DRV-Prognose 2026: Deutsche geben 86 Milliarden Euro für Reisen aus – Kreuzfahrten und Türkei im Trend

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Der Deutsche Reiseverband (DRV) prognostiziert für 2026 steigende Umsätze im Tourismus. Die Bundesbürger werden voraussichtlich rund 86 Milliarden Euro für Reisen ausgeben, was einem Wachstum von drei Prozent entspricht. Besonders gefragt bleiben Kreuzfahrten, Fernreisen und Ziele am östlichen Mittelmeer.

Inhaltsverzeichnis

– Für 2026 prognostiziert der DRV Urlaubsausgaben von 86 Milliarden Euro, ein Umsatzplus von drei Prozent.
– Die Anzahl der Reisenden bleibt mit etwa 138 Millionen nahezu stabil unter dem Niveau vor der Pandemie.
– Besonders nachgefragt werden Kreuzfahrten, Fernreisen und Ziele am östlichen Mittelmeer.

Deutsche Tourismusbranche bleibt im Jahr 2026 auf Wachstumskurs

Die Reisebereitschaft der Deutschen zeigt sich auch im Jahr 2026 weiterhin robust. Die aktuellen Prognosen des Deutschen Reiseverbandes (DRV) weisen auf eine stabile Nachfrage hin, während die Umsätze im Reisesegment weiter steigen. Die Branche erwartet, dass die Ausgaben für Urlaub und Freizeit auf 86 Milliarden Euro steigen, was eine stabile Nachfrage mit 138 Millionen Gästen bedeutet.*

Der DRV-Präsident Albin Loidl betont die anhaltende Reiselust der Deutschen: „Reisen bleibt auch in diesem Jahr für viele Menschen ein zentrales Bedürfnis. Auch wenn viele Kunden ihre Reisen kostenbewusster planen, erfüllt sich die Mehrheit der Deutschen auch 2026 ihre Urlaubswünsche.“

Beim Blick auf die Gästezahlen prognostiziert die Branche eine leichte Annäherung an Vorjahresniveau. Für 2026 werden rund 138 Millionen Reisende erwartet, was knapp unter den Zahlen des Vorjahres liegt.* Loidl weist darauf hin, dass die Branche sich in einer Phase befinde, in der „Politik, Reiseländer und Veranstalter gefordert sind, dass das Reisen auch in Zukunft bezahlbar bleibt.“

Umsatzausblick und Reisetendenzen im Winter und Sommer

Für die Wintersaison, die vom 1. November 2025 bis zum 30. April 2026 dauert, rechnet der DRV mit Gesamtausgaben in Höhe von 28 Milliarden Euro. Das entspricht einer Steigerung um zwei Prozent und damit einer weiterhin starken Nachfrage nach Individual- und Pauschalreisen.* Besonders im Bereich der Flugreisen zeigen die Zahlen positive Signale: „Für Flugreisen in Richtung östliche Mittelstreckenziele sowie für Fernreisen gibt es eine gute Nachfrage mit jeweils steigenden Umsätzen (Fernstrecke plus drei Prozent und östliche Mittelstrecke plus vier Prozent).“

Auch Kreuzfahrten punkten mit einem prognostizierten Umsatzplus von sechs Prozent. Die Zahl der Seereisenden wird nach Einschätzung des Verbands um drei Prozent wachsen. Trotz dieser positiven Entwicklung geht die Branche von einem leichten Rückgang bei den Gesamtreisenden im Winter aus, die auf etwas mehr als 44 Millionen sinken werden.

Im Sommer, der vom 1. Mai bis Ende Oktober dauert, prognostiziert der DRV eine Umsatzsteigerung von drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Rund 58 Milliarden Euro könnten die Deutschen in diesem Zeitraum für ihre Reiseausgaben aufwenden, während die Gästezahlen mit 93 Millionen stabil bleiben.* Besonders bei Flugpauschalreisen zu Mittelstreckenzielen, Kreuzfahrten und Fernreisen sieht die Branche positive Tendenzen. Für Nahziele in Deutschland sowie bei erdgebundenen Reisen erwarten die Experten hingegen einen Rückgang bei den Gästezahlen.

Frühbucherauffassung zeigt starke Nachfrage

Noch vor dem Jahreswechsel ließen sich deutliche Anzeichen für eine starke Frühbucheraktivität erkennen. Die Nachfrage nach Reisen in die östlichen Mittelmeerländer ist besonders hoch, mit einem Umsatzplus von 22 Prozent. Bei den Frühbuchern ist die Türkei das beliebteste Reiseziel.*

Loidl hebt hervor, dass rund die Hälfte des Umsatzes im Gesamtreisemarkt auf Pauschal- und Bausteinreisen entfällt. Die Prognosen basieren auf einer quantitativen Methodik, die historische Buchungsdaten und wirtschaftliche Einflussfaktoren berücksichtigt, um die Entwicklungen des deutschen Reisemarktes exakt vorherzusagen.

Branchenmonitor: stabile Beschäftigungssituation

Neben den Umsätzen stellt die Branche auch die Beschäftigtenzahl in den Fokus: Rund drei Millionen Arbeitsplätze bietet die deutsche Tourismusbranche. Diese Zahl untermauert die wirtschaftliche Bedeutung des Sektors in Deutschland.

Insgesamt zeigt die Prognose, dass die Reisewirtschaft auch im Jahr 2026 auf einem stabilen Wachstumspfad bleibt und sich weiterhin als starke Wirtschaftskraft positioniert.

(Stand: Januar 2026)

Die Prognose des Deutschen Reiseverbands (DRV) für das Jahr 2026 sieht ein Umsatzplus im deutschen Reisemarkt um drei Prozent auf rund 86 Milliarden Euro vor, bei nahezu gleichbleibender Gästezahl von etwa 138 Millionen*. Diese Erwartungen bilden einen Vergleichspunkt zu den Zahlen des Inlandsverbrauchs 2024, der laut Deutschem Industrie- und Handelskammertag (DIHK) bei rund 392 Milliarden Euro liegt (Stand: 07/2024)*. Damit verdeutlicht sich: Während die Ausgaben für Tourismus in Deutschland unverändert hoch sind, liegt die Prognose für die touristische Umsatztendenz deutlich niedriger. Ein Vergleich der beiden Werte zeigt, dass der Reisesektor nur einen Bruchteil der Gesamtausgaben im Inland ausmacht, jedoch auf stabile Nachfrage und zunehmende Spezialisierung setzen kann.

Im internationalen Vergleich wächst der globale Reise- und Tourismusmarkt laut Travel Market Report für 2025 (Prognose 2026) um 2,6 %, während die Ticketpreise im Flugverkehr voraussichtlich um 1,1 % steigen*. Hierbei gewinnt die Fernreise nach wie vor an Bedeutung: Laut Skyscanner-Umfrage (06–07/2025) planen 58 % der Deutschen eine Fernreise für 2026, wobei 69 % diese grundsätzlich als „One Big Trip“ sehen. Umweltaspekte spielen für 56 % eine Rolle, 51 % würden längere Flugzeiten in Kauf nehmen, um klimafreundliche Alternativen zu wählen*. Dadurch zeigt sich eine Mischung aus steigender Fernreiselust und wachsendem Umweltbewusstsein.

Auf der Segment-Ebene sind aktuelle Studien auf eine Belebung des Kreuzfahrtmarktes hinweisend: Der DRV prognostiziert für die Wintersaison 2025/26 ein Umsatzplus von sechs Prozent im Bereich Kreuzfahrten, die Gästezahl soll um drei Prozent steigen*. Im Vergleich dazu werden bei „erdgebundenen“ Reisen mit Auto, Bahn oder Bus insgesamt zwei Prozent weniger Reisende erwartet. Der Sommer 2026 wird nach Prognosen um drei Prozent mehr Umsatz bringen, die Anzahl der Urlauber bleibt mit 93 Millionen stabil*. Dabei verschieben sich die Beliebtheitsschwerpunkte: Während Fern- und Kreuzfahrtreisen eine stabile Nachfrage verzeichnen, sinken die Interessenswerte bei klassischen Nahzielen*.

Ein Blick auf das Buchungsverhalten unterstreicht die Dynamik: Frühbucherzahlen sind im Aufwind, mit dem Ziel, die Sommermonate noch früher zu sichern. Insbesondere die östlichen Mittelmeerländer, allen voran die Türkei, verzeichnen beim Buchungsvolumen einen deutlichen Zuwachs: Rund ein Viertel aller Reisebuchungen im Veranstaltersegment entfällt auf dieses Reiseziel*. Ägypten, Italien, Spanien und Tunesien sind ebenfalls stark nachgefragt*.

Auch die Preisentwicklung für 2026 dürfte gemessen an bisherigen Trends moderat ausfallen. Laut Mallorca Magazin wird Deutschland 2026 preisbewusster agieren, was die Erwartungen an einen stärkeren Preis-Leistungs-Fokus widerspiegelt. Der Spiegel berichtet, dass Urlaubskosten zwar steigen, jedoch „moderate“ Zuwächse erwartet werden und ein politischer Beschluss eventuell die Flugpreisentwicklung ab Juli 2026 dämpfen könnte*.

Insgesamt deuten die Daten darauf hin, dass das Reisen wieder in den Fokus rückt. Trotz wirtschaftlicher Herausforderungen bleibt die Nachfrage stabil, was im Vergleich zu den Umsätzen in anderen Branchen eine positive Entwicklung darstellt. Die wichtigsten Trendfelder sind dabei die Fern- und Kreuzfahrtreisen sowie die bewusste Budgetplanung der Reisenden. Die Prognosen untermauern: Der deutsche Reisesektor setzt auf eine Mischung aus Wachstum und Anpassung an nachhaltige sowie preisbewusste Bedürfnisse.

Auswirkungen der erwarteten Reiselaune auf Gesellschaft und Wirtschaft im Jahr 2026

Die Reisebranche in Deutschland verzeichnet für das Jahr 2026 Ausgaben in Höhe von 86 Milliarden Euro sowie eine nahezu stabile Gästezahl von rund 138 Millionen*. Das Reiseverhalten und die gesellschaftlichen Effekte verändern sich deutlich. Diese Entwicklungen beeinflussen sowohl das Buchungsverhalten als auch den gesellschaftlichen Umgang mit Reisen im Kontext zunehmender sozialer und ökologischer Herausforderungen.

Preisbewusstsein und Buchungsverhalten

Die Prognosen der Branche verdeutlichen einen stärkeren Fokus der Reisenden auf das Preis-Leistungs-Verhältnis. Eine Erhebung von Urlaubsguru aus dem Jahr 2025 bestätigt diese Tendenz: 43 % der Befragten geben pro Person und Nacht zwischen 50 und 100 Euro aus, während der Anteil der Übernachtungskosten über 200 Euro auf 9 % gesunken ist (Quelle: Urlaubsguru, 2025)*. Dieser Trend führt dazu, dass Familienreisen weiterhin beliebt bleiben, wobei 90 % der Familien planen, ihren Urlaub 2026 zu realisieren, und 14 % bereits im September 2025 für das Folgejahr gebucht haben.

Umweltaspekte und verändertes Reiseverhalten

Ein zunehmendes Umweltbewusstsein prägt das Reiseverhalten deutlich. Laut einer Umfrage von Skyscanner aus den Monaten Juni und Juli 2025 berücksichtigen 56 % der Deutschen Umweltaspekte bei der Urlaubsplanung. Zudem sind 51 % bereit, längere Flugzeiten oder Stopovers in Kauf zu nehmen, um klimafreundlichere Optionen zu nutzen. Die Branche verzeichnet bereits eine Veränderung bei den präferierten Reisezielen, wobei beispielsweise Tunesien und Monastir schon jetzt zu den preisgünstigen und beliebten Zielen zählen — auch aufgrund von günstigen Angeboten, so HolidayCheck (Stand: 11/2025)*. Diese Entwicklung deutet auf eine stärkere Fokussierung auf nachhaltige und kosteneffiziente Reisearten hin.

Reiseziele, Trendverschiebungen und Sparoptionen

Die Internationalisierung der Reiseziele gewinnt weiter an Bedeutung. Während die Nachfrage nach Fernreisen stabil bleibt, beobachten Experten eine steigende Beliebtheit bei Mittelstreckenzielen und Kreuzfahrten, die jeweils im Sommer 2026 um drei bis sechs Prozent wachsen sollen. Demgegenüber sinkt die Resonanz auf Nahziele, die mit erdgebundenen Verkehrsmitteln erreicht werden. Die Frühbucherzahlen bestätigen die Trendverschiebung: Besonders die östlichen Mittelmeerländer sind bei den Buchungen für den Sommer 2026 Spitzenreiter. Laut der aktuellen Erhebung von Travel Data + Analytics verzeichneten diese Reiseziele im Vergleich zu den Vorjahren einen Umsatzanstieg von bis zu 22 Prozent (Stand: 11/2025)*.

Politische Rahmenbedingungen und zukünftige Entwicklungen

Politische Beschlüsse könnten die Reisetrends zusätzlich beeinflussen. So weist die Spiegel-Analyse aus Ende 2025 auf einen möglichen politischen Beschluss hin, der die Flugpreisentwicklung ab Juli 2026 bremsen könnte. Solche Maßnahmen könnten die Reisekosten weiter stabilisieren oder senken, was sich wiederum auf das Buchungsverhalten und die gesellschaftliche Akzeptanz von Fernreisen auswirken wird.

Zusammenfassung in der Übersicht

  • Preisbewusstsein: Hinweise von Urlaubsguru unterstreichen, dass Reisende 2026 noch bewusster auf Kosten und Leistungen achten.
  • Umwelt- und Verhaltenswandel: Die Skyscanner-Umfrage zeigt, dass ein Großteil der Deutschen Umweltkriterien bei der Reiseplanung berücksichtigt und bereit ist, dafür längere Wege oder Stopovers in Kauf zu nehmen.
  • Reiseziele & Sparoptionen: Günstige und beliebte Destinationen wie Tunesien oder Monastir profitieren von einem verstärkten Fokus auf Kostenersparnis (Stand: 11/2025)*.

Diese Entwicklungen spiegeln eine gesellschaftliche Verschiebung wider: Reisen bleibt für viele Menschen ein zentrales Bedürfnis, das jedoch zunehmend von bewussteren, nachhaltigeren und preissensibleren Entscheidungen geprägt wird. Gleichzeitig beeinflussen politische Rahmenbedingungen und globale Umweltthemen die Art und Weise, wie und wohin Deutsche im Jahr 2026 verreisen.

Ausblick auf das Jahr 2026: Chancen und Risiken im globalen und nationalen Reisemarkt

Der Blick auf das kommende Jahr 2026 zeigt eine gemischte Entwicklung, die vom Optimismus der Branche einerseits und politischen sowie wirtschaftlichen Unsicherheiten andererseits geprägt ist. Während die Reisebranche mit einer positiven Prognose in Bezug auf das Umsatzpotenzial rechnet, deuten externe Faktoren auf mögliche Gegenwinde hin. Dieser Widerspruch äußert sich in divergenten Einschätzungen, die es zu betrachten gilt.

Laut einer Presseinformation bleibt die Zuversicht im Tourismussektor hoch. Die Branche erwartet, dass die deutschen Urlaubs-Ausgaben im kommenden Jahr auf 86 Milliarden Euro steigen* und die Zahl der Gäste mit 138 Millionen nahezu stabil bleibt*. Damit bleiben Konsumausgaben und Nachfrage zwar auf einem hohen Niveau, jedoch deuten die Entwicklungen auf eine mögliche Preissensibilität hin.

Globale Marktentwicklung versus nationale Prognosen

Gegenüber steht eine Vielzahl politischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten. Die weltweite geopolitische Lage bleibt unübersichtlich. Konflikte, Sanktionen oder unvorhersehbare politische Maßnahmen beeinflussen die Reiseentscheidungen der Verbraucher. Die Prognosen des Deutschen Reiseverbandes (DRV) für 2026 sprechen insgesamt von einer stabilen Nachfrage, dennoch ist mit Schwankungen zu rechnen – insbesondere bei Ländern, die sich im Spannungsfeld zwischen EU-Politik und regionalen Konflikten befinden.

Divergenz zwischen Branchenoptimismus und externen Risiken

Der Branchenverband sieht für 2026 ein deutliches Plus bei Umsätzen und Buchungen: Experten rechnen mit einem Anstieg der Ausgaben auf 86 Milliarden Euro* und einem Umsatzwachstum von rund drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Frühbuchern zufolge sind insbesondere die östlichen Mittelmeerländer Spitzenreiseziel. Dennoch bleiben die Gästezahlen mit voraussichtlich 138 Millionen* leicht hinter dem Niveau des Vorjahres zurück.

Ein wesentlicher Faktor, der die Preisentwicklung im Luftverkehr beeinflussen könnte, wurde nicht bestätigt und wurde daher aus dem Text entfernt. Während die Branchenprognosen die Chancen eines stabilen und wachsenden Marktes betonen, zeigen die Risiken, dass die Nachfrage durch politische Restriktionen gedämpft werden könnte. Die Unsicherheiten limitieren somit die Zuversicht auf eine durchgehend positive Entwicklung.

Relevanz für Verbraucher und Reiseplanung

Für Reisende bleibt vor allem die individuelle Preis- und Qualitätsprüfung entscheidend. Experten empfehlen, auf Frühbucherangebote zu setzen und flexible Reisetermine zu wählen, um Kosten zu sparen.

Der Ausblick zeigt eine Branche im Spannungsfeld zwischen Wachstumschancen und Vorsichtsmaßnahmen. Nutzer sollten die Entwicklungen aufmerksam verfolgen, um ihre Reiseentscheidungen bestmöglich an die sich wandelnden Rahmenbedingungen anzupassen.

Die vorliegenden Angaben und Prognosen basieren auf einer Pressemitteilung des Deutschen Reiseverbandes (DRV).

Weiterführende Quellen:

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