– Bundestrainer Alfred Gislason nominierte einen erweiterten 35-Spieler-Kader für die EHF EURO 2026.
– Die Vorbereitung beginnt am 4. Januar, das Turnier startet für Deutschland am 15. Januar gegen Österreich.
– Der Kader dient als Versicherung und umfasst auch erfahrene Spieler wie den zurückgekehrten Kai Häfner.
Vor-Nominierung als Versicherung: Gislason benennt 35er-Kader für die EURO 2026
Bundestrainer Alfred Gislason hat den ersten offiziellen Schritt zur EHF EURO 2026 gesetzt. Mit der Übermittlung einer Liste von 35 Spielern an den europäischen Verband EHF ist der erweiterte Kader der deutschen Handball-Nationalmannschaft für das Turnier festgelegt. Diese Vor-Nominierung bildet die verbindliche Grundlage für alle weiteren Personalentscheidungen auf dem Weg zur Europameisterschaft.
„Die kommenden Wochen werden sehr interessant“, sagt Gislason. „Die Spieler sind noch voll auf das Programm in ihren Vereinen konzentriert, aber wir schauen bereits jetzt darauf, wie wir für den Januar eine optimale Formation stellen können.“ Die Strategie hinter dem großen Aufgebot erläutert Nationalmannschaftsmanager Benjamin Chatton: „Ein 35er-Kader muss für uns wie eine gute Versicherung funktionieren. Deshalb geht es darum, auch Spieler aufzubieten, die mit ihrer Erfahrung sehr kurzfristig helfen könnten.“ Ein prominentes Beispiel für diese Vorsorge ist Kai Häfner. Der 36-jährige Linkshänder des TVB Stuttgart hatte seine Nationalmannschaftskarriere nach den Olympischen Spielen 2024 beendet, erklärt sich aber für einen personellen Notfall wieder bereit. Ingo Meckes, Vorstand Sport des Deutschen Handballbundes, betont die Bedeutung des Kaders: „Die kommende EURO stellt uns die härtesten Aufgaben. Um die erfolgreich zu lösen, brauchen wir eine hohe Qualität – und die haben wir im 35er-Kader. Die Gesamtstruktur ist eine Basis sowohl für die kommende Europameisterschaft als auch für die Heim-Weltmeisterschaft 2027.“ (Alle Zitate und folgenden Fakten: Stand: 2. Dezember 2025, Pressemitteilung Deutscher Handballbund e.V.)
Der Fahrplan für die EM-Vorbereitung steht:
- Mittwoch, 17. Dezember 2025: Nominierung des finalen Aufgebots durch Bundestrainer Alfred Gislason.
- Samstag, 4. Januar 2026: Beginn des Vorbereitungslehrgangs in Hannover.
- Donnerstag, 8. Januar 2026, 20:30 Uhr: Erstes Testspiel gegen Kroatien in der Arena Zagreb.
- Sonntag, 11. Januar 2026, 18:05 Uhr: Zweites Testspiel gegen Kroatien in der ZAG Arena Hannover.
- Dienstag, 13. Januar 2026: Umzug der Mannschaft ins EM-Quartier nach Silkeborg (Dänemark).
- Mittwoch, 14. Januar 2026: Technical Meeting im Vorrundenspielort Herning, wo das endgültige Turnieraufgebot gemeldet wird.
Deutschland bestreitet seine drei Vorrundenspiele in der Jyske Bank Boxen in Herning gegen Österreich (15. Januar), Serbien (17. Januar) und Spanien (19. Januar). Während des gesamten Turniers sind basierend auf dem nun fixierten 35er-Kader insgesamt sechs Spielerwechsel möglich* .
Strategische Reserve für ein Mammut-Turnier
Die Vor-Nominierung eines erweiterten 35er-Kaders für die EHF EURO 2026 ist keine reine Formsache, sondern ein zentrales strategisches Instrument. In einem Turnier mit 24 teilnehmenden Nationen stellt die Kadertiefe einen entscheidenden Wettbewerbsfaktor dar. Das Turnier birgt ein erhöhtes Verletzungsrisiko und fordert die physische wie mentale Belastbarkeit jedes Spielers heraus. Ein größerer Spielerpool wirkt hier als wichtige Absicherung und bietet dem Trainerteam die notwendige Flexibilität, um auf unvorhergesehene Ausfälle oder Formschwankungen reagieren zu können.
Warum Tiefe im Kader wichtig ist
Ein Turnier dieser Größenordnung gleicht einem Marathon, nicht einem Sprint. Die Spieler müssen über einen Zeitraum von fast drei Wochen Höchstleistungen abrufen. Ein umfangreicher Kader erlaubt es, die Belastung in der Vorbereitung und während des Turniers intelligent zu verteilen. Zudem sind bis zu sechs Spielerwechsel über die verschiedenen Turnierphasen hinweg möglich. Ohne eine breite Basis an vorab nominierten und eingearbeiteten Spielern lassen sich solche Wechsel nicht effektiv nutzen. Die Nominierung erfahrener Spieler, die kurzfristig einspringen können, stellt sicher, dass die Mannschaftsqualität auch im Falle von Personalsorgen erhalten bleibt.
Mögliche Gegner und Turnierstruktur
Die Herausforderung geht über die reine Turnierlänge hinaus. Sollte die deutsche Mannschaft die Vorrunde überstehen, warten in der Hauptrunde potenziell schwere Brocken. Als mögliche Gegner zeichnen sich Teams wie der Titelverteidiger Frankreich, der starke Gastgeber Norwegen, der amtierende Weltmeister Dänemark oder das aufstrebende Portugal ab (Stand: 2025)*. Ein tief aufgestellter Kader ermöglicht es, spezifisch auf die Stärken und Schwächen verschiedener Gegner zu reagieren. Die jetzt getroffene Auswahl bildet somit das strategische Fundament für alle denkbaren Szenarien im weiteren Turnierverlauf.
Der Weg zur EM: Turnierdaten und Qualifikationserfolg
Die EHF EURO 2026 findet vom 15. Januar bis 1. Februar 2026 statt* und versammelt 24 europäische Nationalmannschaften*. Für die deutsche Mannschaft ist die Teilnahme bereits gesichert, nachdem sie sich souverän für das Turnier qualifizierte.
In der Qualifikationsgruppe 7 sicherte sich das Team von Bundestrainer Alfred Gislason den ersten Platz. Mit vier Siegen und zwei Unentschieden sammelte Deutschland 10 Punkte und setzte sich damit deutlich gegen Österreich durch, das mit 8 Punkten den zweiten Rang belegte* (Quelle: Wikipedia, Stand: 2025). Dieser Erfolg in der Qualifikation bildet das sportliche Fundament für die anstehende Europameisterschaft und unterstreicht die Ambitionen des DHB-Teams.
Die nun erfolgte Vor-Nominierung eines 35-Spieler-Kaders markiert den offiziellen Start der EM-Vorbereitung. Wie Nationalmannschaftsmanager Benjamin Chatton erläutert, soll dieser erweiterte Kreis „wie eine gute Versicherung funktionieren“. Die eigentliche Nominierung des finalen Aufgebots erfolgt am 17. Dezember 2025, bevor die Mannschaft ihre Vorbereitung am 4. Januar 2026 in Hannover aufnimmt.
Ein großer Kader – Fluch oder Segen?
Die Vor-Nominierung eines erweiterten 35er-Kaders für die EHF EURO 2026 ist mehr als eine administrative Pflichtübung. Sie setzt einen strategischen Rahmen, der unmittelbare Auswirkungen auf Spieler, Mannschaftsgefüge und Turnierverlauf haben kann. Die zentrale Frage lautet: Welche praktischen Konsequenzen hat ein solch großer Spielerpool für den Alltag im Nationalteam?
Chancen für den Nachwuchs
Für junge Talente und Spieler ohne Länderspielpraxis ist die Aufnahme in den erweiterten Kader ein klares Signal. Sie erhalten die Möglichkeit, sich im Umfeld der Nationalmannschaft zu präsentieren, von etablierten Stars zu lernen und im Idealfall den Sprung in den finalen EM-Kader zu schaffen. Diese Perspektive kann die Motivation enorm steigern und dient als Brücke zwischen Vereinsalltag und internationaler Spitze. Die Kadertiefe erlaubt es dem Trainerteam zudem, in Vorbereitungsspielen oder Trainingsbelastungen zu variieren und Spieler gezielt zu testen, ohne das Kernteam zu überlasten.
Risiken und Erwartungen
Gleichzeitig birgt ein großer Kader auch Herausforderungen. Die Unsicherheit über den finalen Platz kann bei einigen Spielern Druck erzeugen, besonders wenn die Auswahlprozesse bis kurz vor Turnierbeginn andauern. Die Konkurrenz um begrenzte Einsatzzeiten in der Vorbereitung ist hoch. Kritiker sehen die Gefahr, dass eine zu große Spielergruppe den Fokus der Mannschaftsbildung verlängert und die Bildung eines eingeschworenen, homogenen Teams erschwert. Die Balance zwischen notwendiger Rotation und der Entwicklung von Spielrhythmus wird zur Schlüsselaufgabe.
Die Turnierdynamik der EURO 2026 mit ihrer langen Vorrunde und potenziell starken Hauptrundengegnern unterstreicht beide Seiten der Medaille:
- Für Befürworter ist die breite Personaldecke eine taktische Versicherung. Sie ermöglicht Flexibilität bei unterschiedlichen Gegnerprofilen und bietet Sicherheit bei Verletzungen oder Formschwankungen, die in einem langen Wettbewerb unvermeidbar sind.*
- Für Kritiker stellt sich die Frage, ob alle nominierten Spieler tatsächlich eine realistische Turnierperspektive haben oder ob der große Kreis vor allem administrative Optionen offenhält, die in der heißen Turnierphase kaum genutzt werden.
Letztlich liegt die Bewertung dieser Personalpolitik in ihren Ergebnissen. Sie kann jungen Spielern den Karriereschub geben, nach dem sie streben, und gleichzeitig durch erfahrene Rückkehrer Stabilität in Drucksituationen bieten. Sie kann aber auch Erwartungen wecken, die sich nicht erfüllen. Die Kunst des Managements wird sein, aus der theoretischen Option eine praktische Stärke zu formen.
Der Countdown läuft: Worauf es bis zur EM-Nominierung ankommt
Die Vor-Nominierung eines erweiterten Kaders ist erfolgt, der Weg zur EHF EURO 2026 nimmt Formen an*. Doch zwischen diesem ersten Schritt und dem ersten Pfiff im Turnier liegt eine entscheidende Phase der Beobachtung und Entscheidung. Für Bundestrainer Alfred Gislason und sein Team beginnt nun die Feinjustierung. Die verbleibenden Wochen bis zum Turnierstart werden zeigen, wer wirklich bereit ist für die Herausforderung in Dänemark*. Dabei rücken drei zentrale Faktoren in den Fokus.
Die Formkurve der potenziellen Nationalspieler in ihren Vereinen wird zum wichtigsten Indikator. Jedes Bundesliga-Spiel, jeder Einsatz im Europapokal liefert nun wertvolle Daten. Steht ein Spieler regelmäßig in der Startformation? Trägt er entscheidend zum Erfolg seines Klubs bei? Besonders spannend wird die Entwicklung der jüngeren Talente im erweiterten Kader, die noch auf ihr Debüt im A-Team warten. Ihre Leistungen unter wöchentlichem Wettkampfdruck sind die beste Visitenkarte für eine Nominierung.
Parallel dazu bleibt die Gesundheitslage der Schlüsselspieler ein ständiger Begleiter. Jede Verletzungsmeldung aus den Vereinen wird im DHB-Lager genau registriert. Die Vor-Nominierung dient hier, wie Nationalmannschaftsmanager Benjamin Chatton erklärt, als „gute Versicherung“. Sie schafft den notwendigen Spielraum, um auf eventuelle Personalausfälle reagieren zu können. Die beiden Testspiele gegen Kroatien Anfang Januar werden dann zur essenziellen Generalprobe. In diesen Partien muss sich zeigen, ob die ausgewählte Formation taktisch zusammenspielt und die individuelle Form aus den Vereinen in die Mannschaft übertragen lässt.
Abschließend folgt die sensible Kommunikationsphase bis zur Finalnominierung am 17. Dezember. Das Trainerteam muss aus dem erweiterten Kader die finale Auswahl für das Turnier treffen. Diese Entscheidungen basieren auf der beobachteten Leistungsentwicklung, der taktischen Passgenauigkeit und dem aktuellen Fitnesszustand. Für Fans bieten die offiziellen Kanäle des Deutschen Handballbundes sowie Sportnachrichtendienste mit Spielplänen und Live-Tickern die Möglichkeit, diese spannende Phase bis zur EM hautnah zu verfolgen.
Die nachfolgenden Informationen entstammen einer offiziellen Pressemitteilung des Deutschen Handballbundes e.V. und bieten einen Überblick über die Vor-Nominierung des erweiterten 35er-Kaders für die EHF EURO 2026.
Weiterführende Quellen:
- „Die EHF EURO 2026 findet vom 15. Januar bis 1. Februar 2026 in Dänemark, Schweden und Norwegen statt; insgesamt nehmen 24 Nationen teil.“ – Quelle: https://www.handball-world.news/artikel/noch-50-tage-bis-zum-start-der-spielplan-der-em-2026-1120735
- „Deutschland bestreitet alle drei Vorrundenspiele in der Jyske Bank Boxen in Herning um 20:30 Uhr; Gegner sind Österreich (15.01.26), Serbien (17.01.26) und Spanien (19.01.26).“ – Quelle: https://www.handball-world.news/artikel/noch-50-tage-bis-zum-start-der-spielplan-der-em-2026-1120735
- „In der Hauptrunde könnten auf Deutschland die starken Gegner Dänemark, Titelverteidiger Frankreich, Gastgeber Norwegen oder Portugal warten, was eine breite Kadertiefe erfordert.“ – Quelle: https://www.handball-world.news/artikel/noch-50-tage-bis-zum-start-der-spielplan-der-em-2026-1120735
- „Deutschland qualifizierte sich als Gruppensieger der Qualifikation mit 4 Siegen und 2 Unentschieden (10 Punkte) in Gruppe 7; Österreich erreichte Platz 2 mit 8 Punkten.“ – Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Handball-Europameisterschaft_der_Männer_2026/Qualifikation
11 Antworten
Ich finde es toll das Deutschland wieder dabei ist bei der EM! Das Team hat viel Potential aber ich hoffe sie können alles zusammen bringen zum richtigen Zeitpunkt.
Das hoffe ich auch sehr ! Die richtige Mischung aus Erfahrung und Talent wird entscheidend sein.
Ja genau ! Und wie seht ihr die Chancen gegen Österreich am ersten Spieltag?
„Die Herausforderung geht über die Turnierlänge hinaus“ – das stimmt absolut! Ich mache mir auch Gedanken darüber, ob wir genug Zeit haben werden um alle Spieler gut vorzubereiten für die Euro.
„Ein Marathon und kein Sprint“ – gute Metapher! Ich mache mir jedoch Sorgen über den Druck auf einige Spieler mit so vielen Optionen im Kader. Wie können wir sicherstellen, dass sie fokussiert bleiben?
„Konzentration ist alles!“ Ein guter Punkt! Vielleicht sollte das Trainerteam klar kommunizieren, wer welche Rolle spielt und die Erwartungen managen.
Die Nominierung von Kai Häfner ist interessant. Er hat viel Erfahrung! Denkt ihr, dass er wirklich noch helfen kann? Oder ist das mehr für den Notfall gedacht? Ich hoffe auf spannende Spiele!
Ja, ich glaube auch, dass seine Erfahrung wertvoll sein kann! Aber ich frage mich, ob es nicht andere jüngere Spieler gibt, die mehr Einsatzzeit verdienen würden.
Häfner könnte wirklich eine Schlüsselrolle spielen! Es wird interessant sein zu sehen, wie sich das Team entwickelt in den Testspielen.
Ich finde es super, dass Gislason einen so großen Kader nominiert hat. Es gibt viele Verletzungen und man braucht eine breite Basis. Aber wie denkt ihr über die Auswahl der Spieler? Gibt es vielleicht Spieler, die nicht dabei sein sollten?
Ich stimme zu, ein größerer Kader ist wichtig! Ich frage mich auch, wie sich die jüngeren Spieler im Kader entwickeln werden. Haben wir genug Zeit, um sie gut vorzubereiten?