– Einstimmige Unterstützung der Landesverbände für Michelmanns vierte Wiederwahl zum DHB-Präsidenten (16.11.2025)
– Motto des 34. Ordentlichen Bundestags in Dresden: „Handball kann mehr“ (Digitalisierung, Frauenpower, Vielfalt)
– Kommissionsvorstände und Präsidiumskandidaten vorgeschlagen, darunter Hans Artschwager und Josefine Gorka
DHB-Bundestag 2025: Michelmann will Präsidentschaft fortsetzen – Landesverbände signalisieren breite Unterstützung
Am 16. November 2025 kommt der 34. Ordentliche Bundestag des Deutschen Handballbundes (DHB) im Internationalen Congress Center in Dresden zusammen. Nur zehn Tage vor dem Start der Frauen-Weltmeisterschaft wird das höchste Gremium des DHB wichtige Weichen für die Zukunft des größten Handballverbandes der Welt stellen. Im Fokus steht unter anderem die Präsidentschaftswahl, bei der sich der amtierende Präsident Andreas Michelmann erneut zur Wahl stellt. Die Landesverbände sprachen sich bei ihrer Sitzung in Halle an der Saale einstimmig für den 65-Jährigen aus, der seit 2015 an der Spitze des Verbandes steht und sich damit zum vierten Mal für dieses Amt bewirbt.
Andreas Michelmann macht keinen Hehl aus seinen Zielen: „Der Deutsche Handballbund befindet sich mitten im Jahrzehnt des Handballs. Wir haben bereits einiges erreicht, aber wir sind davon überzeugt, dass – so wie es auch das Motto des kommenden Bundestags sagt – Handball mehr kann“, betont er. Dabei sieht Michelmann ein weites Aufgabenfeld: Angefangen bei den A-Nationalmannschaften in der Halle über die Weiterentwicklung des Beachhandballs bis hin zur kontinuierlichen Professionalisierung der Landesverbände. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Unterstützung der Bewerbung Deutschlands um Olympische Spiele. „Ich möchte unseren Verband und dessen Mitglieder weiter auf dem Weg in eine erfolgreiche Zukunft begleiten. Das Spektrum unserer Aufgaben ist riesig…“, unterstreicht Michelmann die ambitionierte Agenda.
Das Motto des Bundestags, „Handball kann mehr“, steht programmatisch für vielfältige Entwicklungen: Digitalisierung, Vielfalt, Safe Sport, Frauenpower und junges Engagement sollen den Handball zukunftsfest machen. Das facettenreiche Programm adressiert zahlreiche Aspekte, die den Sport modernisieren und stärken sollen.
Auch bei den weiteren Kandidaturen zeichnet sich Einigkeit ab. Die Kommission der Landesverbände stellt Hans Artschwager aus Baden-Württemberg erneut als Sprecher ihrer Kandidaten beim Bundestag vor. Neben ihm treten Stefan Hüdepohl (Niedersachsen-Bremen), Carsten Korte (Westfalen), Dierk Petersen (Schleswig-Holstein) und Heidrun Gassan (Brandenburg) auf Vorschlag der Landesverbände zur Wahl an. „Stellvertretend für das Kandidatenteam bedanke ich mich für das Vertrauen. Wir hoffen, dass uns der Bundestag den Auftrag, die begonnene Professionalisierung der Landesverbände fortzusetzen“, sagt Artschwager. Ergänzend schlagen die Ligaverbände der Männer und Frauen mit ihren Präsidenten Uwe Schwenker und Andreas Thiel Jennifer Kettemann als Kandidatin vor.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Neubesetzung der DHB-Jugendkommission. Nach 17 Jahren gibt George Clarke den Vorsitz ab; seine Nachfolgerin wird voraussichtlich Josefine Gorka. Die Delegierten des Bundestags müssen das Votum des Bundesjugendtags noch bestätigen. Artschwager würdigte die Verdienste Clarke: „Georg Clarke sind wir für die im gesamten Handball geleistete Arbeit sehr dankbar. Ich bin persönlich froh, dass Georg Clarke mit seiner Erfahrung als dienstältestes Mitglied des DHB-Präsidiums uns und dem Sport auch über dieses Amt hinaus erhalten bleibt.“ Zudem wird Dr. Verena Svensson bei der Wahl für den Vorsitz der Gleichstellungskommission erneut kandidieren.
Mit dem Bundestag in Dresden steht eine richtungsweisende Veranstaltung an, die den Handball in Deutschland in den kommenden Jahren prägen wird. Die breite Unterstützung für Michelmanns Wiederwahl und die vielfältigen Kandidaturen spiegeln die Ambitionen wider, den Verband nicht nur zu professionalisieren, sondern auch gesellschaftlich relevanter und moderner aufzustellen.
Handball im Wandel: Warum der DHB-Bundestag entscheidend für die Zukunft des deutschen Sports ist
Der anstehende Ordentliche Bundestag des Deutschen Handballbundes (DHB) markiert einen Wendepunkt für den Sport in Deutschland. Unter dem Motto „Handball kann mehr“ richtet er den Fokus auf zentrale Herausforderungen und Chancen, die den deutschen Handball prägen. Diese Zusammenkunft der Verbandsdelegierten bringt nicht nur die Entscheidung über die Präsidentschaft mit sich, sondern steht auch für weitreichende Weichenstellungen: Wie gelingt es dem Sport, sich an gesellschaftliche Veränderungen und neue Rahmenbedingungen anzupassen?
In den kommenden Jahren steht der DHB vor einer Vielzahl von Fragen, die weit über den Spielbetrieb hinausgehen. Die Professionalisierung der Landesverbände soll fortgesetzt werden, um eine bessere Struktur und nachhaltige Förderung zu gewährleisten. Mit Blick auf die Gesellschaftliche Verantwortung rücken Themen wie Safe Sport und die Förderung von Vielfalt und Gleichstellung zunehmend in den Vordergrund. Parallel dazu spielt die Digitalisierung eine wichtige Rolle, um Vereinsstrukturen, Kommunikation und Fanbeteiligung zeitgemäß weiterzuentwickeln. Zudem zählt die Nachwuchsförderung zu den wichtigsten Zukunftsaufgaben, um die Basis des Sports dauerhaft zu stärken.
Dieser umfassende Ansatz wirkt sich nicht nur auf den Handballsport selbst aus, sondern spiegelt auch eine größere Dynamik wider, die viele große Sportverbände in Deutschland aktuell durchlaufen. Ähnliche Entwicklungen lassen sich in Verbänden wie dem Deutschen Fußball-Bund oder dem Deutschen Olympischen Sportbund beobachten: Sie setzen auf Transparenz, moderne Strukturen und gesellschaftliche Integration als zentrale Pfeiler ihrer Zukunftsstrategien.
Der Bundestag wird sich mit einem breiten Spektrum an Themen befassen, die die Handballfamilie und darüber hinaus beeinflussen:
- Professionalisierung der Verbandsstrukturen
- Förderung des Beachhandballs und anderer Handball-Variationen
- Digitalisierung von Kommunikations- und Verwaltungsprozessen
- Stärkung von Gleichstellung und Frauenförderung im Handball
- Implementierung von Safe Sport zur Bekämpfung von Missbrauch und Diskriminierung
- Förderung von jungem Engagement und Nachwuchsarbeit
- Beteiligung am Bewerbungsprozess für Olympische Spiele in Deutschland
Diese Agenda zeigt, wie vielseitig die Herausforderungen sind und welchem gesellschaftlichen Anspruch der DHB gerecht werden will.
Für Handballfans, Vereine und die Gesellschaft bedeutet der Bundestag vor allem eine klare Richtung für die kommenden Jahre: Ein moderner, vielfältiger und professionell aufgestellter Handball, der sich seiner Rolle als Breitensport und gesellschaftlicher Akteur bewusst ist. Die Entscheidungen in Dresden sind deshalb nicht nur sportpolitisch relevant, sondern auch ein Signal für den sozialen Zusammenhalt und die Zukunftsfähigkeit des Sports in Deutschland.
Die Informationen und Zitate in diesem Beitrag basieren auf einer Pressemitteilung des Deutschen Handballbundes e.V.