– Digital Farm Center feiert Premiere bei Agritechnica in Hannover (9.‒15. November 2025)
– Halle 21 bietet interaktive Technologien zu Digital Farming, Robotik, KI
– Rund 2.700 Aussteller aus 50+ Nationen und 430.000 Fachbesucher erwartet
Premiere des Digital Farm Centers auf der Agritechnica 2025
Vom 9. bis 15. November 2025 steht Hannover ganz im Zeichen der neuesten Entwicklungen in der Landtechnik. Auf der Agritechnica, der weltweit führenden Fachmesse für Landtechnik, präsentieren rund 2.700 Aussteller aus über 50 Nationen ihre Innovationen vor einem erwarteten Besucheransturm von 430.000 Fachbesucher:innen. Zum ersten Mal ist in Halle 21 das neue Digital Farm Center mit dabei, das als zentrale Plattform die digitale Transformation der Landwirtschaft in den Fokus rückt.
Getreu dem diesjährigen Leitthema „Touch Smart Efficiency“ bietet das Digital Farm Center eine interaktive Erlebniswelt, die engagierten Landwirt:innen, Lohnunternehmer:innen, Berater:innen, Hersteller:innen, Start-ups und Forscher:innen die neuesten Innovationen aus den Bereichen Digital Farming, Automatisierung, Robotik und Künstliche Intelligenz zugänglich macht. Besucher:innen können hier Technologien nicht nur sehen, sondern an intuitiv bedienbaren Touchscreens selbst entdecken und sich mit Expert:innen austauschen.
Das Digital Farm Center ist übersichtlich in vier spezialisierte Hallenbereiche gegliedert: GPS und Lenksysteme, Robotik und Drohnen, Sensortechnik sowie den Bereich „Software“ mit dem Herzstück, dem DLG-Spotlight Digital Farming, ergänzt durch die integrierte DLG-Expert Stage. Dieses Highlight des Centers zeigt eindrucksvoll, wie die Vernetzung und der Datenaustausch zwischen Hof-PC und Landmaschine heute funktionieren.
Besonders reizvoll sind die täglichen Live-Demonstrationen, die von der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) in Kooperation mit dem Fachpartner DKE agrirouter realisiert werden. Dabei werden aus den Kabinen ausgestellter Traktoren im Spotlight-Bereich des Digital Farm Centers praktische Anwendungen direkt auf einer großen LED-Videoleinwand auf der Expert Stage präsentiert. So erfahren Besucher:innen, wie etwa Applikationskarten herstellerübergreifend vom Büro auf die Landmaschinen übertragen werden.
Die DLG betont: „Getreu dem diesjährigen Leitthema der Agritechnica 2025 feiert das ‚Digital Farm Center‘ auf der Weltleitmesse für Landtechnik Premiere.“ Damit schafft sie einen zukunftsorientierten Raum, der den fachlichen Austausch und die Vernetzung unter Landwirt:innen, Entwickler:innen und Investor:innen fördert. Die Expert Stage rundet das Angebot ab: In Zusammenarbeit mit den Fachpartnern Bitkom und der Gesellschaft für Informatik in der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft e.V. (GIL) finden hier spannende Vorträge und Diskussionen zu Digitalisierung, Automatisierung, KI und Robotik statt. Führende Expert:innen und Praktiker:innen vermitteln aktuellstes Wissen zur Präzisionslandwirtschaft – von digitalen Mitarbeiterkompetenzen bis zu modernen Technologien.
Ein besonderes Format im Programm ist die täglich um 13 Uhr stattfindende Praktikerstunde. In Kooperation mit Fachmedien wie den DLG-Mitteilungen, top agrar und Profi berichten dort Landwirt:innen und Lohnunternehmer:innen von ihren Erfahrungen mit autonomen Zugfahrzeugen, Spotspraying beim Pflanzenschutz oder dem Einsatz von Robotern zur Unkrautbekämpfung im Rübenanbau.
Das Digital Farm Center auf der Agritechnica 2025 ist somit ein innovatives und vielfältiges Angebot, das die digitale Zukunft der Landwirtschaft praxisnah erlebbar macht. Tickets sind bereits im offiziellen Ticketshop erhältlich.
Digital Farming: Innovationstreiber für eine nachhaltige Landwirtschaft der Zukunft
Die Landwirtschaft erlebt durch Digitalisierung, Automatisierung und den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) eine grundlegende Transformation. Digital Farming, oft auch als Landwirtschaft 4.0 bezeichnet, verbindet moderne Technologien mit traditionellen Anbaumethoden, um Erträge zu steigern, Ressourcen zu schonen und die Produktion effizienter zu gestalten. Dabei sind nicht nur technische Fortschritte gefragt, sondern auch ein umfassendes Umdenken in der Branche und Gesellschaft.
Digitale Anwendungen ermöglichen es Landwirten heute, ihre Felder in Echtzeit zu überwachen und durch präzise Steuerung von Maschinen und Bewässerungssystemen den Ressourceneinsatz zu optimieren. Dies bedeutet eine gezieltere Pflanzenschutz- und Düngearbeit, die nicht nur Kosten senkt, sondern auch Umweltbelastungen reduziert. Automatisierte Traktoren und Drohnen unterstützen dabei, Aufgaben zu übernehmen, die bisher manuell durchgeführt wurden, während KI-Systeme wachsende Datenmengen auswerten, um optimale Anbauzeitpunkte, Pflanzensorten oder die Ernteplanung zu bestimmen.
Die gesellschaftliche Bedeutung von digitalen Technologien in der Landwirtschaft liegt nicht nur in der Effizienzsteigerung, sondern auch in der Sicherstellung der Ernährungssicherheit. Angesichts wachsender Weltbevölkerung und klimatischer Veränderungen werden nachhaltige Produktionsmethoden unverzichtbar. Verbraucher profitieren von Erzeugnissen, die unter verantwortungsvollen Bedingungen entstehen, und erhalten über digitale Transparenzsysteme etwa Zugang zu Informationen über Herkunft und Qualität der Lebensmittel.
Chancen und Risiken smarter Technologien
Digital Farming eröffnet vielfältige Chancen, etwa durch:
- Smart Farming mit sensorgestützter Analyse von Boden, Wetter und Pflanzenzustand,
- den Einsatz von Robotik und Drohnen zur Arbeitsentlastung und Präzisionsarbeit,
- vernetzte Datenplattformen für eine optimierte Planung und Zusammenarbeit.
Gleichzeitig stellen sich Herausforderungen: Datenschutz und Datensicherheit gewinnen an Bedeutung, vor allem wenn sensible Betriebsdaten verarbeitet und ausgetauscht werden. Die Abhängigkeit von digitalen Systemen erfordert zudem robuste technische Infrastruktur und qualifizierte Anwender. Nicht zuletzt ist die Akzeptanz bei Landwirten uneinheitlich, da traditionelle Arbeitsweisen und Investitionskosten im Vordergrund stehen.
Einfluss auf Umwelt und Gesellschaft
Die Digitalisierung in der Landwirtschaft hat das Potenzial, Umweltbelastungen deutlich zu verringern. Durch präzise Dosierung von Pflanzenschutzmitteln oder gezielte Wassernutzung kann die Belastung von Böden und Gewässern minimiert werden. Nachhaltige Produktionsmethoden wie der Anbau nach ökologischen Standards lassen sich durch smarte Technologien besser kontrollieren und weiterentwickeln.
Gesellschaftlich führt Digital Farming zu einer neuen Rolle der Landwirte als datenaffine Entscheider, die Technikkompetenz und betriebswirtschaftliches Know-how verbinden müssen. Die Nachfrage nach qualifizierter Ausbildung und Weiterentwicklung ist hoch. Auch in ländlichen Regionen kann die Digitalisierung neue Arbeitsplätze schaffen und helfen, den Strukturwandel abzufedern.
Zukünftige technische Trends im Digital Farming umfassen unter anderem:
- Zunahme der Automatisierung durch autonome Fahrzeuge und Roboter,
- Integration von KI-basierten Entscheidungsunterstützungssystemen,
- Entwicklung von plattformbasiertem Datenaustausch und smarter Software,
- verstärkter Einsatz von Multisensorik und Fernerkundung für detaillierte Feldanalysen,
- Kombination von Digital Farming mit Kreislaufwirtschaft und regenerativer Landwirtschaft.
Die Innovationskraft dieser Technologien verspricht, Landwirtschaft produktiver, nachhaltiger und gleichzeitig ökonomisch wettbewerbsfähiger zu machen. Dabei bleiben gesellschaftliche Akzeptanz, Datenschutz sowie der Ausgleich zwischen technologischem Fortschritt und ökologischer Verantwortung zentrale Herausforderungen.
Die hier vorgestellten Inhalte und Zitate basieren auf einer Pressemitteilung der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG).