DFB Pro Lizenz 2026: 17 Trainer feiern Abschluss am Campus – so läuft die Spitzenausbildung

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Der Deutsche Fußball-Bund hat in Frankfurt 17 Trainerinnen und Trainer mit der höchsten deutschen Lizenzstufe, der Pro Lizenz, ausgezeichnet. Der zwölfmonatige Lehrgang umfasste mehr als 700 Lerneinheiten und kombinierte Präsenzphasen mit digitalen Formaten. Ein Schwerpunkt lag auf praxisnahen Hospitationen bei Profivereinen im In- und Ausland.

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– Der DFB ehrte 17 Absolventen des 71. Pro Lizenz-Lehrgangs in Frankfurt am Main.
– Die höchste deutsche Trainerausbildung dauerte zwölf Monate mit über 700 Lerneinheiten.
– Der Lehrgang umfasste Hospitationen bei Profivereinen und Auslandsaufenthalte in England und Spanien.

17 Absolvent:innen erhalten höchste deutsche Lizenz bei DFB-Verleihung in Frankfurt

Am 28.01.2026 fand in Frankfurt am Main eine feierliche Zeremonie statt, bei der der Deutsche Fußball-Bund (DFB) die Absolvent:innen des 71. Pro Lizenz-Lehrgangs auszeichnete. Insgesamt konnten 17 Absolvent:innen ihre Urkunden in Anwesenheit hochrangiger Vertreter:innen des Verbandes entgegennehmen. Die Veranstaltung markiert das Ende eines zwölfmonatigen Ausbildungsverlaufs, der mit mehr als 700 Lerneinheiten* bereits im Vorfeld umfangreiche Inhalte vermittelte.

Der DFB-Geschäftsführer Sport, Andreas Rettig, betonte theatralisch: „Selten zuvor hatten wir so viele Cheftrainerinnen aus verschiedenen Ligen in einem Pro Lizenz-Lehrgang.“* Diese Entwicklung zeige die große Vereinbarkeit der Ausbildung mit der Trainertätigkeit und unterstreiche die Reform der Lizenz, die es den Teilnehmenden ermöglicht, gleichzeitig aktiv im Fußballgeschäft zu agieren. Rettig hob zudem die Bedeutung emotionaler Intelligenz neben fachlicher Kompetenz hervor und wünschte allen Absolvent:innen Erfolg bei ihrer künftigen Arbeit.

Die Übergabe der Urkunden erfolgte durch DFB-Sportdirektor Rudi Völler sowie Andreas Rettig, die gemeinsam mit den Lehrgangsleitern Arno Michels und Markus Reiter die frischgebackenen Lizenzinhaber:innen beglückwünschten. Im Rahmen der Zeremonie wurde deutlich, dass diese Ausbildung das höchste deutsche Trainer-Niveau repräsentiert.

Der Lehrgang wurde in einem innovativen Blended-Learning-Format am DFB-Campus durchgeführt. Dabei kombinierte das Programm Präsenzveranstaltungen vor Ort bei Profivereinen im In- und Ausland mit Online-Phasen. Die Teilnehmer:innen arbeiteten eigenständig an Aufgaben, wie etwa Videoaufnahmen, und erhielten daraufhin individuelles Feedback von den Ausbilder:innen. Laut Arno Michels bot die Ausbildung auch Einblicke in internationale Praktiken, unter anderem in England beim Brighton & Hove Albion und beim FC Chelsea in London, sowie im spanischen Barcelona bei Hansi Flick.

„Der Austausch mit Expert:innen und die Hospitationen in verschiedenen Vereinen waren besonders prägend“, berichtete Eva-Maria Virsinger, eine der Absolventinnen. Neben den praktischen Einblicken in den Profifußball, etwa beim VfB Stuttgart oder beim FC Bayern München, standen auch Auslandsaufenthalte auf dem Programm. So verhalf die Tour nach Spanien und England zu einer erweiterten Perspektive auf Führung und Training im Fußball.

Mit Blick auf die aktuelle Lage sagte Rettig abschließend: „Nach wie vor sind die Trainerinnen die wichtigsten Personen im sportlichen Bereich eines Vereins oder Verbands, sie sollten umfassende Unterstützung und Rückendeckung erhalten.“* Er betonte die Bedeutung, die emotionalen Kompetenzen im Trainer:innen-Beruf weiter zu stärken und sich auf die Herausforderungen durch Entwicklungen wie die künstliche Intelligenz vorzubereiten.

Für die 17 neuen Träger:innen der höchsten deutschen Trainerlizenz endet nun ein bedeutender Abschnitt. Ihre nächste Aufgabe: die Weiterentwicklung des Fußballs auf unterschiedlichen Ebenen, auf Basis eines Lehrgangs, der nach Aussage der Verantwortlichen die Qualität des deutschen Coachings nachhaltig stärkt.

Ausbildungsformat und Inhalte: Einblicke in die Pro Lizenz-Weiterbildung beim DFB

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat das Pilotprojekt der Pro Lizenz als Blended-Learning-Format am DFB-Campus umgesetzt.* Die Ausbildungsserie fand mehrfach unter dieser zeitgemäßen Lernform statt, wobei die Schwerpunkte sich am umfassenden Trainerentwicklungsmodell der DFB-Akademie orientieren. Die Ausbildung vereint Präsenzphasen vor Ort mit digitalen Lernbausteinen und praktischen Aufgaben, die die Trainer*innen eigenständig in ihren Vereinen umsetzen. Ziel ist es, eine praxisnahe, kontinuierliche Entwicklung auf höchstem Niveau sicherzustellen.

Im Zentrum der methodischen Konzeption steht die enge Verzahnung von Präsenz- und Online-Phasen. Während die Präsenzveranstaltungen in Frankfurt am Main sowie bei Profivereinen im In- und Ausland stattfinden, erhalten die Teilnehmerinnen Aufgaben über den Online-Campus. Diese beinhalten beispielsweise die Erstellung von Videoaufnahmen und die Reflexion der eigenen Arbeit im Verein. Das individuelle Feedback der Lehrkräfte sowie der Austausch mit anderen Teilnehmerinnen fördern den Lernerfolg. Die Einbindung der Videoaufzeichnungen ermöglicht eine spezifische, praxisorientierte Rückmeldung und unterstützt die Reflexionsfähigkeit.

Die im Jahr 2022 angepasste Lizenz-Ausbildung für Profitrainerinnen, die bisher unter der Bezeichnung Fußball-Lehrer-Ausbildung lief, hat durch die reduzierte Teilnehmerzahl auch zu einem verbesserten Verhältnis zwischen Ausbilderinnen und Teilnehmenden geführt. Dadurch ist eine intensivere Begleitung des individuellen Lernprozesses gewährleistet. „Der 71. Pro Lizenz-Lehrgang beinhaltete viele Begegnungen mit unterschiedlichen Expertinnen, anregenden Diskussionen und prägenden Momenten“, bilanziert Arno Michels. Er führte erstmals durch den Lehrgang und hebt hervor, wie sehr die individuelle Betreuung der Teilnehmerinnen sowie die vielfältigen Austauschformate zum Erfolg beigetragen haben.

Das Lehrgangskonzept sieht einen reibungslosen Wechsel zwischen Präsenz- und Online-Phasen vor, wobei Aufgaben via des digitalen Campus gestellt werden. Diese decken verschiedene Themen ab, die in der praktischen Umsetzung der Trainerinnen in den Vereinen relevant sind. Darüber hinaus profitieren die Teilnehmerinnen von Videoaufnahmen ihrer Übungen, die anschließend im Feedbackprozess analysiert und besprochen werden.

Der Austausch mit Experten aus unterschiedlichen Bereichen des Fußballs ergänzt die Ausbildung erheblich. Zahlreiche Hospitationen bei Bundesliga-Clubs sowie der Dialog mit Spitzenfunktionären des Fußballs in Deutschland und England bieten den Teilnehmerinnen wertvolle Einblicke. Das beinhaltet Begegnungen mit Persönlichkeiten wie Sebastian Hoeneß beim VfB Stuttgart sowie Christoph Freund bei Bayern München. Die Internationale Phase führte die Trainerinnen nach Brighton & Hove Albion, FC Brentford, FC Chelsea und zum FC Barcelona, um globale Entwicklungen im Fußball kennenzulernen.

Abschließend lässt sich festhalten, dass die Weiterentwicklung der Ausbildung seit ihrer Reform im Jahr 2022 dazu beigetragen hat, die Qualität der Trainerinnen in Deutschland weiter zu steigern. Mit über 700 Lerneinheiten und einem breit gefächerten Praxisbezug setzen die Absolvent*innen die hohen Standards des deutschen Spitzenfußballs um. Die Erfolgsgeschichte des Lehrgangs zeigt, wie innovative Lernformate die Weiterqualifizierung auf Top-Niveau heute gestalten.

Praxisnähe in der Ausbildung: Hospitationen und internationale Einblicke

Der praktische Bezug spielt bei der Ausbildung zum Fußballtrainer eine zentrale Rolle. Die Teilnehmenden profitieren von direkten Einblicken in Profivereine, erfahren aus erster Hand, wie modern geführte Vereine agieren, und tauschen sich mit führenden Experten aus. Diese externen Stationen sind für die Lehrgänge mehr als nur Eye-Opener: Sie ermöglichen eine lebendige Verbindung zwischen Theorie und Praxis.

Ein prägnantes Beispiel sind die Hospitationen bei namhaften Vereinen. Die Gruppe unternahm neben den Besuchen bei deutschen Bundesligisten auch Auslandsaufenthalte in England und Spanien. Dort sammelten die Trainer bei Brighton & Hove Albion, beim FC Brentford, beim FC Chelsea und beim FC Barcelona vielfältige Impressionen*. Besonders die Begegnung mit Fabian Hürzeler bei Brighton & Hove Albion sowie der Austausch mit dem ehemaligen Pro Lizenz-Ausbildungsleiter Daniel Niedzkowski prägten die Erfahrungen in England. Bei Barcelona ermöglichte die Zusammenarbeit mit Hansi Flick und seinem Trainerteam einzigartige Einblicke in den Ausbildungsansatz der legendären Nachwuchsakademie, „La Masia“.

Besuche in Profi-Umfeldern

Die externen Impulse sind vielfältig. In Deutschland fanden Treffen mit Verbandsvertretern und Experten statt*. Diese Begegnungen fördern das Verständnis für die Anforderungen unterschiedlicher Führungsebenen im Fußballbetrieb deutlich.

Zudem gab es den Austausch mit Verbandsvertretern: Christian Wück, der Frauen-Nationaltrainer, vermittelte Einblicke in den Bereich der Nationalmannschaften und die Verbandsarbeit*. Die Einbindung dieser vielfältigen Perspektiven unterstützt die Trainer in ihrer Weiterentwicklung umfassend.

Externe Experten und Leadership-Perspektiven

Der Blick über den Tellerrand bringt meist wertvolle Erkenntnisse im Bereich Führung und Leadership. Im Westminster Hospital traf die Gruppe auf Prof. Roger Kneebone und Dr. George Waddell, die eine andere Sichtweise auf Leitungsfragen im Berufsalltag vermittelten*.

Das Feedback der Lehrgangsteilnehmerinnen zeigt, wie bereichernd diese Veranstaltungen sind. Eva-Maria Virsinger betont die offene Atmosphäre und die Inspiration, die vom internationalen Austausch ausgeht. David Krecidlo hebt die Präsenzphase bei „La Masia“ hervor, wo die Beobachtung der Ausbildungsphilosophie des FC Barcelona und der direkte Austausch im Fokus standen. „Die Einblicke in den Ausbildungsansatz, die Beobachtung der Trainingseinheiten und der offene Austausch waren beeindruckend und lehrreich,“ fasst er seine Erfahrungen zusammen*.

Lars Kornetka beschreibt die Atmosphäre der Ausbildung als TeamCharakter, der die persönliche Weiterentwicklung fördert. Für ihn war es eine besondere Erfahrung, Grenzen auszutesten und gemeinsam mit anderen zukünftigen Führungspersönlichkeiten zu wachsen*.


Kurze Übersicht internationaler Stationen:

  • Brighton & Hove Albion
  • FC Brentford
  • FC Chelsea
  • FC Barcelona

Die vielfältigen externen Einblicke setzen den Praxisbezug der Lehrgänge in eine internationale Perspektive. Sie sorgen für eine praxisnahe, abwechslungsreiche Ausbildung, die Trainer optimal auf die Anforderungen im Profi- und Jugendbereich vorbereitet.

Vielfalt im Spitzenfußball: Wenige Frauen im DFB Pro Lizenz-Lehrgang 2026

Der aktuelle DFB-Pro Lizenz-Lehrgang 2026 bietet einen Einblick in die gesellschaftliche Diversität im Sponsorensektor des Fußballs. Mit Start im Januar 2026 und geplantem Abschluss im Januar 2027 umfasst die Ausbildung zwölf Monate intensiver Trainerentwicklung. Laut Angaben sind lediglich 2 Frauen unter 17 Teilnehmerinnen und Teilnehmern vertreten (Stand: Januar 2026)*. Diese Zahl verdeutlicht, dass Frauen in den höchsten Trainerausbildungen des deutschen Fußballs noch immer unterrepräsentiert sind.

Die geringe Frauenquote wirft wichtige Fragen auf, etwa, ob Diversität in Spitzen-Ausbildungen noch ausreichend berücksichtigt wird. Trotz eines gestiegenen gesellschaftlichen Bewusstseins bleibt die Präsenz weiblicher Trainerinnen in den Top-Lizenzen deutlich hinter den Erwartungen zurück. Für den Amateursport und den Vereinsalltag bedeutet dies, dass es weiterhin Anstrengungen braucht, um eine vielfältigere Perspektive im Führungspersonal zu fördern. Die gesellschaftliche Relevanz dieser Entwicklung liegt darin, Diversität aktiv zu gestalten, um Vorbilder zu schaffen und Geschlechterstereotype zu überwinden.

Der Lehrgangszeitraum ist von Januar 2026 bis voraussichtlich Januar 2027 festgelegt (Stand: 2026). Mit Blick auf die aktuellen Zahlen lässt sich ableiten, dass der Zugang zu höchsten Trainerausbildungen nur schrittweise diverser wird. Das stellt den Verband vor die Herausforderung, entsprechende Strukturen und Förderprogramme zu entwickeln, um mehr Frauen den Weg in die Top-Positionen im Fußball zu ebnen.

Ausblick auf die gesellschaftliche Relevanz der Pro-Lizenz-Verleihung im Fußball

Die Verleihung der Pro Lizenz markiert einen entscheidenden Meilenstein für die deutsche Trainerschaft im Fußball. Mit der höchsten deutschen Trainerlizenzstufe qualifizieren sich die Absolventinnen und Absolventen für verantwortliche Führungspositionen in Vereinen und Verbänden. Dabei fällt auf, dass selten zuvor so viele Cheftrainerinnen aus verschiedenen Ligen in einem Pro Lizenz-Lehrgang vereint waren. Diese Entwicklung spricht für die zunehmende Bedeutung der berufsbegleitenden Aus- und Weiterbildung sowie die Vereinbarkeit von Ausbildung und praktischer Trainertätigkeit.

Trainer*innen gelten als Schlüsselpersonen im sportlichen Erfolg eines Vereins. Ihre Kompetenzen, insbesondere im Umgang mit emotionaler Intelligenz, nehmen im Zuge der Digitalisierung und dem Einfluss künstlicher Intelligenz weiter an Bedeutung zu. Die reformierte Pro Lizenzbewerbt dazu, diese Fähigkeiten gezielt zu fördern und auf die Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten.

Unter den zukünftigen Herausforderungen wird die Wirksamkeit des Blended-Learning-Formats eine zentrale Rolle spielen. Der Lehrgang, der am DFB-Campus in Frankfurt stattfindet, kombiniert Präsenzphasen mit digitalen Aufgaben, unterstützt durch individuelles Feedback. Diese Methode soll die Kompetenzen der Trainer*innen nachhaltig stärken und ihre praktische Umsetzung in den Vereinen erleichtern.

In den kommenden Monaten bieten sich vielfältige Möglichkeiten für vertiefende Berichte zum Thema. Interviews mit Absolvent*innen in sechs bis zwölf Monaten könnten Aufschluss geben über deren Karrieren und die konkrete Wirkung der Weiterbildung. Ebenso lohnend erscheint eine Evaluation des Blended-Learning-Formats sowie der Reformprozesse von 2022. Solche Analysen liefern Erkenntnisse darüber, inwieweit die Ausbildung in der Praxis erfolgt und welchen Beitrag sie zur Professionalisierung des Trainers nachweislich leistet.

Nicht zuletzt bleibt die gesellschaftliche Bedeutung der Trainerinnen im Blick: Sie fördern die Entwicklung junger Menschen, prägen die Vereins- und Verbandskultur und tragen wesentlich zum positiven Image des Fußballs bei. Die Verleihung der Pro Lizenz zeigt, wie essenziell auch in Zukunft gut ausgebildete Trainerinnen für das Funktionieren und die Weiterentwicklung des Sports sind.

Die aktive Begleitung und Beobachtung dieser Karriereschritte sowie die Wirkung der Reformen sind wichtige Themen für die Fundierung und Weiterentwicklung der deutschen Fußball-Ausbildung. Sie beleben den Diskurs über Qualitätssicherung, Nachwuchsförderung und die gesellschaftliche Rolle des Sports.

Erfolgreich zum höchsten Führungsnachweis im deutschen Fußball

In einer feierlichen Zeremonie in Frankfurt am Main haben der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und seine Verantwortlichen die 17 Absolventinnen des 71. DFB Pro Lizenz-Lehrgangs offiziell ausgezeichnet. Rudi Völler, DFB-Sportdirektor, und Andreas Rettig, DFB-Geschäftsführer Sport, überreichten gemeinsam mit den Lehrgangsleitern Arno Michels und Markus Reiter die Urkunden. Damit endete ein zwölfmonatiger Ausbildungsprozess, der mehr als 700 Lerneinheiten umfasste und zu der höchsten deutschen Trainer-Lizenz führt.

Eine außergewöhnliche Interdisziplinäre Gruppe

Der Abschluss des Lehrgangs markiert eine bedeutende Entwicklung im deutschen Sportmanagement. Laut Andreas Rettig war bei diesem Jahrgang die Vielfalt der Trainerinnen aus verschiedenen Ligen besonders bemerkenswert. Er betonte: „Selten zuvor hatten wir so viele Cheftrainerinnen aus verschiedenen Ligen in einem Pro Lizenz-Lehrgang. Diese Entwicklung spricht für die Vereinbarkeit von Ausbildung und Trainertätigkeit und bestätigt die reformierte Pro Lizenz.“ Die Mischung aus nationalen und internationalen Fachleuten unterstreicht die Bedeutung der Ausbildung für die Weiterentwicklung im deutschen Fußball.*

Moderne Kompetenzprofile im Fokus

Der Lehrgang fand erstmals im Blended-Learning-Format am DFB-Campus statt. Dieses Konzept verbindet Präsenzveranstaltungen mit Online-Komponenten, um die Inhalte flexibel zu vermitteln. Nach Angaben des DFB orientieren sich die Kursschwerpunkte am Trainerentwicklungsmodell der DFB-Akademie, das die technischen, taktischen und emotionalen Kompetenzen der Trainerinnen und Trainer in den Mittelpunkt stellt. Neben Theorie und Praxis standen Hospitationen bei Profivereinen im In- und Ausland auf der Agenda. Dabei erhielten die Teilnehmenden Einblicke in die Arbeit bei Vereinen wie dem Hamburger SV, VfB Stuttgart, FC Barcelona oder Brighton & Hove Albion.*

Internationale Perspektiven und Praxiseinblicke

Die Reisen ins Ausland erweiterten den Horizont der Absolventinnen erheblich. Beispielsweise bei Brighton & Hove Albion und im Besuch bei Bayern München gab es Impulse zum Austausch mit führenden Experten wie Fabian Hürzeler oder Christoph Freund. Besonders eindrucksvoll waren die Einblicke an der Nachwuchsakademie „La Masia“ des FC Barcelona. David Krecidlo beschreibt: „Die Einblicke in den Ausbildungsansatz, die Beobachtung der Trainingseinheiten und der offene und transparente Austausch mit den Kollegen des FC Barcelona waren beeindruckend und lehrreich.“ Für Lars Kornetka war die UEFA Pro Lizenz „ein lang ersehnter Traum“, der er durch die enge Zusammenarbeit im Team erfüllt sah.

Persönliche Weiterentwicklung und professionelles Netzwerk

Neben den beruflichen Fähigkeiten standen auch persönliche Entwicklung und Austausch im Vordergrund. Eva-Maria Virsinger berichtet: „Wir haben nicht nur in der Gruppe, sondern auch mit dem Ausbilderteam einen offenen Austausch auf zwischenmenschlicher wie fachlicher Ebene gelebt.“ Das Gemeinschaftsgefühl im Lehrgang, so Kornetka, sei eine „tolle Erfahrung“ gewesen. Der Einsatz bei externen Experten und nationalen Größen – darunter Sebastian Hoeneß vom VfB Stuttgart oder Sebastian Rode von Eintracht Frankfurt – lieferte konkrete Impulse für die Zusammenarbeit auf Management- und Trainer-Ebene.*

Blick in die Zukunft

„Die Teilnehmerinnen haben ihre individuelle Entwicklung in diesem Jahr vorangetrieben. Ich bin gespannt, wohin ihr Weg im Fußball sie führen wird“, so Michels. Für die neuen Inhaberinnen der Pro Lizenz eröffnet sich nun eine Welt voller beruflicher Perspektiven – von Cheftrainerposten bis hin zu leitenden Positionen im Verband oder Management.

Die Absolventinnen kommen aus renommierten Vereinen wie Eintracht Frankfurt, TSG Hoffenheim, 1. FSV Mainz 05, Holstein Kiel, SpVgg Greuther Fürth, FC Carl Zeiss Jena, VfB Stuttgart, FC Hansa Rostock, FC Augsburg sowie weiteren namhaften Clubs. Sie setzen ihre neu erworbenen Fähigkeiten nun in den Vereinen und im Fußballnationalsystem um und tragen damit zur Weiterentwicklung des deutschen Fußballs bei.

Quelle: Angaben aus der Pressemitteilung des DFB vom 28.01.2026 (Stand: 28. Januar 2026).*

Die vorliegenden Informationen und Zitate stammen aus einer Pressemitteilung des Deutschen Fußball-Bundes.

Weiterführende Quellen:

8 Antworten

  1. ‚Es ist wichtig, dass Frauen mehr Präsenz im Fußball bekommen.‘ Das sehe ich auch so! Was könnten konkrete Schritte sein, um mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen?

  2. ‚Emotionale Intelligenz‘ klingt nach einem spannenden Thema! Inwiefern glaubt ihr, dass das im Trainerberuf entscheidend ist? Ich denke, es könnte viel bewirken.

    1. ‚La Masia‘ muss eine unglaubliche Erfahrung gewesen sein! Denkt ihr, dass deutsche Trainer auch so etwas aufbauen sollten? Der Austausch könnte fruchtbar sein.

  3. Die Kombination von Präsenz und Online-Lernen klingt sehr innovativ! Ich frage mich, wie gut das für die praktische Umsetzung in den Vereinen funktioniert. Hat jemand Erfahrungen mit solchen Formaten?

    1. Das Feedback von den Ausbildern ist sicher hilfreich für die persönliche Entwicklung. Wie wichtig haltet ihr solches Feedback in der Ausbildung?

  4. Es ist beeindruckend zu sehen, wie viele Absolventen die Pro Lizenz erhalten haben! Die Ausbildung scheint wirklich intensiv und umfassend zu sein. Wie denkt ihr, wird sich das auf die Qualität der Trainer im deutschen Fußball auswirken?

    1. Ich finde es toll, dass es so viele Frauen in diesem Jahrgang gibt. Glaubt ihr, dass das eine positive Entwicklung für den Frauenfußball bedeutet?

    2. Die internationale Erfahrung ist sicherlich ein großer Vorteil! Wie denkt ihr über die Hospitationen in anderen Ländern? Werden diese Einblicke wirklich einen Unterschied machen?

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