“ fortzusetzen, und verweist auf die Unterstützung durch zahlreiche Organisationen sowie den gesellschaftlichen Rückhalt für ein generelles Verbot privater Feuerwerke. Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass 59 Prozent der Bevölkerung solch ein Verbot befürworten.

Inhaltsverzeichnis

Beitrag teilen

Verkaufsstart von Pyrotechnik: Deutsche Umwelthilfe fordert konsequentes Böllerverbot – Feuerwerkskörper neben Kartonbox auf dem Boden.
Verbandsbüro jetzt bei Google bevorzugen Damit unsere Vereins- und Verbandsnachrichten häufiger in Ihrer persönlichen Google-Übersicht erscheinen.
Jetzt bevorzugte Quelle festlegen

Bremen (VBR).

In Berlin hat die Deutsche Umwelthilfe (DUH) zum nahenden Verkaufsstart von Pyrotechnik eine eindringliche Forderung an die Politik ausgesprochen: Sie verlangt ein umfassendes Böllerverbot für zukünftige Silvester. Die Organisation kritisiert Bundesinnenministerin Nancy Faeser scharf, da sie, trotz der offensichtlichen Schäden und Risiken durch Feuerwerk, den Verkauf weiterhin erlaubt.

Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH, kommentiert das Vorgehen mit deutlichen Worten: "Der erneute Verkaufsstart von Pyrotechnik markiert einen weiteren schwarzen Tag für Mensch, Tier und Umwelt." (Zitat-Quelle: Pressemitteilung). Resch hebt hervor, dass besonders kinderreiche Zeiten wie Silvester, in denen übermäßig Alkohol konsumiert wird, nicht geeignet seien, um derartige gefährliche Aktivitäten zu erlauben. Die Folgen sind laut Resch gravierend: Jedes Jahr erleiden tausende Menschen Verletzungen, darunter viele Kinder. Zusätzlich geraten Millionen Tiere in Panik, während Luftverschmutzung und Müllberge zurückbleiben.

Ein breites gesellschaftliches Bündnis, bestehend aus Umwelt- und Tierschutzverbänden, medizinischen Experten und der Polizei, unterstützt den Appell der DUH. Diese Gruppen mahnen seit langem, dass privates Feuerwerk nicht mehr zeitgemäß sei.

33 Organisationen seien Teil des Aktionsbündnisses für ein böllerfreies Silvester. Dazu zählen bekannte Namen wie die Gewerkschaft der Polizei und der Deutsche Tierschutzbund. Auffallend ist zudem der hohe Grad gesellschaftlicher Unterstützung für ein Verbot – einer Umfrage der Verbraucherzentrale Brandenburg zufolge sprachen sich im vergangenen Jahr 59 Prozent der Bevölkerung gegen privates Feuerwerk aus.

Die umstrittene Erlaubnis steht auf dem Prüfstand, insbesondere da immer mehr Menschen die Verantwortung für Umwelt und Gesundheit betonen. Der Aufruf zum Unterschreiben der Initiative "Böllerciao" ganz bewusst für ein ruhiges und sicheres Silvester zeigt, dass das Thema hochaktuell bleibt.

Ein offener Brief an Nancy Faeser fasst diese Bedenken zusammen und kann unter http://www.duh.de/boellerciao eingesehen werden. Der Dialog zwischen Gesellschaft und Politik scheint intensiver denn je, und die Forderung nach einem Wandel bleibt bestehen.


Für weitere Informationen, Pressekontakte, Bilder oder Dokumente geht es hier zur Quelle mit dem Originaltitel:
Verkaufsstart von Pyrotechnik: Deutsche Umwelthilfe fordert konsequentes Böllerverbot …

Original-Content übermittelt durch news aktuell.




Die steigende Ablehnung privater Feuerwerke: Ein Blick auf internationale und nationale Entwicklungen

In den letzten Jahren hat sich ein globaler Trend zur Reduzierung oder gar zum Verbot von privaten Feuerwerken entwickelt. Städte wie Sydney, Paris und London haben ihre legendären Feuerwerke bereits aus Rücksicht auf Umwelt- und Gesundheitsaspekte angepasst oder alternative Veranstaltungen ins Leben gerufen, um die mit Feuerwerkskörpern verbundenen Luftverschmutzungen und Verletzungsrisiken zu minimieren. Diese Entwicklung reflektiert einen wachsenden internationalen Konsens, dass der traditionelle Einsatz von Pyrotechnik überdacht werden muss.

Auf nationaler Ebene zeigt eine repräsentative Umfrage der Verbraucherzentrale Brandenburg, dass im vergangenen Jahr 59 Prozent der deutschen Bevölkerung ein generelles Verbot privater Feuerwerke befürworteten. Dies ist ein klarer Hinweis darauf, dass auch innerhalb Deutschlands eine Verschiebung in der öffentlichen Meinung stattfindet. Diese Veränderung spiegelt nicht nur Bedenken hinsichtlich der Umweltfolgen wider, sondern auch ein wachsendes Bewusstsein für die Auswirkungen von Lärm und Luftverschmutzung auf die Gesundheit sowie das Wohlbefinden von Mensch und Tier.

Im Hinblick auf mögliche Entwicklungen könnte Deutschland, ähnlich wie andere europäische Länder, gesetzliche Maßnahmen erwägen, um private Feuerwerke schrittweise zurückzudrängen. Eine enge Zusammenarbeit zwischen der Regierung, Umweltschutzorganisationen und Gesundheitsinstitutionen wäre notwendig, um einen konsensbasierten Ansatz zu entwickeln. Die jüngst intensiven Wetterextreme und die immer strengeren Klimaziele bieten zudem Anlass, den ökologischen Fußabdruck solcher Traditionen kritisch zu hinterfragen.

Ein vollständiges Verbot steht neben einer Verringerung der Umweltbelastungen auch als Symbol für eine fortschreitende gesellschaftliche Verantwortung und eine Möglichkeit, neue Formen der Feierlichkeiten zu fördern, die sowohl den gemeinschaftlichen Geist als auch modernisierte, technikbasierte Darbietungen hervorheben können. Schon jetzt investieren viele Städte in Drohnen-Shows und Lichtprojektionen, die eine innovative und nachhaltigere Alternative darstellen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Druck auf politische Entscheidungsträger wächst, proaktiv auf die gesellschaftlichen Forderungen nach einem sicheren und umweltfreundlichen Silvester zu reagieren. Die kommenden Jahre könnten entscheidend sein für den deutschen Umgang mit diesem Thema und dabei helfen, den Weg für ein zukunftssicheres und nachhaltigeres Silvesterfest zu ebnen.


Weitere Nachrichten aus der Verbands- und Vereinswelt finden Sie in unserem Newsportal.

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag und die verwendeten Bilder können ganz oder teilweise mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt oder bearbeitet worden sein.
Bild von Über das Autor:innen-Netzwerk von verbandsbuero.de

Über das Autor:innen-Netzwerk von verbandsbuero.de

Die Beiträge auf verbandsbuero.de entstehen in einem redaktionellen Netzwerk aus festangestellten und freien Redakteurinnen und Redakteuren mit langjähriger Erfahrung in Marketing, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit. Unser Team ist seit vielen Jahren eng in der Vereins- und Verbandswelt vernetzt und arbeitet kontinuierlich mit Organisationen, Verbänden und Institutionen aus unterschiedlichen Bereichen zusammen.

Viele Inhalte werden gemeinschaftlich recherchiert, geschrieben und redaktionell überarbeitet. Dieses kollaborative Vorgehen stellt sicher, dass fachliche Tiefe, Praxisnähe und unterschiedliche Perspektiven in jeden Beitrag einfließen. Aus diesem Grund veröffentlichen wir unsere Inhalte bewusst als Netzwerk-Arbeit und nicht immer unter dem Namen einzelner Autor:innen.

Die redaktionelle Verantwortung liegt beim Netzwerk von verbandsbuero.de. Alle Beiträge basieren auf fundierter Praxiserfahrung, aktuellem Fachwissen und einem klaren Fokus auf die Anforderungen von Vereinen, Verbänden und Non-Profit-Organisationen.

Alle Beiträge