Neues Netzwerk für digitale Teilhabe: Initiative in Berlin unterstützt Senioren beim Einstieg in die digitale Welt

Modernes blau beleuchtetes News-Studio mit runden LED-Podesten und großem Bildschirm mit Schriftzug ‚Verbands‑Monitor eins zu eins‘.
Am 8. Juli 2025 haben das Seniorennetz Berlin der AWO, das Berliner Landeskompetenzzentrum Pflege 4.0 und die Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege das Netzwerk „Digitale Befähigung im Alter“ gegründet. Ziel ist es, älteren Menschen den sicheren, selbstbestimmten Zugang zur digitalen Welt zu ermöglichen und dafür haupt- wie ehrenamtliche Unterstützerinnen und Unterstützer zu vernetzen. Das Netzwerk teilt Informationen und Materialien, nimmt Bedarfe auf und organisiert Weiterbildungen, damit Berlins Senior*innen auf relevante Angebote zugreifen und am digitalen Leben teilhaben können.

Inhaltsverzeichnis

– Am 8. Juli 2025 Gründung des Berliner Netzwerks „Digitale Befähigung im Alter“.
– Netzwerk fördert digitale Selbstbestimmung älterer Menschen durch Austausch von Informationen und Schulungen.
– Ehrenamtliche und Fachkräfte können beitreten, um älteren Menschen digitale Teilhabe zu ermöglichen.

Neues Berliner Netzwerk stärkt digitale Kompetenzen im Alter

Am 8. Juli 2025 wurde in Berlin das Netzwerk „Digitale Befähigung im Alter“ gegründet. Initiiert wurde es vom Seniorennetz Berlin des AWO Landesverbandes Berlin in Kooperation mit dem Berliner Landeskompetenzzentrum Pflege 4.0 und im Auftrag der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege (SenWGP). Das Netzwerk will älteren Menschen den sicheren und selbstbestimmten Umgang mit digitalen Medien ermöglichen und so ihre Teilhabe am gesellschaftlichen Leben verbessern. Alle, die ehren- oder hauptamtlich ältere Menschen bei der digitalen Orientierung unterstützen, sind eingeladen, sich dem Bündnis anzuschließen. Ziel ist es, Informationen und Materialien auszutauschen, Bedarfe zu erfassen und gezielte Weiterbildungen anzubieten.

Oliver Bürgel, Landesgeschäftsführer der Berliner AWO, unterstreicht die Bedeutung der Vernetzung: „Es ist wichtig, die in der digitalen Vermittlung tätigen haupt- und ehrenamtlichen Akteure miteinander zu vernetzen. Gleichzeitig arbeiten wir für Berlins Seniorinnen daran, eine vollständige Übersicht über niedrigschwellige Lernangebote anzubieten. Wir als AWO sind stolz, mit unserem Seniorennetz Berlin gemeinsam mit dem Berliner Landeskompetenzzentrum Pflege 4.0 hier tätig zu werden, indem wir das Berliner Netzwerk ‚Digitale Befähigung im Alter‘ gründen.“* Die Zusammenführung der Akteurinnen und Akteure soll die Angebote besser sichtbar machen und die digitale Teilhabe älterer Berlinerinnen und Berliner stärken.

Die Notwendigkeit des Netzwerks ergibt sich aus der fortschreitenden Digitalisierung wichtiger Lebensbereiche wie Verwaltung und Gesundheitswesen. Digitale Grundkompetenzen gelten inzwischen als Teil der Daseinsvorsorge, da sie den Zugang zu öffentlichen Leistungen und Informationen ermöglichen. Das Netzwerk setzt sich deshalb dafür ein, dass alle älteren Menschen in Berlin diese Fähigkeiten erwerben können – unabhängig von ihrer jeweiligen Lebenssituation. So sollen künftig alle älteren Berlinerinnen und Berliner uneingeschränkt Zugang zu relevanten Informationen haben und aktiv am gesellschaftlichen Alltag teilnehmen können.

Digitale Kompetenzen als Tür zu voller gesellschaftlicher Teilhabe im Alter

Die fortschreitende Digitalisierung verändert zentrale Bereiche des Alltags, von der Verwaltung über das Gesundheitswesen bis hin zu sozialen Kontakten. Für ältere Menschen wird es deshalb zunehmend wichtig, digitale Grundkompetenzen zu erwerben, um selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Ohne diese Fähigkeiten droht eine digitale Ausgrenzung, die den Zugang zu wichtigen Informationen und Dienstleistungen erschwert oder unmöglich macht. Digitale Teilhabe ist damit nicht nur eine individuelle Fähigkeit, sondern gewinnt an Bedeutung als gesellschaftliche Daseinsvorsorge.

Warum digitale Teilhabe im Alter wichtiger wird

Die Digitalisierung erfasst immer mehr Lebensbereiche, zum Beispiel elektronische Gesundheitsakten, Online-Banking, Behördenportale oder Kommunikation über Messenger-Dienste. Für Seniorinnen und Senioren, die häufig nicht mit digitalen Technologien aufgewachsen sind, führt das zu wachsenden Herausforderungen. Sie benötigen nicht nur technische Grundlagen, sondern auch Sicherheit im Umgang mit den Geräten und Anwendungen. Digitale Kompetenzen ermöglichen älteren Menschen, Informationen eigenständig zu recherchieren, Behördengänge online zu erledigen und den Austausch mit Familie und Freundeskreis zu pflegen. Zudem unterstützen digitale Angebote die Teilnahme an gesellschaftlichen Aktivitäten und helfen, Vereinsamung vorzubeugen.

Herausforderungen für Seniorinnen und Senioren

Der Einstieg in die digitale Welt ist für viele ältere Menschen mit zahlreichen Barrieren verbunden: Unzureichende Kenntnisse, fehlender Zugang zu Geräten oder Internet, Angst vor Technik und Unsicherheit im Umgang stehen häufig im Weg. Auch körperliche Einschränkungen, etwa Seh- oder Hörprobleme, erschweren die Nutzung digitaler Angebote. Ein weiterer Aspekt ist die unübersichtliche Angebotslandschaft an Schulungen und Hilfestellungen, die oft schwer zugänglich oder nicht auf die Bedürfnisse älterer Menschen zugeschnitten sind. Hier setzt das Berliner Netzwerk "Digitale Befähigung im Alter" an, das seit Juli 2025 Fachkräfte und Ehrenamtliche vernetzt, um bedarfsgerecht zu unterstützen. Oliver Bürgel, Landesgeschäftsführer der Berliner AWO, betont: „Es ist wichtig, die in der digitalen Vermittlung tätigen haupt- und ehrenamtlichen Akteure miteinander zu vernetzen.“

Die Bedeutung von Unterstützungsnetzwerken

Initiativen wie das Berliner Netzwerk bündeln Ressourcen, Erfahrungen und Materialien, um ältere Menschen besser zu erreichen und effektive Lernangebote zu schaffen. Sie bauen Brücken zwischen Digitalexpertise und Zielgruppen, die oft einen niedrigschwelligen, verständlichen Zugang benötigen. Solche Netzwerke ermöglichen auch den Austausch zwischen den Akteuren und helfen, Angebote transparent zu machen – eine Voraussetzung, damit Seniorinnen und Senioren die für sie passenden Hilfestellungen finden. Die von der AWO betriebene Online-Plattform etwa bietet über 1.000 kostenfreie Aktivitäten und Informationen, die barrierefrei und leicht verständlich gestaltet sind.

Internationale und bundesweite Parallelen

Auf Bundesebene und international finden sich ähnliche Bemühungen, um die digitale Teilhabe älterer Bevölkerungsgruppen zu fördern. In vielen Ländern entstehen Programme, die technische Schulungen, digitale Beratungen und Zugangsverbesserungen verbinden. Die strukturelle Einbindung digitaler Kompetenzen in die soziale Daseinsvorsorge gewinnt dabei an Bedeutung. Dies verdeutlicht, dass digitale Grundkompetenzen zunehmend als Voraussetzung für gesellschaftliche Integration betrachtet werden – unabhängig vom Alter.

Ausblick auf gesellschaftliche Entwicklungen

Mit dem technischen Fortschritt werden digitale Anwendungen nicht nur zahlreicher, sondern auch komplexer. Gleichzeitig wächst die Bedeutung digitaler Kommunikation für soziale Teilhabe und Selbstbestimmung. Deshalb wird die Unterstützung älterer Menschen bei der digitalen Befähigung auch künftig eine zentrale gesellschaftliche Aufgabe bleiben. Netzwerke wie das in Berlin gegründete bieten einen pragmatischen Ansatz: über Kooperation, Sichtbarkeit und bedarfsgerechte Angebote Brücken in die digitale Welt zu bauen und so Anfänge von digitaler Ungleichheit im Alter entgegenzuwirken. Die Entwicklung deutet darauf hin, dass digitale Kompetenzen künftig noch stärker als Teil der allgemeinen Bildung und sozialen Infrastruktur verankert sein werden.

Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen beruhen auf einer Pressemitteilung des AWO Landesverbandes Berlin e. V.

14 Antworten

  1. Ich finde das Netzwerk wirklich sehr wichtig für unsere Gesellschaft! Digitale Kompetenzen sind entscheidend heute . Wie sieht das mit der Finanzierung aus?

  2. Die Digitalisierung verändert alles, aber leider fühlen sich viele ältere Leute verloren dabei. Wo können sie Hilfe finden? Gibt es eine zentrale Anlaufstelle?

  3. Ich freue mich über diese Initiative! Viele ältere Menschen haben Berührungsängste mit Technik. Gibt es spezielle Programme zur Überwindung dieser Ängste?

  4. Es ist super, dass solche Netzwerke gegründet werden. Digitale Teilhabe wird immer wichtiger! Wie wird sichergestellt, dass die Schulungen für alle zugänglich sind?

  5. Ich finde das Netzwerk „Digitale Befähigung im Alter“ echt toll! Es ist so wichtig, dass ältere Menschen auch im digitalen Zeitalter nicht abgehängt werden. Welche Arten von Schulungen werden denn angeboten?

    1. Das ist eine gute Frage, ich hoffe, dass sie viele verschiedene Kurse anbieten können. Manchmal sind die Angebote nicht so leicht zu finden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Über den Autor

Die Redaktion von Verbandsbüro besteht aus vielen unterschiedlichen Experten aus der Verbands- und Vereinswelt. Alle Beiträge beruhen auf eigene Erfahrungen. Damit wollen wir Ihnen unsere professionellen Leistungen für Ihre Organisation präsentieren. Wollen Sie mehr zu diesem Thema erfahren? Nehmen Sie doch einfach mit uns Kontakt auf.​

Aktuelle Pressemeldungen