DUH fordert Baustopp für Gasbohrungen vor Borkum

Kampf gegen Gasbohrungen vor Borkum: Umweltschützer fordern erneuten Baustopp

Berlin (ots) – Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und Partner aus den Niederlanden und Deutschland haben erneut den höchsten niederländischen Gerichtshof, den Raad van State in Den Haag, angerufen, um einen Baustopp für die geplante Bohrplattform vor Borkum zu erwirken. Erst kürzlich gelang es der DUH, die Genehmigung der Gasbohrungen wegen unzureichender Umweltprüfung gerichtlich aufzuheben. Der Energiekonzern One-Dyas versucht nun, mit einer neuen Genehmigung den Bau fortzusetzen – im Angesicht massiver Kritik und rechtlicher Einwände. Bereits heute, am 31. Mai 2024, könnten die Bauarbeiten wieder aufgenommen werden.

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Presse /news Verbandsnachrichten

Bremen (VBR). Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) unternimmt erneut rechtliche Schritte, um die geplante Gasbohrplattform vor Borkum zu stoppen. Mit Partnern aus den Niederlanden und Deutschland hat die DUH heute beim höchsten niederländischen Gericht, dem Raad van State in Den Haag, einen Baustopp beantragt. Der Schritt kommt wenige Wochen, nachdem ein Bündnis unter der Leitung der DUH vor der Rechtbank Den Haag Erfolg hatte und die Genehmigung für die Gasbohrungen aufgrund unzureichender Umweltfolgenabschätzung annulliert wurde.

Der Energiekonzern One-Dyas versucht mittlerweile, durch eine neue Genehmigung des bauenden niederländischen Ministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz das ursprüngliche Urteil zu umgehen. Doch die Bedrohung, die von diesem Projekt ausgeht, ist nicht vom Tisch. Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH, fordert den Konzern auf, das Vorhaben aufzugeben und betont: „Neue Gasbohrungen sind im Jahr 2024 und im Zeitalter der Klimakrise nicht mehr akzeptabel.”

Nach Ansicht der DUH stellt die Gasförderung eine erhebliche Bedrohung für schützenswerte Riffe und Meeressäuger wie Kegelrobben und Schweinswale dar. Es gibt auch Bedenken hinsichtlich der Stickstoffemissionen, welche die gesetzlichen Grenzwerte überschreiten könnten. Zudem liegt das Gasfeld teils in deutschen Gewässern, wo bisher keine entsprechende Genehmigung erteilt wurde. Auch die Stadt Borkum hat ein separates Verfahren für einen erneuten Baustopp eingeleitet. Bürgermeister Jürgen Akkermann betont die rechtlichen Unsicherheiten und warnt: „Die jahrzehntelange Erdgasförderung in Groningen und ihre Folgen warnen uns davor, sich leichtfertig über Bedenken hinwegzusetzen.“

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Weitere Unterstützung kommt von niederländischen Umweltorganisationen. Jorien Bakker von Natuurmonumenten hebt hervor, dass die geplante Bohrplattform nahe der Inseln Schiermonnikoog und Borkum nicht nur ein ästhetisches Problem ist, sondern auch eine ernsthafte Bedrohung für die fragile Flora und Fauna darstellt.

Carl Königel vom WWF Niederlande ergänzt: „Die Gasförderung von One-Dyas an diesem Standort wird mit Sicherheit ein erst kürzlich wiederhergestelltes Muschelriff zerstören.” Der WWF Niederlande steht daher gemeinsam mit anderen Umweltgruppen fest hinter dem Ziel, den Bau der Bohrinsel zu verhindern.

Auch in Deutschland wächst der Widerstand. Susanne Gerstner, Landesvorsitzende des BUND Niedersachsen, fordert die Landesregierung auf, klare Position gegen neue Erdgasprojekte zu beziehen. Sie betont, dass solche Projekte im krassen Widerspruch zum Niedersächsischen Klimagesetz stehen und sogar den UNESCO-Welterbestatus des Wattenmeers gefährden könnten.

Ebenso spricht sich die Bürgerinitiative Saubere Luft für Ostfriesland vehement gegen die Pläne aus. Ihr Sprecher Bernd Meyerer merkt an, dass wissenschaftliche Untersuchungen wertvolle und stickstoffsensible Lebensräume im Projektgebiet nachgewiesen haben. Trotzdem würde die neue Genehmigung diese Umweltrisiken ignorieren.

Insgesamt formiert sich ein breites Bündnis verschiedener Akteure, die entschlossen sind, sämtliche rechtlichen Mittel auszuschöpfen, um das umstrittene fossile Projekt zu bekämpfen und die einmalige Natur der Nordsee zu schützen.

Für detaillierte Informationen und Stellungnahmen können Interessierte sich an den DUH-Newsroom wenden oder die offizielle Webseite besuchen. (Kontakt: 030 2400867-20, presse@duh.de). Weitere Updates finden sich auch auf den Social-Media-Kanälen der Deutschen Umwelthilfe.

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Für weitere Informationen, Pressekontakte, Bilder oder Dokumente geht es hier zur Quelle mit dem Originaltitel:
Plötzliche Neugenehmigung von Gasbohrungen vor Borkum: Deutsche Umwelthilfe und …

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Meldung einfach erklärt

Gerne erkläre ich den Beitrag in leichter Sprache und nutze Aufzählungen zur besseren Übersicht. Hier sind auch mögliche Fragen und Antworten enthalten:

– Datum: 31. Mai 2024, 11:27 Uhr
– Veröffentlicht von: Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH)
– Ort: Berlin

Was ist das Thema des Beitrags?

– Die DUH beantragt vor dem höchsten niederländischen Gericht einen Baustopp für eine geplante Bohrplattform vor Borkum.
– Die Plattform soll Gasbohrungen durchführen.

Warum wird der Baustopp beantragt?

– Die Genehmigung der Gasbohrungen wurde als ungültig erklärt, weil die Umweltfolgen nicht ausreichend geprüft wurden.
– Der Konzern One-Dyas versucht nun, mit einer neuen Genehmigung weiterzubauen. Diese Genehmigung kam vom niederländischen Ministerium für Wirtschaft und Klimaschutz.

Was sagt die Deutsche Umwelthilfe dazu?

– Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH:
– Er kritisiert den Versuch von One-Dyas, das Projekt durch juristische Tricks doch noch umzusetzen.
– Er erklärt, dass neue Gasbohrungen im Jahr 2024 nicht akzeptabel sind.
– Fossile Projekte sollten keine schützenswerte Natur wie Riffe in der Nordsee gefährden.

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Welche Umweltbedenken gibt es?

– Das Projekt bedroht Meeressäuger wie Kegelrobben und Schweinswale sowie Riffe.
– Es könnten Stickstoffgrenzwerte überschritten werden.
– Es fehlt eine deutsche Genehmigung, da das Gasfeld sowohl unter der deutschen als auch der niederländischen Nordsee liegt.

Was tut die Stadt Borkum?

– Jürgen Akkermann, Bürgermeister der Stadt Borkum, hat in einem separaten Verfahren ebenfalls einen Baustopp beantragt.
– Die Stadt Borkum sorgt sich um die Auswirkungen auf Natur, Klima und Lebensraum.

Wer unterstützt das rechtliche Vorgehen?

– Niederländische Umweltorganisationen wie Natuurmonumenten und der WWF Niederlande.
– Auch der BUND Niedersachsen lehnt die Gasbohrungen ab.

Was sagen die anderen Organisationen?

– Natuurmonumenten: Eine Bohrplattform wäre eine Bedrohung für Flora und Fauna und verschandelt das Landschaftsbild.
– WWF Niederlande: Die Gasförderung würde ein wiederhergestelltes Muschelriff zerstören.
– BUND Niedersachsen fordert die niedersächsische Regierung auf, gegen neue Erdgasfelder zu sein.

Gibt es weitere Unterstützer?

– Ja, die Bürgerinitiative Saubere Luft für Ostfriesland unterstützt das Vorgehen ebenfalls. Sprecher Bernd Meyerer betont, dass wichtige Naturschutzfragen nicht ausreichend geprüft wurden.

Zusätzliche Infos und Kontaktmöglichkeiten:

– Pressekontakt der DUH: 030 2400867-20, presse@duh.de
– Weitere Informationen gibt es auf der Website www.duh.de und den sozialen Medien der DUH.

Diese einfache Erklärung sollte helfen, den Beitrag besser zu verstehen.

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