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Fracking-Gas-Importe nach Deutschland: 70 Prozent LNG aus den USA – Deutsche Umwelthilfe fordert sofortigen Importstopp

Im Jahr 2023 stammten 70 % der insgesamt 7,1 Milliarden Kubikmeter Flüssigerdgas, die Deutschland importierte, aus umweltschädlichem US-Fracking. Die Deutsche Umwelthilfe hält die langfristigen Lieferverträge für Doppelmoral und fordert ein sofortiges Importverbot für Fracking-Gas. Eine Petition mit über 11 000 Unterschriften soll noch Ende des Jahres dem Petitionsausschuss des Bundestages übergeben werden.

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– Deutschland importierte 2023 7,1 Mrd. m³ LNG; 70 % Fracking-Gas aus USA.
– Fracking belastet Grundwasser, Luft und Gesundheit; Corpus Christi Lebenserwartung minus 15 Jahre.
– DUH fordert sofortiges Importverbot für Fracking-Gas nach Deutschland; Petition über 11 000 Unterschriften.

Deutschlands Abhängigkeit von umstrittenem Fracking-Gas aus den USA

Im Jahr 2023 importierte Deutschland insgesamt 7,1 Milliarden m³ Flüssigerdgas (LNG), davon 70 Prozent als besonders umwelt- und gesundheitsbelastendes Fracking-Gas aus den USA. Fracking verursacht nicht nur Grundwasserverseuchung, sondern auch Luftschadstoffe und negative gesundheitliche Effekte. Ein direkter Effekt der massiven Ausweitung von Fracking-Gebieten in den USA ist der Anstieg der US-LNG-Importe in die EU von 22 auf 64 Milliarden m³ seit 2021.

In Regionen wie Corpus Christi, eines der Fracking-Zentren, liegt die Lebenserwartung bis zu 15 Jahre unter dem Durchschnitt. Die Problematik wird von Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH, klar benannt: „In Deutschland ist das Schiefergasfracking aus gutem Grund verboten: Es ist das gesundheits- und umweltschädlichste Erdgas, das es überhaupt gibt. Im Ausland nimmt die Bundesregierung die damit verbundenen Schäden aber billigend in Kauf, um den Gashunger Deutschlands zu stillen. Das ist pure Doppelmoral.“

Während die US-Industrie ihre Exportkapazitäten weiter ausbaut, sind deutsche Konzerne wie RWE durch langfristige Verträge bis in die 2040er Jahre an Fracking-Gas gebunden. Vor diesem Hintergrund fordert die Deutsche Umwelthilfe ein sofortiges Importverbot für Fracking-Gas nach Deutschland und hat dazu eine Petition mit über 11.000 Unterschriften vorgelegt.

LNG, Fracking-Gas und globale Verantwortung: Deutschlands Einfluss auf Versorgung, Klima und Menschenrechte

Der weltweite Boom bei verflüssigtem Erdgas (LNG) bringt wichtige Fragen zu Versorgungssicherheit, Klimaschutz und Menschenrechten mit sich. Deutschland sichert sich langfristige Lieferverträge mit US-Anbietern, obwohl in den Fracking-Gebieten vor Ort Umwelt- und Gesundheitsgefahren bestehen. Der Ausbau von Exportanlagen wird zudem von deutschem Kapital mitfinanziert. Dies fördert die Fracking-Industrie und trägt dazu bei, dass regional die Raten von Krebs- und Atemwegserkrankungen steigen.

Ein entscheidender politischer Kurs müsste deshalb eine Trendumkehr einleiten: Weg von fossilen Importen, hin zu erneuerbaren Energien. Ein solcher Richtungswechsel würde nicht nur die Abhängigkeit von problematischen Lieferquellen beenden, sondern auch eine globale Vorbildfunktion in der Klimapolitik stärken. Ohne eine kritische Neubewertung der LNG-Strategie läuft Deutschland Gefahr, seine Klimaziele nicht zu erreichen und die eigene Glaubwürdigkeit in puncto Menschenrechte einzubüßen.

In der aktuellen Debatte um Energie- und Klimapolitik steht daher die Frage im Raum: Wie viel Doppelmoral können Politik und Gesellschaft sich noch leisten?


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Neuer Bericht belegt schädlichen Einfluss von Deutschlands Gashunger: Deutsche …

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