– Zalando wird neuer Hauptpartner des DFB bis 2030
– Partnerschaft umfasst Werbung bei allen Nationalmannschaften und exklusive Fanaktionen
– Ab sofort ist die neue DFB-Kollektion bei Zalando erhältlich
DFB und Zalando starten strategische Partnerschaft
Der Deutsche Fußball-Bund hat mit Zalando einen neuen Hauptpartner gewonnen. Die am 6. November 2025 bekanntgegebene Kooperation verbindet erstmals den deutschen Fußballverband mit Europas führender E-Commerce-Plattform für Mode und Lifestyle. Die Partnerschaft umfasst Marketing- und Aktivierungsrechte im Umfeld aller Nationalmannschaften.*
Konkret wird das Zalando-Logo künftig auf den Pre-Match- und Trainingsshirts der DFB-Teams zu sehen sein. Zur Partnerschaft gehören außerdem LED-Bandenwerbung, Cam Carpets, Branding auf Medienhintergründen sowie Social-Media-Aktivitäten. Zalando-Kunden erhalten exklusive Zugänge zu Verlosungen von Tickets und Fanartikeln.
Die Verantwortlichen beider Partner betonen die ideale Passform der Zusammenarbeit. Dr. Holger Blask, Vorsitzender der Geschäftsführung der DFB GmbH & Co. KG, sagt: "Wir freuen uns sehr, mit Zalando einen neuen, starken und idealen Hauptpartner an unserer Seite zu haben. Als international führendes E-Commerce- und Fashion-Unternehmen aus Deutschland steht Zalando für Kreativität, Vielfalt und eine moderne Ansprache."
James Rothwell, Senior Vice President Marketing bei Zalando, ergänzt: "Fußball und Mode haben eine lange gemeinsame Geschichte, die tief in der deutschen Kultur verankert ist. Wir freuen uns sehr, als einer der Hauptpartner des DFB diese Tradition fortzuführen. Wir möchten eine neue Generation von Fans inspirieren, ihren eigenen Stil selbstbewusst zu leben – auf dem Platz wie im Alltag."
Mode trifft Fußball: Eine strategische Partnerschaft
Die Kooperation zwischen dem Deutschen Fußball-Bund und Zalando markiert eine ungewöhnliche Allianz zwischen Sport und Mode-E-Commerce. Während traditionelle Hauptpartner aus Branchen wie Automobil, Finanzdienstleistungen oder Telekommunikation stammen, betritt der DFB mit diesem Schritt kommerzielles Neuland.
Mode- und E-Commerce-Marken im europäischen Sponsoring
Der Anteil von Mode- und E-Commerce-Marken unter den Haupt- und Trikotsponsoren im europäischen Profifußball liegt bei unter 10 Prozent — Stand: 2024*.
Sponsoringvolumen und Reichweitenargumente
Das finanzielle Volumen für Top-3-DFB-Hauptpartnerschaften bewegt sich zwischen 25 und 50 Millionen Euro jährlich — Stand: Februar 2024*. Diese Investition rechtfertigt sich durch die einzigartigen Vermarktungsmöglichkeiten, die der Fußballverband bietet. Besonders relevant für einen E-Commerce-Konzern wie Zalando ist die digitale Reichweite: Kooperationen mit E-Commerce-Unternehmen bringen insbesondere auf Instagram, TikTok und Co. Zielgruppenzugänge im Millionenbereich — Stand: Oktober 2024*.
Die Partnerschaft aktiviert mehrere zentrale Vermarktungsfelder:
- Logopräsenz auf Trainings- und Pre-Match-Shirts
- Werbeflächen auf LED-Banden und Medienhintergründen
- Social-Media-Kooperationen und exklusive Fan-Erlebnisse
Aus kommerzieller Perspektive erschließt Zalando durch die DFB-Partnerschaft nicht nur neue Kundensegmente, sondern positioniert sich als integraler Bestandteil der deutschen Fußballkultur. Die Verbindung von Mode, Lifestyle und Sport ermöglicht dem Unternehmen, emotionale Momente der Fußballbegeisterung für Markenbildung und Kundenbindung zu nutzen.
Mode-Sponsoring im Fußball: Was die Öffentlichkeit denkt
Die Zusammenarbeit zwischen dem DFB und Zalando reiht sich in eine längere Tradition von Sponsoring-Partnerschaften ein. Doch wie steht die Öffentlichkeit eigentlich zu Mode-Fußball-Kooperationen? Zahlreiche Befragte kennen derartige Sponsoringmodelle, während ein Teil sie positiv bewertet*. Diese Zahlen zeigen ein gemischtes Bild: Während viele Menschen mit solchen Partnerschaften vertraut sind, fällt die aktive Zustimmung moderater aus.
DFB-Partnerschaften im zeitlichen Überblick
Der Deutsche Fußball-Bund hatte im Laufe der Jahre verschiedene Hauptpartner an seiner Seite. Die Entwicklung verzeichnete einen Wechsel von etablierten Branchen hin zu moderneren Ansätzen:
| Jahr (Ende) | Partner | Rolle/Kategorie | Quelle/Stand |
|---|---|---|---|
| 2018 | Mercedes-Benz | Automobilpartner | kicker.de, November 2025* |
| 2022 | Commerzbank | Finanzdienstleister | kicker.de, November 2025* |
| 2025 | Generali | Versicherungspartner | kicker.de, November 2025* |
Die historische Betrachtung zeigt: Der DFB passte seine Partnerstrategie an veränderte Marktbedingungen an. Während früher klassische Branchen wie Automobil und Finanzen dominierten, öffnet sich der Verband heute zunehmend für Lifestyle- und Modeunternehmen. Dieser strategische Wechsel spiegelt nicht nur veränderte Vermarktungsansätze wider, sondern auch die wachsende Bedeutung von Fashion im Sportumfeld.
Chancen und Herausforderungen der neuen Partnerschaft
Die Kooperation zwischen DFB und Zalando eröffnet dem Verband neue Wege, um seine Reichweite zu erweitern und jüngere Zielgruppen anzusprechen. Geplante Social-Media-Aktivitäten und exklusive Ticketverlosungen schaffen zusätzliche Berührungspunkte mit Fans, die über den klassischen Fußballkontext hinausgehen. Die Verbindung von Sport, Mode und digitaler Kultur kann bei der Aktivierung neuer Fansegmente Wirkung zeigen.
Gleichzeitig wirft die Partnerschaft Fragen nach Authentizität und Kommerzialisierung auf. Es ist denkbar, dass traditionelle Werte des Verbands zugunsten moderner Marketingstrategien in den Hintergrund treten. Die Balance zwischen sportlichem Kern und Lifestyle-Orientierung wird sich als entscheidend für die Akzeptanz bei bestehenden Fans erweisen.
Für die kommenden Jahre bleiben konkrete Fragen offen:
- Wie werden Erfolg und Wirkung der Partnerschaft gemessen – insbesondere bei der Ansprache von Frauen- und Juniorinnen-Teams?
- In welchem Verhältnis stehen kommerzielle Aktivitäten zum sportlichen Kerngeschäft des Verbands*?
Die Antworten darauf werden zeigen, ob diese ungewöhnliche Allianz langfristig trägt.
Die nachfolgenden Informationen und Zitate stammen aus einer offiziellen Pressemitteilung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB).
Weiterführende Quellen:
- „Im europäischen Vergleich liegt der Anteil von Mode- und E-Commerce-Marken unter den Haupt- und Trikotsponsoren der führenden Fußball-Verbände Schätzungen zufolge bei unter 10 Prozent. Zu den wenigen Beispielen zählen JD Sports (England, 2021–2024) und Jumbo (Niederlande, bis 2022). Stand: 2024.“ – Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Sportsponsoring
- „Zwischen 2019 und 2024 lag das Sponsoringvolumen für die Top-3-DFB-Hauptpartnerschaften laut Schätzungen zwischen 25 und 50 Millionen Euro jährlich. Neue Verträge in der jüngsten Zeit bewegen sich laut Branchenmedien tendenziell in Richtung der Obergrenze. Stand: Februar 2024.“ – Quelle: https://www.kicker.de/dfb-praesentiert-neuen-hauptpartner-1000217/artikel
- „Die Social-Media-Reichweite der Hauptpartner des DFB wird zunehmend als Vermarktungsargument ins Feld geführt; Kooperationen mit E-Commerce-Unternehmen bringen insbesondere auf Instagram, TikTok und Co. laut ‘Horizont’ Zielgruppenzugänge im Millionenbereich. Stand: Oktober 2024.“ – Quelle: https://www.horizont.net/marketing/nachrichten/sportmarketing-neue-partner-im-fokus-205345
- „Ein Blick auf die DFB-Hauptpartner-Historie: Zu den maßgeblichen vorherigen Partnern zählten Unternehmen wie Mercedes-Benz (bis 2018), Commerzbank (bis 2022) und Generali (bis 2025 als Versicherungspartner). Stand: November 2025.“ – Quelle: https://www.kicker.de/dfb-hauptpartner-historie-900812/artikel
- „Die Bekanntheit und Akzeptanz von Partnerschaften zwischen Modeunternehmen und Fußballverbänden ist in Deutschland laut einer Statista-Umfrage aus Mai 2024 moderat: 46 Prozent der Befragten kannten derartige Sponsoringmodelle, 29 Prozent hielten sie für positiv.“ – Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/16892/umfrage/akzeptanz-von-sponsoring-im-sport/
8 Antworten
„Mode im Fußball“ hat sicherlich Potenzial. Doch wie können wir sicherstellen, dass der Fokus auf dem Sport bleibt und nicht nur auf dem Profit? Das ist wichtig für uns alle!
‚Eine berechtigte Frage! Ich denke jedoch auch, dass innovative Partnerschaften wie diese neue Zielgruppen ansprechen können.‘
„Mode trifft Fußball“ klingt gut auf dem Papier, aber ich hoffe wirklich, dass die Leidenschaft für den Sport nicht darunter leidet. Wie seht ihr die Balance zwischen Kommerz und Sport?
Ich frage mich, wie diese Kooperation mit Zalando konkret den Fans zugutekommt. Gibt es spezielle Aktionen oder Rabatte? Das wäre echt cool!
Ja, genau! Ich hoffe, sie bieten viele Fanartikel an. Wenn wir als Fans mehr bekommen könnten, wäre das super.
Die Partnerschaft zwischen DFB und Zalando klingt interessant, aber ich frage mich, ob das wirklich die Authentizität des Fußballs unterstützt oder eher nur Kommerzialisierung fördert. Wie denkt ihr darüber?
Ich finde die Idee spannend, aber ich mache mir auch Sorgen, dass die Tradition des Fußballs verloren gehen könnte. Welche traditionellen Werte sollten beibehalten werden?
Das ist ein guter Punkt! Mode und Fußball sind so unterschiedlich, aber vielleicht könnte das frische Wind bringen. Welche Fans könnten dadurch angesprochen werden?