Druckbranche vor Zerreißprobe: Verhandlungen ohne Ergebnis

Inmitten anhaltender Verhandlungsdeadlocks droht der Streit zwischen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und dem Bundesverband Druck und Medien (BVDM) die Zukunft des Flächentarifvertrags in der deutschen Druckindustrie zu gefährden. Trotz marathongleicher Gespräche scheiterte auch die vierte Verhandlungsrunde in Hannover am 7. Mai 2024 ohne ein Ergebnis. Während ver.di eine signifikante Lohnerhöhung von 12 Prozent fordert, um den Reallohnverlusten der letzten Jahre entgegenzuwirken, bleibt der BVDM bei einem Angebot von 3 Prozent für zwei Jahre stehen. Mit dem Blick auf die nächste Verhandlungsrunde am 3. Juni mehren sich die Streikankündigungen. Der Konflikt erreicht einen Scheideweg, der weitreichende Folgen für die Branche und ihre Beschäftigten haben könnte.

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Presse /news Verbandsnachrichten

Bremen (VBR).

In der aktuellen Tarifauseinandersetzung in der Druckindustrie zeichnet sich eine Zuspitzung der Konfliktsituation ab. Nachdem die vierte Runde der Gehaltstarifverhandlungen zwischen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und dem Bundesverband Druck und Medien (BVDM) am Dienstagabend, dem 7. Mai 2024, in Hannover ohne Einigung zu Ende ging, wächst die Sorge um die Zukunft des Flächentarifvertrags in dieser Branche.

Die Forderung von ver.di nach einer 12-prozentigen Lohnerhöhung für die Beschäftigten in der Druckindustrie steht einem Angebot des BVDM von 3 Prozent für zwei Jahre gegenüber – eine Diskrepanz, die bisher nicht überbrückt werden konnte. „Trotz mehrerer Stunden andauernder Gespräche legten die Arbeitgeber auch diesmal kein verbessertes Angebot vor. Mit ihrer Verweigerungshaltung fahren die Arbeitgeber mittlerweile die Verhandlungen regelrecht an die Wand und setzen letztendlich mit dieser Strategie den Flächentarifvertrag aufs Spiel“, betonte ver.di-Verhandlungsführerin Rachel Marquardt.

Diese Lage könnte weitreichende Folgen für den Sektor und die Beschäftigten haben. Flächentarifverträge stellen ein zentrales Instrument zur Sicherung von gerechten Löhnen und Arbeitsbedingungen dar. Ihre Erosion würde nicht nur die Einkommenssituation der Beschäftigten verschlechtern, sondern auch die Arbeiter- und Angestelltenschaft insgesamt schwächen. Insbesondere nach den schmerzlichen Reallohnverlusten der letzten Jahre ist ein substantieller Tarifabschluss aus Sicht der Gewerkschaft unerlässlich, um die Kaufkraft der Beschäftigten zu stärken und ein Zeichen gegen die zunehmende Prekarisierung von Arbeitsverhältnissen zu setzen.

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„Nach den schmerzhaften Reallohnverlusten der letzten Jahre brauchen die Kolleginnen und Kollegen einen Tarifabschluss, der die Löhne deutlich erhöht! Dafür werden wir die Streiks in der Druckindustrie jetzt deutlich ausweiten“, so Marquardt als klare Kampfansage.

Die Verhandlungsbereitschaft von ver.di unterstreicht die Offenheit der Gewerkschaft, zu einer fairen Lösung zu kommen: „Dafür ist es aber notwendig, dass der BVDM ein deutlich besseres Angebot vorlegt, das den Kolleginnen und Kollegen endlich die dringend notwendige Lohnerhöhung bringt“, sagte Rachel Marquardt.

Die festgefahrene Situation und der ausbleibende Kompromiss signalisieren eine alarmierende Trendwende in den Arbeitsbeziehungen und könnten als Vorzeichen für zunehmende Auseinandersetzungen in anderen Branchen gedeutet werden. Mit dem anberaumten Termin für die fünfte Verhandlungsrunde am 3. Juni 2024 bleibt die Hoffnung, dass eine Eskalation noch abgewendet werden kann und ein Weg zur Einigung gefunden wird, der die Wertschätzung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Druckindustrie widerspiegelt.

Für Rückfragen der Redaktionen steht Holm-Andreas Sieradzki unter der Telefonnummer 0151 42611356 zur Verfügung.

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Medien-Info: Arbeitgeber in der Druckindustrie setzen den Flächentarifvertrag aufs Spiel

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Meldung einfach erklärt

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Einfache Zusammenfassung des Beitrags

  • Die Gewerkschaft ver.di und die Arbeitgeber der Druckindustrie konnten sich nicht einigen.
  • Sie haben viermal versucht, zu verhandeln, aber es gab kein gutes Ergebnis.
  • ver.di möchte, dass die Löhne um 12 Prozent steigen. Die Arbeitgeber bieten nur 3 Prozent mehr Lohn für zwei Jahre.
  • Die Arbeitgeber haben kein besseres Angebot gemacht. Deshalb plant ver.di, mehr Streiks zu machen.
  • Die nächste Verhandlungsrunde ist am 3. Juni 2024.

Mögliche Fragen

  • Warum sind Streiks wichtig?
    Streiks können dazu führen, dass Arbeitgeber bessere Löhne und Arbeitsbedingungen anbieten, weil die Arbeit aufhört und das zu Problemen für die Firma führen kann.
  • Was ist ein Flächentarifvertrag?
    Ein Flächentarifvertrag ist ein Vertrag, der für alle Arbeitnehmer in einer bestimmten Branche gilt. Er regelt Löhne, Arbeitszeiten und andere wichtige Dinge.
  • Warum fordert ver.di 12 Prozent mehr Lohn?
    Weil die Löhne in der Vergangenheit nicht genug gestiegen sind und die Kosten für Lebenshaltung auch gestiegen sind. Sie wollen, dass die Arbeitnehmer fair bezahlt werden.
  • Was passiert, wenn sich die Parteien nicht einigen?
    Wenn es keine Einigung gibt, können die Streiks länger andauern, was für beide Seiten Probleme verursachen kann. Manchmal wird ein Vermittler eingeschaltet, um zu helfen.
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Kontakt für weitere Fragen: Holm-Andreas Sieradzki, 0151 42611356

Verantwortlich für den Inhalt: Daniela Milutin, ver.di-Bundesvorstand

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Feuerwehren für Demokratie: Gemeinsam Vielfalt fördern

Berlin (ots) – Am 22. Mai 2024 ruft der Deutsche Feuerwehrverband e. V. (DFV) gemeinsam mit der Deutschen Jugendfeuerwehr (DJF) zur aktiven Wahlbeteiligung auf. Vor dem Hintergrund zunehmender Bedrohungen der Demokratie durch rechtsextreme Akteure betonen DFV und DJF die Wichtigkeit, Parteien zu unterstützen, die sich für Demokratie und Vielfalt einsetzen. Insbesondere Jugendliche ab 16 Jahren sind aufgerufen, ihre Stimme bei den diesjährigen Kommunal-, Europa- und Landtagswahlen zu nutzen. "Geht wählen, nutzt die Chance, eine politische Richtung zu wählen, die sich zu der vielfältigen, demokratischen Gemeinschaft in Deutschland und in Europa bekennt!" appelliert Bundesjugendleiter Christian Patzelt. Die Feuerwehrverbände präsentieren zudem ihre Demokratie- und Vielfaltsarbeit anlässlich des Jubiläums zu 75 Jahren Grundgesetz vom 24. bis 26. Mai im Spreebogenpark Berlin.

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Lücken im GVSG: Ambulante und psychotherapeutische Versorgung betroffen

Berlin (ots) – Am 22. Mai 2024 verabschiedete das Bundeskabinett das Gesundheitsversorgungsstärkungsgesetz (GVSG). Obwohl dies ein bedeutender Schritt in der Gesundheitspolitik darstellt, warnt die Vorsitzende des Sozialverbandes Deutschland (SoVD), Michaela Engelmeier, vor erheblichen Mängeln. Besonders kritisiert sie das Fehlen von Regelungen zu Primärversorgungszentren im aktuellen Gesetzesentwurf. "Diese wären essenziell für die Stärkung der ambulanten Versorgung gewesen", betont Engelmeier und fordert dringende Nachbesserungen im parlamentarischen Verfahren. Gleichzeitig weist der SoVD auf den hohen Bedarf an koordinierter Versorgung für sozial benachteiligte Regionen hin und mahnt, dass Gesundheitskioske hier sinnvoll integriert werden müssten. Mit Blick auf die haus- und psychotherapeutische Versorgung erkennt der SoVD sowohl positive Ansätze als auch finanzielle Fehlanreize, die es zu beheben gilt.

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Europawahl: ver.di startet Wahlarena zu Sozialpolitik am 24. Mai

Am 24. Mai 2024 startet die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ihre vierteilige Online-Veranstaltungsreihe zur Europa-Wahl mit einem öffentlichen Live-Stream um 10 Uhr. In der “Wahlarena Beschäftigungs- und Sozialpolitik” diskutiert ver.di-Vorsitzender Frank Werneke mit Vertreter*innen der demokratischen Parteien über zentrale Fragen zu Mindestlöhnen, Arbeitsbedingungen und weiteren gesellschaftlich relevanten Themen. Die Serie setzt sich mit spannenden Diskussionen über Verkehrs- und Gesundheitspolitik bis zum 3. Juni fort, ohne Registrierungszwang und für alle Interessierten zugänglich.

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Dramatische Baupreisentwicklung bedroht Hamburgs sozialen Wohnungsbau – Einladung zum Pressefrühstück

Hamburg, 22.05.2024 – Die drastisch gestiegenen Baupreise, exorbitanten Grundstückskosten und der Rückgang bei Baugenehmigungen gefährden den Bau bezahlbarer Wohnungen in Hamburg wie nie zuvor in der über 120-jährigen Geschichte des sozialen Wohnungsbaus.

Der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V. (VNW) lädt Journalistinnen und Journalisten herzlich zu einem Pressefrühstück ein, um diese drängenden Fragen zu erörtern. Hochrangige Gesprächspartner, darunter Andreas Breitner, Direktor des VNW, und Peter Kay, Vorstand der Baugenossenschaft freier Gewerkschafter eG (BGFG), werden die erreichten Ziele und zukünftigen Pläne sozialer Vermieter vorstellen und die Zukunftsaussichten bewerten.

Das Pressefrühstück findet am Mittwoch, den 29. Mai 2024, von 11 bis 13 Uhr in der Willy-Brandt-Straße 67 in Hamburg statt. Eine vorherige Anmeldung erleichtert die Organisation, ist aber nicht zwingend erforderlich.

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Feuerwerkskunst kehrt zurück – Nachfrage steigt wieder

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Am 22. Mai 2024 gab der Verband der pyrotechnischen Industrie (VPI) bekannt, dass die Nachfrage nach klassischen Großfeuerwerken deutlich gestiegen ist und 2023 eine beeindruckende Wiederbelebung erfuhr. Nach den Einschränkungen durch die Corona-Pandemie erleben städtische und regionale Veranstaltungen ein Revival der kunstvollen Höhenfeuerwerke. Zusammen mit dem positiven Trend sinkender Feinstaub-Emissionen und der ernüchternden Bilanz von Drohnenshows sieht die Branche optimistisch in die Zukunft. Laut VPI-Vorsitzendem Thomas Schreiber bleibt die Faszination für Feuerwerke ungebrochen und bringt Menschen nachhaltig zusammen.

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Stuttgart, 22. Mai 2024 – Angesichts wachsender finanzieller Sorgen der Deutschen rückt der Pfandkredit erneut in den Fokus. Der Zentralverband des Deutschen Pfandkreditgewerbes e.V. (ZdP) betont in seiner neuesten Pressemeldung die Vorteile des Pfandkredits: als unbürokratische Lösungsoption bei unerwarteten Liquiditätsengpässen bietet er eine unkomplizierte Alternative zu herkömmlichen Krediten ohne Bonitätsprüfung. Eine aktuelle Umfrage von R+V Versicherung zeigt, dass Geldsorgen die größten Ängste der Bundesbürger dominieren – steigende Lebenshaltungskosten und unbezahlbarer Wohnraum stehen an der Spitze. Wolfgang Schedl, Geschäftsführer des ZdP, unterstreicht die wachsende Bedeutung des Pfandkredits in der aktuellen Wirtschaftslage.

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OTWorld 2024: Fachkräftemangel bedroht Hilfsmittelversorgung

Am 22. Mai 2024 fand in Leipzig das siebente Treffen der Jugend.Akademie TO des Bundesinnungsverbandes für Orthopädie-Technik (BIV-OT) statt, bei dem sich rund 400 Auszubildende und Studierende aus verschiedenen Bereichen der Technischen Orthopädie versammelten. Ziel der Veranstaltung war es, den Fachkräftenachwuchs zu fördern und aktuelle Entwicklungen sowie neueste Produkte kennenzulernen. Trotz dieser Bemühungen bleibt die Branche von einem massiven Fachkräftemangel betroffen, wie eine jüngste Umfrage zeigte: Über 80 Prozent der Betriebe befürchten eine Verschlechterung der Fachkräftesituation, und die wachsende Bürokratie belastet zusätzlich.

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Ehrenamtliche fordern Wertschätzung und bessere Rahmenbedingungen

Am 22. Mai 2024 präsentiert WestLotto den NRW-EhrenamtAtlas 2024 – eine umfassende Erhebung, die das Engagement von Ehrenamtlichen in Nordrhein-Westfalen beleuchtet. Die Ergebnisse zeigen beeindruckende Zahlen: 92 Prozent der Befragten engagieren sich aus sozialem Antrieb, während nahezu 75 Prozent finanzielle Hürden für ihre Projekte kritisieren. Mit durchschnittlich 208 Stunden ehrenamtlicher Arbeit pro Jahr erreichen sie einen wirtschaftlichen Gegenwert von 20,9 Milliarden Euro. Die Studie hebt zudem hervor, wie dringend bessere Rahmenbedingungen und mehr Wertschätzung für diese wichtige soziale Arbeit benötigt werden.

Weiterführende Infos finden sich unter www.ehrenamtatlas.de.

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AOK fordert Optimierung der regionalen Gesundheitsversorgung

Berlin (ots) – Der AOK-Bundesverband zeigt sich enttäuscht über den neuesten Kabinettsbeschluss zum Gesundheitsversorgungsstärkungsgesetz (GVSG). Jens Martin Hoyer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der AOK, bezeichnet das Gesetz als eine verpasste Chance und fordert Nachbesserungen im weiteren parlamentarischen Verfahren. Besonders kritisiert wird die Fokussierung auf Vergütungssteigerungen für Hausärzte sowie die damit verbundenen finanziellen Mehrbelastungen für die gesetzliche Krankenversicherung. Die AOK plädiert stattdessen für innovative Ansätze zur Stärkung der regionalen Gesundheitsversorgung, um eine zukunftsfähige Primärversorgung zu gewährleisten.

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Rapsöl dominiert den Markt mit 78 Millionen Litern – Top-Speiseöl

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Solarparks: Biodiversitäts-Hotspots in Agrarlandschaften

**Berlin (ots) – Ein bedeutender Schritt für den Natur- und Artenschutz: Zum Internationalen Tag der biologischen Vielfalt am 22. Mai 2024 stellt der Bundesverband Neue Energiewirtschaft e.V. (bne) eine umfangreiche Feldstudie zur Biodiversität in Solarparks vor. Mit Untersuchungen in über 30 Solarparks bundesweit soll das Projekt aufzeigen, wie nachhaltig geplante PV-Freiflächenanlagen nicht nur saubere Energie liefern, sondern auch wertvolle Rückzugsorte für Flora und Fauna bieten können. Unter der Leitung einiger der renommiertesten Biologen und Umweltwissenschaftler des Landes, zielt die Studie darauf ab, konkrete Maßnahmen zu identifizieren, die die Artenvielfalt in unserer Kulturlandschaft fördern.

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