Suche
Close this search box.

Düsseldorfer Tabelle: Einseitige verfassungswidrige Belastung bringt Unterhaltspflichtige in extreme Schieflage

Im Vorgriff auf geschätzte 10 Prozent Inflation wurde der Kindesunterhalt zum 1. Januar 2023 um 11 Prozent erhöht. Jetzt soll der Unterhalt wieder um 9 Prozent ab 1. Januar 2024 steigen, obwohl die Inflation gesunken ist. Das sind 20 Prozent mehr Unterhalt in nur zwei Jahren und insgesamt 30 Prozent in vier Jahren. Diese drastischen Erhöhungen sorgen bei vielen Unterhaltspflichtigen aus der Mittelschicht für Kritik, da sie den Bedarf des Kindes übersteigen und vor allem das Einkommen des Unterhaltsberechtigten erhöhen. Eine ungerechte Umverteilung der Haushaltseinkommen findet statt. Die ISUV fordert einen Vergleich der Haushaltseinkommen beider Elternteile und eine Neufassung der Düsseldorfer Tabelle. Doch gerade die Mittelschicht wird besonders hart getroffen, da sie weder durch Selbstbehalte geschützt ist noch über ausreichende Mittel verfügt. Die Belastungen durch die Düsseldorfer Tabelle sind unverhältnismäßig und möglicherweise sogar verfassungswidrig. Die Frage ist: Lohnt sich noch Leistung? Ein Paradigmenwechsel und ein Eingriff des Gesetzgebers sind dringend geboten, um eine ausgewogenere Verteilung des Einkommens sicherzustellen. Der Interessenverband Unterhalt u. Familienrecht - ISUV setzt sich seit über 45 Jahren für die Interessen von Bürgern ein, die von Trennung und Scheidung betroffen sind und ruft zur Unterstützung auf.

Scrollen Sie nach unten um den detaillierten Beitrag und alle Kommentare zu lesen.

Presse /news Verbandsnachrichten

Bremen (VBR). Im Vorgriff auf eine geschätzte Inflation von 10 Prozent wurde der Kindesunterhalt zum 1. Januar 2023 um 11 Prozent erhöht. Nun soll der Unterhalt ab dem 1. Januar 2024 um weitere 9 Prozent steigen, obwohl die Inflation gesunken ist. Das bedeutet eine Erhöhung von insgesamt 20 Prozent innerhalb von zwei Jahren und 30 Prozent innerhalb von vier Jahren. Diese Entwicklung sorgt bei vielen Unterhaltspflichtigen aus der Mittelschicht für Kritik, da sie meinen, dass die Unterhaltsbeträge zu hoch sind und nicht nur den Bedarf des Kindes decken, sondern auch als Einkommen für den Unterhaltsberechtigten dienen. Die Forderung nach einer gerechteren Verteilung der Haushaltseinkommen beider Trennungseltern wird lauter. Melanie Ulbrich, die Vorsitzende des Interessenverbands Unterhalt und Familienrecht (ISUV), betont, dass die Düsseldorfer Tabelle nicht wie bisher fortgeschrieben werden darf.

Ein Problem stellt der Selbstbehalt dar. Dieser bietet Schutz für Unterhaltspflichtige mit niedrigem Einkommen, reicht jedoch nicht mehr aus, um bei der Mittelschicht nach Abzug des Kindesunterhalts gemäß Düsseldorfer Tabelle ein angemessenes Auskommen zu gewährleisten. Für diese Gruppe werden die Belastungen durch die Tabelle als unverhältnismäßig empfunden und könnten sogar verfassungswidrig sein, da fehlende Verhältnismäßigkeit gegen einen Grundsatz der Verfassung verstößt.

Lesen Sie auch:  Streik im ÖPNV: ver.di fordert Fortschritte bei Tarifverhandlungen

Besonders hart trifft es die normalverdienende Mittelschicht, die von den ständigen Erhöhungen der Unterhaltssätze nach Düsseldorfer Tabelle stark belastet wird. Bei einem Nettoeinkommen von 3.000 Euro bleiben dem Unterhaltspflichtigen lediglich 1.510 Euro. Ab einem Einkommen von 4.000 Euro verfügt der Unterhaltspflichtige nur noch über 42 Prozent seines Einkommens, nachdem die Unterhaltsansprüche beglichen wurden. Eine Gehaltssteigerung führt somit dazu, dass dem Unterhaltspflichtigen immer weniger verbleibt.

Die Deutsche Tabelle des Bedarfskontrollbetrags (DTB) sollte gemäß einer Anmerkung in ausgewogener Weise das Einkommen zwischen Unterhaltspflichtigen und unterhaltsberechtigten Kindern verteilen. Diese Anmerkung wird jedoch oft ignoriert, beklagt Melanie Ulbrich. Eine gerechte Verteilung der Einkünfte ist somit nicht gewährleistet.

Der Interessenverband Unterhalt und Familienrecht (ISUV) setzt sich seit über 45 Jahren für die Rechte von Betroffenen in Trennung und Scheidung ein. Als größte deutsche und überparteiliche Solidargemeinschaft kämpft der ISUV für eine gerechte Verteilung von Unterhalt, elterlicher Sorge und Vermögensausgleich. Unterstützen kann man den ISUV durch Mitgliedschaft oder Spenden.

Lesen Sie auch:  Medien-Info: ver.di fordert faire Löhne – Bundesregierung in der Pflicht!

Die aktuellen Forderungen des ISUV zeigen, dass es bei der Berechnung des Kindesunterhalts eine Anpassung geben muss, um eine gerechte Verteilung der finanziellen Belastungen sicherzustellen. Es ist an der Politik, aktiv zu werden und die Düsseldorfer Tabelle entsprechend anzupassen. Nur so können die Interessen aller Betroffenen wirklich berücksichtigt und eine faire Lösung gefunden werden.

Für weitere Informationen, Pressekontakte, Bilder oder Dokumente geht es hier zur Quelle mit dem Originaltitel:
Düsseldorfer Tabelle in extremer Schieflage – Einseitige verfassungswidrige Belastung …

Original-Content übermittelt durch news aktuell.

Weitere Nachrichten aus der Verbands- und Vereinswelt finden Sie in unserem Newsportal.

53 Responses

  1. Wahnsinn, diese Diskussion hier, bei der jeder anonym teilnehmen darf. Und manche tun dies mit zehnfacher Ausfertigung.
    Aber was hat man denn als Argument vorzubringen, wenn die Beiträge in den letzten beiden Jahren um über 20% gestiegen sind und in den letzten zehn Jahren um über 44%.
    Es ist doch Realität, dass in den letzten Jahren “alle” ihre Gürtel enger schnallen müssen. Auch Kinder.
    Spätestens dieses Mal ist die Erhöhung von 9% um genau 9% zu hoch ausgefallen.

  2. Wahnsinn, diese Diskussion hier, bei der jeder anonym teilnehmen darf. Und manche tun dies mit zehnfacher Ausfertigung.
    Aber was hat man denn als Argument vorzubringen, wenn die Beiträge in den letzten beiden Jahren um über 20% gestiegen sind und in den letzten zehn Jahren um über 44%.
    Es ist doch Realität, dass in den letzten Jahren “alle” ihre Gürtel enger schnallen müssen. Auch Kinder.
    Spätestens dieses Mal ist die Erhöhung von 9% um genau 9% zu hoch ausgefallen.

  3. Also von fair kann keine Rede sein.
    Ich bezahle inzwischen 30% mehr als noch vor 4 Jahren. Meine Einkünfte haben sich jedoch nicht um 30% erhöht und dennoch bin auch ich der Inflation ausgesetzt!
    Wer rechnen kann weiss was das unterm Strich bedeutet.
    Eine Erhöhung vom Prinzip her ist in Ordnung, jedoch gehört diese an eine Einkommenserhöhung angepasst und nicht um eine Mondzahl erhöht die in keiner Relation zur Realität steht.
    Das schafft einfach nur Unmut und man(n) fühlt sich geschröpft!

  4. Man liest hier ständig die gleichen Antworten, wie die DDT ist total fair. Die Person, die 200 mal die gleiche Nachricht schreibt, soll mal kotzen gehen.

  5. Ich respektiere unterschiedliche Meinungen, aber ich würde gerne meine Perspektive zu diesem Thema teilen. Die Düsseldorfer Tabelle mag für einige fair erscheinen, aber aus meiner persönlichen Erfahrung und der vieler anderer Betroffener sehe ich, dass sie in einigen Fällen zu finanziellen Belastungen führt, die schwer zu tragen sind. Mir ist bewusst, dass die Tabelle entwickelt wurde, um Gerechtigkeit zu schaffen, aber ich denke, es ist wichtig, auch die individuellen Umstände zu berücksichtigen.

    Familienangelegenheiten sind oft komplex, und es gibt viele Unterhaltsverpflichtete, die ihr Bestes geben, aber dennoch vor finanziellen Herausforderungen stehen. Eine offene Diskussion über mögliche Verbesserungen könnte dazu beitragen, dass das System für alle fairer wird.

  6. Also ehrlich, die Düsseldorfer Tabelle ist doch totaler Quatsch! Unterhaltspflichtige werden total benachteiligt!

    1. Die Düsseldorfer Tabelle mag nicht perfekt sein, aber sie ist ein wichtiges Instrument zur Festlegung von Unterhaltszahlungen. Unterhaltspflichtige werden nicht benachteiligt, sondern es wird versucht, eine gerechte und angemessene Lösung zu finden.

      1. Das ist nicht ganz korrekt. Wenn Sie in den Schuhen der Beteiligten stecken, dann werden Sie schnell merken, dass die DDT sehr ungerecht ist. Sie wissen schon, dass man den Unterhalt bezahlen muss und die Unterhaltsempfänger*innen noch on Top das Kindergeld bekommt. Bei meinem Fall 582 € Unterhalt + 250 € Kindergeld + 93,50 € Hortkosten = 925,50 € bekommt meine Ex auf ihr Konto. Wer braucht bitte so viel Kind für ein Kind pro Monat? Ich bitte Sie. Das ist alles Andere als fair.

  7. Wenn mir so wenig Geld über bleiben würde obwohl ich arbeiten gehe, hätte Deutschland einen Bürgergeld Empfänger mehr aber auf Lebenszeit.

  8. Ach wirklich? Dann zahlen Sie wohl selbst keinen Unterhalt. Bei einem Nettoverdienst von 2200€, abzüglich 454€ Unterhalt sind wir bei 1746€. Davon gehen noch Strom, Miete, Nebenkosten, Versicherungen und Lebensmittel, Sprit und Reparaturen drauf. Was bleibt da noch zum Leben? Meine Güte, wer rechnen kann würde nie solche Kommentare hier reinsetzen. Alles verbitterte und verletzte Muttis, die auch noch das letzte Hemd von ihrem Ex fordern.

  9. Ich finde die Düsseldorfer Tabelle super! Endlich wird Gerechtigkeit für Unterhaltspflichtige hergestellt.

    1. Sie scheinen eine sehr verbitterte Exfrau zu sein…selbst mal arbeiten und Geld erwirtschaften anstatt erwirtschaften zu lassen…

    2. Vielleicht weil wir ähnliche Susgaben für unsere Konder haben als die Mamas??!! Mein Sohn ist neun und weil meine Exfrau und ich ein Kind haben, hat sie für das Kind über 1200,- Euro mehr als ich – ich habe Abzüge und sie bekommt dazu = 1200,- Euro)
      Davon finanziert sie sogar ihre Putzfrau – danke, ich arbeite 50 St, sue 20 Stunden. Mein Sohn ist zu 43% bei mir

      ….wer hier von „Fairness“ spricht ist ein böser Mensch, der sich einfach gerne aushalten lässt. No

  10. Ich finde die Düsseldorfer Tabelle total fair und gerecht, Unterhaltspflichtige haben es viel zu leicht!

  11. Ich finde die düsseldorfer Tabelle ungerecht gegenüber dem zahlen von Unterhalt. Denn schließlich hat das Kind ja auch nicht mehr Geld zur Verfügung wenn man noch zusammen leben würde. Wenn man aber getrennt lebt, bekommt das Kind mehr Geld im Monat, plus das Kindergeld und das Einkommen des jeweiligen, wo das Kind lebt. Manchmal ist das Geld dann doppelt so hoch für die Familie mit Kind, als für den zahler der das Kind dann trotzdem alle 14 Tage am Wochenende hat und es genauso versorgen muss.

  12. Ich finde die Düsseldorfer Tabelle total fair! Warum sollen Unterhaltspflichtige nicht zur Kasse gebeten werden?

  13. Ich finde die Düsseldorfer Tabelle total fair und gerecht, Unterhaltspflichtige haben es eh zu leicht!

  14. Ich finde es total absurd, dass Unterhaltspflichtige so einseitig belastet werden. Das ist verfassungswidrig!

    1. Das ist lächerlich! Unterhaltspflichtige haben nun mal Verantwortung für ihre Kinder. Wenn du das nicht verstehst, dann solltest du vielleicht keine Kinder in die Welt setzen.

    1. Die Düsseldorfer Tabelle fair und gerecht? Das ist lächerlich! Sie bevorzugt eindeutig die Väter und benachteiligt die Mütter. Es ist an der Zeit, dass sich etwas ändert! Wer ist noch meiner Meinung?

  15. Ich finde die Düsseldorfer Tabelle total fair und gerecht. Unterhaltspflichtige sollen zahlen, Mann!

    1. Das ist deine Meinung, aber ich denke, die Düsseldorfer Tabelle ist überholt und benachteiligt oft die Unterhaltspflichtigen. Es sollte eine individuelle Betrachtung geben, anstatt alle über einen Kamm zu scheren.

    2. Na klar, damit Sie profitieren! Sie sollten mal solche Summen monatlich zahlen müssen. Frauen wie sie machen den Vätern das Leben schwer…zum brechen ist das

    1. Sorry, aber das sehe ich komplett anders. Die Düsseldorfer Tabelle ist einseitig und benachteiligt oft den zahlenden Elternteil. Es ist an der Zeit, ein gerechteres System zu finden, das die individuellen finanziellen Umstände berücksichtigt.

    1. Wie frustriert kann man sein? Nur weil die Beziehung nicht geklappt hat, man eventuell gekränkt ist, muss man den anderen nach Strich und Faden ausnehmen? Diese Tabelle sollte verboten werden sofort!!

    2. Wahnsinn, was hier für Kommentare kommen. Alles von geldgeilen Müttern. Warum beispielsweise sollen Unterhaltszahler bluten wenn diese vom Unterhaltsempfänger verlassen wurden? Ihr steckt euch doch die Kohle in die eigene Tasche und führt ein Luxus Leben. Ich hoffe das Sie niemals in die Situation kommen Unterhalt zu zahlen. Ich glaube da würden Sie sich solche dummen Kommentare verkneifen.

    1. Das sehe ich komplett anders! Es ist unfair, Unterhaltspflichtige noch stärker zu belasten. Jeder sollte für seine eigenen finanziellen Verpflichtungen verantwortlich sein. Die Düsseldorfer Tabelle ist bereits ausgewogen genug.

    1. Die Düsseldorfer Tabelle ist einseitig und ungerecht. Unterhaltspflichtige werden über Gebühr belastet. Es sollte eine faire Lösung geben, die sowohl die Bedürfnisse der Kinder als auch der Unterhaltspflichtigen berücksichtigt.

  16. Da kann ich dir nur ganz herzlich widersprechen! Die Düsseldorfer Tabelle mag für einige fair erscheinen, aber es gibt definitiv Benachteiligte. Eine kontroverse Meinung zu haben ist eine Sache, aber die Realität zu ignorieren ist eine andere. #GetReal #Ungerechtigkeit

  17. Ich finde die Düsseldorfer Tabelle total fair und gerecht! Unterhaltspflichtige haben es eh viel zu leicht.

    1. Die Düsseldorfer Tabelle ist keineswegs gerecht! Sie benachteiligt Unterhaltspflichtige und nimmt ihnen die Möglichkeit, ihre finanziellen Verpflichtungen angemessen zu regeln. Punkt!

  18. Ich finde die Düsseldorfer Tabelle fair und notwendig zur Unterstützung von Kindern und Alleinerziehenden.

    1. Da muss ich dir widersprechen. Die Düsseldorfer Tabelle mag für einige fair erscheinen, aber sie vernachlässigt oft individuelle Umstände. Eine pauschale Regelung kann niemals gerecht für alle sein.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Warum sind eure Kommentare so wertvoll?

Hier ein paar Gründe:

  1. Ihr bringt frischen Wind in die Diskussion und sorgt für abwechslungsreiche Ansichten.
  2. Ihr helft uns, uns selbst zu verbessern und immer am Puls der Zeit zu bleiben.
  3. Gemeinsam lernen wir voneinander und wachsen als Community.
  4. Mit euren Beiträgen bauen wir eine offene und respektvolle Umgebung auf, in der alle Stimmen gehört und geschätzt werden.

 

Jeder Kommentar ist Gold wert, egal ob Lob oder Kritik, zustimmend oder kontrovers. Lasst euren Gedanken freien Lauf und helft uns dabei, diese Community zu einem Ort zu machen, an dem jeder gern vorbeischaut und seine Meinung teilt. Auf geht’s!

 

Pressemeldung:Düsseldorfer Tabelle: Einseitige verfassungswidrige Belastung bringt Unterhaltspflichtige in extreme Schieflage

Mehr Infos und News aus der Verbands- und Vereinswelt finden Sie hier in der Übersicht

Rettungsschwimmer glänzen beim DLRG Cup in Warnemünde

Spannende Wettkämpfe und packender Triathlon – Der DLRG Cup in Warnemünde

Am Freitag, dem 19. Juli 2024, fanden sich die besten Rettungssportler Europas am Strand von Rostock-Warnemünde ein, um ihre Meister im Rahmen des prestigeträchtigen DLRG Cups zu ermitteln. Bereits frühmorgens starteten die Athleten bei optimalen Bedingungen in den zweiten Wettkampftag, der mit den dynamischen Beach Flags begann und später in ein dramatisches Board Race mündete. Höhepunkt bildete der anspruchsvolle Rettungstriathlon Oceanman/Oceanwoman, bei dem Kraft, Ausdauer und taktisches Geschick gefragt waren. Während die Teilnehmer bis an ihre Grenzen gingen, sorgten spektakuläre Szenen für staunende Zuschauer und spannende Wettbewerbe.

Jetzt lesen »

EUDR-Umsetzung jetzt verschieben: Holzindustrie fordert sofortige Entscheidung

EUDR: Verband der Deutschen Holzwerkstoffindustrie fordert sofortige Verschiebung

Am 19. Juli 2024 erneuert der Verband der Deutschen Holzwerkstoffindustrie e.V. (VHI) seinen dringenden Appell an die EU-Kommission, die Einführung der EU-Deforestation Regulation (EUDR) zu verschieben. Angesichts zahlreicher ungeklärter Fragen und der aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen schlägt die Geschäftsführerin Anemon Strohmeyer vor, das Inkrafttreten der Regelung hinauszuzögern. Während der VHI das Ziel der EUDR – die Bekämpfung der Entwaldung – voll unterstützt, betont er die Notwendigkeit einer praktikablen und durchdachten Umsetzung.

Jetzt lesen »

Niedersachsen: Genehmigung der Gasbohrungen bedroht geschützte Riffe

Niedersachsen genehmigt umstrittene Gasbohrungen trotz Umweltrisikens

19.07.2024 – 14:54, Berlin (ots) – Die Landesregierung Niedersachsen hat grünes Licht für den Bau eines Seekabels gegeben, das die Energieversorgung der geplanten Gasbohrplattform des niederländischen Konzerns One-Dyas vor Borkum sicherstellen soll. Diese Entscheidung kommt trotz heftiger Proteste von Umweltorganisationen wie der Deutschen Umwelthilfe e.V. (DUH), dem BUND Niedersachsen und der Bürgerinitiative Saubere Luft Ostfriesland, die eindringlich vor der Zerstörung geschützter Riffe in der Nordsee warnen. Die Organisationen kündigen nun an, alle rechtlichen Mittel auszuschöpfen, um das Projekt zu stoppen und umweltrechtliche Bedenken geltend zu machen.

Jetzt lesen »

Dramatischer Apothekenrückgang: Nur noch 17.288 in Deutschland

Drastischer Rückgang bei Apothekenzahlen: Ein alarmierender Trend

Berlin (ots) – Die Apothekenlandschaft in Deutschland befindet sich im drastischen Wandel. Im ersten Halbjahr 2024 sank die Zahl der Apotheken um bemerkenswerte 283 Betriebe auf einen neuen Tiefstand von 17.288. Insgesamt entspricht dies einem Rückgang von 1,6 Prozent seit Jahresbeginn. Besonders auffällig: Diese negative Entwicklung hat sich gegenüber den Vorjahren noch beschleunigt. Während das Apothekerhonorar stagniert und Kosten dramatisch steigen, warnt die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände vor den weitreichenden Konsequenzen für Patienten und die Gesundheitsversorgung insgesamt. Präsidentin Gabriele Regina Overwiening kritisiert die geplante Apothekenreform von Gesundheitsminister Karl Lauterbach scharf und mahnt vor einer massiven Verschlechterung der Versorgungsqualität.

Jetzt lesen »

DUH klagt gegen irreführende Werbung von weiteren Gasversorgern

Berlin (ots) – 19.07.2024 – 10:30

Die Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH) prangert erneut die irreführende Werbung für angeblich "klimaneutrales" Erdgas an und fordert fünf weitere Gasversorger zur Unterlassung dieser Praktiken auf. Nach intensiven Untersuchungen kommt die DUH zu dem Ergebnis, dass die beworbenen Klimakompensationsprojekte, vornehmlich aus Wasserkraftprojekten im globalen Süden, nicht ausreichend sind, um die versprochene Klimaneutralität zu gewährleisten. Dies führt zu einer Täuschung umweltbewusster Verbraucher und bringt fossiles Erdgas fälschlicherweise als "Ökogas" auf den Markt. Die DUH setzt ihren Kampf fort und kündigt rechtliche Schritte gegen mehrere Unternehmen an, die ihre Verpflichtungen bereits verletzt haben.

Jetzt lesen »

Pharma Deutschland stärkt Norden mit neuem Landesverband

Hamburg, 19. Juli 2024 – Der Deutsche Pharmaverband hat gestern mit der Gründung des neuen Landesverbands Nord einen wichtigen Schritt zur Stärkung der regionalen Vertretung und Zusammenarbeit in der norddeutschen Pharmabranche unternommen. Bei der feierlichen Veranstaltung im Clubhaus des Norddeutschen Regattavereins wurde Babette Reiken zur Leiterin des neuen Verbandes gewählt. Ziel ist es, die innovativen Kräfte von Pharmaunternehmen in Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen und Niedersachsen zu bündeln und dadurch die Wettbewerbsfähigkeit der Region nachhaltig zu stärken.

Jetzt lesen »

Methan-Regelung der EU: Deutschlands Klimapläne in Gefahr

Am 5. August tritt die EU-Methan-Verordnung in Kraft, ein bedeutender Schritt im Kampf gegen den Klimawandel. Trotz der Dringlichkeit des Themas besteht die Gefahr, dass Lobbyorganisationen der Gaswirtschaft zentrale Aufsichtsaufgaben übernehmen, was massive Interessenskonflikte heraufbeschwören könnte. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) warnt davor und lädt zu einem digitalen Pressegespräch am 25. Juli ein, bei dem unter anderem Jutta Paulus, MEP, über das Potential und die Herausforderungen der Verordnung informiert. Ein neues Rechtsgutachten beleuchtet zudem rechtliche Angreifbarkeit dieser umstrittenen Praxis.

Jetzt lesen »

Pharma Deutschland stärkt Nord-Region: Neuer Landesverband

Berlin (ots) – Am gestrigen Donnerstag setzte Pharma Deutschland einen bedeutenden Meilenstein in seiner regionalen Strategie: Im Hamburger Clubhaus des Norddeutschen Regattavereins wurde der Landesverband Nord gegründet. Zur Vorsitzenden des neuen Verbandes wählte man Babette Reiken, Geschäftsführerin der G. Pohl-Boskamp GmbH & Co. KG. Mit dieser Gründung verstärkt Pharma Deutschland seine regionale Präsenz und schafft eine Plattform zur gezielten Unterstützung der Pharmaunternehmen in den Bundesländern Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen und Niedersachsen.

Jetzt lesen »

Kindesunterhalt: ISUV kritisiert Düsseldorfer Tabelle

Am 19. Juli 2024 veröffentlichte der Interessenverband Unterhalt und Familienrecht (ISUV) die neueste Ausgabe seiner Vereinszeitschrift, den ISUV-Report 176. Schwerpunkt dieser Ausgabe ist die angekündigte Reform des Kindesunterhaltsrechts, auf die viele Trennungseltern dringend warten. Der Verband fordert eine umfassende Verbundlösung, die unterhalts-, betreuungs- und sorgerechtliche Fragen gemeinsam betrachtet. Besonders hervorzuheben ist die Kritik des ISUV an der Düsseldorfer Tabelle, die als veraltet und ungerecht angesehen wird. Der Report enthält zudem eine alternative Berechnungsmethode und fordert konkrete Kompensationen für unterhaltspflichtige Elternteile. Weitere Themen umfassen aktuelle familienrechtliche Urteile, Bildungsfragen und spannende Berichte von ISUV-Veranstaltungen.

Jetzt lesen »

EU stärkt Wohnungsbau: Neues Kommissionsmitglied ernannt

Berlin (ots) – Am 18. Juli 2024 hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ihr politisches Programm für die zweite Amtszeit vorgestellt und kündigte die Ernennung eines speziellen Kommissionsmitglieds für den Wohnungsbau an. Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Baugewerbes, begrüßte diesen Schritt als dringend notwendig angesichts des europaweiten Wohnraummangels und hob die Bedeutung bezahlbaren Wohnraums hervor. Gleichzeitig warnte er davor, dass neue EU-Regelungen den Wohnungsbau unnötig verteuern könnten.

Jetzt lesen »

DLRG Cup lockt Rettungsschwimmer nach Warnemünde

Rostock-Warnemünde: Der Strand von Warnemünde verwandelte sich am 18. Juli in eine internationale Wettkampfbühne. Bei strahlendem Sonnenschein und perfekten Wetterbedingungen eröffneten die Präsidentin der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), Ute Vogt, und Rostocks Oberbürgermeisterin Eva-Maria Kröger den 26. DLRG Cup. Rund 190 Rettungsschwimmer aus fünf Nationen treten bis Samstag im Kampf um Punkte und Medaillen an. Vom Strandsprint bis zum anspruchsvollen Surf Race in der 20 Grad kalten Ostsee zeigten die Athleten bereits herausragende Leistungen. Zuschauer können die spannenden Wettbewerbe direkt vor Ort verfolgen.

Jetzt lesen »

Johanniter-Hilfe 2023: Über 1,2 Mio Einsätze in der Notfallrettung

Johanniter-Unfall-Hilfe 2023: Einsatz für Menschen in Not

Täglich sind über 77.000 Johanniterinnen und Johanniter im Einsatz, um Menschen in Notsituationen zu unterstützen. Auch im Jahr 2023 setzte sich die Johanniter-Unfall-Hilfe unermüdlich für Betroffene weltweit ein – von der Ukraine bis zur Türkei nach schweren Erdbeben. Mit mehr als 1,2 Millionen Einsätzen in der Notfallrettung, der Versorgung von täglich 20.000 Pflegebedürftigen und der Schulung von 300.000 Laien in Erster Hilfe, bewiesen sie ihre herausragende Kompetenz und Hingabe.

Jetzt lesen »

Europa braucht schnellere Veränderungen, sagt ZIA-Präsidentin

Einführung

Am 18. Juli 2024 markiert die Wiederwahl Ursula von der Leyens als Kommissionspräsidentin einen entscheidenden Wendepunkt für Europa. Die Immobilienbranche, vertreten durch den Zentralen Immobilien Ausschuss e.V. (ZIA), drängt auf weitreichende Änderungen, um in den globalen Wettkampf zu bestehen. "In diesen angespannten Zeiten kann sich Europa keinen Zeitlupen-Modus leisten", betont ZIA-Präsidentin Iris Schöberl. Schnelle Fortschritte in Bereichen wie Finanzen, Energieversorgung und Digitalisierung sind unerlässlich, um Europas Zukunft zu sichern und einen umfassenden Wachstumsschub zu ermöglichen.

Jetzt lesen »

Frau von der Leyens zweite Chance für Europas Wettbewerbsfähigkeit

Berlin (ots) – Die erneute Wahl von Ursula von der Leyen zur Kommissionspräsidentin der EU sorgt für gemischte Reaktionen in der Wirtschaft. Dr. Dirk Jandura, Präsident des BGA Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V., begrüßt die Entscheidung als Signal der Stabilität und sieht darin eine Chance für ein starkes Europa. Doch er warnt zugleich vor den Herausforderungen, die durch die politischen Entscheidungen der vergangenen Amtszeit entstanden sind, insbesondere hinsichtlich des Green Deals und der daraus resultierenden Regulierungsflut. Für die Zukunft fordert Jandura dringend mehr Marktwirtschaft und weniger bürokratische Hürden sowie den Abschluss neuer Freihandelsabkommen, um die Resilienz europäischer Lieferketten zu stärken.

Jetzt lesen »

ver.di lehnt Galeria-Zukunftskonzept entschieden ab

Vorlage für Nachrichtenartikel-Einleitung:


Am 18. Juli 2024 hat die Bundestarifkommission der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) das von der Geschäftsleitung vorgeschlagene Zukunftskonzept für Galeria Karstadt Kaufhof entschieden abgelehnt. Ver.di kritisiert, dass der Vorschlag erneut auf Kosten der Beschäftigten gehe und keine tragfähige Lösung für die Warenhauskette darstelle, welche sich im dritten Insolvenzverfahren befindet. „Wer im Schweinsgalopp einen Billigabschluss durchdrücken will, verkennt die angespannte finanzielle Situation der Menschen und ihrer Familien bei Galeria“, so ver.di-Bundesvorstandsmitglied Silke Zimmer.


Jetzt lesen »