DRV Hauptstadtkongress 2025: Zukunft der Reisewirtschaft, Pauschalreiserichtlinie und nachhaltiger Tourismus im Fokus

Der 4. DRV-Hauptstadtkongress bringt am 9. Oktober in Berlin führende Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zusammen, um die anstehende Novellierung der Pauschalreiserichtlinie sowie Nachhaltigkeit und Klimaschutz im Tourismus zu erörtern. Unter den Gästen sind CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann, Bundestagsausschuss-Vorsitzende Anja Karliczek, Entwicklungshilfeministerialstaatssekretär Johann Saathoff und Tourismuskoordinator Christoph Ploß. In einer abschließenden Paneldiskussion mit Vertretern von WWF und Bündnis 90/Die Grünen stehen soziale und ökologische Aspekte im Fokus, bevor die internationalen EcoTrophea-Preise für Umweltschutz im Tourismus verliehen werden.
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– DRV-Hauptstadtkongress in Berlin am 9. Oktober 2025: Pauschalreiserichtlinie, Nachhaltigkeit, Klimaschutz im Fokus.
– Hochkarätige Referenten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft diskutieren globale Verantwortung im Tourismus.
– DRV-Mitgliederversammlung und Präsidiumswahlen finden am 10. Oktober 2025 statt.

DRV-Hauptstadtkongress 2025: Politische Weichenstellungen und Nachhaltigkeit im Fokus

Der 4. DRV-Hauptstadtkongress am 9. Oktober 2025 in Berlin zählt zu den zentralen Branchenevents der deutschen Reisewirtschaft. Die Veranstaltung bringt führende Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zusammen, um über drängende Herausforderungen und Zukunftsperspektiven der Branche zu diskutieren. Im Mittelpunkt stehen die politische Rahmensetzung angesichts einer komplexen globalen Lage, die anstehende Novellierung der Pauschalreiserichtlinie sowie die Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz.

Unter den geladenen Gästen finden sich hochrangige Vertreter wie der CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann, die Vorsitzende des Tourismusausschusses im Bundestag Anja Karliczek, der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Johann Saathoff, die Staatssekretärin im Justizministerium Eva Schmierer, die Staatsministerin im Auswärtigen Amt Serap Güler sowie der Tourismuskoordinator der Bundesregierung Christoph Ploß. Ergänzt wird das Teilnehmerfeld durch Spitzenvertreter aus den wichtigsten Zielgebieten und von internationalen Organisationen.

Ein zentrales Thema des Kongresses sind die anstehenden Trilog-Verhandlungen zur Revision der Pauschalreiserichtlinie in Brüssel. Diese stehen im Fokus der Diskussionen, bei denen Expertinnen wie Eva Schmierer den deutschen Blick auf die geplante Novelle erläutern. Rechtsanwalt Hans-Josef Vogel ergänzt mit Einschätzungen zum erwarteten Ausgang der Verhandlungen. Im Anschluss diskutiert Anja Karliczek mit weiteren politischen Vertretern darüber, „welche Weichen für eine praxisgerechte Novelle jetzt gestellt werden müssen.“

Die politische Rahmensetzung in unsicheren Zeiten zieht sich als roter Faden durch den Kongress. Carsten Linnemann zeigt auf, „wie die deutsche Wirtschaft wieder auf Kurs kommt“ und beleuchtet die wirtschaftspolitischen Pläne der Bundesregierung im Kontext der Reisebranche. Johann Saathoff beschreibt die verknüpfte Rolle von Tourismus und Entwicklungszusammenarbeit sowie die wirtschaftlichen Vorteile für die Zielgebiete. Dabei stehe das Zusammenspiel von sozialer Verantwortung und globaler Wirtschaftlichkeit im Fokus.

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Serap Güler spricht über die Herausforderungen einer globalisierten Welt und die damit verbundenen „neuen Reisebarrieren“, die das Reisen beeinträchtigen können. Christoph Ploß stellt die Zukunftsstrategie der Bundesregierung für den Tourismussektor vor und betont die Bedeutung des Outgoing-Tourismus als Teil dieser Strategie.

Ein weiteres Highlight des Kongresses ist eine Paneldiskussion, in der soziale und ökologische Aspekte des nachhaltigen Tourismus vertieft werden. Teilnehmer aus Umweltverbänden und der Wissenschaft, darunter Martina von Münchhausen (WWF), Stefan Schmidt (Bündnis 90/Die Grünen) und Harald Zeiss (Hochschule Harz), erörtern gemeinsam ökologische Herausforderungen und Lösungsansätze. Im Anschluss wird die EcoTrophea, die internationale Auszeichnung des DRV für Umweltschutz und soziale Verantwortung im Tourismus, verliehen. Das Thema der diesjährigen Trophäe lautet Biodiversität.

Den humorvollen Abschluss des Tages gestaltet Entertainerin Gayle Tufts, die mit scharfem Blick und feinem Humor ihre Erfahrungen in Deutschland und den USA widerspiegelt. Moderiert wird der Kongress von Andrea Grießmann, TV-Journalistin und Moderatorin des WDR-Reisemagazins „Wunderschön!“.

Das vollständige Programm sowie die Möglichkeit zur Anmeldung sind auf drv-hauptstadtkongress.de verfügbar.

Am 10. Oktober 2025 folgen die turnusmäßigen Wahlen des DRV-Präsidiums und Vorstands während der Mitgliederversammlung und den Bereichsversammlungen der einzelnen Säulen. Die Teilnahme ist für DRV-Mitglieder kostenfrei. Kandidaturen können bis zum 11. September, 23:59 Uhr, eingereicht werden. Weitere Informationen zu den Wahlen stehen auf drv.de bereit.

Reisewirtschaft im Wandel: Transformation, Verantwortung und Zukunftsperspektiven

Die Reisebranche steht an einem Wendepunkt, an dem sich politische, wirtschaftliche und ökologische Dimensionen eng miteinander verweben. Reiserecht, Nachhaltigkeit und internationale Zusammenarbeit gewinnen in diesem Zusammenhang immer stärker an Bedeutung. Die anstehende Novellierung der EU-Pauschalreiserichtlinie ist ein Beispiel dafür, wie Regulierungen sowohl den Schutz von Verbrauchern als auch die Rahmenbedingungen für Unternehmen neu gestalten können. Diese Richtlinie wird derzeit in Brüssel überarbeitet und soll aktuellen Herausforderungen des Reisemarktes gerecht werden – etwa durch klare Regeln bei Ausfällen und Rückerstattungen, aber auch durch moderne digitale Anforderungen. Für Verbraucher bedeutet das mehr Transparenz und Sicherheit, für Reiseveranstalter zusätzliche Verpflichtungen, sich auf veränderte Marktbedingungen einzustellen.

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Die politische Rahmensetzung erfolgt vor dem Hintergrund eines steilen Wandels im Reiseverhalten und der globalen Reiseindustrie. Neue Quellmärkte, internationaler Wettbewerb und mögliche Reisebarrieren prägen den Markt. Zugleich rücken Nachhaltigkeit und Klimaschutz immer stärker in den Fokus: Tourismus soll nicht mehr nur ökonomische Wachstumstreiber sein, sondern auch ökologisch verträglich und sozial gerecht gestaltet werden. Dies betrifft nicht nur die Emissionen beim Reisen selbst, sondern auch die Auswirkungen auf die Reisenziele – insbesondere in Ländern, in denen Tourismus eine wichtige Rolle für wirtschaftliche Entwicklung und Beschäftigung spielt.

Die globale Dimension der Verantwortung zeigt sich besonders in der Entwicklungszusammenarbeit. Der Tourismus kann als Instrument zur Förderung nachhaltiger Entwicklung fungieren, wenn Investitionen in Infrastruktur, Umweltschutz und soziale Projekte vor Ort fließen. Dadurch entstehen Chancen für Destinationen, sich zukunftsfähig aufzustellen und zugleich kulturelle Vielfalt und Biodiversität zu schützen.

Herausforderungen und Chancen der Reisewirtschaft

  • Überarbeitung der Pauschalreiserichtlinie: Anpassung an neue Marktgegebenheiten, Schutz der Verbraucherrechte, Anforderungen an Unternehmen
  • Nachhaltigkeit im Tourismus: Reduktion der CO₂-Emissionen, Schutz der biologischen Vielfalt, soziale Verantwortung vor Ort
  • Globale Zusammenarbeit: Koordination zwischen Herkunfts- und Zielländern, Entwicklungshilfe durch touristische Impulse
  • Wettbewerb und neue Quellmärkte: Verschiebungen im Reiseverhalten, Erschließung neuer Zielgruppen, Ausbau digitaler Services
  • Politische Weichenstellungen: Einfluss wirtschaftspolitischer Strategien auf die Branchenentwicklung, Förderprogramme für klimafreundlichen Tourismus

Solche Branchentreffen wie der DRV-Hauptstadtkongress bieten eine wichtige Plattform für den Austausch zwischen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Sie ermöglichen, aktuelle Trends zu analysieren, Handlungsbedarf zu identifizieren und gemeinsame Strategien für die Zukunft der Reisewirtschaft zu entwickeln. Die Zusammenführung unterschiedlicher Perspektiven fördert dabei sowohl die Praxisnähe als auch die Weitsicht bei der Gestaltung eines zukunftsfähigen und verantwortungsvollen Tourismus.

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Die Informationen und Zitate in diesem Beitrag basieren auf einer Pressemitteilung des Deutschen Reiseverbands.

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