– Die große Mehrheit der Beschäftigten (72 %) möchte die tägliche Arbeitszeit auf maximal acht Stunden begrenzen.
– Über 40 Prozent überschreiten den Achtstundentag häufig, was zu gesundheitlichen Problemen und Vereinbarkeitskonflikten führt.
– Eine vollständige Arbeitszeiterfassung wirkt als Schutzinstrument und reduziert überlange Arbeitszeiten sowie Entgrenzung.
DGB-Index 2025: Große Mehrheit will den Acht-Stunden-Tag erhalten
Die Diskussion um eine mögliche Lockerung des Arbeitszeitgesetzes findet gegen den klaren Willen der Beschäftigten statt. Das zeigt der DGB-Index Gute Arbeit 2025, der am 4. Dezember in Berlin vorgestellt wurde (Stand: 2025, PM Nr. 065 I 4. Dezember 2025). Eine überwältigende Mehrheit von 72 Prozent der Befragten möchte ihren Arbeitstag auf maximal acht Stunden begrenzen. Fast alle – 98 Prozent – lehnen eine tägliche Arbeitszeit von mehr als zehn Stunden ab.* Die repräsentative Studie basiert auf einer telefonischen Zufallsstichprobe von etwa 4.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern (Stand: 2025, PM Nr. 065 I 4. Dezember 2025).
Wunsch und Wirklichkeit klaffen auseinander
Die Realität in den Betrieben sieht anders aus. Mehr als 40 Prozent der Beschäftigten überschreiten den Acht-Stunden-Tag sehr häufig oder oft. Dabei wünscht sich mehr als die Hälfte kürzere Arbeitszeiten: Nur 40 Prozent sind mit ihrer wöchentlichen Arbeitszeit zufrieden, 53 Prozent möchten sie reduzieren (Stand: 2025, PM Nr. 065 I 4. Dezember 2025). Besonders signifikant ist, dass selbst 59 Prozent derjenigen, die die Grenze häufig überschreiten, den Acht-Stunden-Tag einhalten würden, wenn sie frei entscheiden könnten.
Als Hauptgrund für die Diskrepanz nennen 63 Prozent starre betriebliche Strukturen. Zudem gibt 60 Prozent der Beschäftigten an, die Arbeitsmenge nicht in der vorgesehenen Zeit bewältigen zu können (Stand: 2025, PM Nr. 065 I 4. Dezember 2025).
Gesundheitliche Folgen sind messbar
Häufige Überschreitungen haben direkte und gravierende Auswirkungen auf Gesundheit und Privatleben. Beschäftigte, die sehr häufig über acht Stunden arbeiten, berichten deutlich häufiger von Erschöpfung und Entgrenzung:
- Abschalten: 51 Prozent von ihnen können schlecht von der Arbeit abschalten, bei denen, die die Acht-Stunden-Grenze einhalten, sind es nur 21 Prozent.
- Ausgebranntheit: Das Gefühl, leer und ausgebrannt zu sein, tritt bei 46 Prozent der Vielarbeiter auf, gegenüber 23 Prozent bei den anderen.
- Ruhezeiten: Die gesetzliche Ruhezeit wird in dieser Gruppe fünfmal häufiger unterschritten (21 Prozent gegenüber 4 Prozent).
- Vereinbarkeit: Während bei Einhaltung der Arbeitszeitgrenze nur 12 Prozent über Probleme bei der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben klagen, steigt der Anteil bei sehr häufiger Überschreitung auf 44 Prozent (Stand: 2025, PM Nr. 065 I 4. Dezember 2025).
Arbeitszeiterfassung wirkt als Schutz
Die gesetzlich vorgeschriebene vollständige Erfassung der Arbeitszeit ist noch nicht überall Realität. Nur 70 Prozent der Befragten geben an, dass ihre Zeit vollständig erfasst wird. 23 Prozent haben gar keine Erfassung, bei 7 Prozent erfolgt sie nur unvollständig (Stand: 2025, PM Nr. 065 I 4. Dezember 2025).
Die Daten belegen die Schutzfunktion der Erfassung: Mit ihr arbeiten weniger Beschäftigte überlange Wochenarbeitszeiten (6 Prozent über 48 Stunden gegenüber 11 Prozent ohne Erfassung). Auch die Vereinbarkeit profitiert: Mit Erfassung berichten 23 Prozent von Problemen, ohne sind es 30 Prozent (Stand: 2025, PM Nr. 065 I 4. Dezember 2025).
Gewerkschaftsspitzen warnen vor Aufweichung
Die Präsidentin des Deutschen Gewerkschaftsbunds, Yasmin Fahimi, stellt klar: „In der Debatte um die Arbeitszeit wird manchmal der Eindruck erweckt, als seien Menschen wie Maschinen, die auf Knopfdruck einfach länger laufen können. Arbeitszeiten und Erholungszeiten müssen aber in einem ausgewogenen Verhältnis stehen, damit Beschäftigte gesund bleiben können.“ Sie warnt, eine Aufweichung des Gesetzes wäre „kontraproduktiv und eine einseitige Verschiebung zulasten der Beschäftigten.“
Frank Werneke, Vorsitzender von ver.di, sieht keinen Anlass für Änderungen: „Es gibt überhaupt keinen Grund, den 8-Stunden-Tag auszuhebeln, wie es die Koalition vorhat.“ Er befürchtet, dass Arbeitgeber längere Arbeitszeiten insbesondere in Branchen ohne starke betriebliche Mitbestimmung „gnadenlos gegen die Beschäftigten durchsetzen“ würden.
Guido Zeitler, NGG-Vorsitzender, betont die Situation in besonders belasteten Branchen: „Am 8-Stunden-Tag darf nicht gerüttelt werden – denn schon heute arbeiten die Beschäftigten, zum Beispiel in der Süßwarenindustrie, in den Bäckereibetrieben und im Gastgewerbe am Limit.“ Eine Ausweitung der Arbeitszeit wäre hier ein „Brandbeschleuniger für gesundheitliche Probleme und Fachkräfteschwund“.
Überarbeitung als globales Gesundheitsrisiko und der rechtliche Schutzrahmen
Die Ergebnisse des DGB-Index Gute Arbeit 2025 zeigen eine deutliche Diskrepanz zwischen dem Wunsch der Beschäftigten nach begrenzten Arbeitszeiten und der betrieblichen Realität. Diese nationalen Befunde lassen sich in einen internationalen Kontext einordnen, der die gesundheitlichen Gefahren überlanger Arbeitszeiten wissenschaftlich belegt und den rechtlichen Rahmen für deren Begrenzung definiert.
Gesundheitliche Risiken
Die gesundheitlichen Folgen exzessiver Arbeitszeiten sind kein neues Phänomen, sondern ein global dokumentiertes Problem. Eine Studie der Weltgesundheitsorganisation und der Internationalen Arbeitsorganisation aus dem Jahr 2019 liefert hierzu alarmierende Zahlen. Die Auswertung ergab, dass im Jahr 2016 weltweit rund 398.000 Menschen an Schlaganfällen und etwa 347.000 an koronarer Herzerkrankung starben, weil sie 55 Wochenstunden oder mehr gearbeitet hatten (Stand: 2019). Die Studie quantifiziert den Verlust an Lebensqualität noch weiter: Durch Überarbeitung gingen 2016 weltweit rund 23 Millionen gesunde Lebensjahre verloren – ein höherer Wert als durch Verletzungen oder Fehlbelastungen am Arbeitsplatz (Stand: 2019). Diese internationalen Daten unterstreichen, dass die im DGB-Index beschriebenen Probleme wie Erschöpfung und mangelnde Erholung keine subjektiven Befindlichkeiten sind, sondern mit konkreten, schwerwiegenden Krankheitsrisiken verbunden sein können.
Rechtlicher Rahmen
Vor dem Hintergrund solcher Erkenntnisse gewinnt der rechtliche Schutz vor Überarbeitung an Bedeutung. In Deutschland wurde ein zentraler Baustein hierfür im Jahr 2022 geschaffen. Nach einem Beschluss des Bundesarbeitsgerichts ist eine systematische Arbeitszeiterfassung seitdem für Arbeitgeber verpflichtend (Stand: 2022). Diese Regelung zielt darauf ab, Transparenz über tatsächlich geleistete Arbeitsstunden zu schaffen und so die Einhaltung gesetzlicher Höchstgrenzen – wie dem Acht-Stunden-Tag – überprüfbar zu machen. Die im DGB-Index festgestellte Lücke, dass nur 70 Prozent der Beschäftigten eine vollständige betriebliche Erfassung ihrer Arbeitszeit angeben, zeigt, dass zwischen rechtlichem Anspruch und praktischer Umsetzung noch Unterschiede bestehen. Die rechtliche Verpflichtung zur Zeiterfassung bildet jedoch die Grundlage, um den gesundheitlichen Schutz, den das Arbeitszeitgesetz vorsieht, auch durchsetzen zu können.
Arbeitsbelastung in Zahlen: Erschöpfung und gesundheitliche Folgen
Die Arbeitslast für viele Beschäftigte in Deutschland verändert sich. Eine Analyse des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung liefert für das Jahr 2023 empirische Befunde zu diesem Zusammenhang.
57 Prozent der Beschäftigten geben an, dass ihre Arbeitslast im vergangenen Jahr gestiegen ist (Stand: 2023). Diese subjektive Wahrnehmung spiegelt sich in den tatsächlichen Arbeitszeiten wider: Jeder Dritte arbeitet mehr als 40 Stunden pro Woche, jeder Zehnte sogar mehr als 48 Stunden pro Woche (Stand: 2023).
Die gesundheitlichen Konsequenzen dieser langen Arbeitszeiten sind messbar. Bei Beschäftigten mit mehr als 48 Wochenstunden sind 47 Prozent sehr häufig oder oft körperlich erschöpft. In der Vergleichsgruppe mit einer „normalen“ Vollzeit sind es nur 30 Prozent (Stand: 2023). Ein weiterer Faktor ist Personalknappheit. Von den Beschäftigten, die aufgrund fehlender Kolleginnen und Kollegen eine Mehrbelastung tragen, haben 54 Prozent Rückenschmerzen. Ohne diese Mehrarbeit liegt der Anteil bei 36 Prozent (Stand: 2023).
Arbeitsbelastung und gesundheitliche Folgen (Auswahl)
| Jahr | Wert | Einheit/Beschreibung | Quelle/Stand |
|---|---|---|---|
| 2023 | 57 % | Anteil der Beschäftigten mit gestiegener Arbeitslast im Vorjahr | WSI/Böckler-Impuls, Stand: 2023 |
| 2023 | 33 % | Anteil der Beschäftigten mit mehr als 40 Wochenstunden | WSI/Böckler-Impuls, Stand: 2023 |
| 2023 | 10 % | Anteil der Beschäftigten mit mehr als 48 Wochenstunden | WSI/Böckler-Impuls, Stand: 2023 |
| 2023 | 47 % | Anteil der Beschäftigten mit >48 Std./Woche, die oft erschöpft sind | WSI/Böckler-Impuls, Stand: 2023 |
| 2023 | 54 % | Anteil der Beschäftigten mit Mehrbelastung durch Personalmangel, die Rückenschmerzen haben | WSI/Böckler-Impuls, Stand: 2023 |
Die Zahlen verdeutlichen ein klares Muster: Hohe Arbeitsbelastung, lange Arbeitszeiten und Personalknappheit gehen mit einem signifikant erhöhten Risiko für Erschöpfung und körperliche Beschwerden einher. Diese Belastungen gefährden nicht nur die Gesundheit der einzelnen Beschäftigten, sondern stellen langfristig auch die Produktivität und Innovationsfähigkeit der Unternehmen infrage.
Gesundheit und Gesellschaft im Dauerstress
Die Ergebnisse des DGB-Index Gute Arbeit 2025 zeigen eine deutliche Diskrepanz zwischen dem Wunsch der Beschäftigten nach begrenzten Arbeitszeiten und der gelebten Realität. Mehr als 40 Prozent der Befragten überschreiten den Achtstundentag sehr häufig oder oft. Diese Abweichung ist kein rein organisatorisches Problem, sondern hat konkrete und messbare Konsequenzen für die Gesundheit der Menschen und für die Gesellschaft als Ganzes. Die Forschung belegt, dass lange und unregelmäßige Arbeitszeiten weit über Müdigkeit hinausgehende Risiken bergen.*
Psychische Erkrankungen sind eine häufige Folge chronischer Überlastung. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Burn-out 2019 in ihrem internationalen Klassifikationssystem für Krankheiten (ICD-11) als Syndrom aufgrund von „chronischem Stress am Arbeitsplatz, der nicht erfolgreich verarbeitet wird“ definiert (Stand: 2019). Es äußert sich durch Erschöpfung, eine zunehmende geistige Distanz zum Job und ein verringertes Leistungsvermögen. Die Daten des DGB-Index unterstreichen diesen Zusammenhang: Beschäftigte, die sehr häufig über acht Stunden arbeiten, fühlen sich nach der Arbeit doppelt so häufig leer und ausgebrannt (46 Prozent) wie Kolleginnen und Kollegen, die den Achtstundentag einhalten (23 Prozent) (Stand: 2025).*
Die körperlichen Auswirkungen sind ebenso vielfältig wie schwerwiegend. Das Bundesamt für Arbeitsschutz und Gesundheit (BauA) stellt klar, dass lange Arbeitszeiten mit einem breiten Spektrum an Erkrankungen korrelieren (Stand: 2025). Dazu zählen psychische Leiden wie depressive Symptomatik und Angststörungen sowie körperliche Krankheitsbilder. Besonders hervorzuheben sind kardiovaskuläre Erkrankungen, Schlaganfälle, Typ-2-Diabetes und ein erhöhtes Krebsrisiko. Zudem warnt die BauA, dass verkürzte Ruhezeiten das Risiko von Fehlhandlungen und Arbeitsunfällen merklich erhöhen und die Wahrscheinlichkeit krankheitsbedingter Arbeitsausfälle steigt (Stand: 2025).*
Die gesellschaftlichen Folgen dieser individuellen Belastungen sind unmittelbar spürbar:
- Das Gesundheitssystem wird durch die Behandlung einer wachsenden Zahl stress- und überlastungsbedingter Erkrankungen finanziell und personell belastet.
- Erhöhte Unfallrisiken im Berufs- und Straßenverkehr gefährden Beschäftigte und Dritte.
- Anhaltende gesundheitliche Probleme und eine mangelnde Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben beschleunigen den Fachkräfteschwund in ohnehin schon belasteten Branchen und gefährden so die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit.*
Wege zu einer gesünderen Arbeitszeit
Die Forderungen aus der Pressemitteilung zielen auf konkrete Maßnahmen ab, um den Schutz des 8-Stunden-Tags zu stärken und gesundheitlichen Belastungen vorzubeugen. Handlungsmöglichkeiten ergeben sich auf drei Ebenen: gesetzlich, tariflich und betrieblich.
Arbeitszeiterfassung konsequent umsetzen
Ein zentraler Punkt ist die flächendeckende und vollständige Umsetzung der Arbeitszeiterfassung. Eine vollständige Erfassung der Arbeitszeit durch den Betrieb – wie dies rechtlich vorgeschrieben ist – wird von etwa 70 Prozent der Befragten berichtet.* Mit Erfassung arbeiten deutlich weniger Beschäftigte überlange Arbeitszeiten (6 Prozent über 48 Wochenstunden gegenüber 11 Prozent ohne Erfassung).* Die Erfassung macht Überstunden sichtbar und schafft die Grundlage, um gesetzliche Grenzen wie die tägliche Höchstarbeitszeit und Ruhezeiten durchzusetzen.
Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen stärken
Aus Gewerkschaftssicht sind kollektive Regelungen der Schlüssel zu fairen und flexiblen Arbeitszeiten. Tarifverträge und zielgenaue Betriebsvereinbarungen können branchenspezifische Besonderheiten berücksichtigen und dabei die Gesundheit der Beschäftigten schützen. Sie bieten einen verlässlichen Rahmen, der über ein einseitiges Direktionsrecht der Arbeitgeber hinausgeht. Die Stärkung dieser Instrumente ermöglicht es, Flexibilität zu organisieren, ohne die bewährten arbeitszeitrechtlichen Leitplanken aufzuweichen. Dies ist besonders in Branchen mit hoher Arbeitsverdichtung und Schichtbetrieb ein entscheidender Ansatzpunkt.
Prävention und Gesundheitsmaßnahmen am Arbeitsplatz
Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BauA) weist auf die gesundheitlichen Auswirkungen von überlangen Arbeitszeiten und unzureichenden Erholungsphasen hin.* Betriebliche Maßnahmen sollten daher präventiv ansetzen. Dazu gehören regelmäßige Gefährdungsbeurteilungen, die speziell psychische Belastungen durch Zeitdruck und Entgrenzung in den Blick nehmen, sowie Angebote zum Stressmanagement. Eine gesundheitsorientierte Personalplanung, die realistische Arbeitsmengen und ausreichende Personaldecke sicherstellt, ist ebenso wichtig wie die Förderung einer Unternehmenskultur, die Pausen und Erholung aktiv unterstützt.
Dieser Beitrag enthält Informationen und Zitate basierend auf einer aktuellen Pressemitteilung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB).
Weiterführende Quellen:
- „Im Jahr 2016 starben weltweit rund 398.000 Menschen an Schlaganfällen und etwa 347.000 an koronarer Herzerkrankung, weil sie 55 Wochenstunden oder mehr gearbeitet hatten“ – Quelle: https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/uno-studie-745-000-tote-im-jahr-durch-ueberarbeitung-a-6618cb3b-9bd6-41d2-8382-0ca69b36ce11
- „Durch Überarbeitung gingen 2016 weltweit rund 23 Millionen gesunde Lebensjahre verloren – mehr als durch Verletzungen oder Fehlbelastungen“ – Quelle: https://www.wiwo.de/erfolg/beruf/un-studie-tod-durch-ueberarbeitung-wird-zum-globalen-problem/27196696.html
- „Von den Beschäftigten mit mehr als 48 Wochenstunden sind 47 Prozent sehr häufig oder oft körperlich erschöpft, in der Vergleichsgruppe mit ‚normaler‘ Vollzeit nur 30 Prozent“ – Quelle: https://www.boeckler.de/de/boeckler-impuls-hohe-arbeitsbelastung-macht-krank-28161.htm
- „Von den Beschäftigten mit Mehrbelastung aufgrund von Personalknappheit haben 54 Prozent Rückenschmerzen, von denjenigen ohne Mehrarbeit nur 36 Prozent“ – Quelle: https://www.boeckler.de/de/boeckler-impuls-hohe-arbeitsbelastung-macht-krank-28161.htm
- „Jeder Dritte arbeitet mehr als 40 Stunden pro Woche, jeder Zehnte mehr als 48 Stunden pro Woche“ – Quelle: https://www.boeckler.de/de/boeckler-impuls-hohe-arbeitsbelastung-macht-krank-28161.htm
- „57 Prozent der Beschäftigten geben an, dass ihre Arbeitslast im vergangenen Jahr gestiegen ist“ – Quelle: https://www.boeckler.de/de/boeckler-impuls-hohe-arbeitsbelastung-macht-krank-28161.htm
- „Nach Beschluss des Bundesarbeitsgerichts ist eine systematische Arbeitszeiterfassung seit 2022 Pflicht“ – Quelle: https://www.gew-nrw.de/neuigkeiten/detail/wann-und-wie-viel-arbeitest-du
- „Das Bundesarbeitsgericht entschied, dass die gesetzliche Ruhezeit von 11 Stunden zwischen zwei Arbeitstagen unbedingt einzuhalten ist; auch kurzfristige Abweichungen sind unzulässig“ – Quelle: https://www.lexware.de/wissen/mitarbeiter-gehalt/arbeitszeit/
- „Die WHO beschreibt Burn-out als Syndrom aufgrund von ‚chronischem Stress am Arbeitsplatz, der nicht erfolgreich verarbeitet wird‘ mit den drei Dimensionen Erschöpfung, geistiger Distanz zum Job und verringertem Leistungsvermögen (ICD-11)“ – Quelle: https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/uno-studie-745-000-tote-im-jahr-durch-ueberarbeitung-a-6618cb3b-9bd6-41d2-8382-0ca69b36ce11
- „Das Bundesamt für Arbeitsschutz und Gesundheit (BauA) warnt, dass bei verkürzten Ruhezeiten das Risiko von Fehlhandlungen, Arbeits- und Wegeunfällen merklich erhöht ist und die Wahrscheinlichkeit krankheitsbedingter Arbeitsausfälle steigt“ – Quelle: https://www.baua.de/DE/Angebote/Publikationen/Fokus/Arbeitszeit-und-gesundheitliche-Auswirkungen.pdf
- „Lange Arbeitszeiten korrelieren mit psychischen Erkrankungen (Burnout-Symptome, depressive Symptomatik, Angststörungen) und körperlichen Erkrankungen (kardiovaskuläre Krankheiten, Schlaganfälle, kardiometabolisches Syndrom, Typ-2-Diabetes, Lebererkrankungen, erhöhtem Krebsrisiko, Muskel-Skelett-Erkrankungen)“ – Quelle: https://www.baua.de/DE/Angebote/Publikationen/Fokus/Arbeitszeit-und-gesundheitliche-Auswirkungen.pdf
11 Antworten
Die Zahl von 40% überschreitenden Mitarbeitern klingt alarmierend und zeigt wie wichtig das Thema ist.
Stimmt absolut! Wir sollten darüber diskutieren, wie sich das auf unsere Gesellschaft auswirkt!
Ich mache mir Sorgen um die Gesundheit vieler Arbeitnehmer. Wenn wir keine Maßnahmen ergreifen, könnte das schlimme Folgen haben. Hat jemand Vorschläge für Lösungen?
Ich denke auch, dass gesetzliche Regelungen notwendig sind! Aber was ist mit den Unternehmen? Müssen die nicht auch Verantwortung übernehmen?
Genau! Eine bessere Organisation und mehr Personal könnten helfen, die Arbeitslast zu verringern!
Ich finde es wichtig, dass wir über solche Themen reden! Die Gesundheit der Beschäftigten sollte an erster Stelle stehen! Was denkt ihr über die Rolle der Gewerkschaften in dieser Diskussion?
Das sehe ich auch so! Gewerkschaften sind wichtig für unsere Rechte. Ich hoffe, sie setzen sich weiterhin für den Schutz der Arbeitszeiten ein.
Die Ergebnisse der Studie sind erschreckend! 72% wollen den 8-Stunden-Tag behalten, aber viele arbeiten trotzdem mehr. Wie können wir die Arbeitgeber dazu bringen, diese Wünsche ernst zu nehmen?
Ich finde es besorgniserregend, dass so viele Menschen über die 8 Stunden arbeiten. Das ist nicht gesund und kann zu ernsthaften Problemen führen. Wer hat ähnliche Erfahrungen gemacht?
Ja, ich kann das bestätigen! Oft arbeite ich auch länger als geplant und fühle mich danach total ausgelaugt. Was denkt ihr, wie man das ändern könnte?
Das ist echt ein Problem! Ich habe gelesen, dass eine Erfassung der Arbeitszeit helfen kann. Hat jemand dazu mehr Informationen?