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Drohnenabwehr an Flughäfen: ADV begrüßt Bundes-Plan für Detektionssysteme und klare Zuständigkeiten

Die Bundesregierung will moderne Drohnendetektions- und Abwehrsysteme für zunächst acht deutsche Verkehrsflughäfen beschaffen. Der Flughafenverband ADV begrüßt diesen Schritt und die geplante Zuständigkeit der Bundespolizei, um illegale Drohnenflüge und die damit verbundenen Sicherheitsrisiken effektiver zu bekämpfen. Ein gemeinsames Drohnenabwehrzentrum von Bund und Ländern soll die Koordination künftig zentralisieren.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Bundesregierung plant Drohnendetektions- und Abwehrsysteme für acht deutsche Verkehrsflughäfen.
  • Bundespolizei erhält klare Zuständigkeit für Betrieb und Beschaffung der Systeme.
  • Ein gemeinsames Drohnenabwehrzentrum von Bund und Ländern soll Koordination verbessern.
  • Illegale Drohnenflüge verursachen erhebliche Sicherheitsrisiken und Flugverkehrsstörungen.
  • Jährlich sind rund 25 Millionen Euro für Technik und Koordination der Drohnenabwehr vorgesehen.

– Die Innenministerkonferenz beschleunigt Maßnahmen zur Abwehr illegaler Drohnen an Flughäfen.
– Die Bundesregierung beschafft moderne Abwehrsysteme für zunächst acht deutsche Verkehrsflughäfen.
– Die Bundespolizei erhält die klare Zuständigkeit für Betrieb und Beschaffung der Systeme.

Drohnenabwehr an Flughäfen: ADV begrüßt klare Zuständigkeiten und neue Technik

Die diesjährige Herbstkonferenz der Innenminister rückt ein drängendes Sicherheitsthema in den Fokus: die Abwehr illegaler Drohnenflüge in sensiblen Lufträumen. Der Flughafenverband ADV begrüßt in einer Pressemitteilung vom 02. Dezember 2025 ausdrücklich die von der Bundesregierung initiierte Beschaffung moderner Detektions- und Abwehrsysteme. Diese sollen zunächst an acht deutschen Verkehrsflughäfen installiert werden (Stand: 02. Dezember 2025, Pressemitteilung ADV Nr. 33/2025)*.

Aus Sicht der Flughäfen setzt die Entscheidung, die Bundesregierung bei der Beschaffung und dem Betrieb der Systeme eng mit der Bundespolizei zusammenarbeiten zu lassen, ein dringend benötigtes Signal für klare Verantwortlichkeiten. Der Verband, der bereits seit 1947 die Interessen seiner Mitglieder vertritt (Stand: 02. Dezember 2025, Pressemitteilung ADV Nr. 33/2025)*, sieht darin einen zentralen Schritt für mehr Sicherheit.

ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel betont die Bedeutung der Maßnahmen: „Unkoordinierte und illegale Drohnenflüge im Umfeld von Flughäfen stellen ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Die nun eingeleitete Beschaffung leistungsfähiger Systeme zur Detektion und Abwehr von Drohnen ist ein zentraler Schritt, um die Widerstandsfähigkeit der Flughäfen zu erhöhen.“

Die neue Technik verspricht konkrete Verbesserungen für den Flugbetrieb. „Die neuen Systeme ermöglichen eine frühzeitige und zuverlässige Erkennung illegaler Drohnenaktivitäten. Mit einem besseren Lagebild über Art, Häufigkeit und Flugprofile wächst zugleich die Erwartung der Flughäfen, dass Einschränkungen des Flugbetriebs künftig deutlich reduziert werden können“, so Beisel weiter.

Ein weiterer wichtiger Baustein ist die geplante Einrichtung eines gemeinsamen Drohnenabwehrzentrums von Bund und Ländern. Dieses soll die Koordination in kritischen Lagen bündeln. „Die geplante Einrichtung eines gemeinsamen Drohnenabwehrzentrums von Bund und Ländern ist ein wichtiger Schritt hin zu einer zentralen, effizienten und einsatzsicheren Koordination in Drohnenlagen. Das stärkt die gesamte Sicherheitsarchitektur und ist ein echter Gewinn für die Sicherheit im Luftverkehr“, fasst Beisel zusammen.

Drohnenvorfälle in Deutschland: Eine Bestandsaufnahme

Die Diskussion um bessere Abwehrsysteme an Flughäfen ist kein theoretisches Problem, sondern eine Reaktion auf eine reale und wachsende Gefahrenlage.

Vorfalllage und Zahlen

Diese Störungen reichen von Sichtungen im gesperrten Luftraum bis hin zu gefährlichen Annäherungen an startende oder landende Flugzeuge. Jeder einzelne Vorfall kann zu erheblichen Betriebseinschränkungen führen, von Verspätungen bis hin zu kurzfristigen Flugverboten, die den gesamten Luftverkehr ausbremsen.

Technische Lücken an Flughäfen

Während die Bedrohung zunimmt, hinkt die technische Ausstattung hinterher. Zwar testen mehrere Flughäfen verschiedene Detektionssysteme, doch eine flächendeckende und einheitliche technische Lösung zur Drohnenabwehr fehlt bislang*. Diese Lücke bedeutet, dass die Fähigkeit, illegale Drohnen frühzeitig zu erkennen und zu stoppen, stark vom jeweiligen Standort abhängt*. Die aktuelle Situation gleicht einem Flickenteppich, der keine durchgängige Sicherheit gewährleisten kann.

Technische Umsetzung: Finanzierung und Koordination

Die Umsetzung der Drohnenabwehr in Deutschland erfordert vor allem die Bereitstellung ausreichender finanzieller Mittel sowie die Klärung komplexer Zuständigkeiten.

Finanzrahmen und Ausstattung

Für die technische Ausstattung zur Drohnenabwehr sind erhebliche finanzielle Mittel vorgesehen. Nach Recherchen des Fachportals drohnen.de sind jährliche Sachmittel in Höhe von etwa 25 Millionen Euro für die Jahre 2025 und 2026 eingeplant*. Dieser Betrag soll konkret in Sensorik zur Drohnenerkennung, in Wirkmittel zur Abwehr sowie in die notwendige Führungs- und C2-Anbindung fließen.

Zuständigkeiten und Koordination

Die Zuständigkeiten für die Luftraumüberwachung und Drohnenabwehr sind in Deutschland fragmentiert. Heterogene Landeszuständigkeiten und unterschiedliche technische Reifegrade bei den Sicherheitsbehörden führen zu erheblichen Koordinations- und Kommunikationsbrüchen (Stand: 2025).

Im unmittelbaren Luftraum über Kasernen ist die Bundeswehr zuständig. Außerhalb dieses Bereichs bestehen Zuständigkeitsfragen zwischen der Bundeswehr und den Polizeibehörden*. Eine unklare Aufgabenteilung erschwert die schnelle und einheitliche Bearbeitung von Drohnenlagen. Die Schaffung klarer Prozesse und einer einheitlichen Führungsstruktur bleibt eine der wichtigsten Aufgaben für eine Gesamtstrategie (Stand: 2025).

Wenn der Flugverkehr ins Stocken gerät

Das Eindringen einer Drohne in den Luftraum eines Flughafens führt oft zu unmittelbaren Reaktionen. Was für den Verursacher vielleicht nur ein kurzer, unbedachter Flug ist, entfaltet für Reisende und Anwohner eine Reihe spürbarer Konsequenzen. Die gesellschaftliche Relevanz solcher Störungen zeigt sich nicht in abstrakten Risiken, sondern in ganz konkreten Alltagsszenarien.

Ein typischer Ablauf beginnt mit der Entdeckung des unbekannten Flugobjekts. Um Kollisionen zu verhindern, müssen Start- und Landebahnen vorübergehend gesperrt werden. Flugzeuge im Landeanflug steigen häufig in Warteschleifen auf, während Maschinen, die zum Start bereitstehen, am Gate bleiben. Diese Sicherheitsmaßnahmen führen zu Verspätungen. Aus einer anfänglichen Verzögerung von Minuten können sich Kettenreaktionen entwickeln, die den gesamten Tagesablauf eines Flughafens durcheinanderbringen. Reisende verpassen Anschlussflüge, Geschäftstermine platzen, lang ersehnte Urlaubsbeginnen verspätet.

In schwerwiegenderen Fällen, wenn die Drohne nicht schnell lokalisiert werden kann oder sich ihr Verhalten als bedrohlich darstellt, kommt es zu Umleitungen. Flugzeuge werden dann auf alternative Flughäfen umgeleitet – eine logistische Herausforderung für Airlines und ein erheblicher Komfortverlust für Passagiere, die hunderte Kilometer von ihrem Zielort entfernt landen. Für Anwohner rund um den betroffenen Flughafen bedeutet eine solche Lage oft ein verstärktes Kontroll- und Polizeiaufgebot sowie ein ungewöhnliches Flugaufkommen, wenn Maschinen in ungewohnten Korridoren kreisen müssen.

Diese Störungen beeinflussen das Vertrauen in die Sicherheit und Verlässlichkeit des Luftverkehrs. Sie werfen Fragen zum richtigen Maß zwischen technischer Freiheit und öffentlicher Sicherheit auf. Während Drohnen für Hobby, Landwirtschaft oder kreative Projekte Chancen bieten, stellen illegale Flüge im sensiblen Umfeld von Flughäfen diese Errungenschaften infrage. Die Forderung nach klaren Zuständigkeiten und einer leistungsfähigen technischen Ausstattung zur Drohnenabwehr betrifft direkt die Planungssicherheit von Millionen Reisenden, die wirtschaftlichen Interessen von Airlines und Flughäfen sowie das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung in Flughafennähe.*

Ausblick: Klare Zuständigkeiten als Grundlage für die Umsetzung

Die politischen Weichen für eine schlagkräftige Drohnenabwehr an deutschen Flughäfen sind gestellt. Die Beschaffung moderner Drohnendetektions- und Abwehrsysteme für zunächst acht deutsche Verkehrsflughäfen ist auf den Weg gebracht.* Dieser klare Rahmen schafft die notwendige Basis für die nächsten Schritte.

Aktuell stehen die politischen Abstimmungen zur Einrichtung eines zentralen Drohnenabwehrzentrums im Fokus. Dieses Vorhaben zielt darauf ab, die Koordination zwischen Bund und Ländern in kritischen Lagen zu optimieren. Parallel dazu läuft die technische Umsetzung: Die Ausrüstung der ersten Flughäfen mit der neuen Technik wird vorbereitet, um die Sicherheitsarchitektur schrittweise zu verstärken.

Für eine schnelle Orientierung über die Entwicklung und die zentralen Zahlen könnte eine vergleichende Tabelle dienen. Eine solche Übersicht könnte die wichtigsten Maßnahmen, Budgetvorhaben und gemeldeten Vorfälle gegenüberstellen und so die Dimension der Herausforderung und die geplanten Gegenmaßnahmen verdeutlichen.

Dieser Beitrag basiert auf einer Pressemitteilung des Flughafenverbandes ADV – Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen.

Weiterführende Quellen:

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